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Südpfalz

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Volker

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Re: Südpfalz

BeitragSa 10. Aug 2013, 21:48

die letzten Tage gab es mal wieder die Grauburgunder Spätlese 2008 vom Weingut Gnägy im Glas. Da soll noch mal jemand behaupten, günstige, richtig trockene Weine von eher unbekannten Winzern hätten kein Lagerpotential

In seiner Jugend zugegeben eher etwas abweisend mit sehr präsenter Säure haben ihn die Jahre etwas gesitteter gemacht und jetzt gefällt mir der Wein richtig gut. Immer noch eine eher fordernde aber nicht überfordernde Säure, Alterstöne Fehlanzeige schmeckt er frisch fast wie ein Jungwein. OK die Hefenoten vom sur lie Ausbau sind in den Hintergrund getreten. Schöne Nase. die einen zwar nicht sofort anspringt und mit überbordener Frucht erschlägt sondern eher Gentleman like. Am Gaumen setzt sich der Eindruck fort. Schönes Spiel zwischen der Frucht und Säure, Gelbe Früchte, leicht nussige Töne zum Ende hin und eine schöne Mineralität.

Auch jetzt kein Charmeur sondern eher zupackend. Bereitet mir viel Spass und ich sollte mal darüber nachdenken, dort wieder zu ordern, die Weine dann aber ein paar Jahre im Keller zu verstecken. Zumindest der Wein, hat seine Zeit gebraucht und ich denke bei den restlichen Flaschen ist noch keine Eile angesagt.

Volker
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mixalhs

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Re: Südpfalz

BeitragSo 18. Mai 2014, 22:44

Als Belohnung nach einem anstrengenden Sonntag ein Superwein:

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octopussy

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Re: Südpfalz

BeitragSa 24. Mai 2014, 09:48

Hallo zusammen,

ein spannender Vergleich ist: Siener - 2010 Riesling "Vom Rotliegenden" trocken und Ökonomierat Rebholz - 2010 Riesling "vom Buntsandstein" Kabinett trocken. Der Siener kommt aus dem Kastanienbusch, der Rebholz offenbar aus Siebeldinger Lagen (v.a. Im Sonnenschein "Ganz Horn"). Beide haben in 2010 deutlich weniger Alkohol als z.B. im Jahr danach, der Siener 11,5% Vol., der Rebholz 10,5% Vol. Beide haben diese überaus prägnante 2010er Säure. Angeblich sind ja in 2010 so ziemlich alle Riesling entsäuert. Falls diese beiden auch entsäuert wurden, will ich nicht wissen, wie sie mit ihrer regulären Säure schmecken würden. Das ist aber für meinen Geschmack eine tolle Säure, die den Mund ausfüllt, ihn kitzelt, richtig lange haften bleibt und zwar auf eine angenehmen Art und Weise. Wie das Gefühl, wenn nach einem Glas Zitronensaft so langsam die Frucht der Zitrone durchkommt.

Beide Weine sind übrigens günstig, der Siener kostet 8,40 Euro, der Rebholz ab Hof 8,90 Euro (hab im Handel "überbezahlt"). Mir gefiel auf hohem Niveau der Siener einen Hauch besser. Interessant war auch, dass Frau octo beim Rebholz spontan sagte: "schmeckt irgendwie komisch, da ist ja gar keine Frucht". Der Rebholz Stil scheint also auch erkennbar zu sein, wenn man ganz unbedarft herangeht. Beide Weine halte ich übrigens jetzt für trinkreif, aber Eile scheint mir nicht angesagt zu sein. Ich merke, dass ich mir in den letzten Jahren ein paar zu viele Riesling Schwergewichte gekauft habe, eigentlich bräuchte ich viel mehr solcher schöner Rieslinge zum kleinen Preis. Die machen einfach Spaß.

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Beste Grüße, Stephan
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dylan

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Re: Südpfalz

BeitragSo 25. Mai 2014, 11:08

Hallo Stephan,

ähnliche Eindrücke wie der von dir beschriebene Riesling vom Buntsandstein Kabinett von Rebholz, lieferte mir gestern der Riesling tr. 2011/Rebholz, der schamhaft in kleinstmöglicher Schrift erst auf dem Rückenetikett die Prädikatsstufe "Kabinett" verrät.
Obwohl hier schon 12,5%Vol am Start sind, so wirkt der Wein doch eher schlank und leichtfüßig. In seiner fruchtarmen, aber klar definierten Art, so ziemlich genau mein Ding. Auch hier war wie bei deinem 2010er die Zitrus-Prägung, die den Abgang dominierte, auffällig.
Hätte ich den Wein blind in's Glas bekommen, so hätte ich auf einen 2010er oder 2012er , sicher aber nicht auf einen Wein aus 2011 getippt.
Sehr guter Basiswein, der nicht nur mir viel besser gefiel, als der zum Vergleich getrunkene Riesling tr. 2011 von SchäferFröhlich.

Beste Grüße

dylan
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octopussy

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Re: Südpfalz

BeitragSo 25. Mai 2014, 23:12

Hallo Dylan,

das klingt gut und am Ende vielleicht doch etwas mehr nach meinem Geschmack als der 2010er (jedenfalls für's häufiger trinken). Den haben wir heute zu einem Frühlingsgemüserisotto (frische Erbsen, frische Dickebohnen, frischer grüner Spargel) zu Ende getrunken. Er war immer noch wunderbar, aber die Säure ist nichts für schwache Nerven, sie bohrt sich wirklich in die Mundhöhle. Mit etwas Betrübnis habe ich gesehen, dass der 2012er Riesling vom Buntsandstein 17 Euro kostet.
Beste Grüße, Stephan
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Ralf Gundlach

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Re: Südpfalz

BeitragFr 30. Mai 2014, 20:42

Schöner Wein, der 2006er Spätburgunder Selektion von Meßmer ein für Pfälzer Verhältnisse sehr eleganter Spätburgunder der schöne Noten von Schattenmorellen zeigt und mit einem gekonnten Holzeinsatz die elegante Art unterstreicht, dabei durchaus mit Kraft und Konzentration versehen aber nicht ansatzweise fett, was ihm etwas fehlt ist Komplexität, aber ansonsten gibts da nichts zu meckern, jetzt perfekt zu trinken, 88-89 Punkte

Gruß

Ralf
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Dilbert

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Re: Südpfalz

BeitragDi 17. Jun 2014, 12:41

Hallo allerseits,

am Sonntag stand ein Familienausflug mit unserem Kleinen in den Zoo an!
Nachdem es mir am Samstag bereits gelungen war meine Frau davon zu überzeugen, dass der Zoo in Landau doch wesentlich interessanter sei, wie sein Pendant in Kronberg (Opel-Zoo), konnten wir den anschließenden Sonntag Nachmittag nutzen, um gemütlich über die Dörfer der Südpfalz Richtung Bad Kreuznach zurückzugondeln! :mrgreen:

Wie zufälig kamen wir auch in Hainfeld vorbei :roll: und ich nahm die Gelegenheit war bei Bernhard Koch vorbeizuschauen, dessen Weine beim Gault Millau zur Zeit hoch im Kurs stehen.

Da die Kochs einen gutgehenden Gutsausschank betreiben gab's leider keine Gelegenheit seine Weine wirklich zu verkosten. Probiert habe ich lediglich den Pinot Noir Reserve aus 2011 - toller Wein, schöne rote Früchte, Kräuter, Waldboden, komplex, gut strukturiert, trotz der aufgerufenen 22 EUR sein Geld wert. Ich hab mir dann einfach mal eine Probekiste mit drei verschiedenen Pinots mitgenommen. Bin gespannt!! :)

Das Koch gerade vom Gault Millau über den grünen Klee gelobt wird war mir bewusst, dass er aber auch die Kollektion des Jahres in 2014 abgeliefert hat indess nicht!

Deshalb meine Frage an dieser Stelle: Wer kennt die Weine von Bernhard Koch, rot wie weiß? Bisher ist er ja in diesem Forum (fast) nicht in Erscheinung getreten! Woran liegts? Bin sehr an Euren Meinungen interessiert!

Gruß,
Jochen
„Eine Magnum-Flasche? Genau die richtige Größe für einen schönen Abend. Vorausgesetzt, man beginnt mit einem Champagner, man endet das Menu mit einem Sauternes, und man ist allein daheim…“
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Michl

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Re: Südpfalz

BeitragDi 17. Jun 2014, 16:45

Hallo Jochen,

recherchiere doch 'mal in der Datenbank. Dort findest du mittlerweile mehrere VKNs zu den letzten Jahrgängen. Mir hat insbesondere schon der "einfache" Chardonnay sehr gefallen.

Grüße

Michl
Viele Grüße

Michl
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Dilbert

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Re: Südpfalz

BeitragMi 18. Jun 2014, 11:39

Hallo Michl,

danke für die Info!
Da ich über die erweiterte Suche nichts gefunden hab', bin ich erst gar nicht auf die Idee gekommen in der VKN-Datenbank nachzuforschen!! :o

Gruß,
Jochen
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Bernd Schulz

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Re: Südpfalz

BeitragDi 21. Apr 2015, 23:13

Zum Geburtstag habe ich erneut ein ZEIT-Weinpaket als Geschenk erhalten. Darin fand sich auch der folgende Riesling:

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Tja...ich kannte die Weine von Siener - Dr. Wettstein bislang nicht, aber ein sich derart sensorisch hart an der halbtrockenen Grenze bewegende Tröpfchen, welches meiner puristischen Ader :oops: so gar nicht entgegenkommt, macht mir wenig Lust auf weitere Erfahrungen mit den Produkten dieses Betriebs. Dieselbigen überlasse ich dann lieber den unbedingten Fans von Weinen, die niemandem wehtun..... :twisted:

Herzliche Grüße

Bernd
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