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Diverse Winzer

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puschel

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Re: Diverse Winzer

BeitragMo 17. Dez 2018, 20:16

Hallo Philipp,
wir sind Frühjahr 2017 auf einem Frühlingsfest am Niederrhein auf diesen St. Laurent vom Altdorfer Hochgericht gestoßen. In einfacheren Schimpf-Rotweine fanden wir, meine Frau und ich, wie du auch schreibst - recht belanglos. Dieser St. Laurent aus dem Holzfass hat uns gefallen und fand auch den Weg in meinen Weinkeller. :D
Gruß Adi
Save water, drink riesling
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Philst

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Re: Diverse Winzer

BeitragDi 18. Dez 2018, 11:02

Danke für die Info. Ich hatte mich schon etwas gewundert, da der Weintourismus an der südlichen Weinstraße eher andere Orte und Winzer betrifft.
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Bernd Schulz

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Re: Diverse Winzer

BeitragDi 18. Dez 2018, 22:55

Dieser substanzreiche, aber eher leise auftretende Riesling von Sven Leiner ist ganz nach meinem Geschmack:

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Hier handelt es sich nicht um große Oper, sondern um hochkarätige Kammermusik - ich mag solche Weine sehr gerne! Der einzige Punkt, der mich wieder einmal stört, ist die massive GG-Pulle, in die der Göcklinger aus welchen Gründen auch immer gefüllt wurde. Diese mordschweren Glasprügel sind einfach eine üble Seuche! Und gerade bei einem Biowinzer, dem es auf das Vermeiden von Ressourcenverschwendung ankommen sollte, frage ich mich besonders, warum er solch eine Verpackung für angemessen oder gar nötig hält..... :?:

Herzliche Grüße

Bernd
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Michl

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Re: Diverse Winzer

BeitragSa 22. Dez 2018, 20:52

Die letzten Tage hatte ich zwei Weine vom Weingut Meier aus Weyher im Glas. Ich kann jetzt schon sagen, dass dieses Weingut für mich die Entdeckung des Jahres ist. Völlig authentisch, unverstellt, bodenständig und richtig trocken kommen die Weine daher. Man kann sie durchaus mit ihrer zurückhaltenden Frucht und ihren steinigen Noten als "zeitgeistig" bezeichnen, sie wirken jedoch überhaupt nicht gewollt. Beide Weine sind individuell, der Granit für mich sogar charaktervoll, und tendenziell straff.
Wenn man sie vergleicht, dann fällt der Schiefer minimal wärmer und deutlich heller als der Granit aus, er wirkt auch einen Tick süßer (bei wirklich völlig trockenem Geschmacksbild!), die Säure ist schlanker, man könnte ihn auch den feingliedrigeren Wein nennen, aber er bleibt bodenständig. Den Granit sehe ich minimal vor dem Schiefer.
Zum Preis von knapp 10 Euro kann ich beide Weine rundum empfehlen. Ich werde mir noch andere Weine besorgen.

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Viele Grüße

Michl
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Re: Diverse Winzer

BeitragFr 25. Jan 2019, 17:12

Ich habe nach einem recht positiven Bericht im Netz mal ein paar Weine von Bergdolt-Reif & Nett besorgt, aber dieser SB war aus meiner leider gar nix:

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Viele Grüße
Erich


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Bernd Schulz

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Re: Diverse Winzer

BeitragSa 26. Jan 2019, 00:49

Erich, meine Erfahrungen mit Weinen von Bergdolt-Reif & Nett liegen schon deutlich beinahe 15 Jahre zurück. Damals hatte ich mir aufgrund guter Hofschuster-Bewertungen ein kleines Paket direkt im Weingut bestellt, aber meine Begeisterung hielt sich dann sehr in Grenzen - ich habe die Weine als ziemlich charakterarm und eher plakativ gestrickt empfunden, weshalb ich die Punkte im Wein-Plus-Führer überhaupt nicht nachvollziehen konnte.

Insofern passt deine Notiz für mich durchaus ins (zugegebenermaßen flüchtig gewonnene) Bild, welches sich in meinem Kopf von der Stilistik, in der die Weine des Betriebs gehalten sind, festgesetzt hat.

Herzliche Grüß

Bernd

P.S.: Ich habe gerade mal etwas gewühlt und meine VKN zum 2003er Muskateller "Avantgarde" von Bergdolt-Reif & Nett ausgegraben:

"Unauffälliges Gelb, in der etwas aufdringlichen Nase Rosen und
Veilchen (eine Freundin, die mitprobierte, meinte spontan "Seife!"),
am Gaumen wieder florale Noten, das sortentypische Muskataroma
(dezent) und etwas Litschie. Sauber gemacht, aber matt und breit, so
gut wie überhaupt keine schmeckbare Säure, Frische fehlt, null
Mineralität, dafür Anzeichen des typischen Jahrgangstones, d.h.
leichte Bitternoten, vordergründiger Alkolhol, leicht brandig,
ordentlich langer, aber nicht sonderlich angenehmer Abgang."

Hofschuster hatte diesem Wein seinerzeit 89 Punkte zugestanden...
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Re: Diverse Winzer

BeitragSa 26. Jan 2019, 10:16

Hallo Bernd,

vielen Dank für Deine Einschätzung des Guts, die bis jetzt für mich auch "ins Bild" paßt, allerdings habe ich bisher auch nur diesen einen Wein probiert. Ich hab' aber noch zwei. Nach so einer Erfahrung greife ich aber nicht unbedingt zwanghaft und gierig zur nächsten Flasche, mal sehen, wann mir das ins Konzept paßt...
Viele Grüße
Erich


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Re: Diverse Winzer

BeitragMi 30. Jan 2019, 17:30

Dieser Blanc Fumé macht einem weißen Bordeaux-Blend durchaus Konkurrenz, ist mir aber preislich deutlich zu abgehoben:

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Viele Grüße
Erich


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Re: Diverse Winzer

BeitragDi 19. Feb 2019, 11:59

...deutlich besser als der weiter oben beschriebene Basis-SB, angesichts des Preises von etwas über 13 Euronen pro Flasche aber kein wirklicher Nachkaufkandidat:

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Viele Grüße
Erich


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Michl

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Re: Diverse Winzer

BeitragDo 14. Mär 2019, 21:42

Die Weine des Weinguts Gerhard Klein, die mittlerweile von seinem Sohn vinifiziert werden, verfolge ich nun schon seit einer Weile. Manche konnten mich begeistern, manche fand ich eher unangenehm. Den Chardonnay aus 16 fand ich als "deutsche (und damit sympathisch authentische) Interpretation" richtig gelungen, der 17er gefällt mir jedoch sehr wenig. Woran liegt's? Vielleicht ist der Wein einfach wirklich wenig gelungen, das Holz ist schon "dicke", aber vielleicht liegt's auch nur am setting, denn davor habe ich einen Schluck Weißburgunder von Ziereisen getrunken (aus 16), der mir mit seiner natürlich-unverstellten Art vielleicht den Chardonnay von Klein zu sehr vergellt hat. Für mich muss ich eingestehen/behaupten, dass das setting, also der direkte geschmackliche Kontext einer Verkostung, das Geschmackserlebnis maßgeblich prägt. Vielleicht gilt das nicht nur für mich?!

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Viele Grüße

Michl
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