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Christmann

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dylan

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Christmann

BeitragFr 14. Jan 2011, 00:09

Schon der zweite Rieslingthread, den ich eröffne (irgendwas simmt hier nicht :twisted:, wo bleibt Weinschlumpf? ).
Heute im Glas: Ruppertsberg "SC" 2007, der, um das Fazit vorwegzunehmen, ein gar nicht so kleiner Bruder des "Idig" aus diesem Jahrgang ist.
Eine strohgelbe Färbung deutet schon die Reife des Weines an. Dann eine Idig-Nase (gelbfruchtig, tabakig, kräuterig), am Gaumen cremig, fast barock, mit einem schönen mineralischen Rückgrat und guter Länge. Dekantieren ist nicht erforderlich, es reicht ein grosses Glas. Sehr guter Wein (90 P).

Grüsse

dylan
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Charlie

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Re: Christmann

BeitragFr 14. Jan 2011, 01:02

dylan hat geschrieben: Dann eine Idig-Nase (gelbfruchtig, tabakig, kräuterig)
Vor der Idig-Vertikale hätte ich gewusst was du meinst. Von 2004 bis 2009 konnte ich keine Gemeinsamkeit festellen.
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dylan

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Re: Christmann

BeitragFr 14. Jan 2011, 18:20

Hallo Charlie,

da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Die "Idig-Nase" bezog ich auf den Idig desselben Jahrgangs, also auf den 07er, an den mich der Rupperetsberg (nicht nur im Nasenbild) erinnerte. Vom Idig habe ich ohnehin nur sehr wenige Flaschen aus den Jahrgängen 04,05 und 07 getrunken, der Stoff ist mir einfach zu teuer.
Wo kann man denn etwas über deine Idig-Vertikale nachlesen.

Beste Grüsse

dylan
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weinfex

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Re: Christmann

BeitragSa 15. Jan 2011, 00:18

Charlie hat geschrieben:[ Von 2004 bis 2009 konnte ich keine Gemeinsamkeit festellen.

Botrytis ist eine launische Diva, Terroir nicht... :lol:
Grüsse weinfex
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Charlie

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Re: Christmann

BeitragSa 15. Jan 2011, 01:46

Dylan, alles klar. Wollte nicht gemein klingen, jedenfalls nicht dir gegenüber. Tatsächlich war die Idig-Vertikale ernüchternd.
Hier ein Kurzbericht davon. Witzigerweise ist gerade der 2007 der üppigste und hat auch am ehesten das, was ich eine Idig-Nase nennen würde.

Weinfex, daaas ist ein, nein es sind wohl drei extra Themen:
- gehört Botrytis zum Lagencharakter oder zu den Jahrgangsspezifika? Oder ist die Antwort "je nachdem"??
- hat vielleicht Christmann sich über die Jahre einfach nicht entscheiden können wie sein Idig schmecken soll? Botrytis hin oder her.
- muss ein Winzer nur gesunde Trauben verarbeiten wennn das Terroir das "verlangt" und umgekehrt, muss er Botrytis herkriegen wenn das Terroir das "verlangt"? Bei Yquem wird es wohl so sein.
- was hat Botrytis in einem trockenen Wein zu suchen?

Ach, sind 4 geworden.

Dann bin ich mir auch nicht sicher ob die fetteren Idigs wirklich sehr edelfaul sind. Bin da sensorische nicht so gut.
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dylan

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Re: Christmann

BeitragSa 15. Jan 2011, 11:37

Hallo Charlie,

keine Sorge, du hast nicht gemein geklungen. Mit der Frage, was Botrytis in trockenen Weissweinen zu suchen hat, gibst du schon die Erklärung für deine kritische Einstellung zum Idig. Ich fand den Wein in allen verkosteten Jahrgängen spannend, weil die üppige Fülle durch ein straffes mineralisches Korsett zusammengehalten wurde. Für Freunde eines reintönigen Riesligtyps sicherlich eine Herausforderung wenn nicht gar Provokation, für Leute, die z.B. Spass am Nikolaus 2003 von Kühn hatten, ein interessanter Wein.

Beste Grüsse

dylan
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Bernd Schulz

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Re: Christmann

BeitragSa 15. Jan 2011, 14:27

Die Christmänner ab 2005 kenne ich allesamt nicht mehr, aber vom Idig 00 bis 04 habe ich durchgängig immer 12 Flaschen pro Jahrgang geschenkt bekommen, und auch vom Mandelgarten hatte ich etliche Pullen im Keller.

Früher fand ich diese Weine in ihrer den Gaumen anspringenden Wucht sehr eindrucksvoll, heute bewerte ich sie immer noch relativ hoch, aber meinem Idealtypus von Riesling entsprechen sie nicht. Mir scheinen sie übersteuert, es fehlen mir einfach die leiseren Schattierungen, in ihnen spricht ausschließlich das schwere Blech.
Weniger ist manchmal mehr - ein etwas schlankerer, kammermusikalischer instrumentierter Stil (wie man ihn in der Pfalz früher z.b.bei Müller-Catoir fand) ist mir beim trockenen Riesling lieber. Mein Problem bei diesen Geschossen liegt nicht in der Botrytis oder "Sauberkeit", sondern schlichtweg in der Lautstärke.

Bei Gelegenheit sollte ich dann doch vielleicht mal einen Idig aus 09, 08 oder 09 probieren....aber bei welcher Gelegenheit?

Beste Grüße

Bernd
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Charlie

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Re: Christmann

BeitragSa 15. Jan 2011, 16:23

dylan hat geschrieben: Mit der Frage, was Botrytis in trockenen Weissweinen zu suchen hat, gibst du schon die Erklärung für deine kritische Einstellung zum Idig.
Einerseits; andererseits ist die Frage nicht mal für mich erledigt, im Allgemeinen sowieso nicht. Besonders wenn ich bedenke wie wunderbar der eine oder andere Smaragd seine Botrytis einsetzt. Will sagen (mit Bernd) die Botrytis ist nicht das eigentliche Problem.

Eine ganz andere Frage ist wie sich Botrytis beim Reifen von trockenen Rieslingen macht. Es gibt Kenner die sehen da goße Probleme.
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weinfex

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Re: Christmann

BeitragSa 15. Jan 2011, 16:39

Ist ein wirklich spannendes Thema,
für mich persönlich gilt, je mehr drin,
desto mehr habe ich Probleme damit,
sprich schmeckt mir der Wein weniger.
Das ist natürlich absolut subjektiv. Interessanterweise
haben britische und überseeische Gaumen da weitaus
weniger ein Problem damit. Es soll ja selbst in D
Weintrinker geben, denen Botrytis mit trockenen
Wein schmeckt... :o ;)

Um auf den Ursprung zurückzukommen, Idig 07
gefällt mir persönlich sehr gut, da dürfte es
aber wahrscheinlich wenig Edelfäule gegeben haben,
mit 05 kann man mich fast jagen... 8-)
Grüsse weinfex
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Charlie

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Re: Christmann

BeitragSa 15. Jan 2011, 18:31

weinfex hat geschrieben: Um auf den Ursprung zurückzukommen, Idig 07
gefällt mir persönlich sehr gut, da dürfte es
aber wahrscheinlich wenig Edelfäule gegeben haben,
mit 05 kann man mich fast jagen... 8-)
Und 06?
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