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Von Winning

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Timo09

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Re: Von Winning

BeitragSo 28. Apr 2019, 19:37

EThC hat geschrieben:...meine Erfahrung ist eher die, daß die (weißen) Weine aus den kälteren Jahren die aus den wärmeren Jahren irgendwann überholen, man braucht halt nur ein bißchen Geduld, z.B. die 2010er werden allgemein jetzt erst richtig schön...


Da bin ich in weiten Teilen voll bei dir, bin mir aber nicht sicher ob das bei den Winning´schen Sauvignons auch so ist. Beim 500er trifft deine These denke ich eher zu als beim II.

Für mich war die Initialzündung in Sachen Saugignon Blanc einfach der SB 500 2011 und bin daher wahrscheinlich etwas voreingenommen. :D
Da war die, auch hier sehr intensive, Säure von so einem schönen, schmelzigen Körper abgefedert ohne irgendwie dick zu wirken. Einfach harmonisch. Der Geschmack ist mir bis heute am Gaumen präsent, obwohl das schon 3-4 Jahre her ist. :roll:

LG
Timo
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EThC

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Re: Von Winning

BeitragSo 28. Apr 2019, 19:51

Timo09 hat geschrieben:Beim 500er trifft deine These denke ich eher zu als beim II.

...da gehe ich durchaus mit, gerade bei den 10ern stimmt das umso mehr, je weiter oben der Wein in der Qualitätspyramide steht. Es gibt da aber auch gute Beispiele aus der Ortsweinklasse. Also generell...
Viele Grüße
Erich


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Timo09

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Re: Von Winning

BeitragSo 28. Apr 2019, 20:29

Die Zeit wird es zeigen, Prognosen sind immer schwierig...Ich hab zum Glück noch jeweils 3 Flaschen vom 2012er und 2013er SB 500.
Bin mir aber noch nicht schlüssig wann ich die nächste aufmachen soll. Um eine deutliche Veränderung zum Jungwein feststellen zu können sollten die sicher noch mind. 3-4 Jahre liegen, oder?

LG
Timo
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EThC

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Re: Von Winning

BeitragSo 7. Jul 2019, 12:18

...ups, Deinen obigen Post hab' ich seinerzeit wohl verpaßt...
Bei den "größeren" Von Winning'schen Sachen gehe ich grob von 4 bis 6 Jahren aus, die man ihnen Zeit im Keller geben sollte, demzufolge hätte ich jetzt keine Hemmungen, die Flaschen zu einem passenden Zeitpunkt zu öffnen...
Viele Grüße
Erich


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Re: Von Winning

BeitragSo 7. Jul 2019, 12:21

Ich dachte mir neulich, daß ich mal wieder bei einem der „Wein am Limit“-Livestreams mitmachen könnte und hab‘ mir ganz begeistert einige nicht ganz günstige Fläschchen von Von Winning zugelegt. Leider wurde es aus terminlichen Gründen nichts mit der Teilnahme. Als ich mir dann ein paar Tage später das entsprechende Video angesehen habe, blieb zum einen der Eindruck zurück, daß ich da wohl nichts Schlechtes gekauft habe, andererseits aber auch die Erkenntnis, daß den Weinchen ein bißchen mehr Zeit im Keller auch nicht gerade schaden wird. Aber die Lust auf Von Winningsche Weine war deutlich angefacht worden und so habe ich mich entschlossen, nun ein 2012er Riesling-Pärchen aufzumachen, welches sich da unten schon etwas länger ausruhen konnte.

Es handelt sich dabei um zwei Flaschen des eigentlich gleichen Weines aus der Lage „Forster Ungeheuer“ (aufgrund des Einweindogmas des VDP nur „U“ genannt), der nur in unterschiedlichen Fässern „herangezogen“ und dann auch selektiv abgefüllt wurde. In einem seiner Videos (noch aus dem Jahr 2015) beschreibt MS HT aus HH dann die Unterschiede zwischen den beiden Weinen recht anschaulich und ich war gespannt, ob sich die Weine mit der Zeit nun etwas angeglichen oder sogar noch auseinander entwickelt haben:

Bild

Bild

Fazit:
Schon auf den ersten Blick fällt auf, daß der „80er“ deutlich dunkler ist, im Weiteren sind die Unterschiede bei Bukett, am Gaumen und beim Nachhall dann schier unglaublich. Daß dies eigentlich die gleichen (Grund-) Weine sind, erkennt man absolut nicht (mehr), schon die Tatsache, daß ich den „80er“ blind sicher nicht als Riesling identifiziert hätte, den „180er“ dagegen sicher schon, zeigt, daß sich die beiden Brüder im Laufe der Jahre noch ziemlich stark auseinander bewegt haben. Ich könnte mir vorstellen, daß das Faß 80 signifikant mehr Sauerstoff an den Wein gelassen hat als das mit der Nummer 180 und sich so der doch recht drastische Unterschied zwischen den beiden Fässern begründet. In jedem Fall ein hochspannender Vergleich, der recht schön belegt, welch großen Einfluß das Faß auf den Wein nehmen kann.
Viele Grüße
Erich


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Timo09

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Re: Von Winning

BeitragSa 13. Jul 2019, 18:12

EThC hat geschrieben:...ups, Deinen obigen Post hab' ich seinerzeit wohl verpaßt...
Bei den "größeren" Von Winning'schen Sachen gehe ich grob von 4 bis 6 Jahren aus, die man ihnen Zeit im Keller geben sollte, demzufolge hätte ich jetzt keine Hemmungen, die Flaschen zu einem passenden Zeitpunkt zu öffnen...


Danke trotzdem für deine Meinung.
Ich habe beim letzten Wein-am-Limit Livestream wieder einmal gemerkt, warum von Winning zu meinen Lieblingsgütern gehöhrt. Ich hab mir das 3er Paket bestellt und als Erstes den Chardonnay aufgezogen 8-) :

Von Winning Chardonnay, Wein am Limit, 2017:

Ich weiß gar nicht so richtig wo ich anfangen soll. Der Wein fordert und belohnt dann auch Stunden der Beschäftigung. Passt perfekt zum Livestream mit Stefan Attmann. Die Ausfühungen der Zwei sind einfach absolut inspirierend und zeugen von Leidenschaft beim Thema Genuss. Aber jetzt mal zum Wein:

Absolut noble und gleichzeitig elektrisierende Nase. Das ganze Spektrum an gerösteten Noten in allen Farben umschließt Zitruszesten aller Art wie ein Kokon. Gewürze aus 1000 und 1er Nacht schwingen im Untergrund. Das deutlich vorhandene Holz fällt eigentlich garnicht auf. Betörend salzig und buttrig. Aber der Erste Eindruck ist ein sehr steiniger, mineralischer und kühler. Absolut verrückt und aussergewöhnlich. Wirkt wie eine betörend-geniale Mischung aus Burgund und Kalifornien.
Total cremig im Mund, aber unterstützt von einer extrem feinen und kräftigen Säure. Mann kann die Aromen gar nicht aufzählen die alle im Mund an unterschiedlichen Stellen aufploppen.
Wahnsinns langer Abgang, fünf Minuten später kommen noch neue Aromen hervor.

Eigentlich kann man nur das Urteil Weltklasse und Nachkauf ziehen, obwohl ich mir da ob seiner 13,5% selbst nicht so richtig vertraue. Warum aber nicht? Der Wein vereint die Gegensätze Kraft und Leichtigkeit, das können so nur die Besten. 94P(+?)
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EThC

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Re: Von Winning

BeitragSo 14. Jul 2019, 12:28

Timo09 hat geschrieben:Eigentlich kann man nur das Urteil Weltklasse und Nachkauf ziehen, obwohl ich mir da ob seiner 13,5% selbst nicht so richtig vertraue. Warum aber nicht? Der Wein vereint die Gegensätze Kraft und Leichtigkeit, das können so nur die Besten. 94P(+?)

...hört sich ja schon mal sehr gut an! :D
Ich warte aber trotzdem noch ein bißchen, bis ich die erste Flasche aufmache (hab' mir das 6er-Paket gegönnt...) :lol:
Viele Grüße
Erich


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Jochen R.

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Re: Von Winning

BeitragFr 19. Jul 2019, 20:38

Grainhübel 2017 GG:
Erst mal florale Noten, Tabak, ein Früchtekorb. Dann dezent Vanille
und Karamell, sowie Minze im Hintergrund.
Setzt sich so am Gaumen fort, mittelgewichtig mit Zitronen, Nectarinen
und Passionsfrucht, frisch und trinkig, schöne Adstringenz, sehr lang.
91 P.

Viele Grüße,
Jochen
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manubi

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Re: Von Winning

BeitragSa 10. Aug 2019, 09:43

Bei mir eher selten im Glas:

Bild

Ich habe der euphorischen Beschreibung von Heiner Lobenberg geglaubt und eine 12er Kiste von dem Stoff geordert. Ich finde zwar nicht die von Heiner L. errechneten 95-96 Punkte, aber völlig daneben liegt er auch nicht. Die von Heiner angegebenen 5 g Rz/l scheinen mir sehr niedrig. Er schmeckt schon fast feinherb. Auf jeden Fall ist der 2017er Reiterpfad ein gutes, saftiges "Maul voll Wein". Mit einiger Wahrscheinlichkeit braucht er noch weitere Kellerreifung. Daher steht die nächste Flasche frühestens in einem Jahr auf dem Programm.

Gruß

Manfred
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dylan

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Re: Von Winning

BeitragSa 10. Aug 2019, 12:18

Hallo Manfrd,

bei von Winning einen trockenen Riesling im feinherben Bereich kann ich mir kaum vorstellen.
Ich vermute eher, dass der süße Eindruck nicht nur der von Lobenberg angegebenen Restsüße, sondern
eher der jahrgangsbedingten Extraktsüße geschuldet ist.
Ähnlich wie dir ging es mir vor einigen Wochen mit dem Gutswein (Kalkmergel) 2017 von Rings,
der mir ob seiner Süße so gar nicht schmecken wollte. Laut Expertise des Weinguts hat er
allerdings nur gut 2 Gramm Rz. So kann man sich täuschen.

Gruß

dylan
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