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Südtirol - die Weißweine

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Re: Südtirol - die Weißweine

BeitragFr 27. Sep 2019, 14:06

olifant hat geschrieben:... the more you know ... vermutlich weder noch. Leider muss ich sagen, dass die Klausener, was ihre Basisweine anbelangt, für mich eigentlich immer eher im Südtiroler Durchschnitt der KGs in der unteren Hälfte angesiedelt waren. Aber wer weiss, evtl. auch eine Folge des Betriebs- und Kellerumbaus der letzten Jahre.

Na ja, einige noch gar nicht so weit zurückliegende Jahrgänge der Basis haben mir jedenfalls noch deutlich besser gefallen...
Viele Grüße
Erich


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Re: Südtirol - die Weißweine

BeitragDo 3. Okt 2019, 11:42

...nach wie vor einer meiner Lieblings-SB's aus Südtirol:

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Re: Südtirol - die Weißweine

BeitragDo 3. Okt 2019, 19:47

...und heute Abend noch Südtiroler Amphorenzeuch mit ganz eigener Aromatik:

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robertz

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Re: Südtirol - die Weißweine

BeitragSo 6. Okt 2019, 20:42

Habe am Wochenende wieder einen gereiften Gewürztraminer Nussbaumer geöffnet. Gute Gewürztraminer müssen ordentlich gereift sein, dass sie ihre Finesse zeigen können. Neben den Grand Crus aus dem Elsass führt für mich der GT Nussbaumer der Kellerei Tramin im Allgemeinen die Vertreter aus Südtirol an.

GT Nussbaumer 2004: strahlendes goldgelb; feine goldgelbe eher ausgeprägte ausdrucksstarke Nase, zeigt einen gereiften eher trockenen Spätlesencharakter, Melone, etwas reife Banane, im Hintergrund auch Cointreau, daneben leicht rauchige Note, auch Zimtrinde und Gewürznelke kommt hervor, vielschichtig; am Gaumen schöne Kombination von goldgelber Mineralik und eingebundener oranger Säure, die Struktur wirkt straff, kraftvoller aber nicht mehr cremiger Gaumen, neben der mineralisch-süss-salzigen Aromatik übedecken die Gewürznoten (Zimtrinde, Nelke) die Frucht, sehr sehr langer Nachhall klingt mit Aromen von Apfelstrudel aus, insgesamt zeitlos auf großem Niveau, 94 RPunkte, keine Eile

Der Wein braucht Luft, das Zalto Universal braucht er wirklich.

Wer einen GT Nussbaumer in den ersten 10 Jahren öffnet, ist selber schuld. Dieser Wein braucht Zeit, zu jung genossen verschreckt er eher. :lol:


LG Robert
Vergeblich klopft, wer ohne Wein ist, an der Musen Pforte. ;)
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Re: Südtirol - die Weißweine

BeitragMi 9. Okt 2019, 18:58

Nachdem die letzte Flasche vor ein paar Wochen schon auffällig weit gealtert war, habe ich heute die allerletzte Flasche des nachfolgend beschriebenen Weins aufgezogen, um zu prüfen, ob die vorhergehende einen Schlag hatte; und wenn nicht, dann ist’s eh höchste Eisenbahn:

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Re: Südtirol - die Weißweine

BeitragFr 11. Okt 2019, 20:11

...dieser Müller ist in jung noch etwas interessanter gewesen:

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Re: Südtirol - die Weißweine

BeitragDi 15. Okt 2019, 14:24

...einer der schöneren Basisweine der Klausener Genossen:

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UlliB

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Re: Südtirol - die Weißweine

BeitragDo 24. Okt 2019, 09:56

Unser letzter Aufenthalt in Südtirol ist jetzt auch schon wieder ein paar Wochen her. In der zweiten Septemberhälfte herrschten dort noch hochsommerliche Temperaturen, und da war natürlich wieder ein längerer Aufenthalt in der "Jausenstation" von Tiefenbrunner fällig. Bei sehr warmem Wetter ist es da unter den alten, schattenspendenden Bäumen wirklich äußerst angenehm.

Im ohnehin schon ziemlich umfangreichen Tiefenbrunner-Sortiment gab es dieses Jahr einen neuen Wein, einen 2015er Gewürztraminer "Tardus", eine "vendemmia tardiva", auf deutsch als "Spätlese" bezeichnet. Auf der Preisliste ist der Wein der Turmhof-Linie zugeordnet, d.h. der dritten Stufe in der mittlerweile vierstufigen Qualitäspyramide.

Zu diesem neuen Wein gab es einen eigenen Flyer, ein paar Auszüge daraus:

"Mit unsere Spätlese 'Tardus' begeben wir uns auf die Fährten Elsässer Kellertechnik und kehren zu den Wurzeln des Gewürztraminers zurück [...] und hauchen somit der ehrwürdigen Tradition halbtrockener Weine neues, Südtiroler Leben ein [...] [mit] einem angenehm niederen Alkoholgehalt [...]"

Hervorhebungen in fett von mir. Wer als deutscher Weintrinker nun so etwas wie eine legistisch halbtrockene Spätlese mit vielleicht 10,5 oder 11% Alkohol erwartet, erlebt eine im wahrsten Sinne des Wortes dicke Überraschung: der Wein hat einen Zuckergehalt von 65 Gramm / Liter und einen deklarierten Alkoholgehalt von 13,5%Vol. :o

Aber abgesehen von der ein wenig irreführenden Beschreibung gibt es am Wein überhaupt nichts zu meckern, der ist nämlich absolut erstklassig. Sowohl in der intensiven, aber unaufdringlichen Nase als auch am Gaumen dominiert neben den üblichen Rosentönen das deutlich Gewürzhafte, im sehr langen Abgang schließlich sogar eine leichte Schärfe, die an kandierten Ingwer erinnert. Blitzsauber, Alkohol und Süße sehr gut eingebunden; eine für die Sorte recht frische Säure hält das ganze Paket in Schwung und sorgt für einen erstaunlichen hohen Trinkfluss, den ich bei Gewürztraminer so nicht oft erlebe.

Mit 30.- Euro für die 0,75er ist der Wein nicht gerade billig, qualitativ vergleichbare Produkte aus dem Elsass sind aber auch nicht günstiger, insofern passt das schon. Eine echte Bereicherung im Sortiment.

Gruß
Ulli
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Re: Südtirol - die Weißweine

BeitragDo 24. Okt 2019, 11:44

UlliB hat geschrieben:Auf der Preisliste ist der Wein der Turmhof-Linie zugeordnet, d.h. der dritten Stufe in der mittlerweile vierstufigen Qualitäspyramide.

Sicher? Die dritte Stufe (von unten gezählt) ist "Linticlarus", da würde der Wein preismäßig eher 'reinpassen. In dieser Linie gibt's ja schon eine GT-Spätlese, allerdings mit unter 10 Umdrehungen und über 200 g/l RZ...
Viele Grüße
Erich


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UlliB

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Re: Südtirol - die Weißweine

BeitragDo 24. Okt 2019, 13:51

EThC hat geschrieben:
UlliB hat geschrieben:Auf der Preisliste ist der Wein der Turmhof-Linie zugeordnet, d.h. der dritten Stufe in der mittlerweile vierstufigen Qualitäspyramide.

Sicher? Die dritte Stufe (von unten gezählt) ist "Linticlarus", da würde der Wein preismäßig eher 'reinpassen. In dieser Linie gibt's ja schon eine GT-Spätlese, allerdings mit unter 10 Umdrehungen und über 200 g/l RZ...

Ah, so geht's, wenn man sich nicht eindeutig ausdrückt...

Ich hatte von oben gezählt, nicht wie Du von unten. Ganz oben die Vigna-Linie, darunter Linticlarus, dann Turmhof, und schließlich die Basis = Merus. Und der "Tardus" gehört zur Turmhof-Linie, was nicht nur in der Preisliste angezeigt, sondern auch im oben erwähnten Flyer klargestellt wird: "Dieser leicht liebliche Weißwein vervollständigt die Linie Selection Turmhof." In dieser Linie ist es jetzt der teuerste Wein.

Den von Dir erwähnten Linticlarus GT gibt es immer noch, auch als Spätlese / "vendemmia tardiva" deklariert, im Moment ebenfalls aus 2015, und auch für 30 Euro die Flasche, die allerdings dann nur zu 0,375L. Der hat dann allerdings 225 Gramm RZ bei 9%Vol. Alkohol, und ist insofern völlig anders strukturiert als der "Tardus", auch weil hier (anders als beim "Tardus") Botrytis eine wichtige Rolle spielt. Im deutschen Kontext wäre der Linticlarus GT eine fette Beerenauslese. Für meinen persönlichen Geschmack kann man davon ein Likörglas als Dessert trinken (eher nicht dazu), danach ist man satt. Vom Tardus ist eine ganze Flasche zu zweit aber kein Problem - es sei denn, man hat eine prinzipielle Aversion gegen restsüße Weine...

Gruß
Ulli
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