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Südtirol - die Rotweine

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EThC

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Re: Südtirol - die Rotweine

BeitragSa 18. Jul 2020, 11:41

...steht trotz eher mäßigem Jahr gerade sehr gut da:

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Viele Grüße
Erich


NOVINOPHOBIE ist die Angst davor, daß der Wein ausgeht...
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EThC

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Re: Südtirol - die Rotweine

BeitragDi 18. Aug 2020, 21:52

Im Eisacktal ist fast alles weiß, ein bißchen rot -bzw. blau- gibt's aber doch:

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Viele Grüße
Erich


NOVINOPHOBIE ist die Angst davor, daß der Wein ausgeht...
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olifant

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Re: Südtirol - die Rotweine

BeitragMo 24. Aug 2020, 14:58

Seit Langem gestern mal wieder einen Lagrein Riserva, zur Tagliata mit gebratenen Pfifferlingen und Ofenkartoffeln, im Glas.
Lange habe ich einen grossen Bogen um 07er Lagrein gemacht, bei denen mir das Tannin meist zu dominant war und die Frucht im Wesentlichen überdeckte. Auchn sah ich wenig Chancen, dass das irgend wann mal stimmig werden könnte. Ausnahmen bestätigen die Regel

Manus Lagrein Riserva 2007, Weingut / Tenuta Ritterhof - Kaltern

opakes Rubinviolett; intensiv-expressive Nase nach frischen gequetschten Heidelbeeren und einem üppigen Veilchenstrauss, sommerlicher Waldboden und dezent Vanille; am Gaumen kräftig und aromatisch intensiv, korrespondierend zur Nase, ohne jegliche marmeladige "overdone" Anklänge, bei aller Kraft fein verwoben, samtiges mundfüllendes Tannin, perfekt integrierte Säure, sehr harmonisch und intensiv, viel Druck; sehr langer Abgang auf lagreintypische blaue Frucht und angenehm reif-dichtes Tannin 17,5-18/20 op

Wie schon angeklungen war 2007 so gar nicht ein von mir gelobter Lagreinjahrgang. Diese, leider, Einzelflasche zeigte sich für meinen Geschmack als Lagrein Riserva in Perfektion. Gezähmt aber nicht geschmickt, sondern ins beste Licht gesetzt. Besser geht nicht nur anders und das aus einem Gebiet, dass für meinen Geschmack nicht zu den bevorzugten Lagreinlagen zählt.
Grüsse

Ralf
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olifant

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Re: Südtirol - die Rotweine

BeitragMo 24. Aug 2020, 15:03

olifant hat geschrieben:... am WE ohne grosses Aufhebens ins Glas ...

Le Petit 2018 Mitterberg Blauburgunder IGT, Stachelburg / Baron v. Kripp - Partschins, pnp, NK, bio (Bioland), 11,5% Alc., 100 % Pinot Nero (Blauburgunder)

eher farbintensiver Rosé als Rotwein, heller als viele Vernatsch - helles transparentes Kirschrot; Kirsche und Preiselbeere, mineralisch-kalkige Noten; am Gaumen leichtes Mittelgewicht, fast ein "roter" Weisswein, frische knackige rote Frucht, viel mineralisch-steinige Anklänge, das (gute) Tannin gibt gerade den erforderlichen Gripp, erfrischende angenehm eingebundene Säure, enormer Zug am Gaumen; mittellanger Abgang auf frische rote Frucht mit leichtem Tannin - 16/20 op

Einfach ein sehr schöner Terrassenwein, der Trinkspass liegt deutlich höher als die Bewertung dies auszudrücken vermag. im Moment mein klarer Sommer-Spasswein-Favorit ;)


... auch der 19er steht dem 18er Le Petit nicht nach, ist aber etwas intensiver in allen Belangen, bleibt dennoch auf der mineralisch-spritzigen Seite, vielleicht sogar einen Tick besser.
Grüsse

Ralf
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olifant

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Re: Südtirol - die Rotweine

BeitragFr 30. Okt 2020, 13:52

olifant hat geschrieben:... VKN März 2017 ...

Campill 2012, Pranzegg - Bozen, Vinoloc-Verschluss
dunkles glänzendes transparentes Mittelrot; rotfruchtige feinwürzige, leicht erdig-steinige Nase (Himbeere, Kirsche, Erdbeere) mit mineralischen Touch und leichtem Veilchenton; am Gaumen gutes Mittelgewicht, für Vernatsch recht aromatische mineralische-würzige rote Frucht korrespondierend zur Nase, mineralische Noten, kühl-seidiges Tannin, perfekt abgestimmte Säure, sehr harmonische Struktur, Tiefe mit Eleganz, entwickelt einen trinkigen Sog; langer fein aromatisch fruchtig-würzig-mineralischer Abgang mit schönem Nachhall - 17,5-18/20 op

Für mich der beste Campill seit Erstauflage 2009. Vernatsch und minimal-invasiver Ausbau at it's best. Sehr Eigenständig in der Machart, es drängen sich mir mehr Assoziationen an fein auf der Frucht basierende Pinot Nero oder elegante feinfruchtige Nebbiolo auf als an Vernatsch. Falls sich jemand an der '18' stören sollte - die resultiert aus meiner absolut subjektiven Begeisterung. Wer hat jetzt ins Glas!


Die Tage im Glas und knapp 2 1/2 Jahre später noch immer nichts zu kritteln. Kommt noch ganz ähnlich, lediglich gereifter rüber, noch immer sehr sehr würzig - blind würde ich nach wie vor nicht auf Vernatsch tippen. Für mich noch immer der beste Jahrgang von 09 bis 15.
Grüsse

Ralf
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olifant

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Re: Südtirol - die Rotweine

BeitragMo 7. Dez 2020, 17:21

Am WE im Glas ...

2004 Haderburg Blauburgunder Riserva, Haderburg - Salurn

dunkles Kirschrot, leicht Ziegelrote Randaufhellung; gereifte rauchige Kirschnase, etwas Trockenkräuter, altes Fass; am Gaumen noch kräftig, recht kompakt, erdig-rauchige Kirschnoten, z.T in Mon Cherie Anklängen, trockener Waldboden, gewisse Mineralität, nocht kräftiges, leicht sehniges Tannin, ausgeprägte Säure, gute Balance, schöne Tiefe, mit Luft ätherisch-balsamischer; langer - sehr langer Abgang auf (mürber werdende) Kirschfrucht und Tannin, mit Säure-Kick - 17,5/20 op

Eine kein bisschen langweilige Langläufer-Riserva mit (für Blauburgunder) enormer Struktur. Sicher in seiner Jugend mit viel Barrique, aber m.M. bestens und stützend integriert. Bei Blauburgunder ein zu Unrecht unterschätzter Betrieb.
Grüsse

Ralf
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Wolfgang Kärcher

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Re: Südtirol - die Rotweine

BeitragFr 25. Dez 2020, 13:10

Hallo

Ich hatte gestern zum weihnachtlichen Rehtöpfle einen herrlichen Merlot Cabernet Riserva aus dem Jahr 2017 aus der Kelter in Kaltern im Glas. Ein herrlich fruchtiger Wein mit einem wunderschönen Bouquet. Rund und dennoch dezent. Der Kaufpreis lag meines Wissens bei ca. 16 €.

Die Damen hatten einen Rosenmuskateller - ebenfalls aus Kaltern. Für den, der Süßes mag - herrlich.

Gruß und einen schönen 1. Weihnachtsfeiertag
Wolfgang
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olifant

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Re: Südtirol - die Rotweine

BeitragMo 22. Feb 2021, 17:36

Über die letzten Tage verschiedene Pinot Nero im Glas ...

Montigl Pinot Nero Riserva 2012, KG Terlan - Terlan, NK
relativ kräftig und gut strukturiert, öffnete sich mit Luft zusehends; insgesamt sehr ausgewogenes Verhältnis von Frucht (Heckenkirsche), Tannin und Säure, dennoch etwas gehemmt durch das etwas strenge Tannin; langer Abgang mit schöner sauberer Frucht und angenehmer Säure - 17/20 op
Jetzt und in den kommenden 3-4 Jahren in jedem Fall noch gut zu trinken, für PN fehlt es mir etwas an Finesse.

Mazzon Südtiroler Blauburgunder 2010, Gottardi - Mazzon, NK
ebenfalls gewisse Kraft und sehr gut struktturiert, sofort ziemlich offen; alles sehr ausgeogen, feine klare würzige dunkle (Kirsch-) Frucht, feine geschmeidige, minimal ins Süsse gehende Tannine mit dennoch schönem Gripp, sehr schön eingebundene Säure, ausgewogen, geschmeidig, schön verwoben mit guter Tiefe; langer - sehr langer ausgewogener Abgang - 17,5/20
Und noch 0,5 Trinkspasspunkte drauf, sehr schöner gelungener Pinot Nero. Jetzt on topp und m.E. noch ein paar Jahre im besten Alter. Gottardi ist mit seinen Trinkreifeangaben eher sehr defensiv, Trinkfenster der Annata i.d.R. ab 4 bis max. 9 Jahre ... in meinen Augen etwas Understatement.
Gottardi genießt nicht den Bekanntheitsgrad eines Hofstätter oder Haas, kann aber m.E. mit derartigen Granden im Bereich der Annata und Selektion mehr als bestehen.

Crozzol Pinot Nero 2008, Hofstätter - Tramin , NK
schon etwas sehnig geworden, gewisse Strenge; die Frucht schon spürbar auf dem Rückzug, aber noch immer eine klare feinwürzige ziselierte Kirsch- und Preiselbeerfrucht und die von mir geliebten Weihrauchnoten, schöne tertiäre helle Tabak- und dunkle Unterholznoten, sehnig gewordenes Tannin und noch immer straffe Säure, das Gesamtpaket gefällt noch immer, macht neugierig und will erschmeckt werden; langer feinwürziger Abgang auf Frucht, Tabak und Säure - 17-17,5/20
Das liest sich evtl. nicht so spassig, ist aber so zu sagen "Autorenkino" statt Hollywood und macht mir durchaus Freude. Man könnte jetzt denken, den sollte man austrinken, aber ich glaube fast, das Tannin wird noch irgendwann ganz mürbe und der Wein dann ein letzter morbider Genuss - eine Frage des Moments.
Der Crozzol war von 2010 bis 2015 von der Bildfläche verschwunden, tauchte dann mit dem 2016 wieder im Portofolio auf und firmiert wohl jetzt, ab 2017 als Michei di Michei. Ein Bergwein von 800 - 850 müNN.
Grüsse

Ralf
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