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Der eigene Weinberg

Von der Weinbergspflege bis zur Kellertechnik
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Jochen R.

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Re: Der eigene Weinberg

BeitragSo 17. Mär 2019, 20:27

Hallo Björn,
wann können wir einen deiner Weine in eine Probe
einbauen?
Coole Sache :idea:

Viele Grüße,
Jochen
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Herr S.

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Re: Der eigene Weinberg

BeitragSo 17. Mär 2019, 20:51

Hallo Jochen,

dann müssen wir die Verkostung hier stattfinden lassen, den Wein darf ich nämlich in keinster Weise in Verkehr bringen, da was der hilfreiche Kollege in Neustadt sehr deutlich. Im Zweifelsfall lade ich mal zur alternativen Jahrgangsverkostung ein.

Viele Grüße,
Björn
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Muellimov

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Re: Der eigene Weinberg

BeitragMo 18. Mär 2019, 05:57

Herr S. hat geschrieben:
Da ich kein Drahtramensystem auf dem kleinen Stück anelegen möchte, werde ich auf Einzelpfahlerziehung setzen. Maschinelle Bearbeitung per Kleintraktor habe ich sowieo nicht geplant, von daher kann ich den Reihenabstand etwas kleiner wählen. Das ist zwar vom Arbeitsaufwand deutlich höher, aber so ist das manchmal mit Hobbies.

threema-20190304-055527-af61277f572778b8775430743.jpg


Hallo Björn,

Wieviele qm hat denn Deine Parzelle? Und warum genau willst Du keine Drahtrahmenanlage errichten? Wenn Du eine Moseleinzelpfahlerziehung anstrebst, dann werden Dich die 200 Pfähle ca. 700 bis 800 EUR kosten. Faktisch sind diese Dinger aufgrund der Behandlung des Bereichs der Spitze jedoch späterer Sondermüll. Eine Drahtrahmenanlage kostet Dich nicht mehr. Für die 200 Rebstöcke brauchst Du ca. 40 bis 50 Zwischenpfähle (ca. 7 EUR pro Stück) plus natürlich zwei Endpfähle pro Reihe. Wenn Du einen Pflanzabstand in der Reihe von einem Meter machst, dann brauchst Du noch grob ca. 5 bis 8 Meter Draht pro Stock (je nachdem, wie Du den Drahtrahmen gestaltest). Ich persönlich würde da bspw. 2,0mm oder noch komfortabler 2,4mm Edelstahldraht verwenden. Ist zwar teurer als verzinkter Draht, hat aber diverse anderweitige Vorteile. 1.600 Meter 2,4er Edelstahldraht aus 1.4301 kosten Dich noch keine 400 EUR. Das wäre dann die "Super-Komfort"-Variante. Bei 1.000 Meter Crapal-Draht in 2,0mm bleibst Du sogar deutlich unter 100 EUR.
Darüberhinaus musst Du deutlich weniger Pfähle einrammen. Des Weiteren lassen sich die Pfähle einer Drahtrahmenanlage viel einfacher einrammen als die Einzelpfähle aus Holz. Die Haltbarkeit der Drahtrahmenanlage ist auch viel besser,womit wieder weniger Folgekosten entstehen. Bedenke darüberhinaus, dass eine Drahtrahmenanlage neben deutlicher Arbeitserleichterung auch andere positive Effekte mit sich bringt wie bspw. luftigere Laubwand (wenn man nicht gerade, wie so oft sichtbar, mit überlappenden Pendelbögen arbeitet), was in phytosanitären Vorteilen, aber auch in höherer Traubenqualität aufgrund besserer Photosynthese resultiert.

Du schreibst, dass Befahrbarkeit mit Kleintraktor nicht gegeben sein braucht. Willst Du den Pflanzenschutz selbst machen? Wenn ja, wie?

Viele Grüße
Markus
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Herr S.

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Re: Der eigene Weinberg

BeitragMo 18. Mär 2019, 18:44

Muellimov hat geschrieben:Hallo Björn,

Wieviele qm hat denn Deine Parzelle? Und warum genau willst Du keine Drahtrahmenanlage errichten? Wenn Du eine Moseleinzelpfahlerziehung anstrebst, dann werden Dich die 200 Pfähle ca. 700 bis 800 EUR kosten. Faktisch sind diese Dinger aufgrund der Behandlung des Bereichs der Spitze jedoch späterer Sondermüll. Eine Drahtrahmenanlage kostet Dich nicht mehr. Für die 200 Rebstöcke brauchst Du ca. 40 bis 50 Zwischenpfähle (ca. 7 EUR pro Stück) plus natürlich zwei Endpfähle pro Reihe. Wenn Du einen Pflanzabstand in der Reihe von einem Meter machst, dann brauchst Du noch grob ca. 5 bis 8 Meter Draht pro Stock (je nachdem, wie Du den Drahtrahmen gestaltest). Ich persönlich würde da bspw. 2,0mm oder noch komfortabler 2,4mm Edelstahldraht verwenden. Ist zwar teurer als verzinkter Draht, hat aber diverse anderweitige Vorteile. 1.600 Meter 2,4er Edelstahldraht aus 1.4301 kosten Dich noch keine 400 EUR. Das wäre dann die "Super-Komfort"-Variante. Bei 1.000 Meter Crapal-Draht in 2,0mm bleibst Du sogar deutlich unter 100 EUR.
Darüberhinaus musst Du deutlich weniger Pfähle einrammen. Des Weiteren lassen sich die Pfähle einer Drahtrahmenanlage viel einfacher einrammen als die Einzelpfähle aus Holz. Die Haltbarkeit der Drahtrahmenanlage ist auch viel besser,womit wieder weniger Folgekosten entstehen. Bedenke darüberhinaus, dass eine Drahtrahmenanlage neben deutlicher Arbeitserleichterung auch andere positive Effekte mit sich bringt wie bspw. luftigere Laubwand (wenn man nicht gerade, wie so oft sichtbar, mit überlappenden Pendelbögen arbeitet), was in phytosanitären Vorteilen, aber auch in höherer Traubenqualität aufgrund besserer Photosynthese resultiert.

Du schreibst, dass Befahrbarkeit mit Kleintraktor nicht gegeben sein braucht. Willst Du den Pflanzenschutz selbst machen? Wenn ja, wie?

Viele Grüße
Markus


Hallo Markus,

danke für Deinen Beitrag und das Feedback. Ich habe vor mit unbehandelten Akazienstäben zu arbeiten, damit wäre das Problem des Sonderabfalls gelöst und die sind auch deutlich billiger (auch wenn es am Ende ca. 300-400 €) werden. Ganz grundsätzlich hast Du völlig Recht mit dem Drahtrahmensystem, ich habe das im Vorfeld auch alles vor uns zurück gewälzt. Der Aufwand schreckt mich eher weniger auf den knapp 400 m². Zum Thema Pflanzenschutz werde ich hoffentlich eng mit den (Bio-)-Brand-Brüdern arbeiten können. Da ich kein betriebswirtschaftliches Risiko trage, kann ich z.B. einen Totalausfall tolerieren. Zudem habe ich als Ökologe und Umweltchemiker gewisse Vorstellungen und Ideen, die ich gerne mal ausprobieren möchte (Stichwort Allelopathie).
Da Du Dich augenscheinlich sehr gut in der Matiere auskennst und im Zweifelsfall selber aktiv bist habe ich noch eine Frage: Kennst Du eine gute Übersicht und Anleitung für verschiedene Erziehungssystem samt Schnitt im Internet bzw. ein gutes Lehrbuch dazu?

Viele Grüße,
Björn
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maha

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Re: Der eigene Weinberg

BeitragMo 18. Mär 2019, 19:17

Tolles Projekt Björn!
Wenn Du mal Hilfe brauchst, bei der Lese oder anderen Arbeiten, die ein Sesselpupser mit 2 linken Händen wie ich am Wochenende mal erledigen kann ohne viel kaputt zu machen, dann sag Bescheid :-)

Gruß Marko
Der schönste Sport ist der Weintransport!
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Kle

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Re: Der eigene Weinberg

BeitragMo 18. Mär 2019, 20:09

Hallo Björn,

auch von mir viel Spaß und Glück und falls Du doch einmal professionellen "außer Haus"-Vertrieb machen solltest: Der Weinberg auf Deinem Foto sieht hinreißend aus. Auf einem Flaschenetikett abgebildet, würde ich sofort wissen wollen, wie der Wein schmeckt.

Gruß, Kle
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OsCor

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Re: Der eigene Weinberg

BeitragMo 18. Mär 2019, 21:12

Hallo Björn,

wenn du schon so tollen fachlichen Rat wie den von Markus (Muellimov) bekommen hast, würde ich als flankierende Maßnahme hier im Forum ein Crowdfunding für das Projekt starten. Rückzahlung in Naturalien :D

Gruß
Oswald
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Muellimov

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Re: Der eigene Weinberg

BeitragMo 18. Mär 2019, 22:22

Wenn Björn 200 Rebstöcke pflanzt, dann wird er in Rheinland-Pfalz als "Weingut Björn" gelistet werden. Bewirtschaftet er weniger als 1.000 m², dann kann er sich von vielen Dingen befreien lassen (bspw. Erntemeldung, Kellerbuchführung, FInanzamt etc), was er auch wohl vor hat. Dann ist die Produktion von Trauben/Wein nur für den Eigengebrauch erlaubt. Er darf keinen Wein in Verkehr bringen, Oswald. Wenn doch, dann ist er dran. Nur Eigenkonsum. Bzw. mit anderen Weinzechern zusammen bei sich zuhause. Natürlich: wo kein Kläger, da kein Richter. Nur herauskommen darf es nicht. Öffentlich sollte er sich dazu jedoch vielleicht nicht äußern... ;)
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Muellimov

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Re: Der eigene Weinberg

BeitragMo 18. Mär 2019, 23:14

Hallo Björn,

Prinzipiell ist Akazie natürlich eine gute Wahl. Was mich wundert, ist, dass Du 200 Stickel für solch einen niedrigen Preis bekommen kannst. Höchstwahrscheinlich sind das dann sehr junge Bäume (in Tschechien und Ungarn gibt es da regelrechte Plantagen!), die sehr schnell gewachsen sind und einen sehr hohen Splintholzanteil haben. Dieses Holz ist dann nicht sehr dauerhaft bei Bodenkontakt. Aber unabhängig davon kann ich Dir nur raten, bei organischer Bewirtschaftung auf Einzelpfahlerziehung zu verzichten! Du musst wirklich alles tun, um durch kulturtechnische Arbeiten wie bspw. Laubarbeit, Bodenbewirtschaftung etc. den Pilzdruck zusätzlich zu den Spritz-/Sprühmaßnahmen zu reduzieren bzw. in den Griff zu bekommen. Einzelpfahlerziehung ist da einfach nur hinderlich! Der Boden, wie er da auf dem Bild zu sehen ist, ist dafür darüberhinaus noch gar nicht geeignet. Normalerweise müsstest Du als erstes damit anfangen, den umzustellen. Der hat dann später auszusehen wie hier auf dem Titelbild:

https://www.amazon.de/Biologischer-Wein ... way&sr=8-2

Das ist übrigens das erste Buch, das ich Dir empfehlen kann. Trotz allem: Du wirst auch bei biologischer Bewirtschaftung nicht um Pflanzenschutz herumkommen. Und wenn Du keinen Sachkundenachweis hast, dann darfst Du außer Pflanzenstärkungsmitteln wie bspw. Schachtelhalmtextrakt rein gar nichts spritzen/sprühen. Du bist dann also zwingend darauf angewiesen, dass Dir ein Sachkundiger diese Arbeit abnimmt. Die Profiwinzer jedoch werden kaum mit Rückenmotorgerät durch Deine Reihen laufen, um das für Dich zu tun. Mit einem Traktor kommen sie dann ja nicht durch, wenn Du die Breite zu gering wählst. Gerade bei biologischer Bewirtschaftung kann das in kritischen Jahren bis zu 16 bis 18 Durchgängen ausarten. Auf jeden Fall deutlich mehr als mit konventionellem (integrierten) Pflanzenschutzmaßnahmen. Darüberhinaus muss jede einzelne Maßnahme fein säuberlich dokumentiert werden. Natürlich auch hier: wo kein Kläger, da kein Richter. Aber wehe, es kommt zu einer Betriebsprüfung oder einer schwärzt Dich an. Selbst wenn Du bspw. nur Kaliumhydrogencarbonat gespritzt hast, was prinzipiell völlig harmlos ist, dann hast Du ein Riesenproblem, da a) kein Sachkundenachweis (SKN) und b) kein zugelassenes Pflanzenschutzmittel. Ein Mittel wie Kumar besteht zwar auch bezüglich des Wirkstoffs (neben Formulierungshilfsstoffen) aus KHCO³, hat jedoch eine Zulassung. Ohne SKN kommst Du da aber gar nicht dran. Ein anderer Winzer wiederum darf Dir dann auch nichts geben, da Du keinen SKN hast, sonst macht er sich selbst strafbar. Der kann dann nur die Aufgabe für Dich übernehmen. Du schreibst zwar, dass Dir ein Totalverlust egal sei. Aber glaube mir, wenn Du soviel Arbeit initial hineinsteckst und nachher auch noch den jährlichen Aufwand, dann wird Dir das nicht egal sein. Erst recht nicht dann, wenn Dir das Jahr für Jahr passiert. Schau zu, dass Dir ein Winzer diese Arbeit erledigt. Und kläre das bitte umgehend!

Bedenke auch, dass es zuerst einmal darum geht, die Jungreben groß zu bekommen. Ohne Pflanzenschutzmaßnahmen (PSM) werden die kleinen Dinger mit ziemlich hoher Sicherheit Peronospora und eventuell auch Oidium bekommen. Darüberhinaus müssen die Jungreben auch deutlich länger als die Ertragsreben gespritzt werden, oftmals bis Ende September oder auch in den Oktober hinein. Das ist schon wieder was, was den Profiwinzern nicht so wirklich liegt. Es sei denn, sie haben selbst Jungreben. Denn nur für Dich werden sie kaum extra Spritzbrühe ansetzen und ausbringen. Wird der Pflanzenschutz unterlassen, dann wird die Ausfallrate sehr hoch sein. Sprich: Du kannst im Folgejahr wieder neue Setzlinge einbuddeln. Oder der Aufwuchs geht nur schleppend voran, die Reben werden dann immer kränklich sein. Es ist halt nicht jedes Jahr so einfach wie 2018. Probiere Deine Vorstellungen erst in ein paar Jahren. Dann haben die Reben ein gewisses Alter und entsprechende Widerstandskraft und vertragen auch einmal einen heftigen Totalrasen aus Peronospora deutlich besser. Und davor kannst Du Dich um entsprechenden Boden kümmern, der Dir Leben in die Bude bringt. Die Wiese, wie auf dem Bild zu sehen, ist da noch Meilen von entfernt.

Und nochmals zum Einzelpfahlsystem: hör' auf mich und lass' das sein! Du wirst bei biologischer Bewirtschaftung viel mehr Probleme damit haben als bei konventionellen PSM. Die Laubwand ist viel dichter, Pflanzenschutzmittel lagern sich nicht überall an. Das Mikroklima weist deutlich höhere Luftfeuchtigkeitswerte auf, was jeden Pilz, egal ob Peronospora oder Oidium oder Botrytis als Hauptvertreter, vor Freude zum Hüpfen bringt, Abtrockung erfolgt viel langsamer. Und, was auch noch zu beachten ist, Dir wird der Rücken weh tun beim Binden! Die Parzelle scheint nur sehr wenig Neigung zu haben. Die Einzelpfahlerziehung findet man eigentlich nur in Steillagen. Da steht man dann unterhalb des Rebstocks und kann aufgrund der Steigung noch einigermaßen komfortabel arbeiten. In der Ebene darfst Du Dich dann bücken. Binden in einer Drahtrahmenanlage geht um Welten einfacher und schneller. Auch wenn es ein Hobby ist, versuche Dir die Sache einfach zu machen. Einzelpfahl ist nicht mehr zeitgemäß. Ich weiß, wovon ich rede. Ich habe selbst noch so eine Parzelle in Steillage mit 60% Gefälle.

Das Thema hat sehr viele Facetten. Ich will hier auch keine Vorlesung halten (vom Ausbau des Weins dann ganz zu schweigen). Wenn Dir mehr daran gelegen ist, dann kannst Du gerne auch mal bei mir vorbeikommen. Nach Bockenheim sind's von hier ca. 120 km.

Nun aber noch ein paar Literaturtipps. Leider gibt es gar nicht allzu viel dazu, zumindest nicht im deutschsprachigen Raum. Die Kundschaft ist einfach viel zu dünn gesät mit den paar tausend Winzern hier im Land. Darüberhinaus machen viele davon alles nur nach Schema F und lesen sowas erst gar nicht. Empfehlen kann ich Dir auf jeden Fall folgende Bücher (neben dem oben bereits erwähnten vorzüglichen Buch von Uwe Hoffmann). Die sind alle in meinem Fundus, so dass ich den Inhalt und die Tauglichkeit gut kenne.

1. Quasi als "Allround"-Buch:
https://www.amazon.de/Weinbau-Karl-Baue ... 5NT0JE94P6

2. Rebschnitt und Erziehung:
https://www.amazon.de/Rebschnitt-Weintr ... KT369S1HVT

3. Laubwandmanagement (TOP !!):
https://www.amazon.de/Laubarbeiten-Wein ... way&sr=8-9

Und als schneller Überblick über verschiedene Erziehungssysteme:
https://de.wikipedia.org/wiki/Reberziehung

Du wirst sehen, wenn Du bspw. das Laubwandmanagement-Buch von Dr. Edgar Müller gelesen hast, dass Du durch Deine Rebmaterialwahl Dich schon auf einiges festgelegt hast. Und nun noch als Kontrolle, ob Du wirklich bis hierhin gelesen hast ;-) : welche Unterlage hast Du eigentlich gewählt?

Viele Grüße
Markus
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Herr S.

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Re: Der eigene Weinberg

BeitragDi 19. Mär 2019, 20:02

Muellimov hat geschrieben:Wenn Björn 200 Rebstöcke pflanzt, dann wird er in Rheinland-Pfalz als "Weingut Björn" gelistet werden. Bewirtschaftet er weniger als 1.000 m², dann kann er sich von vielen Dingen befreien lassen (bspw. Erntemeldung, Kellerbuchführung, FInanzamt etc), was er auch wohl vor hat. Dann ist die Produktion von Trauben/Wein nur für den Eigengebrauch erlaubt. Er darf keinen Wein in Verkehr bringen, Oswald. Wenn doch, dann ist er dran. Nur Eigenkonsum. Bzw. mit anderen Weinzechern zusammen bei sich zuhause. Natürlich: wo kein Kläger, da kein Richter. Nur herauskommen darf es nicht. Öffentlich sollte er sich dazu jedoch vielleicht nicht äußern... ;)


Markus hat völlig Recht, ich habe bereits eine Betriebsnummer, darf aber nur Hauswein herstellen. Das ist auch völlig ok, denn mir geht es nicht um Vermarktung etc. sondern um das „Machen“. Daher darf ich mein Produkt ( so es irgendwann mal eines gibt) nur innerhalb meiner 4 Wände verkosten, Gäste eingeschlossen. Und mehr habe ich auch nicht vor. Ihr müsst also alle mal in die Pfalz kommen :D .

Viele Grüße,
Björn
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