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Der eigene Weinberg

Von der Weinbergspflege bis zur Kellertechnik
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Herr S.

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Re: Der eigene Weinberg

BeitragFr 14. Mai 2021, 08:54

Bernd Schulz hat geschrieben:Hier erkenne ich mal wieder mehr als deutlich, dass die Erzeugung von (guten) Weinen eine alles andere als einfache Angelegenheit darstellt. Selbst wenn man eine genaue Vorstellung davon hat, was im Wingert und im Keller zu tun bzw. zu unterlassen ist, muss man noch alle möglichen äußeren Unwägbarkeiten auf der Rechnung haben und gegebenenfalls prophylaktisch gegen Rehe oder Wildschweine vorgehen....

Als Laie träumt man ja manchmal von einem glücklichen Garagenwinzerdasein. Die Bilder, die dabei unwillkürlich im Kopf entstehen, haben mit der Realität offenkundig ganz und gar nichts zu tun.


Hallo Bernd, Du wirst keinen Widerspruch ernten. Trotzdem macht es mir Spaß. Und da meine Existenz nicht an dem Erfolg bzw. Misserfolg des Wingerts hängt sondern "nur" meine Seelenheil, ist es verkraftbar.

Leo hat geschrieben:die sicherste Methode gegen Wildverbiß ist eine Einzäunung. Grünhaus im Ruwertal hat so seine komplette Rebfläche geschützt! Vor allem wohl gegen die Wildschweine, die ganz scharf auf reife Trauben sind.

"billige" Maßnahmen wären das Aufhängen von Stinklappen oder blauen Flatterbändern. Letzteres habe ich schon vor Jahren um diese Jahreszeit herum in Wittmannschen Weinbergen gesehen.


Eine Einzäunung sehe ich nicht vor. Optische Abschreckung in Form alter Silberlinge (CDs) habe ich bereits aber die Wirksamkeit wird allgemein nur als gering erachtet (q.e.d.).

maha hat geschrieben:h sh***. Ich hoffe die leckeren Biester haben noch was übrig gelassen


Mal sehen, gestern war es zu feucht um etwas zu machen aber spätestens morgen bin ich wieder vor Ort. Die Hoffnung lebt weiter ...

Viele Grüße,
Björn
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"Not that we needed all that for the trip, but once you get locked into a serious drug-collection, the tendency is to push it as far as you can." (Hunter S. Thompson, Fear and Loathing in Las Vegas)
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Lars Dragl

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Re: Der eigene Weinberg

BeitragFr 14. Mai 2021, 10:17

Hallo Björn!

Der Übeltäter ist m.E. in der Regel ein Rehbock, der einfach einen hohen Energieumsatz hat und zu dessen Deckung er nur die besten Knospen abknabbert. Im Jahr 2013 und 2014 hatte ich ebenfalls viel Verbiss und wenig Trauben an meinem Spalier an der Garage. Der Bock lief dann vor ein Auto und sein Nachfolger war nicht ganz so dreist.

Ich wünsche dir, dass der Rehbock, der bei dir wütet bzw. speist, nicht zu lange bleibt. Ansonsten helfen Hundehaare, die man an die Stöcke macht, abgebrannte Silvesterkracher, die man zu diesem Zweck aufbewahrt hat und diverse andere Vergrämungsmittel, die man teilweise selber herstellen muss.

Lass dich nicht unterkriegen und herzliche Grüße

Lars
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Herr S.

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Re: Der eigene Weinberg

BeitragFr 14. Mai 2021, 18:48

Moin Lars,

unterkriegen lasse ich mich nicht. Aber traurig ist es schon, wenn der einzige Trieb einer jungen Rebe fein abgeknabbert ist und die Rebe damit vermutlich nicht mehr wiederkommt, zumindest nicht kräftig genug, um dereinst eine kräftigen Stock zu bilden. Egal,80% sind ok und viele sehen gleicht gut aus. Das Wetter mit ausreichend Wasser im Vergleich zu 2019 und 2020 sorgt für gutes Wachstum.

Viele Grüße,
Björn
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Lars Dragl

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Re: Der eigene Weinberg

BeitragSa 15. Mai 2021, 11:40

Hallo Björn!

Normalerweise ruht die verbissene Rebe (wie bei Frost) knapp 14 Tage und treibt dann nochmal aus. Das sollte bei dir genauso sein, obwohl sie noch so klein sind. Hoffentlich sind noch genügend Stärkereserven vorhanden. Trauben gibt es keine, doch die wolltest du sowieso noch nicht. Die Holzreife sollte ein hoffentlich neu gebildeter Trieb noch ohne Probleme erreichen können und damit geht es im kommenden Jahr mit dem Stockaufbau normal weiter.

Herzliche Grüße

Lars
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VillaGemma

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Re: Der eigene Weinberg

BeitragDo 27. Mai 2021, 16:47

Vielen Dank für die Beschreibung. Ich hatte auch immer mal mit dem Gedanken gespielt, so ein kleines Projekt zu starten. Von daher ist es toll, dass Du hier Deine Erfahrung teilst.
"wine is sunlight held together by water" (Galileo Galilei)

Auch eine Enttäuschung, wenn sie nur gründlich und endgültig ist, bedeutet einen Schritt vorwärts. (Max Planck)
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