Aktuelle Zeit: Mo 19. Aug 2019, 13:58


Weinbücher

Die schönsten Bilder, die meisten Punkte, die tollsten Tipps
  • Autor
  • Nachricht
Offline
Benutzeravatar

Gerald

Administrator

  • Beiträge: 6895
  • Bilder: 32
  • Registriert: Do 24. Jun 2010, 08:45
  • Wohnort: Wien
  • Bewertungssystem: Auf Benutzername klicken

Re: Weinbücher

BeitragSo 22. Feb 2015, 12:14

Bei Hauptsache Wein gab es eine interessante Diskussion zu dem Buch


na ja, zumindest unterhaltsam im Sinne der üblichen verbalen Schlammschlacht. ;) Wirkliche, konkrete Informationen konnte ich aber leider nicht finden ...

Einen echten Kaufreflex hat die Sache jedenfalls bei mir nicht ausgelöst. ;)

Grüße,
Gerald
Offline
Benutzeravatar

Birte

Administrator

  • Beiträge: 3125
  • Bilder: 15
  • Registriert: Di 25. Jan 2011, 22:28

Re: Weinbücher

BeitragSo 22. Feb 2015, 12:40

Ich habe es gar nicht so als Schlammschlacht empfunden. Und die Buchmacher haben sich geäußert. Es ist nichts an die interviewten Personen gezahlt worden. Die Auswahl war eher zufällig. Ach, und eine Frau haben sie auch für das Buch angefragt. Die konnte oder wollte nicht und dann haben sie irgendwann gemerkt, dass keine Frauen in dem Buch vorkommen. Ich finde schon, dass man so etwas als interessantes Diskussionsergebnis empfinden kann.

Grüße
Birte
Offline

kristof

  • Beiträge: 838
  • Registriert: So 28. Nov 2010, 16:55
  • Wohnort: Berlin

Re: Weinbücher

BeitragSo 22. Feb 2015, 12:46

Birte hat geschrieben: Ach, und eine Frau haben sie auch für das Buch angefragt. Die konnte oder wollte nicht und dann haben sie irgendwann gemerkt, dass keine Frauen in dem Buch vorkommen. Ich finde schon, dass man so etwas als interessantes Diskussionsergebnis empfinden kann.


:lol: :lol:
Viele Grüße,

Christoph
Offline

Ostbelgier

  • Beiträge: 318
  • Registriert: Do 27. Jan 2011, 13:59
  • Wohnort: Raeren, Belgien

Re: Weinbücher

BeitragMo 23. Feb 2015, 18:37

Hallo zusammen,

das Jura-Weinbuch von Wink Lorch, über welches Octopussy hier auf Seite 3 in der Entstehungsphase berichtet hatte, kann bezogen werden. Ich habe es in einer französischen Buchhandlung gefunden und bin sehr angetan, schon ob der Fülle der gebotenen Informationen. Es kostet 30 Euro und kann direkt über den Eigenverlag der Frau Lorch, nämlich www.winetravelmedia.com bezogen werden. Sehr empfehlenswert !

Viele Grüße

Markus
Offline

slowcook

  • Beiträge: 252
  • Registriert: Mo 20. Dez 2010, 19:48

Re: Weinbücher

BeitragDi 24. Feb 2015, 18:35

Hallo Markus

Vielen Dank für den Link zu Wink ;) . Habe das Buch sofort bestellt.

Gruss
Werner
Offline
Benutzeravatar

Gaston

  • Beiträge: 876
  • Registriert: Mi 15. Dez 2010, 14:53

Re: Weinbücher

BeitragDo 9. Apr 2015, 09:52

Hallo zusammen,

auf der Internetseite des Deutschen Weininstituts bin ich in der Rubrik "Aktuelle Buchtipps" über das Bändchen Wein am Mittelrhein von Stephanie Zibell gestolpert. Untertitel: "Die besten Winzer, Gutsschänken und Ausflüge". Bei einem Preis von 12.90 Euro habe ich das Buch (136 S.) spontan bestellt.

Zu Beginn wird obgligatorischerweise die Geschichte des Weinbaus am Mittelrhein sowie "Lagen, Rebsorten, Rebflächen" abgearbeitet, allerdings in so knapper und oberflächlicher Art und Weise, dass jeder Blick in einen entsprechenden Wikipedia-Eintrag mehr Informationen bietet.

Der Serviceteil ist nach Weinbauorten unterteilt, insgesamt 11 Stück von Oberheimbach im Süden bis Hammerstein im Norden. In jedem dieser Kapitel werden zunächst stichwortartig die wichtigsten Sehenswürdigkeiten oder Ausflugsziele aufgezählt. Sodann folgen unter der Überschrift „Spannendes Oberwesel“ (Bacharach, Kaub…) zwei bis drei Seiten, die eine interessante, meist historische Geschichte des Ortes erzählen.
Darauf folgt die Rubrik „Winzer in…..“, wo, je nach Ort, 1–4 Weinbaubetriebe im Kurzporträt vorgestellt werden. Und hier ist einerseits die Auswahl der Betriebe nicht nachzuvollziehen und andererseits die Art der Präsentation mehr als dürftig.

Niemand hat ja etwas dagegen (im Gegenteil), wenn auch mal unbekanntere Winzer eine Plattform bekommen, aber man kann nicht wirklich ein Buch über Mittelrheinwein schreiben mit dem Untertitel „Die besten Winzer…“, ohne ein Sterbenswörtchen über die unstrittig besten Betriebe der Region wie Weingart, Müller, Kauer, Jost, Ratzenberger etc. zu verlieren. Bacharach repräsentieren in dem Band beispielsweise die Weingüter Hans-Jürgen Jost (nicht zu verwechseln mit Toni Jost), Bernhard Praß und das Weinhaus ,Zur Fledermaus‘. Warum gerade diese drei Betriebe ausgewählt wurden, bleibt vollkommen unklar. Analog gilt dies für die anderen Weinbauorte.

Genauso wenig überzeugend ist die Präsentation der Güter. Außer Kontakt- und ein paar Basisdaten (Weinbergsfläche, Rebsorten usw.) erfährt man selten Erhellendes. Zwar gibt es bei jedem Winzer einen Absatz „Besonderes“, da stehen dann aber Dinge wie: Trotz Verwurzelung in der Tradition hat doch längst moderne Kellertechnik auf höchstem Niveau im Weingut XXX Einzug gehalten. Aber: Für die Qualität der Weine stehen in erster Linie Wissen und Fähigkeiten von Winzer und Kellermeister, ihre Inspiration und ihr Engagement. Oder: Wunderschöner Gewölbekeller für Weinverkostungen und erlesene Menüs. Oder: Im Jahr 1975 wurde aus dem bisherigen Misch- ein Vollerwerbsbetrieb. Etc. etc.

Um nicht nur zu meckern: Das mit Abstand Interessanteste in dem Buch sind die kurzen historischen Exkurse in den Abschnitten „Spannendes……“. Zwar liest man dort Dinge, die man so oder so ähnlich schon an anderer Stelle las (Geschichte des Feuerweins, Freistaat Flaschenhals), doch erfuhr ich auch mir bis dahin unbekannte Dinge (Historischer Stollen – Rheinunterquerung bei Sankt Goar, „Hammersteiner Ehestreit“, Kurwesen in Boppard u.a.). In diesen Passagen merkt man, dass die Autorin, wie man im Anhang erfährt, Privatdozentin mit dem Schwerpunkt Regionale Zeitgeschichte ist. Was Dr. Stephanie Zibell (Studium der Politologie, Germanistik, Publizistik) jedoch dazu qualifiziert, ein Buch über Weine und Winzer am Mittelrhein zu schreiben, ist unklar. Ein ausführlicherer Band mit ausschließlich regionalhistorischen Geschichten, Episoden und Anekdoten wäre sicherlich zielführender und interessanter.

Fazit: Wer etwas über Weine und Winzer am Mittelrhein erfahren will, braucht diese Buch nicht. Was Einzeldarstellungen zum Mittelrhein-(Wein) betrifft, bleibt für mich Jens Burmeister das Maß aller Dinge. Das gilt sowohl für seine sehr informative Seite www.mittelrhein-weinführer.de als auch die daraus entstandenen Publikation „Weinromantik und Terroirkultur“(derzeit leider vergriffen) und den Band mit Winzerporträts „Mittelrheinwein“.
Beste Grüße
Gaston
Offline

albarello

  • Beiträge: 39
  • Registriert: So 1. Mai 2011, 16:00

Re: Weinbücher

BeitragDo 9. Apr 2015, 12:54

slowcook hat geschrieben:Hallo Markus

Vielen Dank für den Link zu Wink ;) . Habe das Buch sofort bestellt.

Gruss
Werner


Und? Was sind Deine Erfahrungen? ;)
Offline
Benutzeravatar

octopussy

  • Beiträge: 4371
  • Bilder: 135
  • Registriert: Do 23. Dez 2010, 11:23
  • Wohnort: Hamburg
  • Bewertungssystem: Auf Benutzername klicken

Re: Weinbücher

BeitragFr 10. Apr 2015, 10:24

albarello hat geschrieben:
slowcook hat geschrieben:Hallo Markus

Vielen Dank für den Link zu Wink ;) . Habe das Buch sofort bestellt.

Gruss
Werner


Und? Was sind Deine Erfahrungen? ;)

Hallo albarello,

ich bin zwar nicht slowcook, gebe aber trotzdem mal meinen Senf dazu. Da ich das Buch über Kickstarter mitfinanziert habe und Wink mittlerweile auch persönlich kenne (und sehr schätze), bin ich nicht ganz objektiv.

Trotzdem lehne ich mich aus dem Fenster und behaupte, dass jeder, der sich auch nur ein bisschen für die Weine des Jura (und/oder die Region) interessiert, viel Spaß an dem Buch haben wird. Es ist sehr flüssig geschrieben, die Winzerportraits sind ein schöner Mix aus Fakten und Anekdoten und einer für so ein Buch erstaunlich ehrlichen persönlichen Meinung von Wink über die Weine der beschriebenen Weingüter. Hinsichtlich der Weingüter dürfte kaum ein Nennenswertes fehlen. Über die Rebsorten, Weinstile, die Geschichte des Weinbaus, etc. gibt es ebenfalls sehr schön flüssig geschriebene und gut zu lesende Kapitel. Nur der Teil über die Küche des Jura und die Kombination mit den Weinen kam für meinen Geschmack etwas zu kurz, das war aber laut Wink der Seitenbegrenzung geschuldet.

Ich schaue immer noch regelmäßig in das Buch rein und werde es lange Zeit als Begleiter für Reisen ins Jura nutzen

Wink hat übrigens auch gerade einen Preis für das Buch bekommen: http://www.wine-searcher.com/m/2015/04/ ... book-award
Beste Grüße, Stephan
Offline

slowcook

  • Beiträge: 252
  • Registriert: Mo 20. Dez 2010, 19:48

Re: Weinbücher

BeitragDi 21. Apr 2015, 18:57

Hallo albarello, hallo octopussy

Zunächst mal möchte ich mich für mein Schweigen entschuldigen; die Erklärung dafür ist sehr einfach: Ich habe mich bis Ende letzter Woche in Österreich herumgetrieben, mit Auto, Rad, Frau und offline. Blaufränkisch hats mir seit einigen Jahren sehr angetan.

Zum Thema: In den 70er- und 80er-Jahren habe ich auf den Rückreisen vom Burgund in die Schweiz regelmässig im Jura vorbeigeschaut und das Eine oder Andere mitgenommen. Da ich mich vom Burgund (fast) völlig verabschiedet habe, blieben auch Jura und Savoien aussen vor. Und das ist doch eigentlich schade und sollte mit dem Kauf des Buches von Wink Lorch korrigiert werden.

Zu den einzelnen Weingütern kann ich selbstverständlich nach so langer Trinkpause nichts beitragen. Das Werk aber gefällt mir sehr. Die Autorin versteht es, Historisches und Aktuelles bestens zu verbinden. Somit ist die Lektüre für mich jederzeit spannend, auch wenn ich die Weine der betreffenden Güter momentan nicht geniessen kann. Als Planungshilfe für Ausflüge in die Region wird es mir bereits im kommenden Mai dienen.

Gruss
Werner
Offline

mixalhs

  • Beiträge: 1365
  • Bilder: 0
  • Registriert: Mi 7. Sep 2011, 11:29

Re: Weinbücher

BeitragSa 31. Okt 2015, 12:00

Jancis Robinsons Oxford Companion to Wine ist vor ca. sechs Wochen in der vierten Auflage erschienen. Ich habe noch die zweite Auflage von 1999, die immer noch ein hervorragendes Nachschlagewerk ist, habe mir aber dennoch die neue Auflage bestellt, da sich in den letzten anderthalb Jahrzehnten doch einiges getan und geändert hat (z.B. Orange Wines, aber auch in vielen Weinregionen gab es neue Entwicklungen). Aus England kann man das Buch für deutlich weniger als 50 Euro (incl. Versand) bekommen: ein echtes Schnäppchen, insbesondere angesichts der Tatsache, dass die deutsche Übersetzung (der dritten Auflage von 2006) mit ihrem Listenpreis 129,90 etwa das Dreifache gekostet.

Ich werde berichten, sobald das Buch bei mir angekommen ist.
VorherigeNächste

Zurück zu Wein in Printmedien, Online und im TV

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste

Impressum - Nutzungsbedingungen - Datenschutzrichtlinie - Das Team - Alle Cookies des Boards löschen