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Wein und Musik

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OsCor

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Re: Wein und Musik

BeitragDo 14. Jan 2021, 15:27

Warum soll ich dir sagen, was du trinken sollst? Das kannst du doch halten, wie du willst. Ich sehe hier nur, dass du versuchst, das Thema ins Lächerliche zu ziehen und das verstehe ich halt nicht.
Wenn du damit nichts anfangen kannst - was ja offensichtlich der Fall ist - dann besteht doch immerhin die Möglichkeit, die Finger still zu halten.

Gruß
Oswald
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EThC

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Re: Wein und Musik

BeitragDo 14. Jan 2021, 15:41

Gerald hat geschrieben:Wenn wir schon dabei sind: bei den meisten (wenn auch sicher nicht allen) restsüßen Weinen muss ich immer unwillkürlich an ein Helene-Fischer-Konzert denken. :D

:lol: :lol: :lol: :lol: :lol:
Viele Grüße
Erich


NOVINOPHOBIE ist die Angst davor, daß der Wein ausgeht...
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amateur des vins

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Re: Wein und Musik

BeitragDo 14. Jan 2021, 16:11

Oswald, These dieses Threads war ja, daß sich Wein und Musik irgendwie gegenseitig unterstützen, und daß es dafür auf die Auswahl des richtigen Weines ankäme.

Ich weiß, Du hast weiter oben geschrieben:
OsCor hat geschrieben:Man kann doch sich abends zum Musikhören zurückziehen und dabei Wein trinken.
Klar, kann man machen. Aber resultiert aus dem Nebeneinanderhertrinken und -hören dann eine gegenseitige Unterstützung? Ich denke nicht.

Aber anstatt zu versuchen, mich abzuwürgen, weil ich mich kontrovers äußere, könntest Du ja auch auf meine Frage von ein paar Posts höher eingehen:
Wie soll ein einziger Wein einer ganzen Symphonie¹ gerecht werden und sich mit dieser gegenseitig unterstützen? Wenn das nämlich nicht geht, ist die These zum Widerspruch geführt.
Muß man natürlich auch nicht machen. Kann man aber, wenn man Spaß an Dialektik hat. ;)
__________
¹ Wahlweise ein anderes episches Werk wie z.B. "Greatest Show on Earth" (Nightwish), "Supper's Ready" (Genesis) ‒ you name it...
Besten Gruß, Karsten
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Kle

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Re: Wein und Musik

BeitragDo 14. Jan 2021, 19:43

Gerald hat geschrieben:Von der anderen Seite betrachtet: ich habe noch nie gesehen, dass in der Oper oder in einem Konzerthaus die Gäste während der Aufführung einen tollen Wein (oder meinetwegen Champagner) trinken, hier möchte man sich offenbar ausschließlich auf die Musik konzentrieren.

Nach dem Pausenwein wirkt die Stimmung im Konzertsaal jedoch enthusiastischer… Wein interagiert ja beileibe nicht nur durch Aromen mit Musik. Ein paar Schlucke Alkoholisches können die Alltagsstumpfheit vertreiben und die Pforten fürs Gute, Schöne und Wahre öffnen. Fragt sich bloß, wie lange.

Gruß, Kle
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Gerald

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Re: Wein und Musik

BeitragDo 14. Jan 2021, 20:03

Hallo Kle,

Ein paar Schlucke Alkoholisches können die Alltagsstumpfheit vertreiben und die Pforten fürs Gute, Schöne und Wahre öffnen.


du meinst damit aber nicht das berühmt-berüchtigte "Schöntrinken", oder? :D

Grüße
Gerald
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port_ellen

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Re: Wein und Musik

BeitragDo 14. Jan 2021, 21:12

Sehr witziger Thread :lol:

Helene Fischer ist für mich klebriger Moscato Spumante vom Aldi :o

Im Ernst - kann mich nicht erinnern, dass (klassische) Musik bei mir eine Assoziation mit einem bestimmten Wein(typ) hervorgerufen hätte.

Eher umgekehrt - Bernd hat hier und da mal bei einem Wein einen Musikvergleich gezogen.
Kann ich nachvollziehen: fette botrytis-geschwängerte schwere Heymann Löwenstein Rieslinge aus 2006, 07 oder 09 erinnern mich zuweilen an das Brahms Requiem 2.Satz... :lol:

Aber es gibt doch eine Kombi von Musik und Getränk, die für mich passt: Tom Waits und Islay Malt Whisky. Wenn ich z.B. Rain Dogs höre oder Down by Law sehe, brauche ich einen Lagavulin.

Und:
Dass ich sehr gerne klassische Musik höre, dürfte erkennbar sein. Dabei interessiere ich mich besonders für das sogenannte Kunstlied.
Hier gibt es zwei Theorien hinsichtlich der Gedichtvertonung:
1. Variante: Das Gedicht ist nicht unbedingt ein Meisterwerk und wird durch die Vertonung "vergoldet".
2. Variante: Das Gedicht ist ein Meisterwerk und erhält durch die Vertonung einen angemessenen Rahmen.


Hier fällt mir eine Scheibe von Achim Reichel ein von 1978, "Regenballade", die ich immer wieder höre.
Besonders gelungen Goethe "Der Fischer" und der Titelsong "Die Regenballade" (Ina Seidel). Da gibt es eine Strophe, die zwar nicht Wein, aber Essen thematisiert:

"Da drinnen ist nicht Stuhl, nicht Tisch
Der Alte sitzt am Boden platt
Es riecht nach Aas und totem Fisch
Ich werd' vom bloßen Atmen satt
Er aber greift frisch in den Topf
Und frisst die Fische kalt und roh
Packt sie am Schwanz, beißt ab den Kopf
Und knirscht und schmatzt im dunkeln froh"

Und dazu esse ich gerne einen fetten norddeutschen Matjes.

:lol:
...and you may ask yourself - well...how did I get here ?
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Kle

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Re: Wein und Musik

BeitragDo 14. Jan 2021, 21:14

Hallo Gerald,
Gerald hat geschrieben:du meinst damit aber nicht das berühmt-berüchtigte "Schöntrinken", oder? :D

nein…. Bei Konzerten ist es ja anders als Zuhause. Man hat einen langen Tag hinter sich und viele mehr oder weniger schnöde Dinge geistern durch den Kopf. Dann muss man sich zu einem Aufführungsort begeben, seinen Platz zwischen vielen Menschen suchen etc. Und urplötzlich startet ein mehr oder weniger großes Kunstwerk. Wenn es nicht sofort seine volle Wirkung entfaltet, sondern distanziert wahrgenommen wird, ist dies ja durchaus religiös korrekt. Wie soll einfach nur mal so, weil ein Ticket gekauft wurde, zwischen ganz unterschiedlichen Sachen hin und her manövriert werden? Der Pausenwein hat aber mitunter die magische Kraft, für die Musik zu öffnen und sie plötzlich sehr gut zu verstehen. Wenn der Effekt nur kurz anhält, war es allerdings ein alkoholisches Strohfeuer.
Apropos Alkohol: Ich besitze noch den Bierbecher, mit dem in der Hand ich, nah vor der Bühne stehend, Bob Dylan vor einigen Jahren grandios in München erlebte. In der zweiten Hälfte gefiel mir die Show weniger und ich frage mich bis heute, ob es am inzwischen geleerten Becher lag.

Gruß, Kle
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Wolfgang Kärcher

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Re: Wein und Musik

BeitragDo 14. Jan 2021, 21:17

Hallo

Wie wäre es einfach mit Toleranz?

Offenbar gibt es einige (einschließlich mir, der den Thread verbrochen hat), denen es Spaß macht, sich mit der Frage zu beschäftigen, wie Musik und Wein korrespondieren kann. Wieso sollen wir uns darüber nicht austauschen? Ich habe schon darauf hingewiesen, dass das durchaus mit einem Schmunzeln verbunden sein kann - also nicht alles so bierernst (bzw. weinernst) nehmen.

Diejenigen, die damit gar nicht anfangen können, sind genauso berechtigt, das nicht zu tun. Wenn beide Parteien einander gelten lassen, ist doch alles okay?

Und außerdem: Vielleicht hat das Ganze ja tatsächlich etwas mit einer Art Synästhesie zu tun?

Gruß
Wolfgang
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Re: Wein und Musik

BeitragDo 14. Jan 2021, 21:28

Wolfgang Kärcher hat geschrieben:Und außerdem: Vielleicht hat das Ganze ja tatsächlich etwas mit einer Art Synästhesie zu tun?

...durchaus möglich, dazu müßte man diese Gabe allerdings haben. Ich hab sie nicht, d.h. bei mir ploppt da keine Ton-, Farb- oder Sonstwas-Assoziation auf. Auch wenn ich häufig Farben in der Weinbeschreibung nutze...
Viele Grüße
Erich


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Wolfgang Kärcher

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Re: Wein und Musik

BeitragDo 14. Jan 2021, 21:40

Hallo

...Ich habe sie...

Gruß
Wolfgang
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