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Schaumweinprobe in Würzburg

Berichte von Verkostungen mit Weinen aus mehreren Ländern/Regionen (sonst bitte im Länderforum einstellen)
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weinaffe

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Schaumweinprobe in Würzburg

BeitragSo 5. Dez 2021, 17:41

Hallo zusammen,

in der örtlichen VHS trafen sich am Freitag wieder einige Weinfreunde,um insgesamt 15 Schaumweine aus den klassischen europäischen Herkünften zu probieren. Wie immer wurden die Weine blind verkostet mit anschließender Auflösung.

Folgende Schäumer waren im Rennen:

2020er "Col Credas" Valdobbiadene superiore Extra Brut DOCG (Adami) -Venetien-
Der einzige Schäumer des Abends, der mittels Tankgärung (Martinotti-Methode) produziert wurde und daher nur ein sehr kurzes Hefelager hatte, was bei diesem "Edel-Prosecco" zur Bewahrung der Primärfrucht auch angestrebt wird.
Zartes Strohgelb mit grünen Nuancen, mittelfeine Perlage, in der Nase etwas Granny-Smith, Zitrus, dezente Würze, sehr klar und direkt am Gaumen, wenig Dosage (4 Gramm), saftig, belebend, zarte, aber nicht nachhaltige Perlage,angenehme Säure, dezente Apfelfrucht mit etwas Limette, sehr klar und durchaus trinkanimierend, niedriger Alkohol (11,5 Vol.%), saftig, nicht sonderlich komplex, aber in dieser Stilistik sehr gelungen. Jeder wäre sicherlich froh, beim Italiener um die Ecke einen solchen Apero kredenzt zu bekommen. Im Handel 15-16 EURO.

Nun wurde es deutlich anspruchsvoller:

2016er "El Xamfra" Cava Gran Reserva Brut Nature (Dominguez, San Sadurni d'Anoia) -Cava
klassische Cuvee aus Macabeo und Xarel-lo, gut 4 Jahre Hefelager, degorgiert 03/21.
sehr typische, Macabeo-betonte Nase nach reifem Apfel (Bratapfel), Hauch Birne,ein Hauch Holz,mit gewisser Reife und Komplexität, komplett durchgegoren, aber sehr ausgewogen mit seidiger Säure und feinen, langanhaltenden Perlen, Brioche, stimmige Kombi aus Reife und nötiger Frische, völlig eingebundener Alkohol (12 Vol%), würziger Abgang. Jetzt in bester Trinkreife. Für säureempfindliche Schaumweinliebhaber eine gute und preiswerte Alternative zum Champagner. Knapp 18 EURO im Handel.

----- Extra Brut Reserve Niederösterreich (Fred Loimer, Langenlois) -Kamptal
stimmige Cuvee aus Pinot Noir, Zweigelt, Chardonnay, Grüner Veltliner, Weiß- und Grauburgunder, 34 Monate auf der Hefe, Dosage: 2Gramm, degorgiert 04/21.
auch Österreich rüstet in Sachen Qualitätsschaumwein auf: sehr feine Perlage, glasklare Nase mit feiner Briochenote, aber auch unaufdringlicher Frucht (reifer Apfel, Agrumen), sehr klare und einladende Nase, am Gaumen komplett trocken mit nur 2 Gramm Dosage, feinperliger Schaum, sehr straight, saftige, aber nicht aggressive Säure, perfekter Aperitiv-Schäumer ohne Schnick-Schnack. 22 EURO ab Weingut.

2013er Esslinger Neckarhalde "K" Grande Cuvee Brut Nature (Kusterer, Esslingen) -Württemberg-
Cuvee aus Chardonnay und Pinot noir aus der kleinsten Einzellage Wüttembergs, produziert und handgerüttelt im Weingut (keine Lohnversektung), ca. 5 Jahre Hefelager, degorgiert: 11/18.
Zartes Strohgelb, sehr lebendige feine Perlen, herrlich reintönige Nase mit viel Frische, aber auch angenehmer Reife, ganz zarte, geniale Holzuntermalung (Grundwein mit Barriqueausbau), Brioche, zarthefig, unaufdringliche Gelbfrucht, völlig ohne Dosage, aber durchaus mit Extrakt, passende Säure und Alkohol (12,5 Vol%), gute Länge.
Die Familie Kusterer hat wohl Schaumwein-Gene: das ist ein deutscher Winzersekt "de luxe" mit langem Hefelager, der qualitativ in etwas anderer Stilistik mit doppelt so teuren Champagnern locker mithalten kann.
Heißer Tipp, immer noch im Weingut erhältlich für sehr günstige 23 EURO.

2016er "Ceppo 326" Rose Dosaggio zero (Pasini, Raffa del Garda) -Lombardei
der einzige Rose des Abends, Cuvee aus rotem Gropello und weißem Erbamat, ca. 3,5 Jahre Hefelager, degorgiert: 09/20.
eher gelbgold als rosa, durchaus feine Perlage, zarte Fruchtausprägung (Hauch Himbeere, knapp reife Marille, Apfel), sehr animierend, am Gaumen zwar komplett trocken, aber ohne jegliche Säureaggressivität, ein Hauch Karamell (vermutlich BSA durchlaufen), sehr stimmige Frucht und etwas kalkige Mineralität, ordentliche Länge.
Farblich sehr dezenter Rosewein-Vertreter mit guter Verbindung aus Frische und Cremigkeit.
Ca. 20 EURO im Handel.

2015er Grüner Veltliner Sekt Brut Nature (Jurtschitsch, Langenlois) -Kamptal-
ein weiterer Ösi-Winzersekt in ambitionierter Qualität, degorgiert 05/19.
Strohgelb mit grünlichen Reflexen, flinke Perlen,knackig und kompromisslos wirkende, sehr straighte Nase mit Marille, Zitrus, aber nur dezenter Sortenart,knalltrocken mit saftiger Säure im Champagnerstil, mittelgewichtig (12 Vol%),sehr speichelziehend und trinkanimierend, sehr direkt und ungeschminkter Stil, durchaus etwas fordernd, aber im angenehmen Sinne ;) Wer etwas säureempfindlich ist,sollte eher Cava trinken. Für mich trotzdem ein erstklassiger Schäumer zu vernünftigem Preis (ca.23 EURO).

2015er "Terrers" Brut Nature "Corpinnat" (Recaredo, San Sadurni d'Anoia)-Penedes-
9 der besten Cava-Kellereien sind aus dem Cava-Verband ausgetreten, da ihnen die Produktionsvorschriften beim Cava zu wenig qualitätsorientiert waren, und haben die Kollektivmarke für Qualitätsschaumwein aus Katalonien (Corpinnat) gegründet. Mit von der Partie natürlich auch Recaredo. Diese Schäumer kommen weiterhin aus San Sadurni, dürfen und wollen sich auch nicht mehr Cava nennen.
Hier eine der "einfacheren" Cuvees aus 58% Xarel-lo, 32% Macabeo und 10% Monastrell, 40 Monate Hefelager, degorgiert am 26.06.19.
Allerdings ist bei Recaredo nichts einfach und banal: wunderbare Nase mit zarter Gelbfrucht, Hauch floral, extrem saubere und klare Hefenote, Hefezopf,feine Würze, schon in der Nase Komplexität andeutend, komplett trocken, sehr feinperlig, tolle Harmonie und Finesse, zarte Säure, hat durchaus Kraft, untergeordneter Alkohol (12 Vol%), sehr stimmig mit überzeugender Länge. Sowohl als Apero als auch als Menue-Schäumer gut geeignet.
Sehr gutes PLV, im Handel ca. 24 EURO.

-----Blanc de Meuniers Pinot Meunier Brut Nature (Sekthaus Burkhardt/Schür, Bürgstadt) -Franken-
Trauben von einem befreundeten Winzer aus dem württembergischen Teil des Taubertals, Jahrgang 2013, gut 5 Jahre Hefelager, degorgiert: 12/19.
Sebastian Schür (im Hauptberuf Weinbergsmeister bei Paul Fürst) und Laura Burkardt haben ein kleines, vielversprechendes Sekt-Start-Up auf die Beine gestellt, das schon durchaus für Furore auf dem noch übersichtlichen Erzeuger-Sektmarkt gesorgt hat.
Sehr feine Perlage, zartes Strohgelb, leider in der Nase ein leichter "Korkschleicher", der den Sekt zwar nicht untrinkbar macht, ihn aber in der Reintönigkeit und Fruchtentfaltung etwas behindert. Ich habe diesen Sekt schon ein paar mal in regulärem Zustand getrunken und kann daher auch mal über diesen leicht dumpfen Beiton hinweg schmecken, knalltrocken mit mutiger, aber integrierter Säure, komplett im Champagnerstil gehalten, schlank, aber nicht knochig oder dünn, kompromissloser Stil mit etwas Ecken und Kanten, zart Cassis, knapp reifer Apfel, feine Brioche-Note, noch sehr jugendlich, sollte eigentlich noch ein paar Jahre weiterreifen, um eine noch perfektere Harmonie zu erlangen. Perfekter Apero mit Charakter, Biss und Spannung.
Leider nicht ganz billig (ca. 32 EURO im Handel).

Fortsetzung folgt in Kürze !

LG
Bodo
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weinaffe

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Re: Schaumweinprobe in Würzburg

BeitragMo 6. Dez 2021, 16:06

... und weiter geht es mit den restlichen 7 Schäumern:

2013er "Tres Lustros" Brut Nature "Corpinnat" (Gramona, San Sadurni d'Anoia) -Penedes-
aus der Einzellage Font de Jui, Cuvee aus Xarel-lo und Macabeo, 81 Monate Hefelager, degorgiert: 11/20.
Helles Gelbgold mit grünlichen Reflexen, feine Perlage, in der Nase zarthefig, Hauch Holzwürze, Agrumen, reifer Apfel, klar und in sich ruhend,am Gaumen superfeine Perlen, passende Säure, mittelgewichtig (12,5 Vol%), klare, saftige Gelbfrucht, zart blütig, hat durchaus Stoff und Fruchtdichte, ohne in die Breite zu gehen,langer, glasklarer Abgang. Sicherlich eine der besten "Cavas" in dieser Preisklasse und ein unbedingte Kaufempfehlung (ca. 32 EURO im Handel). Der 2012er dieses Schäumers, den wir anlässlich der Schaumweinprobe im November 2019 tranken, war offensichtlich fehlerhaft gewesen und war weit entfernt von der makellosen Qualität dieses 2013er.

---- "Silver" Brut Nature Grand Cru (Andre Clouet, Bouzy) -Champagne-
100% Pinot noir, teilweiser Ausbau des Grundweines in gebrauchten Sauternes-Barriques.
Strahlendes Gelbgold, feine Perlage, in der Nase Hefezopf,etwas Holz, Brombeere, Hauch Cassis, etwas Kräuter, am Gaumen perfekt gereift, völlig trocken, abgerundete, aber frische Säure, sehr feinperlig, saftig, Alkohol völlig eingebunden (12 Vol%), hat Stoff und Kraft, perfekter Mix aus Reife und Frische, gute Länge. Sicherlich ein ausgezeichneter Menue-Champagne, mir gefällt er aber auch solo. Das ist lediglich die Basis-Qualität bei Clouet, die aber schon einiges bietet,preislich aber mehr als interessant ist (ca. 30 EURO im Handel).

------"Les Premices" (Extra) Brut (Egly-Ouriet, Ambonnay) -Champagne-
Cuvee jeweils 1/3tel Pinot noir, Pinot Meunier und Chardonnay, 3 Jahre Hefelager, Dosage 2 Gramm, degorgiert: 07/20.
Die neu lancierte Basis-Qualität dieses sehr berühmten Erzeugers, zartes Gold mit Silberreflexen, beständige Perlage, in der Nase viel Pinot, Hauch Himbeere, etwas Kirsche und Aprikose, aber sehr dezente Fruchtausprägung, Brioche, im Mund sehr feinperlig, merkliche, aber abgerundete Säure, perfekte Reife, durchaus Kraft (12,5 Vol%), sehr ausgewogen, gute Länge. Gefällt sowohl als Solist und erst Recht als Menue-Wein. Diese Basis-Qualität steht durchaus über nicht wenigen Champagnern mit Prestige-Anspruch. Das hat aber auch seinen Preis (ca. 52 EURO im Handel).

2012er Malterdinger Blanc de Blancs Brut Nature (Huber, Malterdingen) -Baden-
100% Chardonnay, degorgiert 11/20.
Dieser deutsche Winzersekt mit langem Hefe wurde bewußt als Pirat zwischen die Champagner gestellt und überzeugte auf ganzer Linie. Mittelintensives Strohgelb mit grünlichen Reflexen, wirkt schon optisch recht jugendlich, archetypische Chardonnay-Nase mit Zitrus, etwas Marille, zarter Holzton, superklar mit perfektem Hefe-Touch, ähnelt sehr stark einem hochklassigen BdB aus der Champagne, auf der Zunge kompromisslos trocken, kräftige, aber reife Säure, absolut speichelziehend, mittelgewichtig (12 Vol%), tolle Würze und Bourgogne-ähnliche, zarte Fruchtausprägung mit schmeckbarer Mineralik, perfekt ausgewogen, weder zu knochig noch zu opulent, überzeugende Länge. Ein hochklassiger BdB aus deutschen Landen, der in einer Champagne-Probe als Pirat sicher eine gute Figur machen würde. Für das Gebotene ein echtes Schnäppchen und jeden Cent wert (ca. 23 EURO im Handel).

2006er Blanc de Blancs Grand Cru "non dose" (Pierre Moncuit, Mesnil-sur-Oger) -Champagne-
Dieses Haus, im Epizentrum großer Chardonnays gelegen, hat sich komplett auf diese Rebsorte spezialisiert. Als große Ausnahme werden hier nur Jahrgangs-Champagner abgefüllt, d. h. es gibt hier keine Jahrgangs-Cuvees. Auch die Basis-Cuvees ohne Jahrgangsangabe werden ausschließlich aus einem Jahrgang produziert.
Dieser BdB gehört zum Feinsten, was man in der Champagne bekommen kann: zartes Gelbgold, extrem feinperlig, in der Nase sowohl reife als auch frische Noten, wirkt völlig in sich ruhend und fast zeitlos, Zitrus, Marille, zarthefig, am Gaumen begeistert sofort die Harmonie und Finesse dieses Edel-Schäumers, völlig trocken, aber ohne jegliche Schärfe dank perfekter Malolaktik, sehr elegante Gelbfrucht mit dezenter Würze, nur mittelgewichtig (12 Vol%), tolle Finesse, der Wein wirkt so tänzerisch und fein, dass man möglicherweise die Klasse dieses BdB unterschätzt. Das sollte man auf keinen Fall tun. Auch nach 15 Jahren immer noch eine makellose Schönheit. Das Weingut bleibt aber trotz allem preislich sehr bodenständig. Im deutschen Handel ist der 2006er noch erhältlich (ca. 59 EURO), ab Weingut ebenfalls. Dort kostet er nur schlappe 39 EURO. Bei Abnahme von 12 Flaschen zahlt man vor Ort nur für 11. Es lohnt sich also unbedingt der "Kofferraum-Export" mit hochklassigen Schampus ;)

----- "Cuvee Alliae" Brut Nature (Dosnon, Avirey-Lingey) -Champagne-
die Brüder Dosnon sind in der "kleinen Champagne" (Cote de Bar) abseits des bekannteren Kerngebiets um Reims und Epernay beheimatet. Das hindert sie aber nicht daran, erstklassige Champagner mit klar erkennbarer Handschrift zu produzieren. Die Cuvee Alliae ist das Prestige-Produkt des Hauses (hälftig Pinot noir und Chardonnay), das zwar jahrgangslos etikettiert, aber immer aus einem Jahrgang stammt (hier vermutlich 2007).Auf Flasche gefüllt 07/12, degorgiert 06/19.
Philosophie des Hauses ist es, die Grundweine lange im Holz auszubauen (hier über 5 Jahre), ohne dass der fertige Schäumer zuviel Holzaroma abbekommt. Dies geschieht mit einer beeindruckenden Präzision.
Zartes Gelbgold, sehr feine Perlage, komplexe Nase mit zarter Würze und glasklarer Gelbfrucht, sehr präzise Hefenote, wirkt noch absolut frisch, am Gaumen knochentrocken, die reife Würze puffert die lebendige Säure perfekt ab, hat Charakter, Kraft und Tiefe, reif und frisch zugleich, tolle Länge.
Sehr präziser, makelloser Prestige-Champagner zu einem sehr verbraucherfreundlichen Preis (ca. 69 EURO im Handel).

---- "Cuvee Louis" Brut Nature (Tarlant, Oeuilly) -Champagne-
Einzellagen-Champagner, je 50% Chardonnay und Pinot noir, Jahrgangs-Cuvee aus 1999 (Hauptanteil),1998, 1997 und 1996, auf Flasche gefüllt Mai 2000, degorgiert Mai 2015, also satte 15 Jahre Hefelager !!
Wer jetzt meint, dass diese Prestige-Cuvee zu alt wäre, ist völlig auf dem Holzweg. Superfrisch in der Nase, natürlich unterlegt von zarten Reifenoten, aber hier ist nichts Oxidatives oder Tertiäres im Spiel. In der Farbe ein schönes Gelbgold, ganz zarte Perlage, sehr komplexe, reife Nase mit Hefezopf, reifen, gelben Früchten und würzigen Aspekten, trotz nur 12 Vol% ist dies im Mund ein kraftvoller, intensiver Champagner, der es im Menue sogar mit dunklem Fleisch aufnehmen kann, perfekt integrierte Säure, feiner Holzeinsatz, würzig und reif-fruchtig, komplexer, langer Abgang. Dieser Edel-Schäumer ist jetzt in perfekter Trinkreife, wird aber sein Niveau noch einige Jahre halten. Einer der besten Champagner überhaupt und ab Weingut für 70 EURO erstanden. Im deutschen Handel zahlt man für diese Cuvee aber schon häufig dreistellig. Leider ist das Weingut mittlerweile sehr bekannt, was sich leider auf die Preise auswirkt. Vor einigen Jahren konnte man die Cuvee mit immerhin 12 Jahren Hefereife noch für 40 EURO ab Weingut kaufen, was in der Tat ein Mega-Schnäppchen war. Diese Zeiten sind leider vorbei.
Im Vergleich zu den meist nicht besseren Prestige-Cuvees der "Großen Häuser" ist das aber immer noch ein Preis-/Leistungs-Hit.

Meine Favoriten waren die 3 letzten Champagner, die beiden Corpinnat-Schäumer sowie die deutschen Preis-/Leistungs-Wunder von Kusterer und Huber.

Trinkts mehr Schaumwein :lol:

LG
Bodo
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Bibbel

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Re: Schaumweinprobe in Würzburg

BeitragMo 6. Dez 2021, 18:01

Danke Bodo, für die jahreszeitgemäß passenden Probenotizen.

Ein kleine Randnotiz für Leute, die jetzt auf dem Geschmack gekommen sind: den 2006er Pierre Moncuit habe ich vor einigen Tagen noch für 39 Euro in Frankreich gekauft.

https://www.comptoirdesmillesimes.com/pierre-moncuit

Der 2008er Extra Brut kostet dort 44, die „Hausmarke“ Delos schlappe 28 Euro. Bei diesen aufgerufenen Preisen sind die 15 Euro Versandkosten schnell amortisiert. Zahlreiche weitere Champagner (u.a. Tarlant, Lancelot-Pienne, Drappier) sind dort ähnlich günstig bepreist.

Ich kaufe meine Burgunder und Champagner fast nur noch bei französischen Händlern. Versand war bisher immer problemlos.
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Re: Schaumweinprobe in Würzburg

BeitragMo 6. Dez 2021, 19:46

weinaffe hat geschrieben:Trinkts mehr Schaumwein :lol:
...machma eh schon! :mrgreen:

Vielen Dank für den anschaulichen Bericht!
Bibbel hat geschrieben:Ich kaufe meine Burgunder und Champagner fast nur noch bei französischen Händlern. Versand war bisher immer problemlos.
...kann ich nur bestätigen! Gilt auch für Jura, Loire, Cidre etc. Vor dem Versand aus F braucht man keine Bedenken zu haben, weder von der Abwicklung her noch vom Preis. Bei vielen Händlern ist's ab 300 bis 400 Euronen versandkostenfrei und selbst mit VK rechnet sich das oft schon ab der zweiten Flasche, selbst im mittleren Preissegment sind 20 Euronen Differenz per Flasche keine Seltenheit....
Viele Grüße
Erich

Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's
DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.

https://ec1962.wordpress.com/
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mixalhs

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Re: Schaumweinprobe in Würzburg

BeitragMo 6. Dez 2021, 20:36

Danke, lieber Bodo, für den tollen Bericht! Ich sollte wohl NOCH mehr Schaumwein/Schampus trinken als eh' schon. Und danke, Bibbel, für den Händlertipp!

Von Tarlant hatte ich letztens den von Markus Hofschuster mit 100 Punkten bewerteten "le Vigne d'Antan" 2004 im Glas, wirklich sehr gut, aber es gab schon welche (zugegebenermaßen sehr wenige), die mir NOCH besser gefallen haben.

Herzliche Grüße

Michael
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Michl

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Re: Schaumweinprobe in Würzburg

BeitragMi 8. Dez 2021, 12:26

Bibbel hat geschrieben:Ein kleine Randnotiz für Leute, die jetzt auf dem Geschmack gekommen sind: den 2006er Pierre Moncuit habe ich vor einigen Tagen noch für 39 Euro in Frankreich gekauft.

https://www.comptoirdesmillesimes.com/pierre-moncuit

Der 2008er Extra Brut kostet dort 44, die „Hausmarke“ Delos schlappe 28 Euro. Bei diesen aufgerufenen Preisen sind die 15 Euro Versandkosten schnell amortisiert. Zahlreiche weitere Champagner (u.a. Tarlant, Lancelot-Pienne, Drappier) sind dort ähnlich günstig bepreist.


Auch von meiner Seite ganz herzlichen Dank für den Tipp! Habe gerade ein Paket zusammengestellt. Lohnt sich (auch Tarlant)!
Viele Grüße

Michl

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