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Nicolas Joly - Weine und Bezugsquellen

Appellationen des nördlichen Zentralmassivs, Sancerre und Umgebung, Touraine, Anjou, Umgebung von Nantes, die kleinen Gebiete zwischen der Loire und Bordeaux incl. Cognac
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C9dP

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Re: Nicolas Joly - Weine und Bezugsquellen

BeitragFr 28. Mär 2014, 22:22

Manchmal ist es ja gut, wenn alte Threads wieder in den Vordergrund rücken. Habe gerade die Frage von Schneesurfer zum CdS 2006 gelesen.

Ich hatte den vor 2-3 Jahren im Glas. Ein absoluter Hammer!!! Sicherlich mit Halenberg GG 2009 von E-S und G-Max 2004 einer der größten Weißweine, die probieren durfte. Allerdings ist die Substanz so riesengroß, das meine nächste Flasche nicht vor 2020 ins Gals kommt.
Viele Grüße

Aloys
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Jürgen

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Re: Nicolas Joly - Weine und Bezugsquellen

BeitragDi 7. Okt 2014, 08:47

Am Samstag hatten wir einen Coulée de Serrant 2011 von Joly im Glas. Mit Absicht habe ich diesen Jahrgang auf den Tisch gebracht, da er mir schon mehrfach bei Verkostungen sehr gut gefallen hatte. Natürlich war er mehrere Jahre zu jung aber trotzdem ein Erlebnis. Ich finde diese oxidative, würzige Stilistik einfach sensationell. Wie trivial wirken dagegen doch die allermeisten Rieslinge (die ich auch sehr mag).
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schneesurfer

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Re: Nicolas Joly - Weine und Bezugsquellen

BeitragMo 3. Nov 2014, 16:13

Hab gerade die Verkostungsnotitz von Octopussy auf "Verkostungsnotitzen.net" zum Coulée-de-Serrant 2005 gelesen.
94+ Punkte - mich kribbelts schon mächtig in den Fingern bzw. auf der Zunge. Wenn der sich die nächsten Jahre noch weiter entwickeln sollte, dann schicke ich zur Abwechslung mal Lobenberg ein Dankeschön-Geschenk (sonst bekomme ich jährlich von ihm ein Präsent).
23,5€ für die Flasche hab ich seitdem nicht wieder gesehen.
Gruß an alle, die damals zugeschlagen haben :D
Gruß
Schneesurfer

Versuchungen sollte man nachgeben. Wer weiss, ob sie wiederkommen.
Oscar Wilde 1854-1900
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Jürgen

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Re: Nicolas Joly - Weine und Bezugsquellen

BeitragMo 3. Nov 2014, 16:35

schneesurfer hat geschrieben:Gruß an alle, die damals zugeschlagen haben :D

Leider zu wenig :shock:
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Dilbert

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Re: Nicolas Joly - Weine und Bezugsquellen

BeitragMo 3. Nov 2014, 18:31

Jürgen hat geschrieben:
schneesurfer hat geschrieben:Gruß an alle, die damals zugeschlagen haben :D

Leider zu wenig :shock:

Wem sagst Du das!! Habe leider nur noch zwei Flaschen!! :cry:

Gruß zurück!
Jochen
„Eine Magnum-Flasche? Genau die richtige Größe für einen schönen Abend. Vorausgesetzt, man beginnt mit einem Champagner, man endet das Menu mit einem Sauternes, und man ist allein daheim…“
(Anthony Barton)
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octopussy

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Re: Nicolas Joly - Weine und Bezugsquellen

BeitragMo 3. Nov 2014, 19:15

Dilbert hat geschrieben:Wem sagst Du das!! Habe leider nur noch zwei Flaschen!! :cry:

Ich habe sogar nur noch eine Flasche. Zu dem Preis hätte ich gleich mal eine 12er Kiste kaufen sollen. Nur knapp hinter dem 1996er und dem 2002er war der 2005er mein Favorit mit dem Potenzial, irgendwann auch das Level der beiden vorgenannten zu erreichen oder es sogar zu übertreffen. Ein Bericht über die 00er-Jahre-Vertikale folgt diese Woche irgendwann.
Beste Grüße, Stephan
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dylan

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Re: Nicolas Joly - Weine und Bezugsquellen

BeitragMo 3. Nov 2014, 20:20

Bei mir liegen zwar noch vier Flaschen im Keller, ich weiß aber nicht so recht, ob ich mich darüber freuen soll. Die beiden ersten Flaschen haben mir jedenfalls wenig Freude gemacht, zu opulent und auch alkoholisch war mir der Saft. Mal sehen was die Zukunft bringt.
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Jürgen

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Re: Nicolas Joly - Weine und Bezugsquellen

BeitragMo 3. Nov 2014, 20:57

dylan hat geschrieben:Bei mir liegen zwar noch vier Flaschen im Keller, ich weiß aber nicht so recht, ob ich mich darüber freuen soll. Die beiden ersten Flaschen haben mir jedenfalls wenig Freude gemacht, zu opulent und auch alkoholisch war mir der Saft. Mal sehen was die Zukunft bringt.

Oooch, zu einem - für mich - angenehmen Preis nehme ich dir die beiden Flaschen ab :D ;)
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Kle

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Re: Nicolas Joly - Weine und Bezugsquellen

BeitragMo 3. Nov 2014, 22:16

dylan hat geschrieben:Bei mir liegen zwar noch vier Flaschen im Keller, ich weiß aber nicht so recht, ob ich mich darüber freuen soll. Die beiden ersten Flaschen haben mir jedenfalls wenig Freude gemacht, zu opulent und auch alkoholisch war mir der Saft. Mal sehen was die Zukunft bringt.


Diese Haltung kann ich hinsichtlich der jüngeren Jahrgänge (bis 15.5% Vol) gut verstehen. Als wir sie bei Stephan probierten, fand ich die Weine zwar respektabel, dachte aber, diese Mischung aus durchgerührten Kräutern, erdnahen Aromen, Kamillentee und Schnaps muss ich nicht selber einlagern. Ich hatte genug Zeit zu fürchten, dass hier der Naturel-Gedanke im Begriff ist, ästhetische Ideen zu nivellieren. Mir schien, ich bekomme trinkbare Natur, deren größter geschmacklicher Wert darin liegt, möglichst unverfälscht in Alkohol eingelegt zu sein. Eine Wald-und Wiesen-Ethik, nature pour nature, ersetze den Wunsch, ein geschmackliches Kunstwerk zu schaffen. Einstige Formulierungen Reinhard Löwensteins, nach denen der Terroirausdruck wie ein Selbstzweck erschien, würden an der Loire konsequent umgesetzt.
Aufhorchen ließ mich der 2003 er und dann erlösten mich die älteren Jahrgänge Schlag auf Schlag aus der Position des skeptischen Beobachtens (habe zurzeit keine Notizen). In 2003 hatten die geschmacklichen Komponenten für mich noch eine weniger verwobene und zugespitzte Form, sie präsentierten sich als höchst aromatische Brühe. Die älteren Weine kamen dann schön zum Fließen und es entstanden höchst „durchdachte“, wie aus der Reife geborene und stimmige Phänomene. Wie Musik, bei der man nicht mehr weiß, was Note ist und was Eindruck oder Gefühl.
Bleibt zu hoffen, dass der Alkohol der Joly-Weine wieder zurückgeschraubt wird. Ab 15 Vol kann ich sie nicht mehr richtig ernst nehmen.

Gruß, Kle
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