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Faugeres

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austria_traveller

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Faugeres

BeitragMi 15. Dez 2010, 20:54

Hallo Forum,
In TAW ist seinerzeit der Languedoc Thread so unendlich lang geworden;
drum spalte ich mal ein bischen auf und mach einen eigenen Thread für Faugeres auf.

Gerade im Glas
Abbaye Sylva Plana - Le Songe de L'Abbé 2000
Syrah, Grenache, Mourvèdre und Carignan von älteren Rebstöcken.
15% werden für 6-8 Monate in neuer Eiche ausgebaut, 30 hl/ha.
Puristische Frucht.
Im kleinen Glas metallische Anklänge => Übersiedlung ins Burgunderglas.
Das ist optimal, Garrigue, rotbeerig, wärmend, sogar noch leichte Tannine, wunderbar fruchtig, füllt das ganze Glas aus.
Ansprechende Säure, guter Essensbegleiter, mittellanger Abgang ... geiler Wein :mrgreen:
Beste Grüße
Gerhard aus Wien
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Oberpfälzer

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Re: Faugeres

BeitragMi 15. Dez 2010, 21:30

Hallo Gerhard,

für mich eine ganz tolle Adresse ist Leon Barral. Der einfache Faugeres sensationell und für um die 11,-€ ein tolles PGV. Wohl mein bester in diesem Preissegment.
Servus
Wolfgang
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austria_traveller

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Re: Faugeres

BeitragMi 15. Dez 2010, 21:40

Servus Wolfgang,
Vom "einfachen" von Barral hatte ich 2002, 2003 und 2004 (hab ich noch).
Ein toller Wein, sehr freakig. Der Songe de L'Abbé ist anders, aber auch sehr, sehr gut.
Kostet in etwa das gleiche wie der Barral
Beste Grüße
Gerhard aus Wien
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thvins

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Re: Faugeres

BeitragFr 17. Dez 2010, 11:05

am 16.02.2005 getrunken und auf TAW dazu geschrieben:

heute wird ihm der Garaus gemacht:

Château des Estanilles - Cuvée Syrah, Faugeres 1996
dunkle, aber nicht mehr schwarze Farbe, sehr feines Bukett nach Wacholder, Süßholz, Veilchen, ein wenig Kirsche, aber nicht allzu üppig (6 Stunden offen), fein auch der perfekt verschmolzene harmonische Geschmackseindruck, interressant alle Male, auch wenn die gute Dame nicht allzuviel auf den Rippen hat, aber sie plaudert nett von vergangenen Zeiten und ist noch gut rüstig.
Dennoch fehlt ihr etwas Tiefgang, ein wenig zu sehr gefällig - im Moment finde ich noch nicht mehr als 91/100 Th., aber vielleicht wird´s noch besser. Wenn ja, revidiere ich mich nach dem Essen.

Beste Grüße
Torsten

PS: Er hat zwar weiterhin Spass gemacht und auf seine Art (alte, feine Dame, aber gefällig und weit entfernt jeder Rebellion) den Abend nett gehalten, erwies sich aber dennoch nicht mehr als ein sehr guter Wein.
Außergewöhnlich empfand ich ihn nicht. Im Kellerbuch nachgeschaut, sehe ich, daß es mir mit dem 95er im Jahre 2003 ähnlich ging. Der bekam auch 91/100 Th. und der knappe Kommentar dazu war, "wie erwartet - mehr nicht".
Verstehe ich den Wein nur nicht? Oder subjektives Empfinden?
Hatte nach Dylan´s Kommentar zum ´98er eigentlich gehofft, ihn in der ersten Liga zu sehen, zumal der ´96er ähnlich wie der Depierre von Mas Jullien vom Feinschmecker mal hochgelobt wurde. Aber welch Unterschied zwischen beiden Weinen...

------------------------------------------------

ich hatte seinerzeit eine interessante Diskussion mit Dylan zum Thema Estanilles... - wir sind wohl inzwischen beide weiter vorwärts gegangen...
Beste Grüße

Torsten

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thvins

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Re: Faugeres

BeitragFr 17. Dez 2010, 11:45

Am 05.06.2005 gab es den folgenden netten Wein aus Faugeres, den ich eine Zeitlang immer gern getrunken habe:

Hallo Allerseits,

auch wenn es so aussieht, als würde ich die Reste wegtrinken, heute schon wieder was aus dem Languedoc und wie gestern aus dem ehrwürdigen Jahr 1995. Da komm ich Ole etwas näher, der mich daran erinnert hat, dass irgendwo auch noch Leon Barral in meinem Keller schlummert - allerdings aus 1996...

Aber heute gibt es den:

Château Grezan - Cuvée Arnaud Lubac, Faugeres, 1995 rot;

das Wetter ist dementsprechend kühl geworden, aber das Drachenbootrennen heute vormittag haben wir natürlich gewonnen (Mordsgaudi)...

Tiefschwarz im Glas, er verrät keinerlei Alterserscheinungen, der etwas zugeknöpfte Hochwürden mit kühl-mineralischem Lächeln (schieferig...), langsam und bedächtig schiebt er das Tablett mit den Kirschen und den Waldfrüchten rüber, dabei eine Havanna rauchend und über eine ungeröstete Kaffeebohne philosophierend... Er hat viel zu sagen, den Damen wird das nicht alles gefallen, ein wenig männlich - streng erzählt er und wir müssen erkennen, dass er noch immer bei den jungen Wilden sitzt, stolz spielt er mit den Muskeln und er redet lange... Wir schweigen, hören zu und geben 92/100 Th...

Er müßte noch nicht weg, aber leider wird er gehen und eine letzte leere Flasche hinterlassen, der ehrenwerte Arnaud Lubac...
Ein wenig nostalgisch ist´s schon, zurückdenkend an 1995...
Beste Grüße

Torsten

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thvins

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Notiz vom 10.04.2006 - Leon Barral

BeitragFr 17. Dez 2010, 17:55

Aber heute was anderes ungewöhnlich Gutes im Glas (auch ein alter Bekannter):

Domaine Leon Barral; Faugeres; 2001 rot;

anfangs sehr deutliche (Mourvedre ?) Stallnoten, jetzt immer mehr Fleisch und dunkle Frucht, typischer 2001er mit Biß und Länge, ganz leichtem Süßchen und viel Gehalt - und das ist der ganz "einfache", ein kleines Wunder und leider schon alle, während ringsum alles längst schläft ...
Braucht noch enorm viel Luft, weicht dann aber nicht von der Seite und streitet sich mit mir seit geraumer Zeit, ob 93 oder 94... Okay, ich gebe kompromißbereite 93+/100 Th. - dass dieser Wein außergewöhnlich gut ist, ziehe ich nicht in Zweifel...
Beste Grüße

Torsten

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Notiz vom 26.08.2006 - Domaine du Fraisse

BeitragFr 17. Dez 2010, 19:12

Hallo allerseits,

ich funke mal wieder einfach so dazwischen mit einer kleinen Notiz zu einem angenehmen Faugeres

Domaine du Fraisse; Faugeres; 2000 rot;

nach 6 Jahren noch sehr dunkel, aber herlich reif und ausbalanciert, sanft und nicht all zu schwer; in seiner Erdigkeit und Würze ein typischer Faugeres für jeden Tag. Er kommt nicht an die Großen der AOC heran, aber das will er auch gar nicht mit seinem Preis von knapp über 5 €. Dafür ist er dann richtig lecker und eine PGV-Empfehlung.
Dazu muß ich die Beständigkeit dieses Weines loben, es ist die zweite Flasche dieses Jahrgangs, die erste bekam in 2003 dieselbe Note, auch der 2001er (dieses Jahr im Februar getrunken) weist die gleiche Béwertung auf und auch der 1999 tanzte 3 Mal um diesen Wert...
Alle drei Jahrgänge seinerzeit bei JWD gekauft und somit eine Empfehlung für JWD - müßte bei Gelegenheit mal schauen, ob der Wein noch geführt wird und wie die aktuellen Jahrgänge sind...

Sehr gute 90/100 Th.
Beste Grüße

Torsten

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Notiz vom 25.03.2008 - Ch. de Estanilles

BeitragFr 17. Dez 2010, 23:17

Hallo allerseits,

bei mir gab es über Ostern im Vergleich mit Gauby´s Muntada den

Château d´ Estanilles; Cuvée Syrah; Faugeres; 1997 rot;

Offenere Nase als jener, frisch gemahlener Röstkaffee, Pralinen von Bitterschokolade, komplex, am Gaumen viel Frucht, dabei etwas kandiertes dunkles Obst, am Gaumen dann auch pfeffrige und würzige Noten, wie der Muntada sehr fleischig. Reif, etwas präsentere Säure bei immer noch gutem Tannin. In sich stimmig, etwas schräger, aber dennoch auch balladesk als der Gauby. 94/100 Th.

Am Folgetag waren die Röstnoten weg und das Obst etwas gekochter als am ersten Tag. Immer noch außergewöhnlich gute 93/100 Th., aber es gibt keinen Grund, diese Flasche nicht am ersten Tag zu leeren, es sei denn, man schafft es nicht...
Beste Grüße

Torsten

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Notiz vom 17.03.2010 - noch mal Estanilles

BeitragSa 18. Dez 2010, 12:09

Hallo allerseits,

grade im Glas die letzte Flasche der großen Prestigecuvée von

Château des Estanilles; Faugères; 1997 rot;

ich bin ein wenig hin und her gerissen - immer noch sehr dunkler, ja fast schwarzer Wein, die Nase ist offen, aber nicht erschlagend oder laut und bei intensivem Hineinriechen offenbart sich eine likörig starke Note, die ich nicht nur gut heiße. Fast schon monströser Waldbeerenlikörduft.

Auch am Gaumen nach all den Jahren immer noch gehörig Druck und Kraft, ein sehr voller Wein, was bei dem Jahrgang doch recht erstaunlich ist. Dabei dennoch trotz des Mangels an Eleganz und der Dominanz der Kraft sehr angenehm zu trinken und auch sehr harmonisch und weder zu viel Säure noch Wände von Tannin, sondern alles in allem ausgewogen und von schönem Nachhall - dennoch für das Attribut "großer Wein" bin ich nicht ganz bereit. Exzellent ist okay und dazu auf meiner Skala 94/100 Th. für ein sehr interessantes Erlebnis. Lange bin ich um diese Flasche herumgeschlichen, war auch etwas ängstlich wegen der nicht all zu hohen Reputation des Jahrganges im Midi, aber das Aufheben war nicht die schlechteste Idee - und auch nicht das Filetstück vom Hirsch dazu...
Beste Grüße

Torsten

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Notiz vom 05.09.2010 - Valiniére 2001 von Leon Barral

BeitragSa 18. Dez 2010, 12:40

Hallo allerseits,

gestern hatte ich endlich mal wieder einen richtigen Knaller im Glas,
vielleicht einen der Weine mit dem größten Understatement auf dem Etikett in Frankreich...

Leon Barral; Valinière; Vin de Table Francais; 2001 rot;

ein 100%iger Mourvedre aus dem Faugeres - Gebiet von einem seiner begnadetsten Winzer. Da 100% Mourvedre aber nicht erlaubt ist für einen AOC Faugeres und er nicht in der Masse der Vin de Pays untergehen will, deklariert er den nicht grade billigen Wein als Vin de Table.

Jahrgangsangaben sind dabei eigentlich nicht erlaubt, die 2001 sybolisiert sich durch "große schwimmende Ente, zwei Eier, kleines aufgerichtetes Entlein"...

Der Wein bietet sofort eine anspringend offene, verruchte Mourvedre Nase in einer sehr seltenen Komplexität und Aromentiefe, sowie Vielschichtigkeit. Natürlich sind alle Arten Gewürze und Kräuter ein Leitmotiv, aber auch blutiges Rindersteak vom Grill, Rost, Cassisbeeren im Überfluß und Schwarze Johanna - Likör fallen mir auf. Aber selbst das sind nur einige Nuancen, der Wein ist so wandelbar, dass man bei jedem Riechen Neues entdeckt.

Am Gaumen löst er dann alle Versprechen der Nase ein und zeigt enorm viel Kraft und Druck ohne die bisweilen süße Note vieler 2001er aus dem Midi in einen Vordergrund zu spielen. Enorm ausgewogen, sehr frisch und trinkig mit einem schönen Johannisbeer - säurigem Gerüst.

Ein Wein, der nach Lamm oder Wild giert (bei mir gab´s Rehmedaillons dazu) und der großes episches modernes Musiktheater ebenso begleitet wie einen mysthischen Roman über die Katharer oder die Tempelritter. Vielleicht ist gar der Valinière ein zu Wein gewordener Tempelritter, fuchtlos und unerschrocken - immense Größe zeigend. 96+/100 Th.

Wer ihn zu fassen kriegt, unbedingt zum Kampf herausfordern!
Beste Grüße

Torsten

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