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Burgund 2016

Chablis, Auxerre und Umgebung, Côte de Nuits, Côte de Beaune, Châlonnais, Maconnais, Beaujolais und Lyonnais
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EThC

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Re: Burgund 2016

BeitragDo 12. Mär 2020, 21:18

amateur des vins hat geschrieben:Jetzt macht er mir gerade kaum Freude.

...kannst Du Dir vorstellen, daß die Freude irgendwann mal wieder ansteigt? Sich mit der Zeit positiv entwickelnde Sekundäraromatik bieten Weine aus der Klasse doch eher in geringem Ausmaß...
Viele Grüße
Erich


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amateur des vins

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Re: Burgund 2016

BeitragDo 12. Mär 2020, 21:26

Hi Rolf,

definitiv mögen wir unterschiedliche Weine! ;)

Hier auf der ersten Seite war ich ja noch verhalten optimistisch. Keine Ahnung, warum das heute so ist: Tagesform? Flaschenvarianz? Jedenfalls beobachte ich den Wein jetzt seit 2h, und es wird nicht besser. Wenn ich überlege, was ich für das Geld so alles bekomme (Joblot!)...

Obwohl der 2012er Mouchère letztens wirklich schön war, habe ich derzeit nicht vor, Henri Boillot nachzukaufen: Die großen Weine sind mittlerweile einfach schmerzhaft teuer, und der bezahlbare Bourgogne heute ist abschreckend. Der Bestand wird noch eine Weile reichen...
Zuletzt geändert von amateur des vins am Do 12. Mär 2020, 21:34, insgesamt 1-mal geändert.
Besten Gruß, Karsten
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amateur des vins

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Re: Burgund 2016

BeitragDo 12. Mär 2020, 21:33

EThC hat geschrieben:
amateur des vins hat geschrieben:Jetzt macht er mir gerade kaum Freude.
...kannst Du Dir vorstellen, daß die Freude irgendwann mal wieder ansteigt? Sich mit der Zeit positiv entwickelnde Sekundäraromatik bieten Weine aus der Klasse doch eher in geringem Ausmaß...
Nicht wirklich. Deshalb fällt mein Urteil auch so verheerend aus. Nicht nur steht der Schwefel krass im Vordergrund; auch dahinter finde ich nichts, was Potential verheißt. Strukturell ist der Wein jetzt fertig. Aromatisch ist da nicht viel, oder völlig maskiert. Wenn ich bei dieser Flasche hätte warten können, bis der Schwefel gezähmt ist (könnte auch Sankt-Nimmerleins-Tag sein), wäre der Wein bis dahin ziemlich sicher an Altersschwäche zerfallen.

Ich hatte lange keinen Bourgogne von H. Boillot mehr. Meine Erinnerung an frühere Flaschen ist doch deutlich positiver. Deshalb werde ich das heutige Bild in absehbarer Zeit überprüfen. Und dann nach der alten Physikerweisheit entscheiden: Einmal ist Zufall, zweimal ist Gesetz. :mrgreen:
Besten Gruß, Karsten
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Der Wein-Schwede

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Re: Burgund 2016

BeitragDo 12. Mär 2020, 21:38

amateur des vins hat geschrieben:Wenn ich überlege, was ich für das Geld so alles bekomme (Joblot!)...

Ja, Joblot ist wirklich ein preiswerter Burgunder mit gewisser Klasse!
Gestern habe ich wieder eine Flasche Huber Malterdinger Weiss 2017 aufgemacht - für 18 Euro wirklich topp!
Rebsorten 50% Chardonnay und 50% Weissburgunder, Barriqueausbau in dem schönen Huber-würzigen Reduktivstil. Ein bisschen Birne und Quitte ist im Aromenspektrum auch dabei (Weissburgunderanteil).
Aber.... dann haben wir ja DIE SÄURE! :)
Kann mir vorstellen dass diese Dir wieder ein bisschen "grün" ausfallen wird. :|
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Bibbel

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Re: Burgund 2016

BeitragDo 12. Mär 2020, 22:00

Karsten, Deine Einschätzung vom Boillot Bourgogne Blanc kann ich (fast) voll unterschreiben. Ich habe den gerade auch über drei Tage verfolgt und bis auf die von mir nicht so wahrgenommene Schwefelproblematik -vielleicht bin ich da resistent- , habe ich den ähnlich flach (in jeder Beziehung) gesehen.
Quasi zur Erholung habe ich heute einen Joblot En Veau (gleiches Jahr, ähnlicher Preis) aufgemacht. Da war der hier oft zitierte Nachkaufreflex kometenhaft von 0/3 auf 3/3 gestiegen.
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amateur des vins

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Re: Burgund 2016

BeitragDo 12. Mär 2020, 22:24

Ah!
Wie hinlänglich bekannt, habe ich ja keinerlei Probleme, komplett gegen den Strom zu schwimmen, wenn ich überzeugt bin. Es ist aber doch schön, Bestätigung zu finden. :)
Besten Gruß, Karsten
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EThC

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Re: Burgund 2016

BeitragDo 12. Mär 2020, 22:43

amateur des vins hat geschrieben:Wie hinlänglich bekannt, habe ich ja keinerlei Probleme, komplett gegen den Strom zu schwimmen, wenn ich überzeugt bin. Es ist aber doch schön, Bestätigung zu finden.

Hihi, kenn' ich :lol:
Viele Grüße
Erich


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AmonA

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Re: Burgund 2016

BeitragSa 14. Mär 2020, 16:59

Bibbel hat geschrieben:Karsten, Deine Einschätzung vom Boillot Bourgogne Blanc kann ich (fast) voll unterschreiben. Ich habe den gerade auch über drei Tage verfolgt und bis auf die von mir nicht so wahrgenommene Schwefelproblematik -vielleicht bin ich da resistent- , habe ich den ähnlich flach (in jeder Beziehung) gesehen.
Quasi zur Erholung habe ich heute einen Joblot En Veau (gleiches Jahr, ähnlicher Preis) aufgemacht. Da war der hier oft zitierte Nachkaufreflex kometenhaft von 0/3 auf 3/3 gestiegen.

Tja, dann habe ich wohl einen anderen Wein im Glas. Nix mit Schwefel und schwefeligen Verbindungen :D
Im Geruch nussig, etwas Karamel mit Orange, sehr salzig am Gaumen, präsente Säure und relativ lang am Gaumen. Ich kann da nicht meckern! :)
Grüße
AmonA (aka Volker)
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EThC

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Re: Burgund 2016

BeitragSa 14. Mär 2020, 18:23

AmonA hat geschrieben:Tja, dann habe ich wohl einen anderen Wein im Glas.

...ihr könnt ja mal die Losnummern auf den Flaschen vergleichen...
Viele Grüße
Erich


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amateur des vins

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Re: Burgund 2016

BeitragSa 14. Mär 2020, 19:29

EThC hat geschrieben:
AmonA hat geschrieben:Tja, dann habe ich wohl einen anderen Wein im Glas.
...ihr könnt ja mal die Losnummern auf den Flaschen vergleichen...
Das könnte schwierig werden...

Vielleicht gucke ich ja schief, aber mehr als "L 2016 BBL" mikroskopisch klein am linken Rand des vorderen Etiketts finde ich nicht... Genevrières hat die nicht, dafür einen Barcode (mit Nummer) auf dem Rücketikett. Rugiens wiederum sieht aus wie der Bourgogne, was Nummern angeht ("L 2016 RUG"). Komisch...
Besten Gruß, Karsten
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