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Burgund 2009

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Créot

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Re: Burgund 2009

BeitragDo 22. Nov 2018, 13:53

Karsten,

danke für die Notiz. Ich habe noch einige Flaschen aus dem Abverkauf von Picard im Keller. Muss mal schauen, ob ich schon nächstes Jahr die erste Flasche köpfe.

Grundsätzlich gehört m.E. Chevret nicht in die erste Liga der 1er Crus in Volnay. Ich habe des öfteren bei Nicolas Rossignol Proben den Chevret neben dem Caillerets im Glas gehabt und der Chevret hatte zwar mehr Power, der Caillerets war aber ungleich feiner und differenzierter - was sich auch im Preis niederschlägt.
Caillerets und Champans spielen nach den Profis, wenn ich mich recht erinnere, in derselben Liga (Hatte aber noch nie beide Weine einer Domäne nebeneinander im Glas). Allerdings sind dann die spezifischen Unterschiede der Domänen zu beachten. Bei Angerville sind die Reben des Caillerets deutlich jünger als beim Champans (wenn sie langsam aber ins richtige Alter kommen), bei Lafon ist der Santenots der Rote und allein schon wegen der Größe der eigenen Weinberge in dieser Lage (auch in dem speziellen Climat du Milieu!) über dem (eigentlich besser beleumundeten) Champans in der domäneneigenen Hierarchie - auch wenn der Champans - ich hatte einmal den 1990 im Glas - fantastisch sein kann.

Grüße
Stefan
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amateur des vins

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Re: Burgund 2009

BeitragDo 22. Nov 2018, 14:34

Stefan, danke für das Teilen Deiner Erfahrungen bzgl. der Volnay-Premiers. Natürlich sind solche Generalisierungen nicht zuletzt dem unterworfen, was die Winzer vorfinden, und was sie daraus machen. Hier fehlt es mir ganz klar an hinreichend vielen "Meßpunkten".

Ich hatte zwar vorsichtig formuliert, aber Chevret sehe ich auch nicht auf Augenhöhe. Ich hab jetzt nochmal rasch im Netz geschaut, und das scheint doch Konsens zu sein. Der Hinweis auf den Preis ist gerechtfertigt, gerade auch bei Boillot. Keine Ahnung, woher ich das hatte. Santenots hatte ich schon schöne im Glas, aber als linearer und weniger fein als Caillerets in Erinnerung. Aber ich hatte auch noch keinen Lafon...
Besten Gruß, Karsten
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Créot

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Re: Burgund 2009

BeitragFr 23. Nov 2018, 00:12

amateur des vins hat geschrieben:Hier fehlt es mir ganz klar an hinreichend vielen "Meßpunkten"
Das kenne ich irgendwoher... Aber dafür gibt es ja das Forum hier...

Einen Santenots von Lafon hatte ich leider auch noch nicht im Glas. Die älteste Flasche in meinem Keller ist von 2005 und wenn ich den 90er Champans als Maßstab nehme, dann wird der ab 2030 auf seinem Höhepunkt sein :o

Wenn ich mich an die Rossignol-Proben erinnere, dann ist der Santenots aber tatsächlich deutlich muskulöser, nicht nur als der Caillerets, sondern auch als der Chevret, da würde ich dir zustimmen. Der Taillepieds ist dann gegenüber dem Caillerets etwas strukturierter. Gerade in diesem Zusammenspiel von Eleganz, Struktur und aromatischer Tiefe war mir der Taillepieds (bei wiederum wenig Meßpunkten) bisher der liebste Volnay. Clos de Chenes hatte ich leider noch nie im Glas...

Grüße
Stefan
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stollinger

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Re: Burgund 2009

BeitragSo 30. Dez 2018, 19:32

Hallo,

mit Weinen aus dem Burgund habe ich bislang nur wenige Erfahrungen gemacht. Eine weitere ist mit Santenay 1er Cru Beaurepaire - Domaine Olivier dazu gekommen:

Bild

Der Wein bringt zwar einiges mit, aber die Komponenten wollen nicht so richtig ihren Platz finden. Es fehlen, für mich die Konturen. Der Wein wirkte nicht schlapp, noch reichlich Tannine und Säure vorhanden um weiter zu Reifen. Auch der Korken war in einem sehr guten Zustand. Ob der Wein dann noch zulegt, oder an Präzision gewinnt, vermag ich leider nicht zu sagen.

Es gibt den Wein noch zu kaufen, wenn mir jemand einen Grund gibt, würde ich noch mal beigehen (natürlich ohne mich im Nachhinein zu beschweren). Ich würde mich auch sehr freuen, wenn mir jemand beim Einordnen der VKN in Bezug auf die Appellation geben kann. Ansonsten sammel ich weiter Erfahrungen mit der Schrotflinten-Methode.

Grüße, Josef
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glauer

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Re: Burgund 2009

BeitragSo 30. Dez 2018, 23:36

stollinger hat geschrieben:Es gibt den Wein noch zu kaufen, wenn mir jemand einen Grund gibt, würde ich noch mal beigehen (natürlich ohne mich im Nachhinein zu beschweren). Ich würde mich auch sehr freuen, wenn mir jemand beim Einordnen der VKN in Bezug auf die Appellation geben kann. Ansonsten sammel ich weiter Erfahrungen mit der Schrotflinten-Methode.

Grüße, Josef


Ich würde lieber die Schrotflinte zur Seite legen. Und stattdessen von einem der Topproduzenten den Einstiegswein, in der Regel ist es ein Bourgogne rouge, kaufen. Die sind im Preis ok, brauchen keine 15 Jahre bis sie Vergnügen machen, und sind oft besser als vieles mit mehr Lametta auf dem Etikett.
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weinaffe

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Re: Burgund 2009

BeitragMo 8. Apr 2019, 18:49

Hallo zusammen,

folgenden vor knapp 2 Jahren schon probierten Bourgogne habe ich jetzt noch einmal nachverkostet:

Bild

Obwohl ich es besser wissen müsste, habe ich diesen Wein doch etwas unterschätzt. Jetzt blüht er langsam richtig auf: volnay-artige Finesse schon in der Nase, reife Sauerkirsche, Himbeere, sehr fein, präzise, elegant, ganz zarter Holzeinsatz, am Gaumen sehr viel Finesse und auch ein Schuss Komplexität, jetzt kommt diese Extraktsüsse durch, die ich bei reifen Burgundern so liebe, trotzdem ist da nichts Hitziges oder Schwülstiges, saftige Säure und weitgehend abgeschmolzenes Tannin, toller Trinkfluss und hohe aromatische Intensität. Pinot wie er sein muss, aber leider nicht immer ist. Dieser Wein kann es ohne weiteres mit sehr guten Volnay 1er Crus aufnehmen, und das noch in einer bio-dyn.-Version. Man muss mittlerweile in der Bourgogne schon suchen, um eine solche Qualität zu einem so verbraucherfreundlichen Preis zu bekommen. Da leg ich gerne noch 2 Punkte drauf. Jetzt 92 P.

LG
Bodo
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EThC

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Re: Burgund 2009

BeitragMo 8. Apr 2019, 19:35

Hallo Bodo,
klingt ja gar nicht so schlecht, selbst wenn aktuellere Jahrgänge nun leicht teurer sein dürften. Kannst Du auch zu noch erhältlichen Jahrgängen was sagen?
Viele Grüße
Erich


NOVINOPHOBIE ist die Angst davor, daß der Wein ausgeht...
https://ec1962.wordpress.com/
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weinaffe

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Re: Burgund 2009

BeitragDi 9. Apr 2019, 11:04

EThC hat geschrieben:Hallo Bodo,
klingt ja gar nicht so schlecht, selbst wenn aktuellere Jahrgänge nun leicht teurer sein dürften. Kannst Du auch zu noch erhältlichen Jahrgängen was sagen?


Hallo Erich,

ich kenne die aktuellen Jahrgänge nach 2009 zwar nicht, aber mit den Weinen von Chateau de Monthelie kannst Du eigentlich nichts falsch machen. Die Weinqualität ist dort, auch in kleinen Jahrgängen, sehr beständig und die Weine können wirklich gut altern und müssen dies auch, damit man Sie richtig einschätzen kann. 10 Jahre sind eigentlich immer ein Muss.

LG
Bodo
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