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Bordeaux 2004

Medoc und seine Appellationen, Bourg und Umgebung, Fronsac, Pomerol, Saint Emilion und Umgebung, Entre Deux Mers, Graves und Pessac-Leognan, Sauternes und Co.
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dylan

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Re: Bordeaux 2004

BeitragSo 17. Feb 2019, 18:51

Hallo zusammen,

hier eine kurze Wasserstandsmeldung zu zwei Weinen aus diesem Jahrgang, der sich wider Erwarten doch recht positiv entwickelt hat
und dessen Weine mir persönlich mehr liegen als die aus dem Vorjahr (ist bei mir auch beim Riesling so ;) ).

Pichon Comtesse ist nach zwei Stunden im Dekanter voll da. Schöne, noch fruchtbetonte Nase, am Gaumen von seidiger Textur, gute Länge, sehr elegant und klassisch.
Dieses Gesampaket kann man nur lieben (92P).

Haut-Bages-Liberal ist ein Wein, dem ich, wenn ich mich recht erinnere, noch nie begegnet bin. Am Freitag kam er von der Reservebank,
da ein Domaine de Chevalier (ansonsten ebenfalls ein ausgezeichneter Wein in diesem Jahrgang) massiv korkte.
Ohne große Erwartung geöffnet wurde er doch die positive Überraschung des Abends.
Völlig andere Charakter als die Comtesse, dunkelfuchtiger, körperreicher und würziger als diese, eher bursckikos denn elegant, könnte auch St. Estephe würdig vertreten.
Zweifelsohne für seinen Preis (kostete mal die Hälfte der Comtesse) ein ganz ausgezeichneter Wein, der nur wegen des minimal trocknenden Tannins eine leicht schwächere Wertung verdiente (91P).

Grüße

dylan
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pessac-léognan

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Re: Bordeaux 2004

BeitragSo 17. Feb 2019, 19:51

Der Haut Bages libéral ist fast immer ein Wein, der überzeugt, burschikos und alte Schule, nie grandios, aber den Preis wert. Einzige Ausnahme: der Jahrhundertjahrgang 2009. Zumindest bis jetzt eine Enttäuschung, weder für die Nase noch für den Gaumen der geringste Genuss.
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Dilbert

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Re: Bordeaux 2004

BeitragFr 8. Mär 2019, 19:22

Hallo allerseits,

am letzten Sonntag hatten wir folgenden Kameraden im Glas:

2004, Clos de l'Oratoire - Saint Emilion Grand Cru Classe

Jetzt sehr schön zu trinken, reife Frucht - dunkle Beeren, gut eingebundene feine Tannine, die durchaus noch präsent sind, sich aber in ein paar Jahren sicher noch ein wenig besser einbinden werden. Hab gerade mal geschaut: 80% Merlot - ist eigentlich nicht unbedingt mein Ding, aber dieser Wein hat mir recht gut gefallen. Hält locker noch fünf Jahre durch.

Gruß,
Jochen
„Eine Magnum-Flasche? Genau die richtige Größe für einen schönen Abend. Vorausgesetzt, man beginnt mit einem Champagner, man endet das Menu mit einem Sauternes, und man ist allein daheim…“
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duhart09

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Re: Bordeaux 2004

BeitragFr 29. Mär 2019, 21:11

Wie stimmt man sich gut auf eine Lynch-Bages-Vertikale am nächsten Tag ein?

Beispielsweise, in dem man sich von seiner Liebsten ein wunderbares Filetsteak braten lässt und dazu aus der Demi einen Pontet Canet 2004 (pop & pour) genießt! Nase: dunkle Beeren, Gaumen: überraschend wuchtig, nur anfänglich alkoholisch, junger Cabernet, rote Beeren, Kirsche. Insgesamt erstaunlich jung und adstringierend, mit Luft dominieren dunkle Beerenfrüchte. Mit diesem Jahrgang keine Ausgeburt an Komplexität, aber Pontet Canet ist und bleibt für mich (vielleicht neben Montrose) der ultimative und zuverlässigste Steak-Bordeaux (18-19 P.)!

Lynch Bages kann kommen...

Gruß
Uli
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amateur des vins

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Re: Bordeaux 2004

BeitragFr 29. Mär 2019, 21:25

Ah! Savoir vivre... :ugeek:
Besten Gruß, Karsten
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Jochen R.

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Re: Bordeaux 2004

BeitragFr 29. Mär 2019, 21:29

duhart09 hat geschrieben:Wie stimmt man sich gut auf eine Lynch-Bages-Vertikale am nächsten Tag ein?
...

Hallo Uli,
ich habe zum Gulasch einen Zweigelt von Jochen Mayer, Württ., aufgezogen
(der dazu übrigens einwandfrei passte) und verfluche gerade, dass ich morgen
nicht dabei sein kann :roll:
Darf man im Vorfeld erfahren, welche Jahrgänge am Start sind?

Euch viel Spaß!

Viele Grüße,
Jochen
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duhart09

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Re: Bordeaux 2004

BeitragFr 29. Mär 2019, 22:05

Jochen R. hat geschrieben:
duhart09 hat geschrieben:Wie stimmt man sich gut auf eine Lynch-Bages-Vertikale am nächsten Tag ein?
...

Hallo Uli,
ich habe zum Gulasch einen Zweigelt von Jochen Mayer, Württ., aufgezogen
(der dazu übrigens einwandfrei passte) und verfluche gerade, dass ich morgen
nicht dabei sein kann :roll:
Darf man im Vorfeld erfahren, welche Jahrgänge am Start sind?

Euch viel Spaß!

Viele Grüße,
Jochen


Surprise, surprise ;)
Uli
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Figeac78

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Re: Bordeaux 2004

BeitragMi 3. Apr 2019, 23:40

Smith Haute Lafitte, rot, Pessac Leognan 2004
Ein Wein aus einer Zeit als SHL noch nicht „in“ war. Klares Granatrot mit nur ganz leichten Aufhellungen am Rand. Insgesamt in der Nase eher zurückhaltend, Nase und Gaumen konsistent mit nur noch wenig Primärfrucht aber klassischen Noten von Zigarrenkiste und Zedernholz, erste tertiäre Noten erinnern an einen herbstlichen Waldboden nach einem kurzen Regenguss. Schöner aber nicht übermäßig langer Abgang, ein klassischer Bdx der alten Schule in einer ersten Reifphase.
Herzliche Grüsse,
Detlef
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Lars Dragl

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Re: Bordeaux 2004

BeitragFr 26. Apr 2019, 23:13

Hallo!

Bei mir gab es eben Ch. Haut-Bailly 2004: Dunkles Granatrot. Offene Nase, die sich mit Luft zunehmend verfeinert. Mittekräftig am Gaumen, mit guter Länge und hervorragendem Trinkfluss. Sehr guter bis großer Wein, dem zur Perfektion nur eine wenige mehr Druck und Länge fehlt, sonst aber nichts und das bei 12,5 Vol.%. Der war so gut, dass ich nicht weiter warten will. Samtiger, trockener Finesse-Wein, kein Kraftklotz!

LG

Lars
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nono

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Re: Bordeaux 2004

BeitragSa 4. Mai 2019, 11:15

In den letzten zwei Wochen gab es 2004 Chasse Spleen und Sociando Mallet[b][/b]:
und lagen wieder im mir bekannten Spektrum des Jahrgangs, entweder leicht karg oder gerade noch richtig reif, je nach Kontext wird beides ja oft als "klassisch" bezeichnet und so löst der Begriff dann bei mir manchmal positive oder negative Assoziationen aus.
Klassisch im kargen, eher freudlosen Sinne waren die drei Flaschen Sociando Mallet[b][/b]die ich in den letzten Jahren getrunken habe, Zedernholz, Tabak waren da, aber fast keine Frucht, mit Steak ging es gerade noch so aus.
Dem Kollegen figeac78 hat er allerdings in seinem Beitrag vom April 2019 offensichtlich besser geschmeckt.
Chasse Spleen ( zumindet in den früheren Jahren ) und Sociando Mallet gelten ja auch immer als eher knapp reife Kandidaten, deswegen war ich vorher ein wenig skeptisch, ob das was werden würde.
Ich war begeistert, beim Chasse Spleen die gleichen Grundaromen wie Sociando, aber dann zusätzlich eine ganz leichte Fruchtsüße ( sowohl rot-als auch schwarzbeerig), aber halt überhaupt gar nicht überfrachtet damit wie oft 2009, der Sociando überraschenderweise sogar noch etwas freundlicher, beide sehr ausgewogen und harmonisch.
Deswegen trinke ich Bordeaux!
90 Punkte für Chasse Spleen, 91 für den Sociando.
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