Seite 28 von 33

Re: Bordeaux 2004

BeitragVerfasst: Mo 13. Nov 2017, 12:48
von manubi
Hallo,

bei der Preisangabe hat sich wohl ein Fehler eingeschlichen: die 14 €/Btl. für 0,75 wären sensationell günstig.

Ich vermute mal, dieser Preis bezieht sich auf die Demi?

Beste Grüße

Manfred

Re: Bordeaux 2004

BeitragVerfasst: Di 14. Nov 2017, 01:03
von Subadubawein
Hallo Manfred,

so isses, wie im Text beschrieben. Der Schlendrian ist bei Simultanprotokollen wohl entschuldbar, hoffe ich, werds in der VKN dann noch ändern.

Allgemein betrachtet, scheinen viele 04er noch jede Menge Zeit vor sich zu haben. Falls der Langmut es erlaubt... spricht aus meiner Sicht nicht gegen den Jahrgang!

Grüße Reiner

Re: Bordeaux 2004

BeitragVerfasst: Fr 17. Nov 2017, 23:52
von Jochen R.
Heute ein würdiger Begleiter zu Stuttgart-Dortmund 8-)
Reserve de la Comtesse 2004:

Tief dunkles Weinrot (fast schwarz), ganz dezenter Violettstich. Wunderbare
Comtesse-typsiche Nase, mittelkräftig: Florale Noten und Gewürze, Kirschen,
Pfeffer & Minze. Nach wenigen Minuten auch feiner Tabak. Intensität nimmt
mit der Zeit zu. Komplex.
Am Gaumen über den Abend hinweg nicht ganz auf dem hohen Niveau. Mittlerer
Körper, Brom- und Heidelbeeren, auch Kirschen, floral/würzig, etwas nasses
Laub, schöne Säure & Adstringenz, lang.
91(-92) P.

Viele Grüße,
Jochen

Re: Bordeaux 2004

BeitragVerfasst: Fr 22. Dez 2017, 13:35
von manubi
Nicht direkt enttäuschend, aber trotzdem hatte ich mir etwas mehr erwartet:

Bild

Für 5 - 10 € mehr gibt es da schon ganz andere Sachen. Auch unter 10 € habe ich schon Bessere getrunken. Für die Preise, die jetzt aufgerufen werden (~20 €) kein Nachkauf!

Gruß

Manfred

Re: Bordeaux 2004

BeitragVerfasst: Sa 10. Feb 2018, 14:44
von nono
d Agassac
feine Überraschung:
Die Trauben konnten hier offensichtlich voll ausreifen, kein 2004er Loch in der Mitte.
Zu Beginn ganz leichte angenehme Süße, Pflaume und schwarze Johannisbeere, dann leichte Reifetöne.
Jetzt schön ausgereift, am 2.Tag war das nichts mehr.
Schon seltsam, dass mir d Escurac und d Agassac wesentlich besser gefallen haben als Lagrange und Smith Haut Lafitte
( beides m.E karge freudlose Gesellen).
Auf der anderen Seite empfinde ich d Agassac allerdings auch sehr beständig ( schmeckt fast in jedem Jahr).

Re: Bordeaux 2004

BeitragVerfasst: Mi 7. Mär 2018, 22:26
von manubi
Der Jahrgang 2004 stellt sich aus meiner Sicht ziemlich unhomogen dar. Da gibt es sehr positive Ausreißer wie den 2004 Les Grands Chenes, der sogar den 2005er übertrifft, und (für exakt den selben Kaufpreis) den eher schwächer ausgefallenen Cht. Fonreaud.

Heute einer, der auch nicht die offenbar in dem Jahrgang steckenden Möglichkeiten ausreizte:

Bild

In der Subs-Kiste sind noch 8 Flaschen. Ich hoffe, dass die eine oder andere besser sein wird als die heutige.

Gruß

Manfred

Re: Bordeaux 2004

BeitragVerfasst: So 11. Mär 2018, 22:32
von Trinkfreude
UlliB hat geschrieben:Ch. Léoville Barton 2004 (St.Julien 2e GCC) 13%Vol. Kirschrot. Die Nase etwas zurückhaltend, aber ziemlich klassisch St.Julien, Zedernholz, hier mal eher rotfruchtig als blaufruchtig, Sauerkirsche, wirkt kühl. Im Gaumen ist der problematische Jahrgang dann doch klar zu erkennen: sehr schlank, eckiges Tannin, etwas sperrig, auch ziemlich viel Säure. Im angemessen langen Abgang scheinen bereits erste tertiäre Noten auf - Leder und Wundbalsam.
Hallo zusammen,
wie es ausschaut, hatte schon lange keiner mehr einen Leo Barton 04 im Glas, das Zitat da oben ist auch schon über ein Jahr alt. Mein Eindruck war etwas besser als der von Ulli, obwohl es eine Second-Hand-Flasche war. Die Grundtendenz (kühl, eher rot als blau, schlanker Bau...) würde ich genauso bestätigen, allerdings war bei meiner gestrigen Flasche nichts eckig oder sperrig, sondern im Gegenteil alles nach ca. 30 min Luft sehr harmonisch und richtig gut trinkbar. Ich fand sogar, da war mehr Fleisch am Knochen als ich bei diesem Jahrgang erwartet hätte.
Ich denke, dass der Wein mit ein paar Jahren mehr auf dem Buckel zwar vielleicht noch ein klein wenig mehr Komplexität in der Nase kriegen könnte, dafür aber möglicherweise schon am Gaumen spürbar abbauen würde, daher werde ich meine letzte Flasche nicht mehr ewig aufheben. (Alles unter dem Vorbehalt, dass ich keine Ahnung habe, wie diese Flasche vorher gelagert war.) Jedenfalls zur Zeit ein schönes Trinkerlebnis ohne Reue.
Grüße, Jürgen

Re: Bordeaux 2004

BeitragVerfasst: So 1. Apr 2018, 16:46
von Lars Dragl
Hallo miteinander,

ich habe zu Ostern auch eine Fl. LeoB 2004 aufgemacht. Farblich dunkles, aber transparentes Granatrot und am Rand schon etwas Reife anzeigend. Ein wunderschöne, offene und intensive Nase, die Feinheit und Tiefe ankündigt, schon direkt nach dem Öffnen. Die Aromen stehen aber noch etwas für sich (Zedernholz, Tabak, kalter Kamin, schwarze Johannisbeere, Pflaume, Himbeergeist). Nach mehreren Stunden Luft fügt sich alles perfekt zusammen. Am Gaumen zurückhaltend, ausgewogen, von eher leichtem als mittlerem Körper, aber dafür sehr aromatisch und ausgewogen. Der Wein wirkt nobel aber auch ungekünstelt und aufrichtig. Er zeigt seine Stärken (tolle ausgeprägte und klassische Aromen, Tiefe, Trinkfreudigkeit, passt gut zu verschiedenen Speisen) und unbestreitbaren Schwächen offenherzig. Für einen ganz großen Wein fehlt es etwas an Druck, Struktur, Länge und die Gerbstoffe sind schon etwas ruppig. Insgesamt sehr schön, gebietstypisch und für mich ohne Zweifel trinkreif. Kann schon sein, dass sich die Gerbstoffe noch etwas abrunden und die Aromen noch mehr entwicklen, ein langes Leben sehe ich hier allerdings nicht mehr, wenn ich auch nicht daran zweifle, dass noch 10 Jahre drin sind. Für mich heute bei 93 Punkten.

LG

Lars

Re: Bordeaux 2004

BeitragVerfasst: Mo 17. Sep 2018, 18:47
von Trinkfreude
Hallo zusammen,

die 2004er machen zur Zeit richtig Freude - ein sehr freundlicher Jahrgang zum aktuellen Genuss! Nach dem oben bereits angesprochenen Leo B hatte ich inzwischen auch Pichon Baron, VCC und gestern Montrose. Sogar letzterer, der sonst ja gern mal lange braucht, bis er sich öffnet, lässt sich wunderbar trinken. VCC ist sogar fast groß, sehr geschliffen, aber durchaus mit einem hedonistischen Touch. Sicher kommt da bei allen (vor allem aromatisch) noch mehr, aber dafür haben sie jetzt noch einen Rest Frucht, der in ein paar Jahren evtl. weitgehend weg ist - dieses Stadium gefällt mir bei Jahrgängen, die nicht die konzentriertesten und dicksten sind, ausgesprochen gut. Ich glaube, meine Restbestände aus 04 werden vor den noch vorhandenen 01ern ausgetrunken sein.

VG Jürgen

Re: Bordeaux 2004

BeitragVerfasst: Mo 24. Sep 2018, 12:51
von Segla
Hallo,
aufgrund der positiven Berichte habe auch ich meine erste Flasche 2004 Leo Barton aufgezogen. Grundsätzlich kann ich den Beschreibungen zustimmen, allerdings hatte meiner am ersten Tag alles mit angezogener Handbremse! Da kam am zweiten Tag deutlich mehr. Heißt für mich nichts anderes, die restlichen Flaschen bleiben erst einmal in der Kiste! Kann natürlich auch an meinem sehr kühlen Keller liegen.
Der Wein hat mir am zweiten Tag viel Spaß gemacht, ich glaube /hoffe, da kommt noch mehr...
Gruß Segla