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Re: Bordeaux 2001

BeitragVerfasst: Fr 4. Jan 2019, 21:32
von Jochen R.
Segla,
hast du den 2000er R. Segla nicht aufgezogen?

Viele Grüße,
Jochen

Re: Bordeaux 2001

BeitragVerfasst: Fr 4. Jan 2019, 21:32
von Je-Mi
Danke für die Pomerol- Tipps.
Gruß Jens

Re: Bordeaux 2001

BeitragVerfasst: So 6. Jan 2019, 22:16
von Segla
Hallo Jochen,
der 2001er Rauzan Segla hat zurück ins Regal műssen. Meine Familie tickt italienisch... :?
Da einige Italiener deutlich underperformed haben, allen voran Il Poggione, inzwischen mit 4 von 6 Korkschmeckern, wird wohl bald wieder Bordeaux auf den Tisch dürfen...! :P
Il Poggione ist bei mir jedenfalls durch...!
Gruß Segla

Re: Bordeaux 2001

BeitragVerfasst: Fr 11. Jan 2019, 20:07
von pessac-léognan
Jochen R. hat geschrieben:
UlliB hat geschrieben:Irgendwie gibt es keinen wirklich passenden Thread, um Vertikalverkostungen zu posten, und einen neuen wollte ich nicht aufmachen – dann also hier, da der beste Wein der Veranstaltung aus meiner Sicht aus 2001 kam.

Es geht um eine Mini-Vertikale von Cos d’Estournel, nämlich um die Jahrgänge von 2001 bis 2004 sowie 1995 und 1996.

Wie schon an anderen Stellen erwähnt, habe ich zu Cos ein etwas ambivalentes Verhältnis. In den 80ern sind hier einige der größten Bordeaux entstanden, die es seinerzeit gab. Aber um 1990 kam es zu einem grundlegenden Stilwechsel. Der Neuholzanteil wurde deutlich erhöht, und man wechselte zu einer Holzsorte, die dem Wein intensive dunkel-röstige Noten (im Jungwein gibt es immer sehr deutliche Espresso-Töne) im Mouton-Stil verpasst hat. Gleichzeitig wurde auf dem Gut so ziemlich alles an moderner Vinifikationstechnik installiert, was es im Markt gab, u.a. gleich mehrere Vorrichtungen zur Mostkonzentration (Umkehrosmose und Hochvakuumverdampfung), was Jancis Robinson zu der ironischen Bemerkung veranlasste, dass die Familie Prats ihren Wein demnächst vollständig verschwinden lassen könne.

Nachdem man gelernt hatte, mit der Technologie umzugehen (Anfangs gab es da noch einige skurrile Pannen, z.B. den 92er), ...

Hallo Ulli,
danke für die Notizen! Und interessant, das war mir nicht klar bzw.
erklärt, warum ich Cos bisher immer etwas reserviert entgegentrete
- zu Beginn meiner BDX-Leidenschaft gruselige Erfahrungen u. a. mit
Cos 1992 (was war da genau?) und 1993.
Im November letzten Jahres präsentierten sich bei einer Cos/Montrose-
Doppelvertikale Cos 1989 und 1996 phantastisch!

Viele Grüße,
Jochen



Deine Skepsis, lieber Jochen, gegenüber Cos kann ich mehr als nur bestätigen. Ich hatte noch nie einen guten Cos d'Estournel im Glas. 2002 war, wie auch Ulli schreibt, ein Flop. Aber auch der 1995er hat mir nicht sonderlich gefallen. Dagegen, um nun doch wieder zum lange unterschätzten Jahrgang 2001 zurück zu kommen, bleibt mir der Montrose dieses Jahres, recht jung (etwa 12 oder 13 Jahre) getrunken, in bester Erinnerung.

Re: Bordeaux 2001

BeitragVerfasst: Sa 2. Mär 2019, 17:02
von innauen
Hallo,

wieder mal ein Beweis, dass 2001 selten enttäuscht und sich als der Langstreckenläufer erweist, der er auf Grund des vielen Tannins auch sein sollte. Anders der gehypte Vorgängerjahrgang. Ich habe insgesamt viel besseres aus 2001 als aus 2000 getrunken. Mag sein, die größeren Weine sind noch zu jung. Aber ich habe Zweifel und trinke lieber weiter 2001.

Bild

Grüße

wolf

Re: Bordeaux 2001

BeitragVerfasst: Sa 2. Mär 2019, 22:51
von Olaf Nikolai
"Ich habe insgesamt viel besseres aus 2001 als aus 2000 getrunken. Mag sein, die größeren Weine sind noch zu jung. Aber ich habe Zweifel und trinke lieber weiter 2001."

Das mag schon sein.....das mit dem 1. Satz.....
Die daraus folgende Mutmassung möchte ich stark anzweifeln.
Fakt ist.....Bordeauxweine aus dem 01er Jahrgang trinken sich schon länger recht gut.....halte aber 2000 für das erheblich bessere Jahr... und dafür gibt es viele Argumente ;-).....the more you know...

Re: Bordeaux 2001

BeitragVerfasst: So 3. Mär 2019, 23:47
von duhart09
innauen hat geschrieben:Hallo,

wieder mal ein Beweis, dass 2001 selten enttäuscht und sich als der Langstreckenläufer erweist, der er auf Grund des vielen Tannins auch sein sollte. Anders der gehypte Vorgängerjahrgang. Ich habe insgesamt viel besseres aus 2001 als aus 2000 getrunken. Mag sein, die größeren Weine sind noch zu jung. Aber ich habe Zweifel und trinke lieber weiter 2001.



Boah, starker Tobak, lieber Wolf! DAS ist ein interessantes Thema. Spontan würde ich ganz klar 2000 den Vorzug geben und ich denke, es sind nur wenige Weine noch verschlossen (Cos und Montrose z.B.) und ich habe schon ganz wunderbare 2000er im Glas gehabt, teilweise auch wiederholt (der sagenhafte Rauzan Segla, Giscours, Pichon Baron etwa). Und 2000 ist zumindest am linken Ufer bemerkenswert homogen, d.h. auch "kleinere" Bordeaux' haben sich meist sehr schön gezeigt. Aber zugegeben, auch 2001 hat tolle Weine hervorgebracht, etwa den Ducru Beaucaillou und besonders Gruaud Larose, aber ich glaube, sowohl weniger spektakuläre Jahrgangsspitzen als auch weniger homogen als 2000, abgesehen vom rechten Ufer vermutlich.

Schönes Thema für eine Probe!

Gruß

Re: Bordeaux 2001

BeitragVerfasst: Mi 22. Mai 2019, 22:58
von Olaf Nikolai
Sociando Mallet 2001
Als durchaus bekennender Fan vom Weingut ist für mich Bobbys Bewertung mit seinerzeit 93 Punkten nicht nachvollziehbar.
Gestern PnP in Gabriel Gold Glas.... und was muss ich sagen....nix bell pepper aber ne Menge grüner Paprika.....man denkt man ist 94 in Ungarn....ich frage mich warum der CS in dem Jahr so unreif gelesen wurde...der durchaus reife Merlot untermalt das ganz nett, rettet die Sache aber nicht wirklich.
Am zweiten Tag mit Kümmelbrot von Gerk, Fulda mit Pfälzer Leberwurst gings dann ganz gut. Könnte auch gut mit Lamm gehen. Solo muss man recht schmerzbefreit sein. Für Heute 89 Punkte. Der Wein hat aktuell noch 8 Chancen sich erfreulicher zu präsentieren. Ich habe Zweifel.

Re: Bordeaux 2001

BeitragVerfasst: Do 23. Mai 2019, 15:31
von Trapattoni
Olaf Nikolai hat geschrieben:Sociando Mallet 2001
Als durchaus bekennender Fan vom Weingut ist für mich Bobbys Bewertung mit seinerzeit 93 Punkten nicht nachvollziehbar.
Gestern PnP in Gabriel Gold Glas.... und was muss ich sagen....nix bell pepper aber ne Menge grüner Paprika.....man denkt man ist 94 in Ungarn....ich frage mich warum der CS in dem Jahr so unreif gelesen wurde...der durchaus reife Merlot untermalt das ganz nett, rettet die Sache aber nicht wirklich.
Am zweiten Tag mit Kümmelbrot von Gerk, Fulda mit Pfälzer Leberwurst gings dann ganz gut. Könnte auch gut mit Lamm gehen. Solo muss man recht schmerzbefreit sein. Für Heute 89 Punkte. Der Wein hat aktuell noch 8 Chancen sich erfreulicher zu präsentieren. Ich habe Zweifel.

Dieser Wein hat mir kürzlich auch Rätsel aufgegeben. Vor einem Jahr noch voll da, war diesmal vor lauter Liebstöckel nicht mal mehr grüne Paprika zu schmecken. Das waren bei weitem keine 89 Punkte mehr, vor allem, wenn man bedenkt, dass Sociando eher ein Langstreckenläufer ist. :(
Dafür letzte Woche umso besser der 2002er aus der Magnum, locker 92 Points. ;)
Grüße
Dieter

Re: Bordeaux 2001

BeitragVerfasst: Do 23. Mai 2019, 21:54
von Olaf Nikolai
Klingt mir nach slow ox und nicht optimaler Flasche.
Bei Interesse hiermit Einladung zur Vergleichsprobe ;-)