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Champagner

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Jürgen

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Re: Champagner

BeitragFr 7. Dez 2018, 17:00

Comtes de Champagne finde ich auch immer gut Thomas.
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Bradetti

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Re: Champagner

BeitragFr 7. Dez 2018, 18:28

Den Dom Perignon 2009 hab ich mir jetzt mal bei Hawesko für 120EUR gegönnt (mit verfügbaren Rabatten).
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Tomschki

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Re: Champagner

BeitragMo 10. Dez 2018, 07:45

Hallo Jürgen

Ja Comtes de Champagne ist auch super, meistens aber auch nicht wirklich viel billiger zu finden als der Dom...ich konnte nur einmal den 2005er zum halben Preis kaufen, habe aber dummerweise nur zwei Flaschen genommen :oops:

Liebe Grüsse
Thomas
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weinaffe

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Re: Champagner

BeitragMo 10. Dez 2018, 16:52

Hallo zusammen,

im Rahmen der Schaumweinverkostung wurden auch einige Champagner probiert, die ganz gut in diesen Thread passen:

2012 "Colas Robin" Pinot blanc Brut Nature (Piollot, Polisot)
eine kleine Rarität aus der "kleinen Champagne" (Cote des Bar): 100 % Weißburgunder, der auch offiziell zu den 7 zugelassenen Rebsorten der Champagne gehört, aber kaum noch angebaut wird. Schade eigentlich, wie dieser Wein beweist: sehr straight, knapp reifer Apfel, unheimlich frisch, speichelziehend, mutig trocken mit kräftiger, aber noch integrierter Säure, feine Perlage, deutlich mineralisch, nicht die ganz feine Klinge, aber jede Menge Charakter.

Brut Nature "Pur Meunier" (Christophe Mignon, Festigny)
eine Jahrgangscuvee aus 2013 und 2014 von einem absoluten Pinot-Meunier-Spezialisten: sehr frische Nase, sehr knackiger Gaumenauftritt, hier darf man nicht säureempfindlich sein, sehr typische Frucht (Hauch Kirsche und Brombeere), kompromisslos in jeder Beziehung, nichts für Finesse-Trinker, aber ein Champagne mit Charakter, in dem man sich etwas eintrinken muss.

Recolte Noire Zero Dosage (Dosnon, Avirey-Lingey)
Davy Dosnon ist einer der Shooting-Stars der "Kleinen Champagne": hier ein feiner Champagner aus 100 % Pinot Noir, keine Schönung und keine Filtration, 100% Malo, Ausbau der Grundweine im Holz: sehr gelungener Pinot-Schäumer, der mit Luft deutlich gewinnt, wird immer ausdrucksvoller, gelungene Kombination aus dezenten Holznoten, Cremigkeit und feiner Pinot-Frucht,fest und Stoffig, gute Länge. Ein klassischer Menue-Champagner zu sehr interessantem Preis (Handel ca. 30-35 EURO).

2008er "Terre de Vertus" 1er Cru BdB Non dose (Larmandier-Bernier, Vertus)
Pierre Larmandier ist einer, der in dieser kräftigeren Stilistik nahezu perfekte Champagner komponiert, die auch keinerlei Süssung mehr notwendig haben: bio-dynamisch im Weinberg arbeitend, Spontanvergärung des Grundweins im Holzfass mit teilweise Battonage,, Malo, keine Schönung oder Filtration: perfekte Harmonie schon in der Nase, ultimative Frische, gemischt mit Cremigkeit und Harmonie, sehr komplexe Nase, wirkt kräftig und stoffig bei nur 12,5 Vol%, ist füllig und elegant zugleich, ganz feine Perlage mit animierender Säure, tolle Länge. Ein Champagner mit Klasse, der zu Recht einer der Lieblinge der französischen Sommeliers ist.

"Les 7" Extra Brut Non dose (Laherte Freres, Chavot)
auch hier eine große Rarität: eine Art "gemischter" Satz, das Traubengut stammt aus der Einzellage "Les Clos", die tatsächlich mit allen 7 zugelassenen Rebsorten bepflanzt ist (Chardonnay-Pinot Noir-Pinot Meunier-Petit Meslier-Arbane-Pinot blanc-Fromenteau = Pinot gris). Die Reserveweine stammen aus einer Solera mit Weinen aus den Jahrgängen 2005-2012: helles Gelbgold, sehr feine Perlage, deutlich mineralische Nase (nasser Stein), knackige Säure, sehr eigener, aber hochklassiger Champagner. Auch hier überwiegt der Charakter die Finesse. Trinkt sich aber sehr gut. Diese Spezialität lässt man sich aber auch gut bezahlen: 55 EURO ab Weingut.

"Cuvee Louis" Extra Brut (Tarlant, Oeuilly)
Tarlant ist Spezialist für lange reifende Champagner, dieser stammt aus der sehr kalkhaltigen Einzellage "Les Crayons", durchschnittlich 60 Jahre alte Rebstöcke, Jahrgänge 1999,1998, 1997 und 1996. Satte gut 12 Jahre Hefelager, keine Malo, Ausbau der Grundweine in Holz. Hochkomplexe, reife, aber keineswegs alte Nase, reife Hefenoten, etwas Holz, ganz feine Perlage, tolle Würze, kräftig und komplex, aber immer noch extrem frisch und in keiner Weise anstrengend, sehr lang, großer Prestige-Champagner, der lange Zeit quasi verschenkt wurde (vor einigen Jahren noch 40 EURO ab Weingut, jetzt 71 EURO-- allerdings die selben Grundweine mit jetzt 15 Jahren Hefelager!!!). Trotz Preisanstieg ein Prestige-Champagner, der immer noch sein Geld wert ist und den man als Schampus-Liebhaber zumindest einmal probiert haben sollte.

2005er Blanc de Blancs Grand Cru Non dose (Pierre Moncuit, Mesnil-sur-Oger)
diesen großartigen BdB habe ich schon an anderer Stelle empfohlen: das ist ganz große Kunst: der Grundwein ist 18 Jahre alt, dazu reiner Chardonnay und völlig ohne Süsse.... und was für eine Harmonie, Finesse und Eleganz. Hier stimmt einfach alles, besser geht ein BdB ohne Dosage nicht, nur anders, kann qualitativ mit quasi jedem BdB-Spitzen-Champagner mithalten, aufgrund des für diese Qualität lächerlichen Preises fast alternativlos. Den könnte ich literweise "saufen", wenn ich den richtigen Sponsor gefunden habe. War auch in der Runde der absolute Liebling.

2002er "Celebris" Extra Brut (Gosset, Ay/Epernay)
seit 1994 im Besitz der Familie Cointreau, in den letzten Jahren qualitativ stark im Aufwind, diese Prestige-Cuvee besteht ungefähr hälftig aus Pinot Noir und Chardonnay und hat vor 1 oder 2 Jahren in einer Vinum-Champagner-Verkostung die alleinige Höchstnote (20 von 20 Punkten) erhalten: das kann ich bei diesem wunderbaren Schäumer nachvollziehen, schon in der Nase die ganz große Klasse, sehr tief, viel Finesse, perfekt ausgewogen, die 2 gr. Dosage benötigt diese Schönheit eigentlich nicht,tolle Säure, große Frische bei gleichzeitiger Tiefe und Finesse, die Quadratur des Kreises ist hier geglückt, und der Wein steht erst ganz am Anfang, wird in 5 oder 10 Jahren wahrscheinlich noch besser sein. Großartiger Stoff, der für einen Prestige-Champagner preislich nicht einmal so abgehoben ist. Habe leider kein Flasche mehr von diesem großartigen Champagner.

LG
Bodo
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