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Südsteiermark

Weststeiermark, Südoststeiermark, Südsteiermark
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Gerald

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Re: Südsteiermark

BeitragDo 9. Mai 2013, 08:11

Na ja, ein solcher Wein muss natürlich absolut trocken sein, um eine eventuelle Nachgärung zu verhindern (nicht nur "sensorisch trocken" mit 7 oder 8 g/l, wie bei manchen "trockenen" Weinen vor allem aus D :D ).

Kennst du eigentlich diesen Thread hier, der sich vor allem mit solchen Weinen beschäftigt?

viewtopic.php?f=7&t=2036

Grüße,
Gerald
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blumentopferde

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Re: Südsteiermark

BeitragMo 13. Mai 2013, 02:14

Danke für den Tipp, werd ich mich mal einlesen, oder besser: einkosten! ;D
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weinaffe

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Re: Südsteiermark

BeitragMo 17. Jun 2013, 14:16

Hallo zusammen,

von dem folgenden Erzeuger ist hier, glaube ich, noch überhaupt nicht geschrieben worden. Ich habe da auch kaum praktische Trinkerfahrungen; wenn allerdings alle Weine so interessant sind wie der folgende, sollte man sich tatsächlich mit diesem Weingut näher befassen:


Bild

Grüsse
Bodo
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82er Steirer

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Re: Südsteiermark

BeitragDo 15. Aug 2013, 22:05

Servus,
auch der Sauvignon aus der Lage Edelschuh aus dem Jahr 2009 zeigt recht schön, dass sich die Sauvignons aus dem Sausal deutlich von ihren Brüdern aus der übrigen Steiermark unterscheiden:

Bild

Die Lage Edelschuh besteht laut Angabe auf dem Rückenedikett aus rötlichem und blau-schwarzem Schiefer. Hier zeigt sich schön, dass auch der Sauvignon durchaus in der Lage ist, seine Herkunft zu transportieren.

Schöne Grüße
Hans Peter
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Bernd Schulz

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Re: Südsteiermark

BeitragSo 17. Nov 2013, 00:17

Für die Biodynamiker habe ich ja durchaus ein gewisses (nicht allzu ausgeprägtes) Faible, aber diesen Muster-Wein finde ich eher schwierig:

Bild

Klar, ich kann das trinken, und die überdurchschnittliche Substanz des Leseguts ist am Ende auch irgendwie spürbar. Richtige Freude kommt trotzdem nicht auf; der Genuss findet (wenn überhaupt) auf der intellektuellen und nicht auf der sinnlichen Ebene statt. Das schmeckt "interessant", ohne in irgendeiner Form "lecker" zu wirken - und nach zwei Gläsern benötige ich jetzt dringend einen Reparaturwein....

Viele Grüße

Bernd
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Gerald

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Re: Südsteiermark

BeitragSo 17. Nov 2013, 11:01

Hallo Bernd,

ich habe mir im Vorjahr eine ganze Kiste (12 Flaschen) diverser Weine der "steirischen Biodynamiker" (Sepp Muster, Tauss, Werlitsch) bestellt und mein Eindruck von eigentlich allen Weinen war ähnlich wie von dir beschrieben. Spannende Aromatik, eindeutig eine Erweiterung des eigenen Horizonts, aber kein echter Genuss.

Ist aber offenbar reine Geschmackssache, denn andere Weinfreunde (auch hier im Forum) waren von den Weinen begeistert. Auch Sam Hofschuster hat beispielsweise den Ex Vero III 2006 von Werlitsch mit für ihn fast unvorstellbaren 98 Punkten bewertet. Ich konnte den Wein (ohne von dieser Wertung zu wissen) einmal probieren, er ist mir ganz interessant, aber in keinster Weise groß oder auch nur erinnerungswürdig vorgekommen.

Einiges zu diesen Weinen findet man auch im Naturwein-Thread.

Grüße,
Gerald
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Bernd Schulz

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Re: Südsteiermark

BeitragSo 17. Nov 2013, 11:43

...und mein Eindruck von eigentlich allen Weinen war ähnlich wie von dir beschrieben. Spannende Aromatik, eindeutig eine Erweiterung des eigenen Horizonts, aber kein echter Genuss.


Das wiederum kann ich so für mich nicht sagen, Gerald! Musters Gelber Muskateller, den ich in seiner Gewichtsklasse hoch bewertet habe, war für mich durchaus ein echter Genuss - siehe mein Posting vom 7. 4. 2013 hier in diesem Thread.

Aber die Sachen, die Muster als "Orange Wein" :mrgreen: bezeichnet, benötige ich eher nicht zu meinem Glück. Ausgeprägte Tannine haben für meinen Geschmack in einem Sauvignon Blanc nichts verloren - sie maskieren den Sortencharakter und damit den originären Ausdruck des Weines und sorgen darüber hinaus für ein Mundgefühl, das mir eher unangenehm ist.

Auch Sam Hofschuster hat beispielsweise den Ex Vero III 2006 von Werlitsch mit für ihn fast unvorstellbaren 98 Punkten bewertet.


Dass ich Marcus Hofschusters Bewertungen in vielen Fällen überhaupt nicht nachvollziehen kann, habe ich ja schon an anderer Stelle geschrieben...

Beste Grüße

Bernd
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Gerald

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Re: Südsteiermark

BeitragSo 17. Nov 2013, 12:18

Hallo Bernd,

um nicht wieder das leidliche Thema aufzugreifen, möchte ich hinzufügen, dass die Bewertung des erwähnten Verkosters nur ein Beispiel dafür war, dass diese Weine ganz unterschiedlich wahrgenommen werden - von totaler Ablehnung über Langeweile bis zu euphorischen Lobeshymnen. Der Stil dürfte übrigens gar nichts mit der biodynamischen Bewirtschaftung (die sich ja im Wesentlichen auf den Weinberg bezieht) zu tun haben, sondern vor allem mit Kellertechnik. Also wenig bis kein Sulfitzusatz und langer oxidativer Ausbau, bis die Frucht endgültig weg ist. ;) Das müsste im Übrigen mit konventioneller Bewirtschaftung genauso möglich sein, wird nur eben offenbar gerne mit Biodynamik kombiniert, um das "Alternative" daran zu steigern. Ähnlich wie die Sache mit den Amphoren.

Grüße,
Gerald
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Bernd Schulz

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Re: Südsteiermark

BeitragSo 17. Nov 2013, 12:54

Der Stil dürfte übrigens gar nichts mit der biodynamischen Bewirtschaftung (die sich ja im Wesentlichen auf den Weinberg bezieht) zu tun haben, sondern vor allem mit Kellertechnik. Also wenig bis kein Sulfitzusatz und langer oxidativer Ausbau, bis die Frucht endgültig weg ist. ;) Das müsste im Übrigen mit konventioneller Bewirtschaftung genauso möglich sein, wird nur eben offenbar gerne mit Biodynamik kombiniert, um das "Alternative" daran zu steigern.


Ja, da hast du sicher Recht. Mich würde aber mal interessieren, ob euch ein im Weinberg konventionell arbeitender Winzer einfällt, der im Keller dann solche Weine ausbaut. Spontan kommt mir da keiner in den Sinn.

Sepp Muster schreibt auf seiner Website:

Die Gräfin (Sauvignon Blanc) bleibt zwei bis vier Wochen auf der Maische


Darin scheint mir mein Hauptproblem mit dem Wein zu liegen. Gegen einen "langen oxidativen Ausbau" habe ich gar nichts einzuwenden, aber eine solche Maischestandzeit bei einem Weißwein.... :?: :roll:

Beste Grüße

Bernd
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Gerald

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Re: Südsteiermark

BeitragSo 17. Nov 2013, 13:53

Hallo Bernd,

die lange Maischestandzeit wirkt sich bestimmt auf die Tannine aus, die merkwürdige Aromatik (Terpentin, wie du schon erwähnt hast, dazu überreifes Obst, fast wie in Gärung begriffener Apfelmost, jahrelang im Gefrierfach vergessene Himbeeren etc.) dürfte aber damit nichts zu tun haben. Diese findet man jedenfalls auch bei den Vertretern ohne Maischegärung, so zumindest mein Eindruck aus den bisher probierten Weinen.

Grüße,
Gerald
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