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Neusiedlersee-Hügelland, Neusiedlersee, Mittelburgenland, Südburgenland
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Re: Südburgenland / Eisenberg DAC

Sa 13. Jan 2018, 11:04

So, den von Robert angesprochenen Königsberg habe ich jetzt auch probiert.

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Ebenfalls ein toller Wein - mir persönlich gefallen die beiden "echten" Eisenberger aber noch ein bisschen besser, sie bringen für mich mehr aromatische Spannung zum Ausdruck. Ist aber sicherlich reine Geschmackssache.

Grüße,
Gerald

Re: Südburgenland / Eisenberg DAC

Sa 20. Jan 2018, 10:44

Der Weißburgunder von Thom(as) Wachter macht ebenfalls eine gute Figur, besonders wenn er entsprechend kühl getrunken wird:

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Grüße,
Gerald

Re: Südburgenland / Eisenberg DAC

Sa 5. Mai 2018, 19:45

Gerald hat geschrieben:So, den von Robert angesprochenen Königsberg habe ich jetzt auch probiert.

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Ebenfalls ein toller Wein - mir persönlich gefallen die beiden "echten" Eisenberger aber noch ein bisschen besser, sie bringen für mich mehr aromatische Spannung zum Ausdruck. Ist aber sicherlich reine Geschmackssache.

Grüße,
Gerald


Heute probiert: Bin vom Königsberg sehr angetan. Toller Duft. Mir gefallt der besser als Szapary und Faszwölf...mehr Tannin, mehr Aroma.

Re: Südburgenland / Eisenberg DAC

Sa 12. Jan 2019, 11:22

Die 2016er Blaufränker von Thom(as) Wachter machen auch eine gute Figur - abgesehen vom eigentlich höchstwertigen Wein aus dem Verkostungspaket (Flaschenfehler)?

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Neu ist dieses Jahr die ebenfalls oben am Berg gelegene Lage Saybritz (neben Szapary), der Wein gefällt mir wie der Szapary ausgesprochen gut, genauso stelle ich mir einen Eisenberg-Blaufränkisch vor.

Der "Alte Garten" aus einer Parzelle innerhalb der Lage Szapary hingegen fülliger, weniger herb und säurebetont, "schmeichelnder" am Gaumen, wenn man so will "internationaler" - für meinen Geschmack weniger attraktiv. Vor allem aber wird der Eindruck durch eine merkwürdige, dominierende Note beeinträchtigt, die auch am 3. Tag nur geringfügig zurückgegangen ist. Ich tippe auf einen Flaschenfehler (habe aber keine Konterflasche, um diese These zu bestätigen oder widerlegen) ...

Grüße,
Gerald

Re: Südburgenland / Eisenberg DAC

Sa 12. Jan 2019, 19:14

Hallo Gerald

Die BF DAC Reserven von Thom Wachter liegen preislich bei 22,- (Szapary & Saybritz), der "Alte Garten" bei 28,- und der Königsberg als sein Top-Wein und 'untypischer' Eisenberg bei 33,- EUR ab Hof.

Der ‚Alte Garten‘ darf bei mir meist nicht mit in den privaten Weinkeller, da er durch geringere Erträge (alte Stöcke) und reiferem Lesegut der Gereifteste von Thom‘s Weinen ist. Schon jung im Fass zeigt er oft Noten nach Pflaume und auch etwas Sliwowitz, später in der Flasche bringt er dann weniger die typische von mir geschätzte straffe, rotbeerige Stilistik hervor. Aber auch dieser Wein hat seine Liebhaber. :lol:

Vom Jahrgang 2017 und 2018 wird es auch wieder einen Königsberg geben :D , neben dem Szapary oft mein Favorit.
LG, Robert

Re: Südburgenland / Eisenberg DAC

Sa 12. Jan 2019, 19:42

Hallo Robert,

danke für die Preisinfos, werde ich gleich in den Verkostungsnotizen korrigieren. Freut mich auch, dass du meine allgemeine Einschätzung zu Szapary/Saybritz versus "Alter Garten" teilst. Ich könnte mir aber vorstellen, dass letzterer bei "Eisenberg-Einsteigern" oder auch Leuten, die mit der frischen/säurebetonten Stilistik nicht so viel anfangen können, der Favorit ist.

Grüße,
Gerald

Re: Südburgenland / Eisenberg DAC

Do 7. Feb 2019, 13:14

Aufgrund der aktuellen Weninger-Diskussion im Mittelburgenland-Faden ab Seite 10 ( viewtopic.php?f=103&t=221&start=90 ) hab' ich mal wieder einen Wein dieses Guts geöffnet, der allerdings aus der Region Eisenberg stammt, auch wenn's laut Etikett nur ein Landwein aus dem "Weinland" ist:

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Re: Südburgenland / Eisenberg DAC

Do 7. Feb 2019, 13:41

Hallo Erich
Woher nimmst du eigentlich deine Erfahrung mit Aromen:
EThC hat geschrieben:Nase mit … angegorene Früchte wie Maracuja und Kumquat

Und insbesondere:
EThC hat geschrieben:Am Gaumen kommen auch Sachen wie … verschwitzter Lederkragen.

LG, Robert

Re: Südburgenland / Eisenberg DAC

Do 7. Feb 2019, 14:10

Hallo Erich,

ich habe eher Schwierigkeiten, mir Geruch und/oder Geschmack von Natriumhydrogensulfat vorzustellen. Natriumsulfat (Glaubersalz) ist doch völlig geruch- und geschmacklos, Natriumhydrogensulfat wird - denke ich - genauso geruchlos sein, nur ein bisschen säuerlich schmecken.

Grüße,
Gerald

Re: Südburgenland / Eisenberg DAC

Do 7. Feb 2019, 16:44

robertz hat geschrieben:Hallo Erich
Woher nimmst du eigentlich deine Erfahrung mit Aromen:

EThC hat geschrieben:
Nase mit … angegorene Früchte wie Maracuja und Kumquat


Und insbesondere:

EThC hat geschrieben:
Am Gaumen kommen auch Sachen wie … verschwitzter Lederkragen.


...vergiß die Früchte einfach mal bei genügend Wärme, dann kommt halt zu dem überreifen Fruchtaroma noch was mostiges dazu...

Und was den verschwitzten Lederkragen angeht: jahrelang getragene Lederjacke, die am Kragen schon etwas speckig geworden ist, im Herbst in der Früh angezogen und dann mit steigenden Temperaturen auf der Baustelle etwas in Schwitzen geraten. Das ist so ein Geruch, der zumindest bei mir klar abrufbar ist.

Gerald hat geschrieben:ich habe eher Schwierigkeiten, mir Geruch und/oder Geschmack von Natriumhydrogensulfat vorzustellen. Natriumsulfat (Glaubersalz) ist doch völlig geruch- und geschmacklos, Natriumhydrogensulfat wird - denke ich - genauso geruchlos sein, nur ein bisschen säuerlich schmecken.

Das Salz selbst riecht natürlich nach nix, die Lösung riecht und schmeckt etwas seifig und hat noch so eine Komponente, als wenn man Speckstein bearbeitet. Natriumsulfat (ohne hydrogen) ist dagegen tatsächlich quasi geschmacksfrei, Natriumsulfit (z.B. zur Verwendung als Sauerstoffbindemittel) ist dann schon wieder recht penetrant, bei -sulfid weiß ich's gar nicht...

Ich weiß, diese Aromenbeschreibungen sind natürlich schwerer zu fassen als z.B. Erdbeeraroma, aber eine bessere Beschreibung hab' ich für mich nicht, und mit den "üblichen" Aromen komme ich beschreibungstechnisch bei den recht reduktiven und / oder naturweinigen Sachen nicht weit. Ich greife halt auf das zurück, was ich mir in den letzten 30 Jahren eingeprägt bzw. eingebrannt habe. Da ist auch berufsbedingt einiges dabei, was nicht so ohne weiteres für Dritte auszuprobieren geht, denn der Geruch von z.B. frischem Walzzunder begegnet einem außerhalb eines (Stahl-) Walzwerkes nicht gerade häufig, es sei denn, man hat den richtigen Wein im Glas... :lol:
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