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Kaliumphosphonat

Verfasst: Do 4. Mai 2017, 14:06
von Nobody
Der Beitrag wurde auf Wunsch des Erstellers gelöscht

Re: Kaliumphospat

Verfasst: Do 4. Mai 2017, 14:25
von Gerald
Kleine Anmerkung: es handelt sich nicht um Kaliumphosphat, sondern um Phosphonate, das ist chemisch etwas anderes.

https://www.landwirtschaft-bw.info/pb/M ... ttduengern

Die Thematik Pflanzenstärkungsmittel vs. Pflanzenschutz ist auch schon seit einiger Zeit in aller Munde, ich glaube wir haben auch hier schon darüber diskutiert (finde leider den Beitrag nicht mehr) ...

Grüße,
Gerald

Re: Kaliumphospat

Verfasst: Do 4. Mai 2017, 14:54
von EThC
Beim Würtz gab's mal einen Beitrag dazu:

http://wuertz-wein.de/wordpress/2016/06 ... -schwimmt/

Was die Schädlichkeit oder Unschädlichkeit des Phosphonats angeht, kann ich dazu nichts sagen. Die Diskussion um das Mittel ist aber wohl eher deswegen entfacht, daß die Bio-Winzer dieses Mittel nicht (mehr) einsetzen dürfen. Angeblich soll es einige Bio-Betriebe geben, die zumindest überlegen, ihr Biosiegel wieder aufzugeben, da sie kein sinnvolles Mittel mehr zur Mehltau-Bekämpfung hätten und auf Kupfer wollen manche nicht setzen, obwohl sie's dürften. Auslöser war der hohe Pilzdruck in der feuchten Phase von 2016. Mein amateurhaftes Verständnis sagt mir, daß das Kaliumphosphonat harmloser sein dürfte als das Schwermetall Kupfer, das hat aus meiner Sicht im Boden weniger was zu suchen.

Kennt sich vielleicht jemand fundierter mit der Materie aus? Vielleicht auch von Winzerseite?

Und: vielleicht wäre es möglich, den Fadentitel entsprechend zu ändern...

Re: Kaliumphosphonat

Verfasst: Do 4. Mai 2017, 18:58
von Nobody
Der Beitrag wurde auf Wunsch des Erstellers gelöscht

Re: Kaliumphosphonat

Verfasst: Do 4. Mai 2017, 19:31
von maha
[...]
Einen so hohen Druck an Pilsinfektionen..
:lol: :lol: :lol: so ne Pilsinfektion hab ich früher am WE auch oft gehabt
Sorry, aber der musste jetzt sein :oops:

Re: Kaliumphosphonat

Verfasst: Do 4. Mai 2017, 19:38
von Michl
Nobody hat geschrieben:Vor solchen Winzern ziehe ich den Hut!
Ich nicht! Aber nicht aus sachlichen Gründen, denn diese kann ich nicht beurteilen, sondern aus sprachlichen:
Nobody hat geschrieben:Was für ein Pack! Schmatzend und rülpsend an den fetten Trögen der Macht, die Nöte von hart arbeitenden um ihre Existenz ringende Menschen bei Seite wischend.
Das ist die rohe Sprache des Populismus, mit der sich heute zahlreiche Gesellschaften konfrontiert sehen. Die Folgen sind allgegenwärtig.

Re: Kaliumphosphonat

Verfasst: Do 4. Mai 2017, 19:39
von Ollie
Ich brauche kein Kaliumphosphat, sondern bekaempfe Pilsinfektionen erfolgreich mit einer waessrigen Loesung von 2-Acetoxybenzoesaeure und vinyloger Carbonsaeure. Davon aber mal ab: Dass hier Begriffe derart durcheinandergeworfen werden, ist hoechst aergerlich.

(Der Kontext ist mir bekannt, ebenso die Verschwoerungstheorie, die mediterranen EU-Laender haetten Lobbyarbeit kontra Kaliumphosphonat gemacht, speziell um dem deutschen Weinbau das Oekosiegel unterm Hintern wegzuregulieren. Weil, anders kann es ja gar nicht sein, dass diese romanischen Schweinepriester... usw. usf.)

Cheers,
Ollie

PS: Kreuzpost

Re: Kaliumphosphonat

Verfasst: Do 4. Mai 2017, 19:39
von Gerald
Ja, der gute Manfred Loch scheint es mit Rechtschreibung ("Pilsinfektion", "altbewehrt" vs. altbewährt etc.) genauso wie mit den korrekten Bezeichnungen (Phosphonat <> Phosphat) bei der Erregung wohl nicht so genau genommen zu haben. ;)

Anorganische Phosphonate - um die geht es ja - kommen allerdings (anders als Phosphate) nicht in der Natur vor und müssen synthetisch hergestellt werden. Also über die "Natürlichkeit" kann man schon einmal diskutieren.

Und zu
Diese Kaliumphosphatpräparate, die keinerlei Nebenwirkungen und schädliche Substanzen enthalten, ein von Ökowinzern erfundenes bzw. entdecktes harmloses und preiswerte Pflanzenstärkungsmittel mit seinem durchschlagenden Erfolg,
meint zumindest wikipedia
Sehr nachteilig ist aber, dass bei später Anwendung (ca. ab Juli) Rückstände in den Trauben bzw. im Wein festgestellt werden können. Die Gefahr von Rückständen ist abhängig vom Applikationszeitpunkt und von der ausgebrachten Dosis. Bekämpfungsmaßnahmen vor und knapp nach der Rebblüte (Anfang bis Mitte Juni), decken die wichtigste Zeit der Peronosporabekämpfung ab. So werden Rückstände im Wein vermieden (unter der Nachweisgrenze).

Wegen der Rückstandsproblematik und da die Substanz in die Pflanze aufgenommen wird, ist nach wie vor der Einsatz im Bio-Weinbau gegen den Falschen Mehltau umstritten.
Ob es jetzt fair und sinnvoll war, die Phosphonate als Pflanzenschutzmittel einzustufen, darüber kann man sicher diskutieren. Ganz so einfach wie von Hr. Loch beschrieben, dürfte die Problematik aber auch nicht sein.

Grüße,
Gerald

P.S. Wenn man die Sache polemisch und sachlich verkürzt darstellen möchte, kann man ja noch darauf hinweisen, dass das bekannteste Phosphonat das allgemein beliebte Herbizid Glyphosat ist (ist zwar ein organisches und nicht anorganisches Phosphonat, aber wen interessieren solche Detailfragen schon ...) ;)

Re: Kaliumphosphonat

Verfasst: Do 4. Mai 2017, 20:00
von UlliB
Michl hat geschrieben:
Nobody hat geschrieben:Was für ein Pack! Schmatzend und rülpsend an den fetten Trögen der Macht, die Nöte von hart arbeitenden um ihre Existenz ringende Menschen bei Seite wischend.
Das ist die rohe Sprache des Populismus, mit der sich heute zahlreiche Gesellschaften konfrontiert sehen. Die Folgen sind allgegenwärtig.
+1. Danke.

Allerdings: bitte aufpassen beim Zitieren. Der ziemlich unsägliche Wutausbruch stammt nicht vom user niers-runner selbst, er wurde von ihm auch nur zitiert.

Gruß
Ulli

Re: Kaliumphosphonat

Verfasst: Do 4. Mai 2017, 20:40
von EThC
Gerald hat geschrieben:dass das bekannteste Phosphonat das allgemein beliebte Herbizid Glyphosat ist (ist zwar ein organisches und nicht anorganisches Phosphonat, aber wen interessieren solche Detailfragen schon ...)
...das wußte ich gar nicht. Vielen Dank für den Hinweis!