Kreutzer's Verkostungsnotizen im Laufe der Zeit

Berichte von Verkostungen mit Weinen aus mehreren Ländern/Regionen (sonst bitte im Länderforum einstellen)
kreutzer
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VKN vom 12.1.2004: Wageck-Pfaffmann

Beitrag von kreutzer »

Hallo Weinforum,

nachfolgend für Interessierte meine Verkostungsnotiz vom 12.1.2004:

2004 Bissersheimer Held Sauvignon Blanc QbA trocken ** Alc 13%
Gutsabfüllung Weingut Wageck-Pfaffmann, Bissersheim

Blassgelbe Farbe, in der Nase klare, frische sortentypische Frucht, grüne Noten, Gras, Stachelbeere, im Mund leichter Körper, kernige, reintönige Frucht, auch hier Gras und Stachelbeere, wirkt noch frisch, mit kräftiger Säure ausgestattet, bei einer anderen, vor einigen Wochenaufgezogenen Flasche hatte ich auch eine Ausrichtung zur Dropsigkeit, was ich jetzt aber nicht mehr feststellen kann, Säuregegner dürften aber mit diesem Wein Probleme haben, eigentlich eher ein erfrischender Sommerwein, aber ich hatte auch zu dieser Jahreszeit Lust darauf, knapper Abgang, gut, 83 NK Punkte

Gruß aus Oberhausen
Norbert
kreutzer
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VKN vom 12.3.2005: Heilig Grab & Domaine Vico Rouge

Beitrag von kreutzer »

Hallo Weinforum,

nachfolgend für Interessierte meine Verkostungsnotizen vom 12.3.2005:

2001 Bopparder Hamm Feuerlay Riesling Auslese trocken Alc 12,5%
Gutsabfüllung Weingut Heilig Grab, Boppard
Silberne Kammerpreismünze

Strohgelbe Farbe, in der Nase feinreife Frucht mit Noten von Birne und Aprikose, im Wein mittlerer Körper, saftige, leicht schmelzige Frucht mit guter Intensität, dezente Mineralität, sehr gut eingebundene Säure, der Wein hat Fülle, Struktur und auch durchaus Druck, gute Länge, sehr gut, der beste Wein dieses Weinguts den ich bisher verkostet habe, 87 NK Punkte

1999 Domaine Vico Rouge Vin de Corse Alc 12%
Vieille en Fûts de Chène
Domaine Vico, Ponte Leccia

Kräftiges rubinrot in der Farbe, in der Nase verhaltene, fast kühle Frucht mit dunkelbeerigen Noten, im Mund leichter bis mittlerer Körper, saubere, nobel-saftige Frucht mit samtweichen Tanninen, sehr feinen Röstaromen, zarter Nachhall, der Wein wirkt ausgesprochen harmonisch mit schöner Struktur, die Frucht enthüllt Noten von schwarzer Johannisbeere, Brombeere, eingelegte Pflaume, die Säure ist gut integriert, gute Länge, sehr gut, sehr schöne Überraschung, im direkten Vergleich mit dem gestern verkosteten 98er Palmer und dem 96er Alenza, beides Weine der gehobenen Preiskategorie, habe ich an diesem Wein der Preiskategorie um EUR 10 überraschenderweise mehr Spaß, zumindest in der jeweils aktuellen Verfassung

Gruß aus Oberhausen
Norbert
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VKN vom 12.5.2004: Hofmann

Beitrag von kreutzer »

Hallo Weinforum,

nachfolgend für Interessierte meine Verkostungsnotiz vom 12.5.2004 :

2002 Röttinger Feuerstein Riesling Kabinett trocken
Alc 11,5% RZ 7,9 Sre 9,5
Erzeugerabfüllung Weingut Familie Hofmann, Röttingen / Taubertal
Preis: EUR 5,50 weingut.a.hofmann@t-online.de Tel: 09338-1577

Hellgelbe Farbe, klassische Riesling-Nase mit straffer, sauberer, klarer Pfirsich-Frucht, alles in schlanker, leicht verhaltener Ausprägung, auch im Wein ein schlanker, reintöniger, frischer Riesling mit einer sehr knackigen, herzhaften, sehr präsenten Säure, die Frucht erinnert mich n einen grünen Apfel, Granny Smith, in seiner herben Grundausrichtung ist der Wein sehr präsent am Gaumen, ich empfinde den Wein als fränkisch trocken (trotz des RZ-Gehalts von 7,9 g/l, säuregeprägter Abgang, wieder ein Wein für den großen Durst, gut, 84 NK Punkte

Gruß aus Oberhausen
Norbert
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VKN vom 12.5.2005: Österreich bei Kierdorf

Beitrag von kreutzer »

Hallo Weinforum,

nachfolgend für Interessierte meine Kurznotizen über eine Verkostung verschiedener Wachauer Weissweine (Ausnahmen gekennzeichnet) bei Thomas Kierdorf, VinoGrande, Essen am 12.5.2005:



(1) Grüner Veltliner Senftenberger Rameln 2004 Proidl Alc 12%
Kremstal
Preis: EUR 7,50

Grüngelbe Farbe, in der Nase finde ich eine frische, recht typische GV-Frucht, eher leichtgewichtig, grüne Noten (nicht unbedingt grasig und auch nicht Stachelbeere oder Rhabarber) sind bei diesem und auch bei den meisten der Folgeweine vorhanden, ich werte das als Zeichen von nicht ausreichender physiologischer Traubenreife und bin mir wirklich unsicher, ob sich das in einem halben Jahr nachhaltig verändert, im Wein leichter Körper, einfache, saubere Frucht, frisch mit Ansätzen von Aprikose, passable Säure, bei allen Hinweisen auf grüne Noten ist es ein Wein den ich sehr gut trinken kann, ein typischer Terrassen-Wein, nichts Aufsehenerregendes aber gut, 83 NK Punkte

(2) Grüner Veltliner Kremser Freiheit 2004 Nigl Alc 11,5%
Kremstal
Preis: EUR 7,90

Hellgelbe Farbe, in der Nase schöne, recht saftige Frucht, sauber, reintönig und klar, vielleicht noch etwas verhalten, im Mund leichter bis mittlerer Körper, saubere, leicht grüne Frucht, hat Ansätze von Ausdruck, ich spüre etwas am Gaumen, leichte, mineralische Spuren, ein Saufwein der etwas anspruchsvolleren Sorte, gut, 84 NK Punkte (meine Meinung wurde am Probiertisch nicht geteilt, da wurde der Rameln vorgezogen)

(3) Grüner Veltliner Federspiel Loibener Mühlpoint 2004 Alzinger Alc 12%
Preis: EUR 9,90

Grüngelbe Farbe, in der Nase frische, animierende Frucht mit grünen Komponenten, hier habe ich die Assoziation von Gras, im Wein leichter Körper, und dennoch mit erstaunlich charaktervoller Frucht, macht sich im Gaumen breit, auch hier grüne Noten, allerdings ohne Druck, ohne Tiefgang, gute Säure, auch ein guter Terrassenwein, 84 NK Punkte

(4) Grüner Veltliner Federspiel Frauenweingarten 2004 F.X. Pichler Alc 12%
Preis: EUR 11,50

Grüngelbe Farbe, in der Nase recht verhalten, klar, sauber, mit GV-typischer Frucht, im Wein leichter Körper, Frucht wirkt etwas einfach, grüne Noten, kein Ausdruck, moderate Säure, knapper Abgang, zu diesem Preis bekomme ich einen 2004er Saumagen Riesling Selection vom Benderhof, ich schätze die Weine vom FX Pichler, aber das passt nicht, 81 NK Punkte

(5) Grüner Veltliner Federspiel Ried Kreutles 2004 Emmerich Knoll Alc 12%
Preis: EUR 11,50

Hellgelbe Farbe, in der Nase schöne, saubere Frucht, dezente Würze, im Mund leichter Körper, saubere, aber etwas einfach gestrickte Frucht, GV-typische Würze, gute Säure, etwas kurz im Abgang, für dieses Qualitätsniveau auch recht teuer, 83 NK Punkte

(6) Grüner Veltliner Smaragd Von den Terrassen 2004 F.X. Pichler Alc 13,5%
Preis: EUR 19,90

Hellgelbe Farbe, in der Nase wirkt die Frucht schon deutlich anspruchsvoller, obwohl hier neben Pfeffer und Rauch auch grüne Noten festzustellen sind, im Mund mittlerer Körper, saftig-intensive Frucht, Würze, Pfefferl, gut eingebundene Säure, gute Länge, macht schon deutlich mehr Spaß, sehr gut, 88 NK Punkte

(7) Grüner Veltliner Smaragd Mühlpoint 2004 Alzinger Alc 13,5%
Preis: EUR 16,00

Hellgelbe Farbe, in der Nase frische, GV-typische Frucht, mit Ausdruck, aber auch hier grüne Noten, im Mund leichter bis mittlerer Körper, die Frucht ist noch sehr frisch, zeigt grüne Noten, hat einen cremigen Ansatz, gute Säure, passable Länge, sehr gut, 87 NK Punkte

(8) Grüner Veltliner Smaragd Honivogl 2004 Hirtzberger Alc 14%
Preis: EUR 32,00
Als Magnum: EUR 68,00

Grüngelbe Farbe, in der Nase verhaltene, durchaus nobel wirkende Frucht, dürfte sich noch weiter öffnen, im Mund mittlerer Körper, recht intensive, würzige Frucht, legt den Gaumen aus, Pfefferl ist deutlich, gut integrierte Säure, zeigt auch Cremiges, letztlich finde ich auch bei diesem Wein grüne Noten, die mir mehr und mehr zu einem jahrgangstypischen Erkennungsmerkmal werden könnten, langer Abgang, 88 NK Punkte

(9) Grüner Veltliner Smaragd Zwerithaler 2004 Prager Alc 13,5%
Preis: EUR 19,90

Hellgelbe Farbe, in der Nase feine GV-typische Frucht, verhaltene Würze, zeigt auch etwas Grünes, im Wein von mittlerem Körper, saftig-würzige, jugendliche Frucht, grüne Noten, hat aber auch Würze, verhaltene Säure, mittlere Länge, 85 NK Punkte

(10) Grüner Veltliner Smaragd Achleiten 2004 Prager Alc 13,5%
Preis: EUR 23,50

Grüngelbe Farbe, in der Nase klare, bestechend reintönige Frucht, herrlich, ist nicht einmal besonders ausdrucksstark, aber diese Reinheit, diese kristallklare Frucht regt bei mir die Lust zum Trinken an, im Wein von mittlerem Körper, absolut leckerer, sauberer Saft mit moderater, fein integrierter Säure, gute Länge, aber teuer ......, m.E. eher jung zu trinken, 88-89 NK Punkte

(11) Grüner Veltliner Smaragd Liebenberg 2004 Alzinger Alc 13%
Preis: EUR 21,00

Hellgelbe Farbe, in der Nase frische, feinwürzige Frucht mit grünen aber auch rauchigen Noten, im Wein mittlerer Körper, saftig-würzige Frucht, schöne Intensität, grüne Noten sind nicht zu übersehen, schöne Säure, sehr gut, 87 NK Punkte

(12) Grüner Veltliner Smaragd Loibenberg 2004 Alzinger
Preis: EUR 21,00

Grüngelbe Farbe, in der Nase frische, extrem eigenwillige, grüne Frucht, im Mund mittlerer Körper, intensiv-saftige Frucht, cremig-würziger Ansatz, deutliches Pfefferl, gut eingebundene Säure, Abgang lang und würzig, 89-90 NK Punkte

(13) Grüner Veltliner Privat 2004 Nigl Alc 13,5%
Preis: EUR 17,00
Als Magnum: EUR 35,00

Hellgelbe Farbe, klare, saubere, feinwürzige Frucht, deutlich weniger grüne Noten als bei den GV von Nigl, die ich vor 2 Wochen verkostet habe, im Mund mittlerer Körper, schöne Intensität, schöne Frucht mit Pfefferl, Würze, moderate Säure, langer Abgang, 88 NK Punkte

(14) Grüner Veltliner Reserve 2003 Nigl Alc 14,5%
Preis: EUR 17,00
Als Magnum: EUR 35,00

Kräftiges Gelb in der Farbe, in der Nase verhaltene, dezent gereifte Frucht, im Mund mittlerer bis dichter Körper, mundfüllende, opulente Würze, Frucht erinnert an reifes Steinobst, deutlich mineralisch, verhaltene Säure, der Wein belegt den Gaumen nachhaltig, stellt ein ganz anderes Kaliber dar als die 2004er, lang, toll, 92 NK Punkte

(15) Riesling Smaragd Von den Terrassen 2004 F.X. Pichler Alc 13%
Preis: EUR 22,00

Hellgelbe Farbe, in der Nase extrem rauchig-würzige Frucht, aus meiner Sicht sehr ungewöhnlich und untypisch für FX Pichler-Rieslinge, im Wein mittlerer Körper, saftig-intensive Frucht, legt den Gaumen aus, aber irgendwie habe ich ein Mundgefühl von einem GV, viel Würze, mineralisch, pikante Säure, recht lang, 88 NK Punkte

(16) Riesling Smaragd Achleiten 2004 Prager Alc 13%
Preis: EUR 28,00

Hellgelbe Farbe, in der Nase verhaltene, aber recht klare Riesling-Frucht (diese Handschrift ist auch bei den anderen Prager-Rieslingen zu erkennen), na, ich habe doch einen leichten Schwefelböckser, im Wein leichter bis mittlerer Körper, für einen Smaragd ungewöhnlich schlank, Frucht kommt mir nahezu dünn vor, spitz in der Säure, der Wein vermittet auch nicht den Eindruck als ob nur vollreife Trauben verwendet worden sind, passable Länge, bleibt im Gesamterscheinungsbild etwas blaß, 86 NK Punkte

(17) Riesling Smaragd Klaus 2004 Prager Alc 13%
Preis: EUR 28,00

Hellgelbe Farbe, in der Nase stelle ich eine klare, aber nicht besonders ausdrucksstarke Riesling-Frucht fest, gibt noch nicht viel her, im Wein leichter bis mittlerer Körper, schlanke, durchaus Riesling-typische Frucht, spitze Säure, kaum Ausdruck, kein Tiefgang, knapper Abgang, zur Zeit wüsste ich nicht, warum ich in diesen Wein EUR 28 investieren sollte, unabhängig vom schlechten PLV kann man den Wein sehr gut trinken, 87 NK Punkte

(18) Riesling Smaragd Wachstum Bodenstein 2004 Prager Alc 13%
Preis: EUR 31,00

Hellgelbe Farbe, in der Nase feine, durchaus ausdrucksvolle Frucht, der erste Wein heute, der über die Nase eine gewisse Klasse verspricht, mineralische Spuren, ein Hauch von Pfirsich, im Mund mittlerer Körper, pikante Frucht, schöne Säure, aber ich kann nicht verleugnen, der Wein erinnert in Teilen an ein klassisches Problem der 2003er, „leere Weinmitte“, so schafft er die 90er Hürde nicht, passable Länge, 89 NK Punkte

Gruß aus Oberhausen
Norbert
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VKN vom 6.1.2009: Benderhof Spätburgunder

Beitrag von kreutzer »

Hallo Weinforum,

für den nachfolgend verkosteten Wein gibt es bereits eine kleine Geschichte, die bereits im Weinforum unter der Überschrift „Spätburgunder in Hurst“ im Jahre 2005 ausführlich behandelt worden ist. Wer noch einmal nachlesen möchte, kann den folgenden Link benutzen:

http://www.wein-plus.de/forum/mb,a,t,20 ... Hurst.html

Zufällig habe ich Heiko Reinartz in Essen getroffen, der mir berichtete, dass er kürzlich im Rahmen einer Burgunder-Probe eine Flasche des 2002 Spätburgunder Selection vom Benderhof aufgezogen hat und diese Flasche ihm schwach und müde vorkam.

Das mochte ich nun nicht glauben und habe in meinem Keller gestöbert und noch eine Flasche gefunden.

Es würde mich interessieren, ob andere Weinfreunde, die den Wein zufällig im Keller haben, ähnliche Beobachtungen gemacht haben.

Nachfolgend für Interessierte meine Verkostungsnotiz vom 6.1.2009:

2002 Kallstadter Steinacker Spätburgunder Selection
im Barrique gereift
Gutsabfüllung Weingut Benderhof, Familie Bender-Haaß, Kallstadt
Großer Preis der DLG
Alc.: 13,5%

Rubinrote Farbe mit leicht braunem Rand, in der Nase klassische Burgunder-Frucht, Kirsche, warm, samtig mit feiner Fruchtsüße, Holz gut eingebunden, im Mund mittlerer Körper, bei unzureichender Belüftung zunächst kräftige Tannin-Struktur, Fleisch und Saft werden vom Tannin dominiert, Röstaromen des Holzes sind spürbar, leichte Bitternote, er wirkt aber jugendlich frisch, keinerlei Alterungsansatz, ordentliche Länge, mit zunehmender Belüftung und ansteigender Temperatur öffnet sich der Wein merklich, er harmonisiert sich, eine tiefe Schwarzkirschfrucht setzt sich durch und gibt dem Wein das, was die Lust auf den zweiten Schluck darstellt, ansonsten braucht der Wein aus meiner Sicht noch einige Jahre Lagerzeit um die Tannin-Struktur zugänglicher zu machen, von Müdigkeit war bei dieser Flasche keine Spur, 90+ NK Punkte

Gruß aus Oberhausen
Norbert
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VKN vom 13.12.2008: 1981 Chateau Lynch-Moussas

Beitrag von kreutzer »

Hallo Weinforum,

nachfolgend für Interessierte meine Verkostungsnotiz vom 13.12.2008:

nach einer 8-stündigen Einkaufstour für sehr alte Bdx aus den Jahren 1938, 1948, 1950, 1959, 1961 und 1966 und einem nicht minder spannenden Burgunder aus dem Jahre 1978 hatte ich Abends dann wieder Lust auf einen gereiften Bdx. Jeden Tag Spitzen-Bdx aus Super-Jahren können wir uns nicht leisten. Also musste es auch diesmal eine Nummer kleiner sein.

1981 Chateau Lynch-Moussas Pauillac
Castéja, Propriétaire à Pauillac
Füllstand bottle neck)
(Kork komplett durchgeweicht und am Ende zerbröselt und in den Wein gefallen)

Tiefrote Farbe mit leicht braunem Rand, in der Nase erstaunlich frische, dunkelbeerige Frucht, getrocknete Paprika, vielleicht etwas staubig, im Mund mittlerer Körper, frische, durchaus fleischige Frucht, präsente Tannine, verhaltene Fruchtsüße, Säure recht gut eingebunden, erscheint völlig intakt, allerdings nicht gerade ein Charmebolzen, insgesamt fehlt es etwas an Harmonie, Säure kommt mit der Zeit etwas deutlicher durch, irgendwie macht der Wein aber den Eindruck als ob er noch Zeit braucht, leider macht der Korken das nicht unbedingt mit, passable Länge, für diesen schwierigen Jahrgang hat der Wein sich erstaunlich frisch gehalten, 84 NK Punkte

Gruß aus Oberhausen
Norbert
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VKN vom 29.11.2008: 61er Bdx und mehr

Beitrag von kreutzer »

Hallo Weinforum,

irgendwie hatte ich es bereits im Urin. Dieses Mal wird es wieder ein großer Weinabend. Die Enttäuschung mit der großen 61er Weinprobe in Kamen (ist sicher noch bei Weinplus nachzulesen) hat mich nie in Ruhe gelassen. Bei allen Proben zuvor war ich immer begeistert von den 61ern. Und nun sollte ausgerechnet ein 53er Chateau Montrose (aus einer zuverlässigen Quelle aus Luxemburg) das Highlight gewesen sein. Nein, ich war mir sicher, da kann nur die unsichere Herkunft der Weine (meines Wissens überwiegend ebay-Käufe) eine Rolle gespielt haben. Nach diesem Frust habe ich mich zunächst mit langjährigen Weinfreunden zusammen getan, die meine Leidenschaft für die 61er teilten. Dies eine Folge der gemeinsam gemachten, positiven Erfahrungen mi diesem Jahrgang. Gemeinsam haben wir aus der Luxemburger Quelle erneut 61er Bdx beschafft und waren bei einer Erstverkostung (fiel leider in meine VKN-freie Zeit) total begeistert. Nach anfänglichem Zögern konnte ich Michael Herr in die Risikogemeinschaft einbinden und wir haben dann gemeinsam weitere Weine geordert. Auch wieder bei der Luxemburger Quelle. Am 29.11.2008 war es denn endlich soweit.
Wera und ich haben zu dem gemeinsamen Event eingeladen und die Weine im Rahmen eines gemeinsamen Abendessens verkostet.

Die von Doris und Rainer mitgebrachteVorspeise (Jacobsmuscheln mit Nudeln und schwarzen Linsen mit Mascarpone im Ofen überbacken und mit frischen, schwarzen Trüffeln -fein gehobelt- serviert) wurde von dem Weissburgunder trefflich begleitet.

Die reifen Rotweine (Wein 2-6) wurden vor dem Hauptgericht verkostet.
Der 1998er Chateau Coufran begleitete einen Lammrücken mit Rosenkohl unter einer Kartoffelkruste. Der Wein konnte natürlich nicht mit den anderen Rotweinen mithalten, passte aber zu dem Lammrücken ausgezeichnet.

Die Brücke zwischen der Hauptspeise und der Nachspeise mit den edelsüßen Granaten bildete der 1975er Chateau Mouton Rothschild.

Die Nachspeise von Sabine Heyer trefflich zubereitet (und die ganze Wohnung mit den köstlichen Aromen ausfüllend) war eine hervorragende Schokotarte, die selbst mit den 100PP Punkten locker mithalten konnte.

Teilnehmer dieser unvergesslichen Probe waren:

Sabine Heyer
Doris Elsing
Wera Kreutzer
Michael Herr
Rainer Elsing
Norbert Kreutzer

Eine erneute Gefahrengemeinschaft für solch alten Schätze aus zuverlässiger Quelle wird angestrebt.

Nachfolgend für Interessierte meine VKN vom 29.11.2008, wobei ich hoffe, dass Michael sich selbst meldet und seine Meinung kundtut (sonst glaubt man mir eh nicht):

1.) 2001 Kirrweiler Mandelberg Weissburgunder Spätlese trocken
Gutsabfüllung Weingut Bergdolt St. Lamprecht, Neustadt-Duttweiler
Alc.: 12,5%

Hellgelbe Farbe, i der Nase feinreife, saubere, leicht buttrige Frucht, leichter bis mitteltiefer Körper, saftige, feine Frucht, ein Hauch Zitrus, etwas Birne, Säure ist auch noch recht präsent, in der Gesamtwirkung sauber und klar und absolut frisch wirkend, passable Länge, ein idealer Begleiter zum Essen, der sich selbst gegen die Trüffel noch behaupten konnte, 85 NK Punkte

2.) 1983 Chateau Palmer
Margaux
Mähler-Besse, Négociants

Granatrote Farbe mit braunem Rand, in der Nase shr feine, wunderschön gereifte Frucht, feine Süße, dunkle Beeren, Pilze, Tabak, Unterholz, im Wein von mittlerem Körper, herrlich gereifte Frucht mit Schmelz, feiner Fruchtsüße, für mich war die Säure in der Weinmitte vielleicht etwas spitz, haben andere Probenteilnehmer nicht so gesehen, aber insgesamt stabil und sehr lang, ein fantastischer Bdx auf hohem Niveau, 92 NK Punkte

3.) 1961 Clos de l’Oratoire – Grand Cru
Saint-Emilion
S.C. Château Peyreau, Propriètaire a St. Emilion

Tiefes ziegelrot mit leicht braunem Rand in der Farbe, in der Nase ausdrucksstarke, gereifte Frucht voller Opulenz, Tabak, Lakritze, Pilze, getrocknete Feigen, ein Hauch Madeira, im Mund vollmundiger fester Körper, fantastische, reife aber intensive Fruchtsüße, völlig intakt, man mag es kaum glauben, Lakritze, es fiel Maulbeere, unglaublich lang, lang, lang, Schmelz ohne Ende, da kann man nur Schwärmen, super, Klasse, groß, ein Wein auf seinem Höhepunkt erwischt, 97 NK Punkte (Füllstand perfekt)

4.) 1961 Chateau Mouton Baron Philippe
Pauillac

In der Farbe tiefes bordeauxrot mit leicht braunem Rand, in der Nase tiefe, dunkle Frucht, es gibt zwar Reifetöne aber immer noch voll jugendlicher Kraft, kühle Stilistik und doch mit einer feine Fruchtsüße ausgestattet, Pfeffer, Waldboden, Trüffel, später auch etwas Liebstöckel, im Mund mittelkräftiger Körper, faszinierend jugendliche Frucht, auch hier wieder diese unnachahmlich Fruchtsüße, die nur den Top-Bdx vorbehalten zu sein scheint, das alles vor dem Hintergrund eines recht dichten Teppichs feinster Tannine, gut integrierte Säure, gute Länge, ein toller Wein der immer noch Zukunftspotential hat, 96 NK Punkte (Füllstand perfekt)

5.) 1961 Château Leoville Las Cases
Saint Julien

Granatrote Farbe mit braunem Rand, in der Nase deutlich reifere Frucht als die Vorgänger (Füllstand: over the shoulder), Tabak, Leder, Liebstöckel, geht etwas in die animalische Richtung, im Mund mitteltiefer Körper, fein gereifte, sehr elegante Frucht, nobel, mürbe Tannine, gut integrierte Säure, mehr Eleganz als Fruchtsüße zeigend, zeigt nicht so viel Schmelz wie die Vorgänger, deutlich weiter entwickelt als der Mouton Baron Philippe, aber immer noch ein toller Wein mit guter Länge aus einem hervorragenden Jahr, 94 NK Punkte

6.) 1945 Château Lynch-Bages
4me Cru Classé Pauillac
Händlerabfüllung Latrille & Cie

Ziegelrote Farbe mit braunem Rand, in der Nase reif, animalische Noten, Unterholz, Zeder, Leder, etwas Fruchtsüße, zeigt viel Präsenz, im Mund mittlerer Körper, reife Frucht aber noch völlig intakt, immer noch Fruchtsüße zeigend, erinnert etwas an guten Balsamico, Kampfer, Säure ist präsent wird aber durch die Fruchtsüße gut ausgeglichen, in der Runde fiel aber auch das Unwort „Aceton“, das soll nicht verschwiegen werden, der Wein zeigt immer noch Länge und ist für mich auch nach 63 Jahren absolut faszinierend, auch wenn er nicht ganz an das Niveau der 61er herankommt, 93 NK Punkte

7.) 1998 Château Coufran
Haut-Médoc - Cru Bourgeois

Tiefrote Farbe mit aufhellendem Rand, in der Nase dunkle, angenehm gereifte Frucht, Brombeere, Pilze, Waldboden, im Wein mittlerer Körper, saftige, harmonisch gereifte Frucht, schöne, reife Tannin-Struktur, gut integrierte Säure, ordentliche Länge, kein großer Bdx aber ein gut entwickelter Bdx der seiner Aufgabe als Essensbegleiter gewachsen war und für mich in dieser Kombination 87 NK Punkte verdient hat

8.) 1975 Château Mouton-Rothschild
Pauillac
Le Baron Philippe, Proprietaire

Tiefrote Farbe mit leicht braunem Rand, in der Nase etwas verschlossene, fast spröde Frucht, leicht animalisch, im Mund mittelkräftiger Körper, tanninbetonte, spröde Frucht, die Tannine sind reif, decken die Frucht aber nach wie vor zu, es fehlt der letzte Charme, gute Länge, wenn auch die Tannine (offensichtlich jahrgangsbedingt) etwas dominierend sind, er deutet zumindest noch etwas von Größe an, 90 NK Punkte

Die nachfolgenden Weißweine wurden von Wera blind serviert und von ns verkostet. Wir wussten was dabei war, aber nicht in welcher Reihenfolge. Gemeinheit: der Kees-Kieren war nur als Korkreserve gedacht.

9.) 2007 Graacher Himmelreich Riesling Eiswein (0,375)
Guts-Abfüllung Weingut Kees-Kieren, Graach
Goldene Kammerpreismünze
Alc.: 8%

Kräftiges Gelb in der Farbe, in der Nase ausdrucksvolle, finessenreiche Frucht, Honig, im Mund vollmundige, saftige Frucht, Finesse, Spiel, exotische Fruchtaromen, Säurespiel ohne Ende, lang, toll, ein Eiswein par excellence, groß, 97 NK Punkte

10.) 2007 Essinger Rossberg Riesling Eiswein (0,375)
Gutsabfüllung Weingut Frey, Essingen
Alc.: 6,5%

Hellgelbe Farbe, in der Nase verhaltene, aber blitzsaubere Frucht, Grapefruit, Ananas, im Mund fruchtintensive, eindringliche Präsenz, verspielte Säure, Stachelbeere, sehr lang, sehr gut, Klasse, 94 NK Punkte

11.) 2002 Oberhäuser Brücke Riesling Eiswein (0,375)
Erzeugerabfüllung Weingut Hermann Dönnhoff, Oberhausen
Alc.: 7,5%

Goldgelbe Farbe, wirkt gereift, in der Nase intensive, reife Frucht, wirkt bereits hier groß, im Wein erneut reif saftig, kraftvoll, intensives Säurespiel, komplexer Wein, lang, ohne Ende, groß, 98 NK Punkte

12.) 2004 Monzinger Halenberg Riesling Eiswein (0,375)
Gutsabfüllung Weingut Emrich-Schönleber, Monzingen
Alc.: 8%

Goldgelbe Farbe, feinreife, intensive Frucht, Honig, im Mund intensive, durchdringende Frucht, Honig, Rosinen, präsente Säure, lang, groß, 97 NK Punkte

Fazit: Die Probe machte sprachlos. Da fällt mir nur ein: „Uns geht’s gut!“

Gruß aus Oberhausen
Norbert
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VKN vom 31.12.2008: 12 Weine

Beitrag von kreutzer »

Hallo Weinforum,

alle Jahre wieder ist Silvester und alle Jahre wieder findet man sich mit Freunden zusammen um bei guter Speise einen schönen Abend mit hoffentlich interessanten Weinen zu begehen. In der Regel bringt jeder auch Weine ein. Dieses Mal musste ein Geburtstag nachgeholt werden und alle Weine wurden vom Gastgeber gestellt.

Nachfolgend für Interessierte meine Verkostungsnotiz über die am 31.12.2008 geöffnete Wundertüte:

1.
1993 Spitzer Honivogl Grüner Veltliner Smaragd
Frant Hirtzberger, Spitz
Alc.: 13%

Goldgelbe Farbe, reife, petroldominierte Nase, dahinter Apfelkompott, im Mund bestätigt sich der reife, ja firne Gesamtcharakter, deutlich Petrol, zurückhaltend in der Säure, aber er hat einen feinen Nachhall, deutet seine Kraft noch an, mit zunehmender Temperatur zeigt er auch so etwas wie Cremigkeit und Charakter, schade dass er als Begrüßungstrunk zu kühl serviert wurde und die Menge nicht ausreichte, ihn leicht temperiert nachzuverkosten, 85 NK Punkte

2.
2007 Neuenahrer Sonnenberg Spätburgunder Weißherbst QbA trocken
Blanc de Noir
Erzeugerabfüllung Weingut Burggarten, Familie Schäfer, Heppingen
Schraubverschluß
Alc.: 11,5%

Blassgelbe Farbe, in der Nase jugendliche, frische Frucht, grüner Apfel, Wiesenblumen, blitzsauber, im Mund leichter Körper, einfache, jugendliche, reintönige Frucht, steht gut in der Säure und bitzelt etwas auf der Zunge, Zitrusnoten, Stachelbeere, ein unkomplizierter Saufwein, knapper Abgang, 82 NK Punkkte

3.
2007 Weißer Burgunder QbA trocken
Gutsabfüllung Winzerhof Thörle, Saulheim/Rheinhessen
Schraubverschluß
Alc.: 12,5%

Blassgelbe Farbe, im Glas moussierend, in der Nase auf einen leichten Wein hindeutende, jugendliche, animierende Frucht, ich erkenne eine lupenreine Birnenaromatik (das Rückenetikett weist auf Zitrusaromen hin), im Mund leichter Körper, jugendliche, blitzsaubere Frucht, unreife Birne, ansonsten ein sehr einfach gestrickter Wein, knapper Abgang, gefällt mir aber aufgrund der lupenreinen Birnenfrucht ganz gut, 83 NK Punkte

4.
2007 Silvaner QbA trocken
Abfüller: Juliusspital, Würzburg
Schraubverschluß
Alc.: 11,5%

Hellgelbe Farbe, in der Nase frische, vielleicht etwas eigenwillige Frucht mit Andeutungen von Aprikose, im Mund leichter Körper, ungewöhnliche Frucht mit Aromen einer Schlangengurke, und auch Veilchen (und dass bei einem Silvaner?), florale Noten, von kühler, geradliniger Stilistik, kaum Leben, wenig Säure, knapper Abgang, ich mag Silvaner, diesen eher nicht, 79 NK Punkte

5.
2007 Burrweiler Schäwer Riesling QbA trocken
Abfüller: Sankt Annaberg, M. Lergenmüller, Burrweiler
Alc.: 13%

Blaßgelbe Farbe, in der Nase jugendliche, kühle, bonbonartige Frucht, Eisbonbon, im Mund leichter Körper, die dropsige Ausrichtung wird im Mund bestätigt, Eukalyptus, unauffällige Säure, knapper Abgang, uninteressant, 78 NK Punkte

6.
2007 Neuenahrer Sonnenberg Frühburgunder QbA trocken
Erzeugerabfüllung Weingut Burggarten, Familie Schäfer, Heppingen
Goldene Kammerpreismünze
Alc.: 13,5%

Kirschrote Farbe, in der Nase kühle, etwas künstlich wirkende Frucht, Piment, Lebkuchen, im Mund eher leichter Körper, bonbonartige, einfach gestrickte, grün wirkende Frucht, zeigt später dann auch etwas Wärme, passable Länge, nicht mein Fall, 82 NK Punkte

7.
2002 Gewürztraminer Beerenauslese (0,375l)
Gutsabfüllung Weingut Frey, Essingen
Alc.: 8%

Bernsteinfarben, in der Nase reif mit medizinischen Noten, Klebstoff, im Mund konzentrierte Süße, auch hier fremdartige, medizinale Note, langer Abgang, ich habe schon viele, schöne, edelsüße Frey’s getrunken, dieser gehörte leider zu den uninteressanten Weinen, kein Highlight, 81 NK Punkte

8.
2005 Spätburgunder „Angiolino“ QbA trocken
Gutsabfüllung Weingut Lergenmüller, Hainfeld
Alc: 13,5%

Purpurrote Farbe, frische, jugendliche Kirschfrucht mit präsenten Röstaromen, im Mund mittlerer Körper, intensive Kirschfrucht, zeigt eine recht deutliche Fruchtsüße und wirkt auf mich etwas klebrig, nicht das was ich mit einem trockenen Rotwein verbinde, es schimmern auch Vanillenoten durch, die auf Holzeinsatz hindeuten, gute Länge, wirkt insgesamt etwas aufgesetzt, künstlich, ich vermute Maischeerhitzung, nicht mein Fall, aber immer noch 83 NK Punkte

9.
2006 Neuenahrer Sonnenberg Cabernet Sauvignon QbA trocken
Erzeugerabfüllung Weingut Burggarten, Familie Schäfer, Heppingen
Alc.: 14%

Schwarzrote Farbe, in der Nase mit tiefer, würziger Beerenfrucht ausgestattet, jugendlich und mit Holzwürze ausgestattet, im Mund von leichtem bis mittlerem Körper, jugendliche Frucht mit reichlich unreifen Gerbstoffen, derzeit Bitterschokolade, Pfeffer, Paprika, Orangenschale, unauffällige Säure, passable Länge, einfach zu jung, braucht noch Reifezeit, 83 NK Punkte

10.
1986 Chateau Lamothe-Bergeron Haut-Médoc
Cru Bourgeois

Rubinrote Farbe mit aufhellendem Rand, in der Nase dunkle Töne, Brombeere, Kaffe, Holz, im Mund mittlerer Körper, jugendliche, noch etwas unfertige, tanningeprägte Frucht, wirkt alles noch etwas grün, kein Charme erkennbar, passable Länge, braucht noch Zeit, 84 NK Punkte

11.
1979 Château Pichon-Lalande (Comtesse) Pauillac
Magnum

Rubinrote Farbe mit aufhellendem Rand, in der Nase jugendliche, kühle Frucht, Pfeffer, Holz, etwas Lakritze, im Mund mit mittlerem Körper ausgestattet, jugendliche Frucht mit dezenter Fruchtsüße, alles in einem dichten Tanningerüst eingebettet, in der Gesamtwirkung derzeit immer noch etwas grün, deute aber eine gewisse Eleganz an, passable Länge, braucht noch Zeit, 85 NK Punkte

12.
1990 Château Mouton-Rothschild Pauillac

rubinrote Farbe mit aufhellendem Rand, in der Nase leicht animalische, jugendlich wirkende Frucht, im Mund von mittlerem Körper, auch hier spielt die Animalik leider eine dominierende Rolle, zeigt aber ansonsten eine gewisse Eleganz bei angenehmer Tanninstruktur, die Säure ist gut integriert, es mangelt aber an Wärme, Charme oder Schmelz, ordentliche Länge, für einen 1990er Mouton doch ziemlich enttäuschend, allerdings scheint er nach meinen Recherchen unter den großen Namen des Bdx in diesem Jahr auch der Schwächste zu sein, 85 NK Punkte

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Fazit: An diesem Abend musste ich mal wieder feststellen, wie verwöhnt oder versnobt man über die vielen Jahre des Weintrinkens geworden ist. Nach 9 Weinen ging mir tatsächlich der Gedanke durch den Kopf: Gibt es heute gar nichts Vernünftiges? Nicht dass die Weine irgendwie schlecht gewesen wären. Aber irgendwie geht die persönliche Erwartungshaltung dann doch in die Richtung, dass zumindest 2-3 Weine höherwertig sein sollten. Diese Konzentration von QbA Weinen, wenn man von dem gereiften Hirtzberger mal absieht, machte mich sichtlich nervös. Ich hoffe, dass die beginnende depressive Grundhaltung keinen Einfluss auf die Bewertung der dann folgenden Bdx hatte. Das es sich bei dem letzten Wein um den 90er Mouton handelte, mochte ich beim Aufdecken fast nicht glauben. Ich muss zugeben, dass ich ihn nachträglich noch einen Punkt aufgewertet habe. Aber animalische Noten halten bei mir das Punkteniveau generell niedrig. Auch den Pichon-Lalande hätte ich niemals erkennen können. Möglicherweise macht sich die Magnum doch deutlicher bemerkbar als vermutet. Der Wein braucht in der Magnum einfach noch Zeit um die Tannine abzuschleifen.

Die positive Überaschung war eigentlich der 86er Lamothe den ich ja ziemlich in der Nähe gepunktet habe und der ja nun immer einer der preiswerteren Cru Bourgeois war.

Gruß aus Oberhausen
Norbert
kreutzer
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VKN vom 15.11.2008: 10 Weine

Beitrag von kreutzer »

Hallo Weinforum.

Ein Geburtstag gab Anlass zu einer Einladung an langjährige Freunde.
Weine und Essen wurden für einen gemütlichen Abend kombiniert.
Angesichts der Säureempfindlichkeit eines Teilnehmers standen bei mir dann gereifte Weissweine in der GG Kategorie und Rotweine aus dem immer noch (zumindest was den täglichen Konsum angeht) vernachlässigten Portugal auf dem Programm.

Nachfolgend für Interessierte meine VKN über die am 15.11.2008 geöffneten Weine, die ich allerdings vorverkostet habe um den Verlauf des Abends durch die Notiererei nicht zu stören.

1.) 2002 Durbacher Plauelrain Chardonnay Spätlese trocken
Gutsabfüllung Weingut Andreas Laible, Durbach
Alk.: 12,5%

Zitronengelbe Farbe, in der Nase finde ich eine sehr ausdrucksstarke, schwarze Johannisbeer-Frucht, auch Reifetöne, im Mund von mittelgewichtigem Körper, saftig-cremige, mundfüllende Frucht, wieder schwarze Johannisbeere, erfreulich präsente Säure, herrlich intensiv (Gruß an Herrn Eichelmann), ohne jede Alterserscheinung (hat dann aber am zweiten Tag deutlich abgebaut), lang, sehr gut, 89 NK Punkte

2.) 2004 Birkweiler Mandelberg Weissburgunder Spätlese trocken
Erstes Gewächs
Gutsabfüllung Weingut DR. Wehrheim, Birkweiler
Alk.: 14,5%

Kräftiges Gelb in der Farbe, in der Nase erscheint mir die Frucht anfangs noch sehr verschlossen, deutet aber bereits auf die Kraft des Weines hin, öffnet sich dann, Aromen wechseln ständig, anfangs Annanas, dann Grapefruit, Litschi, auch Wiesenblumen, im Mund ein vollmundiger, saftiger Wein mit Kraft, schmelzig, lang, harmonisch eingebundene Säure, in diesen Wein mag ich mich versenken, man entdeckt immer wieder neue Nuancen und er zeigt noch deutlich Frische, Klasse, 94 NK Punkte

3.) Winninger Uhlen „B“ Blaufüsser Lay Riesling QbA Erstes Gewächs
Erzeugerabfüllung Weingut Heymann-Löwenstein, Winningen
Alk.: 13%

Goldgelbe Farbe, in der Nase fein gereifte Frucht, kraftvoll, nussig, Erdnuß, im Mund mittlerer Körper, vollmundig, saftig, gereift, belegt den Gaumen mit einer dezenten Restsüße
die Frucht pendelt zwischen Feigen, Zitrusaromen, Orangenmarmelade und Nüssen, die Säure zeigt sich nur noch verhalten, wirkt harmonisch gereift, langer Abgang, sehr gut, 91 NK Punkte

3.) 2002 Ungsteiner Weilberg Riesling Spätlese trocken GG
Gutsabfüllung Weingut Pfeffingen, Fuhrmann-Eymael, Ungstein
Alk.: 13%

Kräftiges Gelb in der Farbe, in der Nase kommt mir eine doch schon sehr gereifte Frucht entgegen, geht in die Richtung von Fruchtkompott, im Mund von mittelgewichtigem Körper, hier zeigt er eine schöne Harmonie, feine Reife, eine Vielzahl exotischer Fruchtkomponenten, Mango, Maracuja, leicht cremig, auch die Säure zeigt sich noch verspielt, gute Länge, sehr gut, 92 NK Punkte

4.) 2002 Forster Ungeheuer Riesling Spätlese trocken GG
Gutsabfüllung Weingut Georg Mosbacher, Forst
Alk.: 13%

Kräftiges Gelb in der Farbe, in der Nase deutlich gereifte, aber immer noch saftig-animierende Frucht, Honigmelone, Birne, Orange, im Mund von mittelgewichtigem Körper, der mit ansteigender Körper immer stärker kommt, ausdrucksvolle, harmonische Frucht, Zitrone, Maracuja, feine Reife, schöne Säuremitte, gute Länge, Klasse, 93 NK Punkte

5.) 2003 Westhofener Morstein Riesling QbA trocken GG
Erzeugerabfüllung Weingut Keller, Flörsheim-Dalsheim
Alk.: 13,5%

Zitronengelbe Farbe, in der Nase von opulenter Aromatik, jahrgangytypisch, im Wein von mittelgewichtigem Körper, der Wein hat durchaus Saft und Kraft, aber auch bei diesem 2003 GG habe ich das Gefühl des Mangels an innerer Struktur, eher fein mit verhaltener Säure (der Säureempfindliche fand sie eher heftig), wirkt insgesamt schon recht reif, gute Länge, dennoch fehlt es mir an der letzten Klasse, vor allem die Preis-/Qualitätsrelation ist problematisch, 90 NK Punkte

6.) 2001 Courela Vinho Tinto
Vinho Regional Alentejano
Casa Agricola Cortes de Cima
Alk.: 13%

Helles kirschrot in der Farbe mit weiter aufhellende Rand, in der Nase reife, leicht staubig wirkende Frucht, etwas schwarzer Pfeffer, Leder, im Mund leicht- bis mittelgewichtig, saftige Frucht mit präsenter Säure, leicht gebranntes Holz, wirkt eher gefällig, ohne Tiefgang, passable Länge, passt aber sehr gut zum Lammrücken vom Sylter Salzwiesenlamm der vom Rosenkohl mit überbackener Kartoffelkruste begleitet wurde, 84 NK Punkte, zum Essen 86 NK Punkte

7.) 1995 Garrafeira Vinho Tinto – Vinha da Corga
Bairrada
Casa de Saima
Alk.: 13,5%

Ziegelrote Farbe mit braunem Rand, in der Nase deutlich gereifte Frucht, etwas verhalten, Unterholz, Pilze, im Mund mittelgewichtig, reife Frucht mit recht präsenter Säure, wirkt schon etwas fragil, aber Tannine sind noch präsent, legt mit viel Luft dann auch etwas zu, die mir ungewöhnlich vorkommenden Fruchtkomponenten sind vermutlich auf einen Mischsatz autochtoner Rebsorten zurückzuführen, dem Wein mangelt es an Charme, er präsentiert sich recht spröde, Holz, Bitterschokolade, zeigt aber eine gute Länge, sicher ein recht eigenständiger Wein den ich vielleicht nicht ausreichend verstehe, sehr subjektive 86 NK Punkte, im Probierkreis wurde er recht positiv wahrgenommen

8.) 2000 Campo Ardosa Vinho Tinto – Testa Bianca
Douro
Quinta da Carvalhosa
Alk.: 13,5%

Granatrote Farbe mit aufhellendem Rand, in der Nase springt mir sofort eine intensive, fruchtig-attraktive Nase von internationaler, moderner Machart entgegen, feine Süße, Süßholz, etwas Rosmarin, feines Toasting, auch schwarze Johannisbeere, mittelgewichtiger Körper, charmante, feste, saftige Frucht die mich etwas an schwarzen Johannisbeer-Most erinnert, gute Struktur, sehr gut eingebundene Tannine, auch die Säure harmonisch eingebunden, lang, sicher sehr gut, aber wo ist Portugal?, er könnte von überall herkommen, 89 NK Punkte

9.) 2001 Syrah Vinho Tinto – Cortes de Cima
Vinho Regional Alentejano
Hans Kristian Jørgensen
Alk.: 14,5%

Granatrote Farbe mit aufhellendem Rand, in der Nase betont fruchtig, rebsortentypisch, allerdings habe ich auch die Assoziation von Kirschbonbon, für eine Wein dieser Preisklasse (ich meine es waren um die EUR 35) sehr schwierig, im Mund mittelgewichtig, anstrende, intensive Johannisbeer-Frucht, der Wein wirkt hochintensiv, konzentriert und trotzdem bleiben Struktur und Tannine im Hintergrund, Säure recht präsent, wirkt auf mich eher wie ein Überseewein, bonbonartig, aber sehr lang, 88 NK Punkte

10.) 1996 Vinha Pan
Bairrada
Luis Pato, Anadia
Alk.: 13,5%

Ziegelrote Farbe mit leicht braunem Rand. In der Nase verhaltene, aber sehr elegante, noble Frucht, Tabak, Zeder, Schokolade, im Mund mittelgewichtig, aber da spürt man die Kraft im Hintergrund, ausgewogen, harmonisch, von animierende Klasse, der Wein zeigt eine perfekte Balance zwischen Struktur, Frucht, Säure, feine Holznoten und einer Fruchtsüße, wie sie den wirklich guten Bordeaux zu eigen ist, gute Länge, Klasse, 93 NK Punkte

Der 1999er Feilbingerter Königsgarten Scheurebe Eiswein von Adolf Lötzbeyer ist zur Nachspeise (Apfelkompott mit Mascarpone und Amarettini) gut angekommen, konnte von mir aber allenfalls noch aus der Erinnerung bewertet werden. Die Details lassen wir dann aber mal lieber. Ich habe ihn so um die 91 NK Punkte gesehen.

Gruß aus Oberhausen
Norbert Kreutzer
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VKN vom 14.5.2005: 9 Weine

Beitrag von kreutzer »

Hallo Weinforum,

einer Einladung von Anja Eickelberg und Darius-Jean Namdjou folgend hatten Wera und ich Gelegenheit in Aachen einige Weine zu verkosten.

Nachfolgend für Interessierte meine Verkostungsnotizen vom 14.5.2005:

Bis auf die von mir mitgebrachten Weine wurden alle Weine verdeckt probiert. Direkt beim ersten Wein wurden wir aufs Glatteis geführt. Die Affinität der Gastgeber zu italienischen Rotweinen ließ mich dann auch gleich auf Italien, genauer gesagt, Aglianico und Kampanien tippen. Und es wurde furchtbar.;-)

(1) 2001 Rioja Crianza Vina Berceo Alc 13%
Bodegas Berceo S.A.
Preis: EUR 2,99 Quelle: Norma

In der Farbe jugendliches Kirschrot, in die Nase springt einem sofort eine frische, saubere, sehr eigenständige Frucht entgegen, im Wein eher leichtgewichtig, jugendliche, würzige Frucht mit Noten von Süßholz bzw. Lakritze, wirkt sauber und recht ansprechend, Tannine wirken noch etwas eckig, unfertig, Säure etwas hoch, es fehlt auch Tiefgang, passable Länge, 82 NK Punkte (für einen Billig-Wein einer Kaufhauskette nicht einmal schlecht)

Der nächste Wein begleitete ein Spargelgericht (grüner Spargel in Blätterteig).

(2) 2004 Bissersheimer Goldberg Grüner Silvaner QbA trocken ** Alc 12,5%
Gutsabfüllung Weingut Wageck-Pfaffmann, Bissersheim

Blaßgelbe Farbe, in der Nase frische, saubere, luftig-leichte Birnen-Frucht (Birne noch nicht voll ausgereift), Wera wertet die Aromatik als etwas aufgesetzt um nicht zu sagen parfümiert, im Wein leichter Körper, frische, lebendige, leichtgewichtige Frucht, schöne, erfrischende Säure, knapper Abgang, 82 NK Punkte
Anmerkung: als Spargelbegleiter werteten wir den Wein aufgrund seiner extrem fruchtbetonten Art als nicht ideal, ein anderer Silvaner, den wir mit Korkfehlerverdacht (allerdings nicht TCA) aussortiert hatten, passte aufgrund seiner kompakteren Struktur besser zum Gericht

(3) 1996 Lautus Crianza Navarra Alc 13%
Bodegas Guelbenzu S.L., Cascante
Cuvée aus 50% Tempranillo, 30% Merlot, 10% Garnacha, 10% Cabernet Ssuvignon

Rubinrote Farbe, in der Nase sehr ausgeprägte, feinreife Frucht, rote Beeren, allerdings dominiert die Holzröstung, deutlich Vanille, ich tippe auf ein Sangiovese-Cabernet Sauvignon-Cuvée, im Mund mittlerer Körper, noch jugendlich aber recht intensiv wirkende Frucht mit prägnanter Holzröstung, präsente Säure, angenehme Länge, 84 NK Punkte

(4) 1993 Rosso Conero „Dorico“ Marken Alc 13,5%
aus der Magnum-Flasche
100% Montepulciano
Az.Agr. Alessandro Moroder, Montacuto

Tiefes rubinrot in der Farbe, in der Nase tiefe, dunkle, noch recht verschlossene Beerenfrucht, noble Holzwürze, im Wein mittlerer Körper, recht gefällige Frucht von roten Beeren und etwas Würze, es mangelt etwas an Tiefgang und Charakter, eher glatt, wirkt trotz des Alters keineswegs reif, Tannine präsentieren sich deutlich und unentwickelt, brauchen noch etwas Zeit, die Säure ist nicht besonders hoch aber deutlich wahrnehmbar, insgesamt fehlen mir bei dem Wein Wärme und Struktur, passable Länge, 84 NK Punkte

(5) 1998 Montecalvi Rosso Alta Valle della Greve Alc 13,5%
Indicazione Geografica Tipica
Bernadette Doyle, Proprietaria

Tiefrote Farbe, in der Nase stelle ich vordergründig eine intensive Rauchnote fest, dahinter – weniger deutlich – reife, rote Beeren, und dann – immer deutlicher werdend – Stall, animalische Töne, im Wein mittlerer Körper, im Wein von saftiger Intensität, allerdings sind die Stallaromen durchgängig, Säure recht deutlich, Tannine etwas spröde, gute Länge, aber nicht mein Wein, 80 NK Punkte

(6) 1998 San Martino Toscana Alc 13,5%
Villa Cafaggio, Panzano
100% Sangiovese im Barrique ausgebaut

tiefrote Farbe, in der Nase sehr schöne, dunkelbeerige Frucht, deutliche Holzwürze der angenehmen Art, rote Beeren, Kräuter, im Wein mittlerer Körper, tiefe, saftige Frucht, jugendlich, gut integrierte Säure, gute Intensität, der Wein hat Volumen, Länge, macht Spaß, 89 NK Punkte

(7) 2001 Cabernet Sauvignon Sicilia Alc 14,5%
Forti Terre di Sicilia
Cantina Sociale di Trapani, Trapani

Tiefrote Farbe mit violettem Rand, in der Nase etwas glatte, kühle Frucht, in der Nase florale Noten, etwas Veilchen, im Wein mittlerer Körper, kühle, etwas künstlich-glatte Frucht, unfertige Tannine, grüne Noten, deutliche Säure, mittlere Länge, 84 NK Punkte

(9) 1999 Kallstadter Steinacker Spätburgunder Spätlese trocken Barrique Alc 13,5%
Gutsabfüllung Weingut Benderhof, Familie Bender-Haaß, Kallstadt

Kirschrote Farbe, intensive, feinreife Kirschfrucht mit nahezu durchdringender Fruchtsüße, im Wein konzentrierte Kirschfrucht, recht dicht, Tannine beginnen den Harmonisierungsprozess, sie dominieren nicht mehr, Säure recht gut eingebunden, der Wein zeigt Wärme und Schmelz, gute Länge, 89 NK Punkte
Der erste Barrique-Versuch vom Benderhof kann durchaus als gelungen bezeichnet werden da offensichtlich hervorragendes Traubenmaterial verwendet worden ist, das Holz brauchte eine Weile um abzuschmelzen, jetzt passiert es und es ist nichts mehr da ;-(

An dieser Stelle ein herzliches „Danke“ an Anja und Darius für die liebevolle Betreuung.

Gruß aus Oberhausen
Norbert
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