der thread gefällt mir, weil er recht konträre Sichten darstellt und dennoch die Form recht wahrt.
Zu Michaels letzten Äusserungen möchte ich noch erwähnen:
Bis auf VW, BMW, Audi und evtl. FORD könnte dies stimmen (dann bleibt aber nicht mehr viel). Aber mindestens genauso hart oder gar härter stimmt dies für Italien, Frankreich, Korea und USA.1. hat unsere Automobilindustrie einen Riesenproblem
Auch dies kann ich nicht einfach so dastehen lassen. Natürlich ist die Wertschöpfungskette oftmals komplex und international. Aber dennoch sind viele Facharbeiter zuhause notwendig und an denen mangelt es immer mehr. Wir laufen sehenden Auges auf einen Facharbeitermangel zu und dann müssen noch mehr Wertschöpfungen auswärts erfolgen. Und den Porsche kauft sich nicht der Fräser sondern sein Chef. Die Premium-Hersteller haben derzeit kein Problem und sie laufen von einem Rekord zum anderen (von Mercedes mal abgesehen aber deren Probleme sind m.E. seit vielen Jahren hausgemacht). Zudem haben wir seit langer Zeit eklatante Exportüberschüsse. Dies wird immer wieder gerne als Erfolg dargestellt aber das hat auch eine sehr unangenehme Seite. Exportüberschuss heisst Verschuldung der anderen. Das kann auf Dauer in dem Masse nicht gut gehen. Und deshalb ist es m.E. gut, wenn Zulieferer aus dem Ausland beteiligt sind. Und wenn dann beim Wein das Ganze mal anders herum geschieht, dann sollte man das ganze genauso den Marktkräften aussetzen, wie Maschinenbau & Co.2. Exportweltmeister: Du verwechselst Absatzzahlen mit Wertschöpfung im Land (die Jobs von denen Du sprichst sind im Ausland und nein, der Arbeiter der in Asien den Zylinder fräst, kauft nachher keinen Porsche von seinem Gehalt...)
Die Zahl kenne ich nicht aber nehme ich mal so hin. Bin da aber auch nicht wirklich überrascht, weil wohl viele der Winzer keine Antwort auf die Globalisierung hat und Protektionismus das bequemste wäre. Wenn aber Qualität und regionale Herkunft in der Breite keinen Markt mehr findet, dann muss und wird es eine Bereinigung geben. Dann soll die Masse das Zeugs trinken, das sie bereit ist zu bezahlen. Und es wird weiterhin (für mich) genügend heimische Winzer geben, die den Bedarf weiter bedient.4. komischerweise sind 99% der europäischen Winzer bei dem Thema einig. Das gab es eigentlich noch nie:)
Was mich noch interessieren würde: Hat jemand folgende Zahlen verfügbar - Produktionsmenge an Wein und "Verbrauch" (Kaufmenge) in D.?