Re: BORDEAUX 2012
Verfasst: So 4. Okt 2026, 13:53
schon wieder ein mich faszinierender Pontet-Canet.
Die Nase vom 12er mit Blaubeere, Cassis mit leichter „ätherischer“ Schoko-Anmutung—vor allem eine für mich typische Pontet Frucht mit einer Note, die beim intensiv Hineinriechen zusätzlich fern an eingelegte Früchte, Likör erinnert.
Mund: Ebenfalls dunkle Beeren und Schoko-Assoziation mit zusätzlich Gewürzkraut wie vielleicht Majoran sowie eine pfeffrige Anmutung. Tannine wie plattgetreten, d.h. wie lange Gräser, die von Wanderern akkurat zu einem Pfad zusammengepresst wurden. Kultiviert mit wilder Oberfläche.
Schärfe. Vorsicht beim intensiv Hineinschmecken - dann wird Tannin aufdringlich rauchiger.
Zarte Süßeeindrücke - natürlich keine echte Süße - neutralisieren die Schärfe. Zartbitter. Die dichte, zugespitzte, angesäuerte Frucht … Johannisbeere. Immer mehr Graphit. Wunderbar alkoholische Kirsche.
Wunderbares ausbalanciertes Praliné aus Süßsauer, herben Früchten, Schoko-Anmutung, etwas Tanninherbe.
Alle Worte geben nicht den seltsamen, anregenden Beerenton wieder, der für mich diesen Pontet-Canet kennzeichnete. Cassis und Johannisbeere auf jeden Fall, aber mit einer irgendwie exotischen Würzigkeit und Pfeffer. Nach Art und Stil ein wenig an Syrah erinnernd, wenn auch ganz anders schmeckend.
Kann sein, dass meine Begeisterung ziemlich individuell ist mit einem Trinkfluss besonderer Art. Dem Gefühl, in ein wildes aromatisches Dickicht zu geraten, eine spezifische Landschaft, bei der es nicht mehr darauf ankommt, wie großartig sie ist, sondern die wegen ihrer Eigenheiten in den Bann zieht.
Am zweiten Tag harmonisch-geglättet, aber weniger spannend. Milde, feine Eleganz kämpft mit reifen Früchten und etwas Herbstlaub.
Die Nase vom 12er mit Blaubeere, Cassis mit leichter „ätherischer“ Schoko-Anmutung—vor allem eine für mich typische Pontet Frucht mit einer Note, die beim intensiv Hineinriechen zusätzlich fern an eingelegte Früchte, Likör erinnert.
Mund: Ebenfalls dunkle Beeren und Schoko-Assoziation mit zusätzlich Gewürzkraut wie vielleicht Majoran sowie eine pfeffrige Anmutung. Tannine wie plattgetreten, d.h. wie lange Gräser, die von Wanderern akkurat zu einem Pfad zusammengepresst wurden. Kultiviert mit wilder Oberfläche.
Schärfe. Vorsicht beim intensiv Hineinschmecken - dann wird Tannin aufdringlich rauchiger.
Zarte Süßeeindrücke - natürlich keine echte Süße - neutralisieren die Schärfe. Zartbitter. Die dichte, zugespitzte, angesäuerte Frucht … Johannisbeere. Immer mehr Graphit. Wunderbar alkoholische Kirsche.
Wunderbares ausbalanciertes Praliné aus Süßsauer, herben Früchten, Schoko-Anmutung, etwas Tanninherbe.
Alle Worte geben nicht den seltsamen, anregenden Beerenton wieder, der für mich diesen Pontet-Canet kennzeichnete. Cassis und Johannisbeere auf jeden Fall, aber mit einer irgendwie exotischen Würzigkeit und Pfeffer. Nach Art und Stil ein wenig an Syrah erinnernd, wenn auch ganz anders schmeckend.
Kann sein, dass meine Begeisterung ziemlich individuell ist mit einem Trinkfluss besonderer Art. Dem Gefühl, in ein wildes aromatisches Dickicht zu geraten, eine spezifische Landschaft, bei der es nicht mehr darauf ankommt, wie großartig sie ist, sondern die wegen ihrer Eigenheiten in den Bann zieht.
Am zweiten Tag harmonisch-geglättet, aber weniger spannend. Milde, feine Eleganz kämpft mit reifen Früchten und etwas Herbstlaub.