Re: Wittmann
Verfasst: Do 24. Sep 2026, 21:53
Vielen Dank, Karsten! Das ist sehr interessant.
Was würdest du sagen, wie zeigt sich die Lage?
VG Nora
Was würdest du sagen, wie zeigt sich die Lage?
VG Nora
Derzeit wùrde ich sagen: wenig. In dem Wissen, daß Wittmann seinen Westhofener überwiegend aus dem Morstein gewinnt, und daß die Trauben für Dönnhoff (m.W.) auch i.W. von dort stammen, würde ich sogar sagen: erschreckend wenig!
...in dem Fall dann vielleicht noch mehr Keller-Handschrift, es sei denn, die Dönnhoff-Mannschaft hätte zwischen Traubenverlust und Lese bereits die Verantwortlichkeit für ihre Morstein-Trauben übernommen.amateur des vins hat geschrieben: ↑Do 24. Sep 2026, 19:55 "Terroir" ist in allererster Linie Winzerhandschrift, auch wenn die Lage eine leichte Tendenz einbringt.
Na ja... es ist wohl doch ein (leichter) Unterschied im Geschmack ob der Wein auf Lößboden (Lehm) oder auf Schieferverwitterungsboden wächst...amateur des vins hat geschrieben: ↑Do 24. Sep 2026, 19:55 "Terroir" ist in allererster Linie Winzerhandschrift, auch wenn die Lage eine leichte Tendenz einbringt.
...die zwei Weine, die Karsten verglichen hat, waren aber aus derselben Lage...Udo2009 hat geschrieben: ↑Fr 25. Sep 2026, 16:27Na ja... es ist wohl doch ein (leichter) Unterschied im Geschmack ob der Wein auf Lößboden (Lehm) oder auf Schieferverwitterungsboden wächst...amateur des vins hat geschrieben: ↑Do 24. Sep 2026, 19:55 "Terroir" ist in allererster Linie Winzerhandschrift, auch wenn die Lage eine leichte Tendenz einbringt.
Vor Jahren waren wir mal bei Pawis, der servierte uns drei Rieslinge vom selben Jahrgang... vom Lehm, vom Feuerstein, vom Kalk. Direkt nebeneinander probiert, schmeckten sie unterschiedlich.
Aber wenn man mir ein Glas Wein hinstellt, bin ich weit davon entfernt, den Boden herauszuschmecken...
Zunächst besten Dank für deinen Vergleich!amateur des vins hat geschrieben: ↑Do 24. Sep 2026, 19:55 Dönhoff, Westhofener Riesling trocken 2024
Wittmann, Westhofener Riesling 1G 2024
Ich konzentriere mich auf die Unterschiede:
Dönhoff ist sanft, leise, etwas cremig.
Wittmann ist kräftig, würzig, insgesamt lauter und mit deutlichem Säurebiß.
Vermutlich wird Wittmann nicht seine allerbesten Parzellen gestiftet haben. Aber dramatisch werden die Unterschiede nicht sein, und so läßt der krasse Unterschied zwischen beiden Weinen eigentlich nur einen Schluß zu:
"Terroir" ist in allererster Linie Winzerhandschrift, auch wenn die Lage eine leichte Tendenz einbringt.