Re: Jahrgang 2011 ist eröffnet ...
Verfasst: So 4. Sep 2011, 10:15
Gestern Morgen wurden die Barbera und Cabernet Franc Trauben in meinem kleinen Rebberg im Piemont gelesen.
Die Erntemenge ist aufgrund der Flavescenza Dorata-Problematik erneut leicht zurückgegangen (330 Liter Maische - was ziemlich genau 1 Barrique geben wird). Da die Krankheit die Barbera-Zeilen stärker mitgenommen hat als die Cabernet Franc-Zeilen, beträgt die Assemblage für den 2011er 59% Cabernet Franc und 41% Barbera.
Die Trauben konnten vollreif und mit guter Qualität kurz vor dem Regen in den Keller gebracht werden (3h nach der Ernte schüttete es wie aus Kübeln...). Die Barbera-Trauben auf leichteren Böden hatten teilweise etwas Wassermangel, was beim Barbera zu einer guten aber wohl nicht ausgezeichneten Qualität führen dürfte. Die Cabernet-Reben wachsen auf schwereren, lehmhaltigen Böden und konnten bis zur Lese von den Wasserreserven im Boden profitieren. Die Cabernet-Qualität ist hervorragend.
Mit 22 Grad KMW (ca. 110 Oechsle) dürfte erneut ein Alkoholgehalt von 15.5% erwartet werden, was leider in den letzten Jahren mehr zur Regel als zur Ausnahme geworden ist. So sind die urprünglichen 14.5% welche u.a. auch Braida mit seinem Bricco dell Uccelone auf die Flasche brachte seit dem 2006er-Jahrgang Geschichte. Ein Bricco dell Uccelone und eben auch mein Wein landen meist zwischen 15% und 16% Alkohol. Von leicht und bekömmlich kann man da natürlich nicht mehr sprechen - schmecken tut's aber alleweil.
Soviel von der Piemont-Front.
Gruss,
Adrian
Die Erntemenge ist aufgrund der Flavescenza Dorata-Problematik erneut leicht zurückgegangen (330 Liter Maische - was ziemlich genau 1 Barrique geben wird). Da die Krankheit die Barbera-Zeilen stärker mitgenommen hat als die Cabernet Franc-Zeilen, beträgt die Assemblage für den 2011er 59% Cabernet Franc und 41% Barbera.
Die Trauben konnten vollreif und mit guter Qualität kurz vor dem Regen in den Keller gebracht werden (3h nach der Ernte schüttete es wie aus Kübeln...). Die Barbera-Trauben auf leichteren Böden hatten teilweise etwas Wassermangel, was beim Barbera zu einer guten aber wohl nicht ausgezeichneten Qualität führen dürfte. Die Cabernet-Reben wachsen auf schwereren, lehmhaltigen Böden und konnten bis zur Lese von den Wasserreserven im Boden profitieren. Die Cabernet-Qualität ist hervorragend.
Mit 22 Grad KMW (ca. 110 Oechsle) dürfte erneut ein Alkoholgehalt von 15.5% erwartet werden, was leider in den letzten Jahren mehr zur Regel als zur Ausnahme geworden ist. So sind die urprünglichen 14.5% welche u.a. auch Braida mit seinem Bricco dell Uccelone auf die Flasche brachte seit dem 2006er-Jahrgang Geschichte. Ein Bricco dell Uccelone und eben auch mein Wein landen meist zwischen 15% und 16% Alkohol. Von leicht und bekömmlich kann man da natürlich nicht mehr sprechen - schmecken tut's aber alleweil.
Soviel von der Piemont-Front.
Gruss,
Adrian