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Re: Preis und Qualität
Verfasst: Di 20. Okt 2026, 21:24
von Dominik Mueller
Ich bin froh darüber, hier zu sein.

Wirklich, die frühen bis mittleren 2000er waren für mich das goldene Zeitalter des (noch) vergleichsweise gepflegten Austauschs zu interessanten Themen im rasant wachsenden Internet. Foren waren viel beliebter, als sie es heute sind. Gepflegt und moderiert von Menschen. Der inhaltliche Austausch tiefer als bei den später aufkommenden "sozialen" Netzwerken. Daher bin ich dankbar, dass es das vereinzelt noch gibt, wie hier mit dem Weinforum. Gäbe es das nicht mehr, ich würde es sehr vermissen. Vielen Dank, Gerald.
Seit etwas mehr als zwei Monaten habe ich keinen Wein getrunken. Das hat sich irgendwie so ergeben, soll aber natürlich nicht dabei bleiben. Ich werde den Thread hier zum Anlass nehmen und es zum Comeback mit einem Wein aus der Kategorie um die 7 oder 8 Euro so richtig krachen lassen. Ein Johanniter vom fränkischen Main, von Herrn Hofschuster im Sommer als Lieblingswein entdeckt. Ich werde berichten, das kann aber noch eine kurze Weile dauern, da ich mich gerade so mit Tee eingegroovt habe.

Re: Preis und Qualität
Verfasst: Di 20. Okt 2026, 22:02
von Nora
Dominik Mueller hat geschrieben: ↑Di 20. Okt 2026, 21:24
Ich bin froh darüber, hier zu sein.

Wirklich, die frühen bis mittleren 2000er waren für mich das goldene Zeitalter des (noch) vergleichsweise gepflegten Austauschs zu interessanten Themen im rasant wachsenden Internet. Foren waren viel beliebter, als sie es heute sind. Gepflegt und moderiert von Menschen. Der inhaltliche Austausch tiefer als bei den später aufkommenden "sozialen" Netzwerken. Daher bin ich dankbar, dass es das vereinzelt noch gibt, wie hier mit dem Weinforum. Gäbe es das nicht mehr, ich würde es sehr vermissen. Vielen Dank, Gerald.
Seit etwas mehr als zwei Monaten habe ich keinen Wein getrunken. Das hat sich irgendwie so ergeben, soll aber natürlich nicht dabei bleiben. Ich werde den Thread hier zum Anlass nehmen und es zum Comeback mit einem Wein aus der Kategorie um die 7 oder 8 Euro so richtig krachen lassen. Ein Johanniter vom fränkischen Main, von Herrn Hofschuster im Sommer als Lieblingswein entdeckt. Ich werde berichten, das kann aber noch eine kurze Weile dauern, da ich mich gerade so mit Tee eingegroovt habe.
Wo ist der Like-Button?

Re: Preis und Qualität
Verfasst: Di 20. Okt 2026, 22:40
von Schönibert
Dominik Mueller hat geschrieben: ↑Di 20. Okt 2026, 21:24
Ich werde berichten, das kann aber noch eine kurze Weile dauern, da ich mich gerade so mit Tee eingegroovt habe.
Mach mal ein Tee Thema auf, ich wäre dabei!
Ich bin nicht sonderlich bewandert, aber ich habe eine sehr gute Qualität in Boutiquen eines Anbieters in Straßburg/Colmar gefunden. Mit Kusmi etc. - oder auch ganz lokal Ronnefeld - bin ich eigentlich durch.
Re: Preis und Qualität
Verfasst: Di 20. Okt 2026, 22:45
von Bernd Schulz
Schönibert hat geschrieben: ↑Di 20. Okt 2026, 22:40
Mach mal ein Tee Thema auf, ich wäre dabei!
Gibts doch hier schon lange:
viewtopic.php?p=10820&hilit=Tee#p10820
Herzliche Grüße
Bernd
Re: Preis und Qualität
Verfasst: Di 20. Okt 2026, 22:55
von JPO
Thema Preis / Qualität:
Es wurde schon viel dazu geschrieben, die meisten eurer Gedanken teile ich auch. Daher an dieser Stelle noch ein paar andere Aspekte von mir. Ich gehöre zu denen, deren Flaschen im Keller bei ca. 18 Euro anfangen und in der Masse bis 50 Euro gehen, auch wenn es einzelne gibt bis etwa 120 Euro (historische Einkaufspreise Burgund, Bordeaux). Da drüber kommt dann noch eine Keller-Kiste. Etiketten-Trinker? Ja - ich habe wenig Ahnung von Wein und trinke vergleichsweise wenig, daher halte ich mich an die grossen Namen. Glücklicherweise ist das finanziell derzeit noch machbar.
Ich hatte mich seinerzeit bei der Einlagerung von über 700 Flaschen (mittlerweile habe ich mich runtergetrunken auf 550 Flaschen) von dem Gedanken leiten lassen, dass Qualität in Hinblick auf Lagerfähigkeit seinen Preis hat, daher habe ich ca 75% Erste Lagen und 25% GG eingelagert, bei Burgund fast ausschliesslich PC, bei Österreich Weine mit Ried-Angabe etc, keinerlei Gutsweine. Tja, meine Erfahrung ist bei Weissweinen nun, dass egal welche Qualität, es ist eine Lotterie mit dem Kork, und die österreichischen Glaskorken kann man auf lange Sicht komplett in die Tonne treten bei der gehypten angeblichen Weltklasse (Tement). Geschmacklich bin ich 1G-Trinker, dort ist für mich persönlich weiterhin der Sweet Spot des Preis-Leistungsverhältnises.
Bang for the Buck: da bin ich der Meinung, dass je höher der Buck, desto mehr Bang erwarte ich. Das ist sicher keine proportionale Steigerung, aber eine irgendwie geartete Steigerung erwarte ich schon, und zumindest innerhalb der eigenen Kollektion liefern die Weingüter das auch, nur nicht unbedingt im Quervergleich mit anderen. Wenn ich in diesem Forum in den Verkostungsnotizen lese von zurückhaltender Eleganz, unaufdringlich, leicht schwebend etc. bei einem GG, dann kommen mir manchmal Zweifel, ob das nicht euphemistische Umschreibungen sind für eine wässrige Plörre. Jedenfalls erwarte ich mehr - deswegen hadere ich auch ab und zu mit den Keller-GGs, den Bang empfinde ich als sehr zurückhaltend im Quervergleich für den Buck, den man dort auf den Tisch legt.
Mein derzeitiges Kaufverhalten ist ein ganz spezielles. Da ich genug Flaschen im Keller habe, gebe ich mein selbst gesetztes Jahresbudget demnächst für einen einzigen Kauf dieses Jahr für nur 3 Flaschen aus, und kaufe Wein, der mir bei meiner letztjährigen Piemont-Tour am besten gefallen hat, da wird jede einzelne Flasche die 200€-Grenze überschreiten. PLV-Gedanke? Ausgeblendet, es geht mir tatsächlich um die absolute Geschmacksqualität. Das werde ich wohl die nächsten 4 Jahre noch so handhaben. Danach haben sich meine weissen Keller-Bestände so weit reduziert, dass ich wieder und dann wohl ausschliesslich weisse 1G kaufen werde (und jünger trinken werde), Rote werde ich für weitere 15 Jahre genug im Keller haben.
Re: Preis und Qualität
Verfasst: Di 20. Okt 2026, 23:28
von Bernd Schulz
JPO hat geschrieben: ↑Di 20. Okt 2026, 22:55
Bang for the Buck: da bin ich der Meinung, dass je höher der Buck, desto mehr Bang erwarte ich....
Ich bilde mir ja ein, dass ich die deutsche Sprache nicht ganz schlecht beherrsche (sowohl lesend wie schreibend), aber zur Schulzeit waren meine Englischnoten ziemlich miserabel, und auch mein derzeitiges Denglisch lässt deutlich zu wünschen übrig. Sprich: Ich müsste erst mal googeln, um wissen zu können, was mit "Bang for the Buck" überhaupt gemeint ist (und dazu habe ich ehrlich gesagt nicht sonderlich viel Lust).
Über die Verwendung diverser Anglizismen in unserem schönen Forum staune ich häufig nicht schlecht - offenbar wird da mittlerweile vieles als sprachliches Gemeingut vorausgesetzt, was mir bislang noch nie vor die Augen oder unter die Ohren gekommen ist. Lebe ich denn als konservativer Knochen völlig hinter dem Mond?
Herzliche Grüße
Bernd
Re: Preis und Qualität
Verfasst: Di 20. Okt 2026, 23:51
von Schönibert
Bernd Schulz hat geschrieben: ↑Di 20. Okt 2026, 22:45
Gibts doch hier schon lange:
Bernd
2013 - ok, das hatte ich jetzt nicht auf dem Schirm Bernd, man möge es mir nachsehen.
Re: Preis und Qualität
Verfasst: Mi 21. Okt 2026, 00:10
von Bernd Schulz
Schönibert hat geschrieben: ↑Di 20. Okt 2026, 23:51
2013 - ok, das hatte ich jetzt nicht auf dem Schirm Bernd, man möge es mir nachsehen.
Zugegebenermaßen ist der Thread schon ziemlich uralt. Aber man könnte ihn ja trotzdem neu beleben, anstatt einen komplett anderen aufzumachen, oder...?
Herzliche Grüße
Bernd
Re: Preis und Qualität
Verfasst: Mi 21. Okt 2026, 07:38
von Schönibert
Bernd Schulz hat geschrieben: ↑Mi 21. Okt 2026, 00:10
Aber man könnte ihn ja trotzdem neu beleben, anstatt einen komplett anderen aufzumachen, oder...?
Absolut!
Re: Preis und Qualität
Verfasst: Mi 21. Okt 2026, 07:53
von Gerald
Zu Tee gibt es auch noch ein paar Beiträge in diesem Thread:
https://dasweinforum.de/viewtopic.php?p ... 05e#p72046
Grüße
Gerald