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Re: Wein und Hausmannskost
Verfasst: So 6. Sep 2026, 19:54
von Schönibert
Bei ner Marlboro wär ich ja noch eher dabei. Aber ok ich kenn auch nur das hier erhältliche Aecht Schlenkerla Rauchbier, welches ich ziemlich schwierig finde. Wenn Rauch in trinkbar, dann Islay Single Malt - und zwischen jedem Schluck davon gern eine Flasche Jever, um überhaupt wieder klar zu kommen. Ich schweife ab, sorry.
Wie ist das Bamberger Spezial einzuordnen im Verhältnis zum vorgenannten? Welche Hausmannskost empfiehlt sich besonders?
Re: Wein und Hausmannskost
Verfasst: So 6. Sep 2026, 19:55
von Bernd Schulz
maha hat geschrieben: ↑So 6. Sep 2026, 17:13
Bin ich der einzige der zu nem Pfälzer Teller (Saumgen, Bratwurst, Leberknödel, Sauerkraut, Bratkartoffeln) einen Riesling bevorzugt?
Den besagten "Pfälzer Teller" habe ich schon ewig nicht mehr gegessen. Aber wenn ich ihn noch mal essen würde, was durchaus vorkommen könnte, würde ich im Lokal auf jeden Fall ein Bier dazu bestellen und keinen Wein. Zu Hause könnte es schon auf einen trockenen Riesling der rustikaleren Art hinauslaufen, aber da man in der kulinarischen Wüste des Rheinlandes nur auf dem Versandweg an anständigen Saumagen und brauchbare Leberknödel herankommen kann, ist für mich erst mal kein selbst gebastelter "Pfälzer Teller" in Sicht....wobei....ich könnte eigentlich mal was bei Hambel bestellen.....
Herzliche Grüße
Bernd
Re: Wein und Hausmannskost
Verfasst: So 6. Sep 2026, 20:13
von EThC
...ich trinke ja fast kein Bier mehr, bzgl. der fränkischen Sorten kann ich aber dennoch fast bedenkenlos zustimmen, nur mit den Rauchbieren bin ich nie warmgeworden. Dann eher ein Dunkles vom Gottsmannsgrüner oder auch das Nankendorfer Landbier, Karg ist auch schön. Falls es die genannten überhaupt noch gibt...

Re: Wein und Hausmannskost
Verfasst: So 6. Sep 2026, 20:36
von Bernd Schulz
EThC hat geschrieben: ↑So 6. Sep 2026, 20:13
...ich trinke ja fast kein Bier mehr....
Dafür trinke ich deutlich mehr Bier als früher. Meine Ex, mit der ich mal wieder zehn Tage Urlaub gemacht habe, hat einen sehr guten Draht zu einem hervorragenden Getränkehändler, der viele kleine deutsche Brauereien abklappert, um deren Biere im Sortiment führen zu können. Daher komme ich immer wieder mal an Sachen, die es hier bei mir leider nicht zu kaufen gibt - und ich finde, gerade zur "Hausmannskost" passt ein handwerklich hergestelltes Bier nicht so selten viel selbstverständlicher als ein Wein. Ich erinnere mich noch gut daran, wie weiland auf TAW nach dem passenden Wein zum Matjes gesucht wurde (Mario Scheuermann höchstselbst empfahl, wenn ich mich recht erinnere, irgend einen Lagenriesling von Reinhard Löwenstein), und schon damals empfand ich das als eine ziemlich lächerliche Nummer. Zur deftigen Pfälzer Küche geht ein derber Riesling ohne Frage, aber warum sollte man zum fetten Hering Wein trinken?
EThC hat geschrieben: ↑So 6. Sep 2026, 20:13
....Karg ist auch schön. Falls es die genannten überhaupt noch gibt...
Ein (richtig gutes) Weißbier von Karg hatte ich neulich im Glas. Die Brauerei in Murnau am Staffelsee gibt es auf jeden Fall noch.
Herzliche Grüße
Bernd
Re: Wein und Hausmannskost
Verfasst: So 6. Sep 2026, 21:19
von EThC
Bernd Schulz hat geschrieben: ↑So 6. Sep 2026, 20:36
Ein (richtig gutes) Weißbier von Karg hatte ich neulich im Glas
...falscher Fehler meinerseits, ich meinte eigentlich Krug aus Breitenlesau
Aber Karg ist (bzw. war?) auch sehr schön, ist halt schon von der Region her eine andere Liga...
Re: Wein und Hausmannskost
Verfasst: Mo 7. Sep 2026, 08:53
von Herr S.
maha hat geschrieben: ↑So 6. Sep 2026, 17:13
Bin ich der einzige der zu nem Pfälzer Teller (Saumgen, Bratwurst, Leberknödel, Sauerkraut, Bratkartoffeln) einen Riesling bevorzugt? Ich würde sogar so weit gehen zu sagen daß das in der Pfalz die einzig zugelassene Kombi ist

(Herr S. Bitte um Meinungen

)
Ajoo, alles andere wäre Frevel, lieber Marko, der Teer brodelt bereits und die Federn sind gerichtet.
in diesem Sinne,
Björn
Re: Wein und Hausmannskost
Verfasst: Mo 7. Sep 2026, 11:22
von UlliB
Schönibert hat geschrieben: ↑So 6. Sep 2026, 19:54
Wie ist das Bamberger Spezial einzuordnen im Verhältnis zum vorgenannten? Welche Hausmannskost empfiehlt sich besonders?
Das Spezial ist weniger rauchig als das Schlenkerla. Gewöhnungsbedürftig bleibt es immer noch, und viele Biertrinker werden sich vermutlich nie damit anfreunden.
Ich trinke es eigentlich nur, wenn ich in der Bamberger Gegend bin. Man könnte dort allerdings schon eine Art Wissenschaft draus machen. In Bamberg und nahe bei Bamberg gibt es eine Vielzahl kleiner Brauereien, und die meisten davon haben ein Rauchbier im Sortiment. Da bräuchte man viele Tage, um alles zu probieren.
Welche Hausmannskost empfiehlt sich besonders?
In Bamberg gibt es ein paar Spezialitäten, die ich nur dort gefunden habe. Da gibt es zum einen Bratwürste, die kräftig mit Kümmel gewürzt sind. Mit Kümmel haben die es dort sowieso, dunkles Brot wird typischerweise gekümmelt, und ich habe da auch schon Bratkartoffeln mit Kümmel bekommen.
Dann gibt es dort einen geräucherten Backsteinkäse, eine Art Limburger, aber eben mit Rauch, der häufig mit geschnittener Fleischwurst im Wurstsalat kombiniert wird. Rauch zu Rauch passt natürlich gut.
Gruß
Ulli
Re: Wein und Hausmannskost
Verfasst: Mo 7. Sep 2026, 11:27
von EThC
UlliB hat geschrieben: ↑Mo 7. Sep 2026, 11:22
Dann gibt es dort einen geräucherten Backsteinkäse, eine Art Limburger
...in Bayreuth und Umgebung heißt der tatsächlich "geräucherter Limburger", gibt's quasi natur oder mit Paprika- bzw. Kräutermantel...