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Re: Wittmann
Verfasst: Mi 10. Dez 2025, 16:57
von EThC
...hier ein ziemlich erstaunlicher Orts-Riesling, dessen Trauben in 2014 aber komplett aus dem Morstein gekommen sein sollen. Wobei man berücksichtigen sollte, daß nur ein Teil des Morstein beim VDP als Große Lage klassifiziert ist...
2014er Riesling - Westhofener
[Morstein] - Pur! - trocken -
[VDP.Ortswein]

Re: Wittmann
Verfasst: Sa 24. Jan 2026, 21:44
von amateur des vins
Dieser Wein war eines der, wenn nicht
das Highlight meiner kleinen
GG-vs-1G-Reihe:
Wittmann, Westhofener 1G 2019
Die Robe zeigt sich ziemlich sattgelb.
In der Nase zwar entwickelt, aber kaum Petrol. Vielmehr reife dunkelgelbe Steinfucht, Kräuter, Erde und sogar ein Hauch weißen Specks(!).
Die Säure sticht nicht gerade spitz heraus, was aber eher am hohen Extrakt liegen dürfte, denn frisch genug ist sie.
Ich bin ein bißchen überrascht, wie weit entwickelt sich diese Flasche zeigt. Ich hatte schon Westhofener von Wittmann, die mit 10 Jahren eher jugendlich wirkten und nicht schon mit 6 die Biege machen. Aber wie dem auch sei: Diese Flasche macht gerade richtig Spaß! Nur sollte man - gemessen an dieser einen - weitere Flaschen nicht mehr lange aufheben, was gelegentlich zu überprüfen wäre.
Re: Wittmann
Verfasst: Do 29. Jan 2026, 20:40
von EThC
...steht im neunten Jahr ziemlich top da:
2017er Riesling - Estate - trocken - VDP.Gutswein

Re: Wittmann
Verfasst: Mo 4. Mai 2026, 16:29
von Rieslingfan
Inzwischen sind die 2025er Gutsweine erhältlich und man kann die 2025 er 1G vorbestellen, bzw. die GG als Subskription.
Der Riesling Estate 2025 empfinde ich als sehr gut!
Analysewerte: Säure 8,2g/l, Restzucker 3,3g/l
Nährwerte und Zutaten
Aufgrund schwerer Hagelschäden gibt es leider keinen 2025er 1G Gundersheimer Riesling und GG Höllenbrand Riesling.
Re: Wittmann
Verfasst: Fr 3. Jul 2026, 17:58
von Rieslingfan
Ich kenne den Riesling Estate von Wittmann seit dem Jahrgang 2021 und kann inzwischen sagen, dass der 2025er Estate für mich den bisherigen Höhepunkt darstellt.
Kühl, Zitrusfrüchte, ausgeprägte und sehr angenehme Säure.
Re: Wittmann
Verfasst: Do 16. Jul 2026, 20:18
von Nora
Seit 2 Tagen im Glas:
Riesling Kirchspiel GG 2020
Schon beim Ziehen des Korkens strömt ein betörender Duft aus der Flasche. Zunächst deutlich Kräuter, noch eine ganz feine Reduktion, viel heller Stein und dann eine dezente Hellgelbfruchtigkeit.
Am Gaumen ist der Wein von viel Extrakt und Dichte geprägt, deutlich cremig, fast ein wenig ölig; kräutrig und gelbfruchtig; auch hier wieder helle steinige, kreidig, mineralische Noten; die Säure ist moderat saftig und wird ergänzt durch einen sehr zurückhaltenden, gekonnt eingesetzten Gerbstoffeintrag. Die Säure und das Tannin geben dem Wein Begrenzung und verhindern, dass er in die Breite geht und damit strukturiert und präzise bleibt. Langanhaltender Abgang, ich bemerke es ja nicht oft, aber hier würde ich sagen durchaus von Salzigkeit geprägt.
Ausgezeichnet gelungen!
Laut Philipp Wittmann befindet sich der Wein gerade am Beginn seines ersten, vielleicht zweiten Jugend-Trinkfensters.
VG Nora
Re: Wittmann
Verfasst: Do 16. Jul 2026, 21:49
von amateur des vins
Heute aufgezogen:
Wittmann, Westhofener 2018
aus der Prä-1G-Ära.
Der Korken war ganz leicht auffällig: auf der einen Seite zur Hälfte satt befeuchtet, auf der anderen Seite noch zu einem guten Viertel. Der Wein ist aber völlig im grünen Bereich: Zwar durchaus reif, und auch mit erster leichter Entwicklung, aber weit weg von zu weit. Saftig, gelbfruchtig, aber auch frisch. Vor allem: keine Spur der fiesen bitteren Hitzestreßnoten, die so manche 2018er zeigten.
Sehr gut!
Re: Wittmann
Verfasst: Sa 18. Jul 2026, 20:13
von EThC
...boah, ist das goil:
2014er Riesling – Westhofen Morstein – trocken – VDP.Große Lage – GG

Re: Wittmann
Verfasst: Do 3. Sep 2026, 16:59
von Rieslingfan
Heute habe ich meine vorbestellten 1G-Weine, d. h. Westhofener Riesling und Niersteiner Riesling des Jahrgangs 2025 erhalten. 2025er Gundersheimer Riesling 1G und GG Höllenbrand gibt es aufgrund Hagelschaden nicht.
Analysewerte:
2025 Westhofener Riesling: Alkohol 12,5% - Säure 7,1 g/l - Restzucker 2,9 g/l
2025 Niersteiner Riesling: Alk 13,0% - S 7,4 g/l - RZ 3,7 g/l
Die Flaschen habe ich in meinem Weinkühlschrank gelagert und lasse sie noch einige Zeit reifen.
Hier noch die Analysewerte der 2025er GG, die ich vorbestellt habe und ab März 2027 erhältlich sind.
2025 AULERDE Riesling Grosses Gewächs trocken: Alk 13,0% - S 7,0 g/l - RZ 2,8 g/l
2025 KIRCHSPIEL Riesling Grosses Gewächs trocken: Alk 13,0% - S 6,9 g/l - RZ 2,3 g/l
2025 BRUNNENHÄUSCHEN Riesling Grosses Gewächs: Alk 13,0% - S 7,8 g/l - RZ 1,9 g/l
2025 MORSTEIN Riesling Grosses Gewächs trocken: Alk 13,0% - S 7,2 g/l - RZ 1,8 g/l
Re: Wittmann
Verfasst: Do 24. Sep 2026, 19:55
von amateur des vins
Wo tu ich das hin? Hier nur halb passend, aber ein eigenes Thema ist dafür auch nicht gerechtfertigt.
Dönhoff, Westhofener Riesling trocken 2024
Wittmann, Westhofener Riesling 1G 2024
Die meisten hier werden die Geschichte kennen: Dönnhoff hatte dramatische Frostschäden und kaum Trauben. Wittmann (und Bürklin-Wolf) halfen, und daraus entstand dieser Wein. Ich wollte unbedingt beide parallel verkosten.
Ich konzentriere mich auf die Unterschiede:
Dönhoff ist sanft, leise, etwas cremig.
Wittmann ist kräftig, würzig, insgesamt lauter und mit deutlichem Säurebiß.
Vermutlich wird Wittmann nicht seine allerbesten Parzellen gestiftet haben. Aber dramatisch werden die Unterschiede nicht sein, und so läßt der krasse Unterschied zwischen beiden Weinen eigentlich nur einen Schluß zu:
"Terroir" ist in allererster Linie Winzerhandschrift, auch wenn die Lage eine leichte Tendenz einbringt.