Lisa Bunn

Benutzeravatar
Schönibert
Beiträge: 476
Registriert: Di 7. Dez 2010, 11:28
Wohnort: Frankfurt am Main

Re: Lisa Bunn

Beitrag von Schönibert »

Bernd Schulz hat geschrieben: Do 5. Mär 2026, 22:47
(auch den Wintersheimer Riesling brauche ich nicht unbedingt in meinem nach wie vor stark rieslingverseuchten Keller).
Der 21er ist halt leider geil, und dem Sankt Laurent trau ich auch was zu. Beim Chardonnay weiß ich nicht was ich damit soll aber dein Argument regt mich zum nachdenken an.
Viele Grüße,
Euer Schöni
Benutzeravatar
EThC
Beiträge: 10518
Registriert: Fr 27. Feb 2015, 16:17
Wohnort: ...mal hier, mal dort...
Kontaktdaten:

Re: Lisa Bunn

Beitrag von EThC »

Schönibert hat geschrieben: Fr 6. Mär 2026, 22:16 Ja, prima, du hast es beantwortet und doch nicht beantwortet, 😅
...wär doch voll langweilig, wenn's zu einfach wär... :mrgreen:
Viele Grüße
Erich

Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's
DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.

https://ec1962.wordpress.com/
Benutzeravatar
Schönibert
Beiträge: 476
Registriert: Di 7. Dez 2010, 11:28
Wohnort: Frankfurt am Main

Re: Lisa Bunn

Beitrag von Schönibert »

2019 Lisa Bunn Nierstein St. Laurent

Das ist in der Nase ätherisch frisch, fast mit etwas von einer Holzkohle bevor sie angezündet wurde.
Dann kommen am Gaumen Himbeeren und rote Kirschen, ziemlich pur und klar, und eine Prise Pfeffer, etwas Mandeln oder Marzipan.
Beim erneuten reinriechen nach dem ersten Schluck hast du auf einmal nasses Leder.

Wird im weiteren Verlauf etwas pflaumkuchenartig breitärschig. Mit trotzdem Streichhölzern in der Nase.
Viele Grüße,
Euer Schöni
Benutzeravatar
Schönibert
Beiträge: 476
Registriert: Di 7. Dez 2010, 11:28
Wohnort: Frankfurt am Main

Re: Lisa Bunn

Beitrag von Schönibert »

2024 Bunn Strebel Chardonnay vom Kalkstein

Anfangs kommt weiße Eiche und eine überraschend präsente, fruchtige Säure und frisch geschnittener Rasen im Sommer. Nach etwa einer halben Stunde wirds dann herb im Sinne einer Quitte oder vielleicht mispelartig, wobei das hier zwar nur am Bühnenrand stattfindet, aber doch so durchdringt, dass es den Wein schon ganz ordentlich zuschnürt. Gleichzeitig öffnet das wiederum etwas Platz für weißen Pfeffer auf der Länge. Insgesamt leichtfüßig unterwegs, im Sinne von schlank, ist das trotzdem nicht unspannend.

6,65 im März Paket.

Mit mehr Luft komm ich dann bei einer geradeso angereifen Ananas raus und dann tatsächlich etwas Cremigkeit, das mag wohl vom Holz kommen.
Viele Grüße,
Euer Schöni
Benutzeravatar
Schönibert
Beiträge: 476
Registriert: Di 7. Dez 2010, 11:28
Wohnort: Frankfurt am Main

Re: Lisa Bunn

Beitrag von Schönibert »

2021 Bunn Strebel Nierstein Sankt/St. Laurent, vom Rotliegenden

Purpur, lila, im Kern fast opak. Sehr warmer, geradezu heißer Eindruck. Vanille, eingekochte Kirschen, schwarzwaldtortig. Dunkle Gewürze. Das ist sehr stark parfümiert. Es fehlt eine regulierende Säure, wenngleich da etwas Säure ist, die aber erst auf der Mittelstrecke und eher leise in Erscheinung tritt - und dabei komplett untergebuttert wird. Der Wein wirkt erstmal sehr fett.

Mit etwas Luft, nach einer Stunde, wird das alles wesentlich transparenter, man kommt nun tiefer in den Wein hinein. Das wird jetzt sehr schön trocken, dabei insgesamt etwas leichter, denn das aufdringliche Parfum ist verflogen, es bleibt aber innig würzig, nur die Kirsche ist immer noch ziemlich überreif. In der Nase etwas Graphit im Sinne von schwarzem Fels und Rauch.
Viele Grüße,
Euer Schöni
Antworten

Zurück zu „Rheinhessen“