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Re: Lisa Bunn
Verfasst: Do 22. Jan 2026, 07:25
von maha
Was ist denn nun die rührende Geschichte hinter Lila Rot?
Ich hab jetzt auch mal das Januar Paket bestellt. Allerdings unter anderen Voraussetzungen. Nennt mich Snob, aber ich finde dass die Bunnschen Monatspakete perfekte Koch Weine sind. Zum solo trinken hat mich bisher kein Wein so abgeholt dass er einen Nachkaufreflex ausgelöst hat. Aber für ne Soße, zum Ablöschen oder mal als Mitbringsel für weniger weinaffine Bekannte tuns die Weine perfekt und reißen kein all zu großes Loch in die Haushaltskasse. Und ich unterstütze damit lieber ein lokales Winzerpaar als den Discounter Großbetrieb.
Gruß Marko
Re: Lisa Bunn
Verfasst: Do 22. Jan 2026, 14:04
von EThC
maha hat geschrieben: ↑Do 22. Jan 2026, 07:25
Zum solo trinken hat mich bisher kein Wein so abgeholt dass er einen Nachkaufreflex ausgelöst hat.
...tatsächlich war das bei mir bis vor einigen Jahren noch anders, so ab den Jahrgängen 2016...2018 hab ich jedoch eine gewisse "Mainstreamisierung" festgestellt, die meinen Vorlieben zuwider lief. Danach hab ich noch einige Weine "für Dritte" gekauft (von denen ich auch mal probiere), aber dezidiert für mich habe ich schon länger nichts mehr bestellt und werd's vorläufig auch nicht mehr tun...
Re: Lisa Bunn
Verfasst: Do 22. Jan 2026, 15:32
von Schönibert
maha hat geschrieben: ↑Do 22. Jan 2026, 07:25
Aber für ne Soße, zum Ablöschen oder mal als Mitbringsel für weniger weinaffine Bekannte tuns die Weine perfekt und reißen kein all zu großes Loch in die Haushaltskasse. Und ich unterstütze damit lieber ein lokales Winzerpaar als den Discounter Großbetrieb.
Unterschreib ich mit für diejenigen Weine in den Paketen, mit denen ich im Glas nicht groß was anfangen kann.
Re: Lisa Bunn
Verfasst: Sa 31. Jan 2026, 12:20
von Schönibert
Februar Paket:
2 x 2023 Riesling fleißiges Lieschen 12 % Riesling
2 x 2022 Scheu. 11,5 %
2 x 2021 Bunn Voyage 13,5 % Cabernet/Merlot, (12 Monate Barrique)
Jemand dabei? Für 29,90 sicherlich wieder ziemlich unriskant. Aber zur Scheurebe find ich einfach keinen Zugang. Das wird auch dieser hier nicht ändern. Da weiß ich jetzt schon, dass der in der im Kochtopf landet.
Re: Lisa Bunn
Verfasst: Sa 31. Jan 2026, 13:02
von EThC
Schönibert hat geschrieben: ↑Sa 31. Jan 2026, 12:20
Jemand dabei?
...also ich sicher nicht. Mir sind die Weine in den letzten Jahren zu ausdrucklos geworden. Wobei die Bunn'sche Scheurebe -die Sorte mag ich ja durchaus gerne- mich auch früher nie begeistern konnte...
Re: Lisa Bunn
Verfasst: Sa 31. Jan 2026, 17:51
von Bernd Schulz
Ich dagegen werde wohl wieder zuschlagen, denn mir hat die 22er Scheurebe vor etwa einem Jahr gut gefallen. Und auf das "Fleißige Lieschen" aus 23 bin ich ziemlich neugierig.
Herzliche Grüße
Bernd
Re: Lisa Bunn
Verfasst: Sa 31. Jan 2026, 18:17
von Ollie
Ich warte noch ganz gespannt auf die drei angekündigten Schaumweine James Bunn zéro zéro brut, Bunnipenni rosé brut und Hunnibunni Rotsekt (nur als Magnum erhältlich, zu EUR 99.99, und gebaut wie ein Sparkling Shiraz).
Cheers,
Ollie
Re: Lisa Bunn
Verfasst: Sa 31. Jan 2026, 18:24
von Gaston
Im Zuge meiner Kellerinventur habe ich in der vergangenen Zeit einige Flaschen geöffnet,
von denen ich annahm, dass es an der Zeit wäre, unter anderem auch diesen Bunnschen Riesling:
2019 Wintersheim Riesling
13% vol. Glänzendes goldgelb. Nase relativ zurückhaltend und unauffällig, aber doch Rebsorte erkennen lassend.
Am Gaumen mittelgewichtig, gelbe Frucht nach Aprikose und Apfel, zitrische Töne, auch Anklänge von Reifenoten, leichte Staubigkeit. Gute, Struktur gebende Säure, komplett trockener Charakter, solider mineralisch-salziger Unterbau, würzig-herber Ausklang. 86-87 P.
Der Wein ist deutlich besser beisammen, als ich insgeheim befürchtet habe - ich kann mich dunkel erinnern, dass ich die erste Flasche nicht besonders gouttiert habe, wahrscheinlich der Grund, warum die zweite Flasche so lange liegen blieb. Der Wein löst jetzt keine Euphorie aus, aber ein ordentliches und solides Getränk ist das schon, allzu mehr (für mich) aber auch nicht.
Mit den Bunnschen Weinen geht es mir ähnlich wie Erich; verfolgt habe ich das Weingut von Beginn an, so ungefähr 2011, und war von nicht wenigen Exemplaren quer über die Jahrgänge sehr angetan. Irgendwann, vielleicht so um 2018/2019 rum, meine ich einen Stilwechsel beobachtet zu haben, der nicht ganz nach meinem Geschmack war, dabei rede ich hauptsächlich von Riesling (mit der Scheurebe konnte ich nie was anfangen). Irgendwie kamen mir die Weine spröde und verhältnismässig körperarm vor, irgendwie "spassbefreit"; da gefielen mir die Rotweine eigentlich besser.
Re: Lisa Bunn
Verfasst: Sa 31. Jan 2026, 18:45
von Gaston
Und gleich noch ein Bunn-Riesling hinterher:
2019 Nierstein Riesling vom Rotliegenden
13% vol. Expressivere Nase als der Wintersheim. Ganz deutlich und dominant frische, reife Aprikose.
Am Gaumen wieder schöne reife, dezent auch kandierte Aprikose, auch kräuterig würzige Noten nach Salbei und Estragon,
leichte mürbe, aber nicht unattraktive Reifenoten, ausgeprägte Roter-Hang-Mineralik, hohe, aber gute und reife Säure, im Finale nochmal
viel Würze und Mineralik, die lange im Mund hängen bleibt. 88/89 P.
Gefällt mir deutlich besser als der Wintersheim, interessante (und funktionierende) Kombination von Aprikosenfrucht und Salz, trinkt sich wirklich gut.
Der "Rotliegende" war ja immer mein Favorit des Sortiments, und auch dieses Exemplar stellt mich sehr zufrieden.
Vielleicht ist doch nochmal eine Bunn Bestellung fällig?
Re: Lisa Bunn
Verfasst: Sa 7. Feb 2026, 23:22
von Bernd Schulz
Das Februar-Paket habe ich jetzt doch nicht geordert (ohne ganz genau sagen zu können, was mich davon abhält, aber vermutlich ist es die Tatsache, dass ich momentan eher doch keinen Basisriesling kaufen möchte und den 21er Bunn Voyage schon kenne, ohne ihn wirklich zu meinem Glück zu benötigen).
Im Glas habe ich gerade noch mal den 24er Sauvignon Blanc aus dem Januar-Paket, und der gefällt mir, obwohl ich der Sorte eher skeptisch gegenüberstehe, ausnehmend gut. Der trotz lediglich 12 Volt knochentrockene Ausbau steht dem Wein hervorragend und sorgt dafür, dass neben der auf mich überhaupt nicht kitschig wirkenden Frucht auch mineralisch-salzige Noten zum Zuge kommen. Zudem erlebe ich die unangenehme "Gurkenfass"-Assoziation, die mir schon oft bei preiswerteren Sauvignons (auch aus Frankreich) untergekommen ist, hier ganz und gar nicht. Blind könnte mir man das wahrscheinlich auch als fränkische Scheurebe unterjubeln...
Herzliche Grüße
Bernd