Vielen dank fur den Einladung am Himmelfahrtswochenende aber dass werd mir nicht gelingen...
Der Mas de Masos Dolc betrifft eine 0,5 l flassche.
Lese gerne dein Tagebuch............
Einmal ins Priorat und zurück - Fira 2011
- thvins
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Einmal ins Priorat und zurück - Fira 2011, 28.04. - 1
Ich frühstücke in aller Ruhe und fahre dann über die Furt nach Bellmunt und weiter nach Falset, wo ich an der Tankstelle zunächst Rachel Ritschie treffe, richtig, die Engländerin, die jahrelang in der Touristeninfo in Falset gearbeitet hat.
Sie ist inzwischen stolze Mutter und hat den süßen Fratz natürlich dabei, sie wird heute für mich und Mr. Capafons übersetzen. Wir warten eine Weile, aber als sich nichts tut, ruft sie ihn noch mal an. Er hat den Termin dummerweise auf Nachmittag im Kalender eingetragen und wird sich also ein paar Minuten verspäten, wir mögen so lange einen Kaffee trinken.
Währenddessen treffen wir Mäci, besser, er trifft uns... - ein alter Südfranzose, der schon lange in Falset lebt, er will uns unbedingt einen Kaffee ausgeben, als er merkt, dass ich mich in der Ecke um Aniane sehr gut auskenne und mir auch seine Heimat nahe Alés und den Cevennen nicht unbekannt ist.
Wir plaudern über Südfrankreich und die Welt und natürlich versucht der alte Linke das Thema immer wieder auf die Politik und insbesondere den Kommunismus zu lenken (Mäci´s liebstes Steckenpferd, scheint mir), aber mir gelingt es immer wieder, den Weg zurück nach Südfrankreich zu finden, wo mir in der Diskussion wohler ist... Er staunt, dass ich mich dort unten so gut auskenne und hätte wohl auch gern noch einige Zeit mit uns verbracht, aber schließlich kommt Mr. Capafons Senior und wir fahren in einen der Weinberge, die dem Paradies ganz nahe kommen. Der Betrieb Capafons - Osso hat seine Weinberge in der Gemarkung Falset und nur ein kleiner Bachlauf trennt hier die DO Montsant und die DOQ Priorat. Capafons - Osso hat Lagen in beiden Anbaugebieten und entsprechend groß ist inzwischen auch seine Weinpalette. Wir wollen heute in die Weinberge im Priorat fahren.
Bereits seit 20 Jahren verzichtet er auf Chemie im Weinberg, die Kellerei gibt es schon zu Zeiten der neuen Prioratpioniere und schon damals war man hier auf dem Bio-pfad, auch wenn damals alle Winzer der Nachbarschaft nur mitleidig mit den Köpfen schüttelten über die Verrückten bei Capafons - Osso, die Blumen und Kräuter nicht vernichteten.
Entsprechend blüht und grünt hier alles, man könnte eine wissenschaftliche Abhandlung über verschiedene Kräuter, Heil- und Gewürzpflanzen in seinenWeinbergen machen, auf einem ganz engen Raum gibt es mehr als ein Dutzend verschiedener Thymianunterarten. Man könnte auch einen Schnaps daraus brennen, aber das will Mr. Capafons nicht auch noch anfangen. Allerdings verweist er, dass aus all den Kräutern hier der berühmte Chartreuse Verde gemacht wurde, als die Mönche aus Voiron hier im Exil um Tarragona ihre Produktion des wohl besten Kräuterlikörs fortsetzten. Und für ihn ist es auch unbestritten, dass die spanische Variante des Likörs, der leider nicht mehr produziert werden darf, die eigentlich bessere sei. Ich muss auch noch ein oder zwei Flaschen davon im Keller haben...
Bei jedem Stopp sammelt er für mich ein paar Kräuter als Erinnerung. Schade, dass es noch keinen Rekorder gibt, mit dem sich Düfte aufnehmen und dann übers Internet verbreiten lassen. Ihr würdet den betörenden Duft aus dem PC lieben, der mich bei jedem neuen Halt aufs Neueste begeisterte. Aber die Gespräche nehme ich auf, um daraus später auf meinem Blog noch intensiver berichten zu können und auch für Informationen bezüglich des Prioratführers.
Wir treffen auf Rebhühner, sehen einen Adler, der hier im Weinberg sein Revier hat und immer wieder Reben. Das Ganze wirkt wie ein Natur-Nutzpark, die kleinen Rebparzellen sind in die Garrigue und sogar in Waldzonen eingebettet, wir sehen zunächst den Weinberg von Masia d´ Esplanes mit Reben für den gleichnamigen Wein und den Sirsell aus jüngeren Reben, wir sehen die Weißweinparzellen und natürlich den traumhaften Mas de Masos Hang mit den alten Reben. Ganz oben auf der Kuppe schaut man zur anderen Seite hinunter zum Cal Compte Haus zwischen Porrera und Torroja, die Weinberge zur anderen Seite gehören zu einem Weinbauern, der Vall Llach oder Cims beliefert, er weiß es nicht so genau. Aber welch ein Unterschied ist der karge, totgespritzt wirkende Boden zu seinem blühenden Amphittheater. Ein Auto steht da oben, als wir dann zurück kommen ist es weg, aber ein voller Müllbeutel liegt noch da und je nach Windrichtung fliegt er zum Liegenlasser oder Richtung Capafons. Wir ärgern uns alle drei über dieses Verhalten, Mr. Capafons hängt den Beutel an einen Olivenbaum und wird einige Tage lang beobachten, was damit passiert. Hängt er nach zwei, drei Tagen noch immer dort, hat er auch kein Problem, den verantwortlichen Betrieb oder gar Polizei oder Behörden anzurufen.
Die zwei Stunden im Weinberg vergehen wie im Fluge, Rachel hat nicht viel mehr Zeit und ich würde lieber in Ruhe Muster verkosten, als dass jetzt diverse Flaschen aufgerissen werden und ich mich durchhetzen muss. Das findet auch Mr. Capafons Senior vernünftig und er verabredet, eine Kiste mit Musterflaschen zu Rachel zu bringen, wo ich sie mir am Montag abholen kann.
Und schon wieder sind wir in Falset wenige Minuten, bevor die Läden schließen...
Sie ist inzwischen stolze Mutter und hat den süßen Fratz natürlich dabei, sie wird heute für mich und Mr. Capafons übersetzen. Wir warten eine Weile, aber als sich nichts tut, ruft sie ihn noch mal an. Er hat den Termin dummerweise auf Nachmittag im Kalender eingetragen und wird sich also ein paar Minuten verspäten, wir mögen so lange einen Kaffee trinken.
Währenddessen treffen wir Mäci, besser, er trifft uns... - ein alter Südfranzose, der schon lange in Falset lebt, er will uns unbedingt einen Kaffee ausgeben, als er merkt, dass ich mich in der Ecke um Aniane sehr gut auskenne und mir auch seine Heimat nahe Alés und den Cevennen nicht unbekannt ist.
Wir plaudern über Südfrankreich und die Welt und natürlich versucht der alte Linke das Thema immer wieder auf die Politik und insbesondere den Kommunismus zu lenken (Mäci´s liebstes Steckenpferd, scheint mir), aber mir gelingt es immer wieder, den Weg zurück nach Südfrankreich zu finden, wo mir in der Diskussion wohler ist... Er staunt, dass ich mich dort unten so gut auskenne und hätte wohl auch gern noch einige Zeit mit uns verbracht, aber schließlich kommt Mr. Capafons Senior und wir fahren in einen der Weinberge, die dem Paradies ganz nahe kommen. Der Betrieb Capafons - Osso hat seine Weinberge in der Gemarkung Falset und nur ein kleiner Bachlauf trennt hier die DO Montsant und die DOQ Priorat. Capafons - Osso hat Lagen in beiden Anbaugebieten und entsprechend groß ist inzwischen auch seine Weinpalette. Wir wollen heute in die Weinberge im Priorat fahren.
Bereits seit 20 Jahren verzichtet er auf Chemie im Weinberg, die Kellerei gibt es schon zu Zeiten der neuen Prioratpioniere und schon damals war man hier auf dem Bio-pfad, auch wenn damals alle Winzer der Nachbarschaft nur mitleidig mit den Köpfen schüttelten über die Verrückten bei Capafons - Osso, die Blumen und Kräuter nicht vernichteten.
Entsprechend blüht und grünt hier alles, man könnte eine wissenschaftliche Abhandlung über verschiedene Kräuter, Heil- und Gewürzpflanzen in seinenWeinbergen machen, auf einem ganz engen Raum gibt es mehr als ein Dutzend verschiedener Thymianunterarten. Man könnte auch einen Schnaps daraus brennen, aber das will Mr. Capafons nicht auch noch anfangen. Allerdings verweist er, dass aus all den Kräutern hier der berühmte Chartreuse Verde gemacht wurde, als die Mönche aus Voiron hier im Exil um Tarragona ihre Produktion des wohl besten Kräuterlikörs fortsetzten. Und für ihn ist es auch unbestritten, dass die spanische Variante des Likörs, der leider nicht mehr produziert werden darf, die eigentlich bessere sei. Ich muss auch noch ein oder zwei Flaschen davon im Keller haben...
Bei jedem Stopp sammelt er für mich ein paar Kräuter als Erinnerung. Schade, dass es noch keinen Rekorder gibt, mit dem sich Düfte aufnehmen und dann übers Internet verbreiten lassen. Ihr würdet den betörenden Duft aus dem PC lieben, der mich bei jedem neuen Halt aufs Neueste begeisterte. Aber die Gespräche nehme ich auf, um daraus später auf meinem Blog noch intensiver berichten zu können und auch für Informationen bezüglich des Prioratführers.
Wir treffen auf Rebhühner, sehen einen Adler, der hier im Weinberg sein Revier hat und immer wieder Reben. Das Ganze wirkt wie ein Natur-Nutzpark, die kleinen Rebparzellen sind in die Garrigue und sogar in Waldzonen eingebettet, wir sehen zunächst den Weinberg von Masia d´ Esplanes mit Reben für den gleichnamigen Wein und den Sirsell aus jüngeren Reben, wir sehen die Weißweinparzellen und natürlich den traumhaften Mas de Masos Hang mit den alten Reben. Ganz oben auf der Kuppe schaut man zur anderen Seite hinunter zum Cal Compte Haus zwischen Porrera und Torroja, die Weinberge zur anderen Seite gehören zu einem Weinbauern, der Vall Llach oder Cims beliefert, er weiß es nicht so genau. Aber welch ein Unterschied ist der karge, totgespritzt wirkende Boden zu seinem blühenden Amphittheater. Ein Auto steht da oben, als wir dann zurück kommen ist es weg, aber ein voller Müllbeutel liegt noch da und je nach Windrichtung fliegt er zum Liegenlasser oder Richtung Capafons. Wir ärgern uns alle drei über dieses Verhalten, Mr. Capafons hängt den Beutel an einen Olivenbaum und wird einige Tage lang beobachten, was damit passiert. Hängt er nach zwei, drei Tagen noch immer dort, hat er auch kein Problem, den verantwortlichen Betrieb oder gar Polizei oder Behörden anzurufen.
Die zwei Stunden im Weinberg vergehen wie im Fluge, Rachel hat nicht viel mehr Zeit und ich würde lieber in Ruhe Muster verkosten, als dass jetzt diverse Flaschen aufgerissen werden und ich mich durchhetzen muss. Das findet auch Mr. Capafons Senior vernünftig und er verabredet, eine Kiste mit Musterflaschen zu Rachel zu bringen, wo ich sie mir am Montag abholen kann.
Und schon wieder sind wir in Falset wenige Minuten, bevor die Läden schließen...
- Jürgen
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Re: Einmal ins Priorat und zurück - Fira 2011
89 Punkte von mirsociando hat geschrieben:hallo torsten,
ich muss dir noch berichten wie sich die magnum selectvm montsalvat 2001 geschlagen hat. oder willst du das gar nicht wissen? viele gruesse aus rom, martin
Re: Einmal ins Priorat und zurück - Fira 2011
Torsten,
Habe den gleichen Erfahrung anfang april 2011 gemacht mit Rachel und Mr. Capafons. Eine Tasse Kaffee an die Tankstelle und fast 4 uhr rundgefahren in die Priorat. 68 Jahren alt und noch so Vital.
Hast du keine Probe gemacht?
Chapeau fur dein Tagesbuch.
Gr, Wil aus die Niederlande
Habe den gleichen Erfahrung anfang april 2011 gemacht mit Rachel und Mr. Capafons. Eine Tasse Kaffee an die Tankstelle und fast 4 uhr rundgefahren in die Priorat. 68 Jahren alt und noch so Vital.
Hast du keine Probe gemacht?
Chapeau fur dein Tagesbuch.
Gr, Wil aus die Niederlande
- thvins
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Re: Einmal ins Priorat und zurück - Fira 2011
@ Jürgen - sach ich doch, Wurzeltag...
@ Wil - nein, wir haben auf eine Kellerprobe verzichtet, mir ging es diesmal hauptsächlich um den Priorat - Weinberg, denn dazu war es bei meinem letzten Besuch bei Capafons bereits zu dunkel. Und bei der Frage Probe im Keller oder Musterflaschen entschied ich für letzteres. Auch musste Rachel das Kind füttern und ich wollte noch Lebensmittel einkaufen vor der ewig langen Mittagspause... Danke für die Blumen und schade, dass du nicht kannst diesmal. Wenn du aber mal nach Bernburg kommen magst, immer zu. Gibt derzeit sehr viele Sachen zu verkosten, da ist Hilfe immer willkommen. Gilt natürlich für jeden, der sich angefixt fühlt - einfach eine PN oder Mail senden, alles andere findet sich dann.
@ Wil - nein, wir haben auf eine Kellerprobe verzichtet, mir ging es diesmal hauptsächlich um den Priorat - Weinberg, denn dazu war es bei meinem letzten Besuch bei Capafons bereits zu dunkel. Und bei der Frage Probe im Keller oder Musterflaschen entschied ich für letzteres. Auch musste Rachel das Kind füttern und ich wollte noch Lebensmittel einkaufen vor der ewig langen Mittagspause... Danke für die Blumen und schade, dass du nicht kannst diesmal. Wenn du aber mal nach Bernburg kommen magst, immer zu. Gibt derzeit sehr viele Sachen zu verkosten, da ist Hilfe immer willkommen. Gilt natürlich für jeden, der sich angefixt fühlt - einfach eine PN oder Mail senden, alles andere findet sich dann.
- thvins
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Einmal ins Priorat und zurück - Fira 2011, 28.04. - 2
Ich kaufe dann in Falset noch ein paar Lebensmittel ein, u.a. beim Fleischer Llorenc. Auch bei den Weinläden schaue ich fix vorbei.
Im Aguiló lädt man mich gleich zur Weißweinprobe ein. Das ist ein Angebot, das ich sehr gern angenommen hätte, aber dummerweise findet die Probe in Porrera zur selben Zeit statt und dort bin ich schon lange vorher eingeladen worden. Also erneut die Frage nach dem quer- oder längs- teilen oder schweren Herzens auf die Weißweine verzichten.
Ich hoffe nur, man wird feststellen, dass eine Veranstaltung Teilnehmer bei der anderen abzieht, aber nicht, um dann beide zu streichen...
Ich fahre zurück zu La Perla del Priorat. Hier darf ich den Nachmittag und den Abend den PC nutzen und nutze das gern,um ein Ohr in die Welt hinaus zu halten, aber auch, um ein paar Morsezeichen zu senden. Barth ist leider entgegen dem Angedachten auch abends nicht da und so mache ich mir allein einen bunten Gemüsetopf und einige gefüllte Teigtaschen, die ich bei Llorenc in Falset gekauft hatte.
Ins Glas kommt der 1999er l´ Olivette von Clos Marie aus dem Pic Saint Loup. Er ist noch immer sehr schön zu trinken, aber doch keine wirkliche Offenbarung mehr. Vor ein paar Jahren hätte ich wohl mehr als die heute sehr guten 91/100 Th. gezückt.
Meine Gedanken schweifen kurz nach Ulm, wo Klaus-Peter nun hoffentlich auch den Schlüssel rumgedreht hat und im Auto gen Priorat düst, ich genieße diesen ruhigen Abend, es ist die Ruhe vor dem Sturm, ab morgen sind wieder Großkampftage angesagt. Nicht die der Arbeiterklasse zum 01. Mai, nein,die der Prioratos zur Fira...
Im Aguiló lädt man mich gleich zur Weißweinprobe ein. Das ist ein Angebot, das ich sehr gern angenommen hätte, aber dummerweise findet die Probe in Porrera zur selben Zeit statt und dort bin ich schon lange vorher eingeladen worden. Also erneut die Frage nach dem quer- oder längs- teilen oder schweren Herzens auf die Weißweine verzichten.
Ich hoffe nur, man wird feststellen, dass eine Veranstaltung Teilnehmer bei der anderen abzieht, aber nicht, um dann beide zu streichen...
Ich fahre zurück zu La Perla del Priorat. Hier darf ich den Nachmittag und den Abend den PC nutzen und nutze das gern,um ein Ohr in die Welt hinaus zu halten, aber auch, um ein paar Morsezeichen zu senden. Barth ist leider entgegen dem Angedachten auch abends nicht da und so mache ich mir allein einen bunten Gemüsetopf und einige gefüllte Teigtaschen, die ich bei Llorenc in Falset gekauft hatte.
Ins Glas kommt der 1999er l´ Olivette von Clos Marie aus dem Pic Saint Loup. Er ist noch immer sehr schön zu trinken, aber doch keine wirkliche Offenbarung mehr. Vor ein paar Jahren hätte ich wohl mehr als die heute sehr guten 91/100 Th. gezückt.
Meine Gedanken schweifen kurz nach Ulm, wo Klaus-Peter nun hoffentlich auch den Schlüssel rumgedreht hat und im Auto gen Priorat düst, ich genieße diesen ruhigen Abend, es ist die Ruhe vor dem Sturm, ab morgen sind wieder Großkampftage angesagt. Nicht die der Arbeiterklasse zum 01. Mai, nein,die der Prioratos zur Fira...
Re: Einmal ins Priorat und zurück - Fira 2011
Hallo Torsten,
dank Deines wie immer sehr schön zu lesenden Reisetagebuchs konnte ich den ersten Teil Deiner Prioratreise nun auch quasi miterleben, vielen Dank dafür!
Capafons-Osso sollte ich wirklich auch einmal besuchen, zumal mir die Weine meist sehr gut gefallen. Aufgrund der inzwischen riesigen Auswahl an Weinen habe ich aber schon länger nichts mehr von dort gekauft.
Ich freue mich jedenfalls schon auf die Fortsetzungen!
P.S.: Ich hoffe, Du hast für die Süßweinverkostung schon eine Probeflasche des neuesten Weins aus dem Hause Sangenis i Vaque erhalten?
dank Deines wie immer sehr schön zu lesenden Reisetagebuchs konnte ich den ersten Teil Deiner Prioratreise nun auch quasi miterleben, vielen Dank dafür!
Capafons-Osso sollte ich wirklich auch einmal besuchen, zumal mir die Weine meist sehr gut gefallen. Aufgrund der inzwischen riesigen Auswahl an Weinen habe ich aber schon länger nichts mehr von dort gekauft.
Ich freue mich jedenfalls schon auf die Fortsetzungen!
P.S.: Ich hoffe, Du hast für die Süßweinverkostung schon eine Probeflasche des neuesten Weins aus dem Hause Sangenis i Vaque erhalten?
Beste Grüße
Klaus-Peter
Klaus-Peter
- thvins
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Re: Einmal ins Priorat und zurück - Fira 2011
Hallo Klaus-Peter,
natürlich liegt auch dieser Wein schon parat, auch wenn ich noch nicht weiß, wie er denn mal heißen soll...
Ja, Capafons - Osso Weinberge sind schon einen Besuch wert gewesen, ich mußte zwangsläufig an René´s Spruch denken "Mogador - das sind die Blumen" - auch Mas de Masos und die anderen Lagen sind Blumen pur, grad jetzt Anfang Mai, wo alles so phantastisch bunt ist.
Und klar schmecken die Weine dann auch nach diesem üppigen Reichtum der Natur. Insofern freue ich mich bereits auf die Verkostung der einzelnen Muster, die ich mitgebracht habe.
Und nun gleich weiter zu dem ersten richtig langen Tag, an dessen Ende wir ja auch wieder zueinander gefunden haben...
natürlich liegt auch dieser Wein schon parat, auch wenn ich noch nicht weiß, wie er denn mal heißen soll...
Ja, Capafons - Osso Weinberge sind schon einen Besuch wert gewesen, ich mußte zwangsläufig an René´s Spruch denken "Mogador - das sind die Blumen" - auch Mas de Masos und die anderen Lagen sind Blumen pur, grad jetzt Anfang Mai, wo alles so phantastisch bunt ist.
Und klar schmecken die Weine dann auch nach diesem üppigen Reichtum der Natur. Insofern freue ich mich bereits auf die Verkostung der einzelnen Muster, die ich mitgebracht habe.
Und nun gleich weiter zu dem ersten richtig langen Tag, an dessen Ende wir ja auch wieder zueinander gefunden haben...
- thvins
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Einmal ins Priorat und zurück - Fira 2011, 29.04. - 1
Es ist Freitag, der 29.04.2011 und es heißt, zeitig aufzustehen. Ein langer Tag liegt vor uns. Bereits um 09.00 Uhr bin ich in der Vinicola in Gratallops verabredet. Vorher muss ich noch einen Teil meiner Sachen packen, denn ich verlasse das "Basislager" La Perla erst einmal für die nächsten Tage. Der Rest wird dort in einem nicht benötigten Raum abgestellt, so ist es mit Barth abgesprochen, den ich nur noch mal ganz kurz sehe.
Dann die morgendliche Fahrt hinüber nach Gratallops. Hier treffe ich in der Vinicola del Priorat, der großen Kooperative, deren Verkaufsdirektor Jordi Miro. Er zeigt mir kurz einen Teil der großen Anlagen, dann verschwinden wir im Verkostungsraum. Jordi präsentiert mir vier Weine, für die Kürze der Zeit einer knappen Stunde grade ausreichend. Ich koste zwei Joven - Weine, den Ònix Fusió und den Clos Gebrat Crianca, auf den ich bereits im letzten Jahr zur Fira aufmerksam wurde.
Sandra, die junge, sympathische Önologin, die auch den Vortrag am Mittwoch hielt, hat viel frischen Wind in das etwas angestaubte Image der großen Kooperative gebracht. Meinen Glückwunsch dafür. die vier verkosteten Weine haben allesamt ein gutes PGV und bieten einen fairen Trinkspaß für im Prinzip kleines Geld. Die Zeit, in der man Ònix mit Oh Nix übersetzte, sollten der Vergangenheit angehören, selbst der Fusió hat mir diesmal durchaus gefallen. Klar ist man hier nach wie vor nicht bestrebt, die Prioratspitze auf den Kopf zu stellen, aber man hält inzwischen den Anschluss an die verläßlichen Produzenten im Basissegment. Natürlich gibt es auch genug Ecken und Winkel hier für kleine, unabhängige Projekte, die ihre eigenen Weine hier in der Vinicola produzieren. Eines davon ist Mussons, dessen gleichnamigen Wein ich bereits in der Agricola, dem angeschlossenen Shop, entdeckt habe. Leider habe ich nichts weiter als eine Handynummer zu diesem Projekt in diesem Moment. Dafür aber gibt es für eine kommende 2008er Jahrgangsprobe noch mal den Clos Gebrat Crianca 2008 mit.
Und dann heißt es auch schon weiter zum nächsten Termin, dennoch bin ich froh, auch bei der Vinicola mal ein bissel tiefer gegangen zu sein, denn auch hier hat sich viel zum Positiven gewandelt.
Dann geht es weiter zu Silvia und Josep, die das ganze aktuelle Programm für mich vorbereitet haben...
Dann die morgendliche Fahrt hinüber nach Gratallops. Hier treffe ich in der Vinicola del Priorat, der großen Kooperative, deren Verkaufsdirektor Jordi Miro. Er zeigt mir kurz einen Teil der großen Anlagen, dann verschwinden wir im Verkostungsraum. Jordi präsentiert mir vier Weine, für die Kürze der Zeit einer knappen Stunde grade ausreichend. Ich koste zwei Joven - Weine, den Ònix Fusió und den Clos Gebrat Crianca, auf den ich bereits im letzten Jahr zur Fira aufmerksam wurde.
Sandra, die junge, sympathische Önologin, die auch den Vortrag am Mittwoch hielt, hat viel frischen Wind in das etwas angestaubte Image der großen Kooperative gebracht. Meinen Glückwunsch dafür. die vier verkosteten Weine haben allesamt ein gutes PGV und bieten einen fairen Trinkspaß für im Prinzip kleines Geld. Die Zeit, in der man Ònix mit Oh Nix übersetzte, sollten der Vergangenheit angehören, selbst der Fusió hat mir diesmal durchaus gefallen. Klar ist man hier nach wie vor nicht bestrebt, die Prioratspitze auf den Kopf zu stellen, aber man hält inzwischen den Anschluss an die verläßlichen Produzenten im Basissegment. Natürlich gibt es auch genug Ecken und Winkel hier für kleine, unabhängige Projekte, die ihre eigenen Weine hier in der Vinicola produzieren. Eines davon ist Mussons, dessen gleichnamigen Wein ich bereits in der Agricola, dem angeschlossenen Shop, entdeckt habe. Leider habe ich nichts weiter als eine Handynummer zu diesem Projekt in diesem Moment. Dafür aber gibt es für eine kommende 2008er Jahrgangsprobe noch mal den Clos Gebrat Crianca 2008 mit.
Und dann heißt es auch schon weiter zum nächsten Termin, dennoch bin ich froh, auch bei der Vinicola mal ein bissel tiefer gegangen zu sein, denn auch hier hat sich viel zum Positiven gewandelt.
Dann geht es weiter zu Silvia und Josep, die das ganze aktuelle Programm für mich vorbereitet haben...
- thvins
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Einmal ins Priorat und zurück - Fira 2011, 29.04. - 2
Als nächstes besuche ich den Celler Puig Priorat (Vinedos de Ithaca) in Gratallops.
Silvia Puig hat sich die Haare total kurzgeschoren, ihre Gesichtszüge kommen dabei aber sogar noch deutlicher raus - und es wird mir wieder eine Freude sein, ihren leuchtenden Augen zu folgen, mit denen sie mir in den nächsten Stunden einen Wein nach den anderen zelebriert.
Sie hat das ganze aktuelle Programm und noch ein paar "Rosinen" zur Verkostung vorbereitet. Natürlich kommt auch ihr Vater Josep Puig und diskutiert mit uns die diversen Weine und das aktuelle Geschehen im Priorat. Es macht ihm auch Spaß, seine Deutschkenntnisse zu zeigen und wir mischen munter englisch und deutsch in der Unterhaltung.
Es gibt zunächst den Akyles Macabeu aus 2010, der demnächst in die Flaschen gefüllt wird und den bereits abgefüllten Odysseus Garnatxa Blanca 2010, die zwei aktuellen Weißweine. Leider gab es vom Pedro Ximenis so wenig, dass sich ein Ausbau dieses Weines nicht verlohnte.
Der Odysseus Rosat 2010 ist erneut betörend exzellent und ab Gut fast schon wieder ausverkauft, obwohl er erst etwa zwei Wochen vor meinem Besuch abgefüllt wurde. Klar bei 300 Flaschen und der außergewöhnlichen Qualität geht das fix, die Menge der Flaschen ist dabei noch geringer als in 2007, wo man mit 0,5 l Flaschen eine höhere Flaschenzahl unter die Leute bringen konnte. Nur hatten die 0,5 l Flaschen das Problem, dass eine für zwei Leute fast zu wenig war...
Dann geht es an die Roten.
Akyles 2008 im Vergleich mit Akyles 2007 - beide präsentieren sich bestens, dann gibt es einen "neuen" Odysseus White Label 2005, eigentlich ein "Unfall", d.h. einst ausgemusterte Partien des Odysseus Red Label 2005, die sich nun doch besser entwickelt hatten, als ursprünglich erwartet. Man hatte die Fässer quasi erstmal vergessen und bringt den Wein jetzt als zwischen Akyles und Odysseus Red Label stehend heraus - ein einmaliges Unterfangen.
Dann ein Odysseus Red Label 2006, der sich deutlich besser als noch vor zwei Jahren präsentiert, wo er ja auch schon exzellent war. Aber inzwischen ist es ein großer Wein. Er macht wirklich neugierig auf eine Wasserstandsmeldung zum Odysseus Black Label aus dem selben Jahr. Josep versichert mir, ich wäre begeistert, ich hätte mit der Aufnahme dieses Weines in meine Selektion alles richtig gemacht... Der Odysseus Black Label 2007 lächelt ebenfalls bereits jetzt vom Thron der ganz großen Prioratweine.
Aber es geht noch einen Schritt weiter - mit dem neuen Projekt Odys + Seus 2008, zwei unglaublich geniale Syrah Weine, die aus einem Hang stammen. Nur aus 10 m Höhendifferenz und zwei unterschiedlichen Böden entstehen zwei Weine, die jeder für sich schon faszinieren und hinter denen sich eine "Spielidee" herauskristallisiert.
Ich weiß nicht, was mich am meisten begeistert, die beiden Weine schon an sich, die innovative Idee dahinter oder das glückliche Leuchten in den Augen von Silvia, als sie diese Idee vorstellt.
Natürlich muss ich diese Idee aufgreifen und noch ein Stück weiter entwickeln. Wozu gibt es sonst die Möglichkeit des Austausches der Meinungen über ein Weinforum? Und Josep ist auch von meiner Spielvariante begeistert, spricht er doch auch deutsch und ist bereit, das Spiel mit Silvia gemeinsam zu moderieren...
Ein Großteil der 240 Zweierpakete ist bereits verkauft, aber ich kann mir noch 30 davon sichern, die gemeinsam mit einigen wenigen Kisten des Rosés in Kürze in Bernburg eintreffen werden.
Aber auch der Akyles 2008 und der Black Label 2007 werden kommen. Nur später.
PS: Ich habe bereits auf meinem Blog die Verkostungsnotizen zum Besuch in der Vinicola eingestellt. Die Verkostungsnotizen zu dem Besuch bei Silvia und Josep folgen dort in Kürze...
Silvia Puig hat sich die Haare total kurzgeschoren, ihre Gesichtszüge kommen dabei aber sogar noch deutlicher raus - und es wird mir wieder eine Freude sein, ihren leuchtenden Augen zu folgen, mit denen sie mir in den nächsten Stunden einen Wein nach den anderen zelebriert.
Sie hat das ganze aktuelle Programm und noch ein paar "Rosinen" zur Verkostung vorbereitet. Natürlich kommt auch ihr Vater Josep Puig und diskutiert mit uns die diversen Weine und das aktuelle Geschehen im Priorat. Es macht ihm auch Spaß, seine Deutschkenntnisse zu zeigen und wir mischen munter englisch und deutsch in der Unterhaltung.
Es gibt zunächst den Akyles Macabeu aus 2010, der demnächst in die Flaschen gefüllt wird und den bereits abgefüllten Odysseus Garnatxa Blanca 2010, die zwei aktuellen Weißweine. Leider gab es vom Pedro Ximenis so wenig, dass sich ein Ausbau dieses Weines nicht verlohnte.
Der Odysseus Rosat 2010 ist erneut betörend exzellent und ab Gut fast schon wieder ausverkauft, obwohl er erst etwa zwei Wochen vor meinem Besuch abgefüllt wurde. Klar bei 300 Flaschen und der außergewöhnlichen Qualität geht das fix, die Menge der Flaschen ist dabei noch geringer als in 2007, wo man mit 0,5 l Flaschen eine höhere Flaschenzahl unter die Leute bringen konnte. Nur hatten die 0,5 l Flaschen das Problem, dass eine für zwei Leute fast zu wenig war...
Dann geht es an die Roten.
Akyles 2008 im Vergleich mit Akyles 2007 - beide präsentieren sich bestens, dann gibt es einen "neuen" Odysseus White Label 2005, eigentlich ein "Unfall", d.h. einst ausgemusterte Partien des Odysseus Red Label 2005, die sich nun doch besser entwickelt hatten, als ursprünglich erwartet. Man hatte die Fässer quasi erstmal vergessen und bringt den Wein jetzt als zwischen Akyles und Odysseus Red Label stehend heraus - ein einmaliges Unterfangen.
Dann ein Odysseus Red Label 2006, der sich deutlich besser als noch vor zwei Jahren präsentiert, wo er ja auch schon exzellent war. Aber inzwischen ist es ein großer Wein. Er macht wirklich neugierig auf eine Wasserstandsmeldung zum Odysseus Black Label aus dem selben Jahr. Josep versichert mir, ich wäre begeistert, ich hätte mit der Aufnahme dieses Weines in meine Selektion alles richtig gemacht... Der Odysseus Black Label 2007 lächelt ebenfalls bereits jetzt vom Thron der ganz großen Prioratweine.
Aber es geht noch einen Schritt weiter - mit dem neuen Projekt Odys + Seus 2008, zwei unglaublich geniale Syrah Weine, die aus einem Hang stammen. Nur aus 10 m Höhendifferenz und zwei unterschiedlichen Böden entstehen zwei Weine, die jeder für sich schon faszinieren und hinter denen sich eine "Spielidee" herauskristallisiert.
Ich weiß nicht, was mich am meisten begeistert, die beiden Weine schon an sich, die innovative Idee dahinter oder das glückliche Leuchten in den Augen von Silvia, als sie diese Idee vorstellt.
Natürlich muss ich diese Idee aufgreifen und noch ein Stück weiter entwickeln. Wozu gibt es sonst die Möglichkeit des Austausches der Meinungen über ein Weinforum? Und Josep ist auch von meiner Spielvariante begeistert, spricht er doch auch deutsch und ist bereit, das Spiel mit Silvia gemeinsam zu moderieren...
Ein Großteil der 240 Zweierpakete ist bereits verkauft, aber ich kann mir noch 30 davon sichern, die gemeinsam mit einigen wenigen Kisten des Rosés in Kürze in Bernburg eintreffen werden.
Aber auch der Akyles 2008 und der Black Label 2007 werden kommen. Nur später.
PS: Ich habe bereits auf meinem Blog die Verkostungsnotizen zum Besuch in der Vinicola eingestellt. Die Verkostungsnotizen zu dem Besuch bei Silvia und Josep folgen dort in Kürze...
