Hallo freak,
schön, dass es nun doch ein für dich befriedigendes Ende genommen hat - ich hoffe nur, du kannst auch mit der recht geringen Schadensersatzsumme nach kg leben - oft ist man da schnell drüber und dann wird es richtig ärgerlich. Das was auch einer der Gründe, mit DHL gar nichts mehr zu machen, denn als ich mich nach den Bedingungen für den Versand in benachbarte EU-Länder informierte, bekam ich genau jene Auskunft.
Ich habe mich dann für Hermes entschieden (ich weiß, da sind auch etliche nicht richtig zufrieden mit...) und bereue diese Entscheidung grundsätzlich nicht. Es ist für den Zahlenden des Versandes günstiger und die Pakete sind bis 500 € versichert. Soweit von der Theorie her - in der Praxis hat man, wenn es einen Schaden gibt, ebenfalls viel Ärger, schreibt und telefoniert sich von Pontius nach Pilatius, aber am Ende habe ich dort außer einigen Nerven bei der Schadensabwicklung keinen Verlust erlitten. Dass man Stunden forschen muss, die teure Hotline zu umgehen (0,60 € pro Minute sind fast schon...), dass man viele Sachverhalte 5 mal schildern muss, weil jedesmal wer anders den Schaden bearbeitet und sich nicht richtig einliest, das ist wahrlich nervig und noch verbesserungswürdig, aber es muss auch gesagt werden, dass meine Schadensquote bei etwa 1 % oder eher darunter liegt. Letztes Jahr gab es nur im Dezember einen Bruch-Schadensfall und dieses Jahr im Januar und Februar drei weitere - alles zu der Zeit, wo es draußen glatt und scheußlich zuging, ein Paket davon unterwegs auf der Autobahn, die anderen quasi allesamt bei der Zustellung zum Kunden (man kann das anhand der Sendungsverfolgung sehr schön eruieren. ) - Das Paket von der Autobahn ging an mich zurück, wurde umgepackt in einen "sicheren PTZ" Karton, aber ohne dass die Hohlräume ausgestopft wurden und da ja eine Flasche bereits kaputt gegangen war auf dem Hinweg, waren nun 5 Flaschen im 6er Karton und es gab natürlich nochmals Bruch... - Seither verwende ich noch mehr Energie ins Ausstopfen kleinster Lufträume, um zu verhindern, dass Flasche an Flasche schlagen kann. Und per Foto mußte dann auch Hermes erkennen, dass mein zu Bruch gegangenes Paket sicherer gepackt war als das von ihnen gepackte rückgesendete...
Auch ein anderer von mir verpackter "sicherer und PTZ-geprüfter" 12er Karton ging in Wien bei der Auslieferung zu Bruch, was mir zeigte: Nichts ist wirklich sicher! Grad wenn es draußen glatt ist... Alle meine Schäden passierten in Zeiten mit heiklen winterlichen Bedingungen, in denen niemand steckt. Ein einziger Schaden an einem Paket in den Raum München ließ vermuten, dass hier Bruch vorgetäuscht werden sollte - eine wertvolle Flasche fehlte, aber hier fand ich bei Recherchen im Internet heraus, dass in München Süd öfter mal Flaschen verloren gingen... Da hat sich wohl inzwischen der Anwalt mit beschäftigt (war aber wohl nicht nur bei Hermes der Fall, sondern auch bei einem anderen Logistikunternehmen gab es Weinliebhaber, die ihren Durst stillten...) - aber wie gesagt, nach dem Ärger wurde immer alles reguliert.
Jetzt im Dezember bekam ich auch wieder Angst um das Paket an Hendrik - aber wie sich herausstellte, es war lediglich dem im Ruhrgebiet herrschenden Schneechaos und den daraus resultierenden zeitweiligen LKW-Fahrverboten zum Opfer gefallen und verspätete sich um einige Tage. Auch da streckt niemand drin.
Und wie sagte Mr.Nebbiolo - Klaus so schön, so was kann halt auch mal vorkommen - nobody is perfect... Dennoch habe ich das Gefühl, Hermes hat in diesem Jahr auch an sich und seiner negativen Reputation gearbeitet. Insgesamt sind sie schneller und zuverlässiger geworden und die Preise blieben stabil trotz stetig steigender Kraftstoffkosten.
Meine Hermes-Leute hier sind freundlich und zuverlässig und insofern bin ich soweit zufrieden mit dem Unternehmen, dass ich hier in aller Öffentlichkeit dafür auch mal danke sagen möchte (nein ich werd nicht gesponsort dafür...

).