Hi Chris,Oh Dae-Su hat geschrieben: Eigentlich haben mir nur die Weine von Bruno Clavlier zugesagt, obwohl die sonst so garnicht mein Ding sind. Die Preisgestaltung des Weinguts ist natürlich sehr ambitioniert![]()
Bruno Clavelier hat für mich auch die besten Weine des Abends gehabt. Ich muss aber gestehen, dass ich grundsätzlich Fan dieses Traditionalisten bin. Chambolle-Musigny 1er Cru La Combe d’Orveau traumhaft fein und elegant. Von der Nase bis zum Abgang. Nicht ganz so geschliffen aber genauso komplex Nuits-Saint-Georges 1er Cru Aux Cras Dafür packen die Tannine mehr zu. Beide Weine > 90 EUR
Enttäuschend fand ich dieses Jahr dafür Vosne-Romanee Les Hauts Maiziers hab nur „ganz ok“ notiert.
Immerhin hat er den einzigen angebotenene roten Bourgogne, den ich trinken würde. Schöne Walderdbeeren-, Pilze- und UnterholzaromatikBei knapp 19 EUR würde der mir aber bitter aufstoßen.
Kategorie, was ich gar nicht trinken mag:
Dom. Jean-Hugues Goisot, Bourgogne Cotes d’Auxerre
Dom. Chevrot, Bourgogne Hautes Cotes de Beaune
Dom. Pascal Pauget, Bourgogne Terroir de Tournus
Dom. Bruno Colin, Santenay Vielles Vignes
Dom. Pierre Morey, Monthelie
Dom. Arlaud Bourgogne Roncevie
Arlaud war insgesamt enttäuschend. Ich mochte die letzten Jahre seinen Chambolle-Musigny vor allem wg. der genialen Nase. Die fehlte dieses Jahr. Harmonischer Wein ohne Ecken und Kanten und dabei viel zu kurz. Der 1er Cru Les Sentiers versöhnte etwas. Doch die diesjährige Qualität des 1ers konnte schon der Village die letzten 3 Jahre locker aufbringen. Komplett enttäuschend der Ort Morey-Saint-Denis und 1er Cru Les Sentiers Ersterer noch harmonisch, aalglatt und zu kurz, Letzterer unharmonisch mit widerspenstiger Säure, was ich nicht mit Charakter beschönigen möchte.
Sehr schöne Weine von Domaine Lucien Boillot Die beiden 1er Gevrey-Chambertin Les Cherbaudes und Nuits-Saint-Georges Les Pruliers versöhnten wieder. Fein, elegant, geschliffen. Wunderbar samtige Tannine. Da gibt es nicht viel auszusetzen. Aber der Funke wollte auch nicht überspringen.
Der Gevrey-Chamberin fiel leider ab. Ziemlich vordergründig vanillig und auf Power getrimmt.
Schließlich zwei robuste Vertreter von Dom. Rene Bouvier mit betont fruchtsüßem Cote de Nuits Village und Röstnoten betontem Marsannay Clos du Roy Vielles Vignes.
Den Mangel an Eleganz machen sie mit hemdsärmeliger Ehrlichkeit wieder wett. Wären gute Speisebegleiter zu einfachen Herbstgerichten. Zum Solotrinken mir pers. zu langweilig.
Hallo Björn,
meine Hoffnung war, nächstes Jahr ins Burgund zu fahren, um dort angemessen einkaufen zu können. Bei Burgund kaufe ich keine teuren Weine mehr, ohne sie vorher probiert zu haben. Die Probiermöglichkeiten hier sind doch etwas begrenzt. Und wenn einer gefällt, ist er mir meist zu teuer.
Die Empfehlungen im Forum sind sicherlich fundiert, der Kaufwunsch scheitert aber meist an der Verfügbarkeit.








