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Re: Weingut Umathum

Verfasst: Mo 9. Mär 2026, 21:16
von Ralf Gundlach
Ralf Gundlach hat geschrieben: ↑Sa 15. Mär 2025, 20:14 Im Glas aus der halben Flasche:

2020 Blaufränkisch

Sehr helles, durchsichtiges Rot für einen Blaufränkisch. Leicht animalische Noten in der Nase plus Heidelbeeren. Am Gaumen Brombeeren, etwas Sauerkirsche. Alles schön frisch verpackt durch die lebendige, feine Säure. Hat was leicht wildes, ohne rustikal zu sein. Mittlerer Körper mit angenehmen 12,5% Alk. und ordentlich Substanz. Der Stil gefällt mir richtig gut.

89 Punkte. Kostet um die 14 Euro ( ganze Flasche).


Gruß

Ralf

Ein Jahr nach meiner Halbflaschenphase habe ich den nochmal im Glas. Nach wie vor schön aus der halben Flasche.


Re: Weingut Umathum

Verfasst: So 20. Sep 2026, 23:20
von final_scream
Folgender Wein ist mir 3x in kürzester Zeit begegnet. Als Neuvorstellung bei Lobenberg, als neues Weingut in meinem Lieblings-Wein-Supermarkt (Citti in Lübeck), und heute morgen im Wernervino Special zum Weingut Josef Umathum (aber da hatte ich den Wein schon 3Tage im Glas):


Umathum, Königlicher Wein, MMXXIII

"Lindenblättiger" 2023

1. Abend
Braucht etwas Luft, um Aromen zu zeigen.
Blätter, "Leberwurst". Baumblüte, vielleicht ja tatsächlich Lindenblüte. Saftig, eher herb. Mehr Silvanertypizität als Riesling. Warm, trocken.

2. Abend
Die Leberwurst ist weg. Die blättige Herbheit wirkt klarer und nobel.

3. Abend
Herb und recht nobel. Etwas Frucht (Steinobst? Pfirsich? ). Würziger Nachhall.

6. Abend
Die Noblesse und Spannung ist wieder weg. Der Wein wirkt reif. Lindenblüte, reifer Apfel (nicht sehr intensiv). Statt Herbheit jetzt Extraktsüße? Würze und ordentliche Länge am Gaumen.

Re: Weingut Umathum

Verfasst: So 20. Sep 2026, 23:43
von Nora
Vielen Dank für die Notiz, Steffen!

Das ist sehr interessant. Ich wusste gar nicht, dass es diese Rebsorte auch in Österreich gibt. Ich kenne sie lediglich als autochthone Sorte aus Ungarn, dort unter dem Namen Hárslevelű, insbesondere als Bestandteil des Tokajer.

VG Nora

Re: Weingut Umathum

Verfasst: Mo 21. Sep 2026, 07:48
von OsCor
Ich habe noch eine Flasche 2024-er von Feiler-Artinger (Rust am See) im Keller. Er heißt dort le „H”. Die erste der beiden habe ich bald nach Eintreffen der Lieferung getrunken. Mein Eindruck war insgesamt eher so wie der 4. Abend bei final_scream; mir fehlte etwas die Frische.
Die zweite werde ich (vorsichtshalber) zusammen mit einem weinaffinen Bekannten trinken - aber noch nicht gleich.

Gruß
Oswald

Re: Weingut Umathum

Verfasst: Mo 21. Sep 2026, 08:01
von EThC
...ich hatte bisher nur eine Begegnung mit reinsortigem Hárslevelü, konkret von Györgykovács Imre aus Nagy-Somló, in der Ecke ist die Sorte wohl häufiger vorkommend. War aber damals nicht so der Burner...