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Re: Costières de Nimes

Verfasst: Fr 3. Jul 2026, 23:05
von Bernd Schulz
Nach den diversen Rieslingen der letzten Wochen wurde es mal wieder Zeit für einen mediterranen Weißen:

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Trotz der moderaten Säure handelt es sich nicht um einen Schmeichler, sondern um einen Charakterkopf, der mit eher wenig Frucht auskommt und in keinster Weise plakativ wirkt. Wolfgang Kern muss man lassen, dass sich in seinem mit viel Kenntnis, Leidenschaft und untrüglichem Qualitätsbewusstsein zusammengestellten Sortiment genug Südfranzosen befinden, die man im deutschen Fachhandel ansonsten kaum antrifft. Und etwas vom Château Vessière habe ich sicher nicht zum letzten Mal bei ihm gekauft.

Herzliche Grüße

Bernd

Re: Costières de Nimes

Verfasst: Mo 19. Okt 2026, 22:49
von Bernd Schulz
Diesen biozertifizierten Roten vom Château Vessière hatte mir Ralf erst heute vorbeigebracht, aber ich wollte jetzt unbedingt wissen, ob er nach dem mir sehr zusagenden Burgenländer von Uwe Schiefer einigermaßen bestehen kann. Und das kann er durchaus:

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Auch das ist ein Produkt aus der Reihe "Ziemlich unbekannter, aber mit viel Kenntnis und Liebe vom äußerst kompetenten Fachhändler ins Programm genommener Erzeuger, der hervorragende Weine für vergleichsweise kleines Geld macht". Diese Cuvée aus Grenache und Syrah erinnert mich gar nicht so wenig an einen guten Ch9, bringt aber weniger Alkohol auf die Waage als die meisten Chateauneufs und ist natürlich viel preiswerter als die Kollegen von der nördlichen Rhone. Im direkten Vergleich zum "Roten Schiefer", den ich vorher getrunken habe, wirkt er (bei laut Etikett identischem Alkoholgehalt) schon etwas weniger finessenreich, aber dafür zeigt er mehr Kraft im positiven Sinne und schmeckt mit seiner klassischen Rebsortenmixtur aus Grenache und Syrah verführerisch nach südfranzösischer Sonne. Ein klarer Nachkaufkandidat!

Herzliche Grüße

Bernd

Re: Costières de Nimes

Verfasst: Mo 19. Okt 2026, 23:00
von Ralf Gundlach
Bernd Schulz hat geschrieben: ↑Mo 19. Okt 2026, 22:49 Diesen biozertifizierten Roten vom Château Vessière hatte mir Ralf erst heute vorbeigebracht, aber ich wollte jetzt unbedingt wissen, ob er nach dem mir sehr zusagenden Burgenländer von Uwe Schiefer einigermaßen bestehen kann. Und das kann er durchaus:

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Auch das ist ein Produkt aus der Reihe "Ziemlich unbekannter, aber mit viel Kenntnis und Liebe vom äußerst kompetenten Fachhändler ins Programm genommener Erzeuger, der hervorragende Weine für vergleichsweise kleines Geld macht". Diese Cuvée aus Grenache und Syrah erinnert mich gar nicht so wenig an einen guten Ch9, bringt aber weniger Alkohol auf die Waage als die meisten Chateauneufs und ist natürlich viel preiswerter als die Kollegen von der nördlichen Rhone. Im direkten Vergleich zum "Roten Schiefer", den ich vorher getrunken habe, wirkt er (bei laut Etikett identischem Alkoholgehalt) schon etwas weniger finessenreich, aber dafür zeigt er mehr Kraft im positiven Sinne und schmeckt mit seiner klassischen Rebsortenmixtur aus Grenache und Syrah verführerisch nach südfranzösischer Sonne. Ein klarer Nachkaufkandidat!

Herzliche Grüße

Bernd
Hallo Bernd,

Chateau Vessiére war, mit einer kurzen Schwächephase vor zwei-drei Jahren immer eine Bank bei unserem besten Weinhändler in Aachen. Das sind verdammt schöne Weine, ohne große Ecken und Kanten, aber alles mit Anspruch. Und durchaus mit einer gewissen Eleganz, trotz der Kraft.

Gruß

Ralf

Re: Costières de Nimes

Verfasst: Mo 19. Okt 2026, 23:23
von Bernd Schulz
Ralf Gundlach hat geschrieben: ↑Mo 19. Okt 2026, 23:00 Chateau Vessiére war, mit einer kurzen Schwächephase vor zwei-drei Jahren immer eine Bank bei unserem besten Weinhändler in Aachen. Das sind verdammt schöne Weine, ohne große Ecken und Kanten, aber alles mit Anspruch. Und durchaus mit einer gewissen Eleganz, trotz der Kraft.
Ralf, das mit der Schwächephase des Betriebs war mir nicht bekannt, aber ich unterschreibe, während ich den 23er Château Vessière Rouge gerade immer noch sehr genieße, ansonsten alles, was du formuliert hast, voll und ganz!

Ich möchte jedoch wetten, dass mindestens 99 Prozent der in diesem schönen Forum aktiven User noch nie etwas vom Château Vessière im Glas hatten. Und für mindestens 98,9 Prozent war der Erzeuger wohl bislang überhaupt kein Begriff - was bedeutet, dass es innerhalb der Weinlandschaft noch genug sehr im Verborgenen blühende Perlen geben dürfte.

Im Falle von Château Vessière gebührt Wolfgang Kern als Händler ganz unbedingt das Verdienst, eine solche Perle etwas mehr ans Tageslicht gebracht zu haben!

Herzliche Grüße

Bernd

Re: Costières de Nimes

Verfasst: Mo 19. Okt 2026, 23:31
von Ralf Gundlach
Bernd Schulz hat geschrieben: ↑Mo 19. Okt 2026, 23:23
Ralf Gundlach hat geschrieben: ↑Mo 19. Okt 2026, 23:00 Chateau Vessiére war, mit einer kurzen Schwächephase vor zwei-drei Jahren immer eine Bank bei unserem besten Weinhändler in Aachen. Das sind verdammt schöne Weine, ohne große Ecken und Kanten, aber alles mit Anspruch. Und durchaus mit einer gewissen Eleganz, trotz der Kraft.
Ralf, das mit der Schwächephase des Betriebs war mir nicht bekannt, aber ich unterschreibe, während ich den 23er Château Vessière Rouge gerade immer noch sehr genieße, ansonsten alles, was du formuliert hast, voll und ganz!

Ich möchte jedoch wetten, dass mindestens 99 Prozent der in diesem schönen Forum aktiven User noch nie etwas vom Château Vessière im Glas hatten. Und für mindestens 98,9 Prozent war der Erzeuger wohl bislang überhaupt kein Begriff - was bedeutet, dass es innerhalb der Weinlandschaft noch genug sehr im Verborgenen blühende Perlen geben dürfte.

Im Falle von Château Vessière gebührt Wolfgang Kern als Händler ganz unbedingt das Verdienst, eine solche Perle etwas mehr ans Tageslicht gebracht zu haben!

Herzliche Grüße

Bernd
Das stimmt. Und ich glaube, dass es genau die Weine sind, wo eine Schnittstelle zwischen Nerds wie uns im Forum und gelegentlichen, aber interessierten Weintrinkern existiert. Auf eine Art und Weise auch eine ganz besondere Leistung.