zunächst einmal, weil sie sich davon mittel- bis langfristig einen höheren profit ggü. dem status quo erwarten und weil sie es aufgrund der marktentwicklung der letzten jahre (spitzenjahrgänge, gutes gesamtwirtschaftliches umfeld, billiges geld, neue bisher boomende nachfragemärkte, damit verbundene spitzenpreise) genau zum jetzigen zeitpunkt umsetzen können und zum anderen, weil anscheinend warentermingeschäfte auf wein (genau das ist ja die subskription) in vielen dieser neuen märkte keine große akzeptanz findet.weinfex hat geschrieben:Nur soviel, warum meinst Du, zieht sich Latour
aus dem Subsgeschäft zurück. Warum werden grössere Mengen
an Allokationen überhaupt nicht mehr am Markt zur Subskription erst angeboten,
sondern wandern gleich "bildlich" in den Keller?
im detail vermute ich, dass sie sich davon insbesondere die möglichkeit versprechen, selbst eine halbwegs kontrollierte steuerung der preisentwicklung über die angebotssteuerung vorzunehmen und damit in voller kenntnis der blasenbildung die möglichkeit eröffnen wollen, gesteuert luft aus der blase abzulassen und zu vermeiden, dass diese irgendwann mit einem knall platzt. ob das funktioniert wird sich zeigen, aber es ist wohl eindeutig, dass ihnen die reduzierung des künftigen risikos aktuell mehr wert ist als die kurzfristigen positiven vorfinanzierungseffekte.
wenn man unterstellt, dass bei vielen pgc aus den letzten jahren nur rund 1/3 der produktionsmenge auf den markt gelangt ist, dann darf man sich gern fragen, wohin sich die preise entwickelt hätten und entwickeln würden, wenn die restlichen 2/3 auf den markt kommen....und vor allem, auf welche art und weise diese entwicklung passieren würde, wenn dies unkontrolliert erfolgen würde.....