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Re: Egon Schäffer

Verfasst: Fr 13. Mär 2026, 18:38
von Ralf Gundlach
Bernd Schulz hat geschrieben: Mi 14. Jan 2026, 22:53 Im Glas liegt gerade Schäffers Escherndorfer Müller-Thurgau "Alte Reben" aus 2024:

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Diesen Müller hätte man mir blind auch als guten fränkischen Riesling verkaufen können, ohne dass ich misstrauisch geworden wäre. Ich finde ihn noch einmal besser als den weiter oben von mir schon gelobten 2021er aus der gleichen Reihe und ziehe meinen Hut vor einem Winzer, der es schafft, aus der weitgehend ungeliebten Sorte einen vergleichsweise spannenden und unerwartet vielschichtigen Wein zu machen! Dafür lasse ich, um es ehrlich zu sagen, so manchen fränkischen Silvaner von durchaus nicht den schlechtesten Betrieben locker stehen..... :oops:

Herzliche Grüße

Bernd
Hallo Bernd,

den 24er Müller-Thurgau habe ich auch gerade im Glas. Ich kann deine VKN weitgehend unterschreiben. Ich habe noch so eine dezente Melonennote rausgeschmeckt. Aber der ist schon extrem lebendig durch die Säure und mit einer prägnanten Kalkmineralität gesegnet. Die Salzspur bleibt ja auf der Zunge hängen. Das könnte in der Tat auch ein Riesling sein. Aber egal wie oder was, das ist ein äußerst gelungener und spannender Wein.

Gruß

Ralf

Re: Egon Schäffer

Verfasst: Mi 8. Apr 2026, 22:05
von Bernd Schulz
Ralf Gundlach hat geschrieben: Fr 13. Mär 2026, 18:38 ...Aber der ist schon extrem lebendig durch die Säure und mit einer prägnanten Kalkmineralität gesegnet. Die Salzspur bleibt ja auf der Zunge hängen. Das könnte in der Tat auch ein Riesling sein. Aber egal wie oder was, das ist ein äußerst gelungener und spannender Wein.
Ich habe diesen 24er Müller-Thurgau "Alte Reben" jetzt bewusst direkt nach dem 20er Lagenriesling von Jakob Schneider geöffnet. Und hinter dem fraglos guten Riesling muss sich der Escherndorfer im zeitnahen Vergleich keineswegs verstecken:

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Wer wissen will, was sich aus Müller-Thurgau machen lässt, wenn der Winzer die Sorte richtig ernst nimmt, hat sicher mehrere Möglichkeiten in Franken (oder auch Südtirol). Die Version aus dem Hause Schäffer dürfte dabei zu den preiswertesten Optionen zählen - für gerade mal 10 Euronen bekommt man hier einen Wein mit enorm viel Würze und Charakter ins Glas. Auch diejenigen, die der Sorte grundsätzlich mit einer gewissen Verachtung gegenüberstehen, sollten diesen M-T mal probiert haben, wie ich meine.

Herzliche Grüße

Bernd