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Re: Preis und Qualität

Verfasst: Mo 19. Okt 2026, 09:21
von austria_traveller
EThC hat geschrieben: ↑Mo 19. Okt 2026, 08:35 Würde es Dir besser gehen, wenn es hier eine 👍🏽-Funktion gäbe?
Naja, besser gehen....mir geht's ja eh gut.
Nur teile ich halt meine Informationen nicht mehr mit dem Forum.
Vielleicht habe ich aber auch nur einfach keine Zeit oder keine Lust hier zu schreiben.
Der Button wäre schon gut denke ich, allerdings schwer zu programmieren wie ich mal gehört habe.

Re: Preis und Qualität

Verfasst: Mo 19. Okt 2026, 09:34
von Nora
austria_traveller hat geschrieben: ↑Mo 19. Okt 2026, 06:33
Bernd Schulz hat geschrieben: ↑Sa 17. Okt 2026, 22:12 Hier im Forum beobachte ich halt, dass gar nicht so wenige ernstzunehmende und grundsätzlich vernünftige User nie etwas über Weine schreiben, die weniger als 15 bis 20 Euro kosten. Und das legt die Vermutung nahe, dass sie solche Weine im Normalfall gar nicht anrühren.
Falsch gedacht !
Ich hab jahrelang darüber geschrieben und keinerlei Reaktionen bekommen.
Also bin ich davon ausgegangen, dass es hier keinen Interessiert und drum habe ich es dann gelassen.
Wie Gerhard geht es mir leider auch oft. Man gibt sich Mühe, erstellt mit einigem Aufwand und nach seinen besten Möglichkeiten eine VKN und hat dann das Gefühl, es war umsonst, weil es keinen interessiert. Vielleicht wäre eine 👍🏽-Funktion doch nicht ganz so verkehrt.

Ich stimme aber auch mit Erich überein, ich lese das meiste mit Interesse, reagiere aber selten.

Noch eine persönliche Anmerkung, die mir schon lange unter den Nägeln brennt: Das Bashen von Mitgliedern – auch ohne direkte Benennung – in Bezug darauf, was sie trinken (zu teuer, zu billig, nur von einem Erzeuger etc.), hilft nicht, die Lebendigkeit und Vielseitigkeit des Forums aufrechtzuerhalten. Ich denke, jeder sollte seinen eigenen Weg finden. Und ich freue mich, wenn Eindrücke dazu hier geteilt werden.

VG Nora

Re: Preis und Qualität

Verfasst: Mo 19. Okt 2026, 09:47
von austria_traveller
Jetzt hätte ich gerne den *like Button*

Re: Preis und Qualität

Verfasst: Mo 19. Okt 2026, 10:00
von Gerald
Die Sache mit dem "like"-Button wurde in der Vergangenheit ja schon mehrmals diskutiert und - soweit ich mich erinnere - immer letztendlich als nicht sinnvoll angesehen und daher auch nicht weiter verfolgt.

Grüße
Gerald

Re: Preis und Qualität

Verfasst: Mo 19. Okt 2026, 10:07
von austria_traveller
Isses denn kompliziert zum einbauen?
Die User mit den X Argumenten dagegen müssen es ja nicht benutzen. Ich fände es schon gut - wenn es denn nicht soviel Aufwand wäre

Re: Preis und Qualität

Verfasst: Mo 19. Okt 2026, 10:16
von amateur des vins
austria_traveller hat geschrieben: ↑Mo 19. Okt 2026, 10:07 Isses denn kompliziert zum einbauen?
Die User mit den X Argumenten dagegen müssen es ja nicht benutzen. Ich fände es schon gut - wenn es denn nicht soviel Aufwand wäre
👍

Re: Preis und Qualität

Verfasst: Mo 19. Okt 2026, 10:33
von Kle
austria_traveller hat geschrieben: ↑Mo 19. Okt 2026, 10:07 Isses denn kompliziert zum einbauen?
Die User mit den X Argumenten dagegen müssen es ja nicht benutzen. Ich fände es schon gut - wenn es denn nicht soviel Aufwand wäre
sie sind aber davon betroffen, z.b. wenn sie keine oder auffallend wenige X bekommen.

Re: Preis und Qualität

Verfasst: Mo 19. Okt 2026, 10:43
von amateur des vins
Kle hat geschrieben: ↑Mo 19. Okt 2026, 10:33
austria_traveller hat geschrieben: ↑Mo 19. Okt 2026, 10:07 Isses denn kompliziert zum einbauen?
Die User mit den X Argumenten dagegen müssen es ja nicht benutzen. Ich fände es schon gut - wenn es denn nicht soviel Aufwand wäre
sie sind aber davon betroffen, z.b. wenn sie keine oder auffallend wenige X bekommen.
Nicht mehr als beim Status Quo, wo sie auch keine Reaktionen bekommen.
...falls es diese Korrelation überhaupt gibt.

Re: Preis und Qualität

Verfasst: Mo 19. Okt 2026, 11:40
von Gerald
Es gab damals (wenn ich mich richtig erinnere) die Diskussion auch im Vergleich zu den social media, wo die Suche nach "likes" ja viele Personen quasi in eine Abhängigkeit getrieben hat und negative Auswirkungen auf die Psyche gehabt hat.

Grüße
Gerald

Re: Preis und Qualität

Verfasst: Mo 19. Okt 2026, 11:46
von Philst
Durch glückliche Umstände war ich in der letzten Zeit in der Lage sehr kostengünstig einige hochpreisige deutsche Weine trinken zu können. Es war ein bunter Mix, hauptsächlich von VDP-Winzern. Dabei waren GG von Dr. Heger, ein Spätburgunder Idig GG von Christmann, ein Gärkammer GG von Adeneuer und auch der Silvaner Creutz *** 2024 vom Zehnthof Luckert. Die Preise lagen so zwischen 50 € und 170 €.

Bei keinem der Weine hätte ich trotz aller Qualität im Nachhinein gedacht, dass sie den regulären Preis "wert" waren. Die Weine waren alle hervorragend, keine Frage, aber die Qualitätssteigerung ab einem Preis von 20 bis 30 Euro ist mir zu gering, um den Mehrpreis bezahlen zu wollen oder für angemessen zu halten.

Die meisten von mir getrunkenen Weine kosten zwischen 15 und 25 €. Über 30 € kaufe ich sehr selten ein. Die Weine in der Kategorie bis 10 € gibt es in der Regel beim Besuch von nicht weinaffinen Freunden, zum Grillen oder auch im Restaurant. Oft wirken die unter 10 € liegenden Weine auf mich zu plakativ, zu fruchtig, zu süß, zu gefällig. Eine wirklich positive Ausnahme war neulich ein Grauburgunder für unter 10 € vom Weingut Reinhardt aus Ruppertsberg, der mir in der Preisklasse richtig gut gefallen hat.

Hinzu kommt, dass die Weinberge der etwas teureren Winzer oft einen besseren Eindruck machen. Ich wohne in einem Weinanbaugebiet und bin relativ viel in den Weinbergen unterwegs. Die Weinberge der "renommierten" Winzer sehen in vielen Fällen deutlich sauberer, gepflegter und natürlicher aus. Weniger bis kein Glyphosat, nicht auf Massenertrag ausgelegt, faule Trauben werden vor der Lese rausgeschnitten. Da bin ich auch bereit, ein bißchen mehr für diese Arbeit zu bezahlen. Gleiches gilt für Weine aus Steillagen.

VDP-Weine und insbesondere GG meide ich inzwischen fast vollständig. Ich brauche auch keine Weine aus Monopollagen, aus Einzellagen oder sonst besonders klassifizierten Lagen. Ich bin auch nicht bereit, die teils massiven Preissteigerungen wie zum Beispiel bei Brunello mitzumachen. Dann gibt es eben keinen Brunello mehr. Ich kann damit gut leben und entdecke so vielleicht ein neues Weinanbaugebiet oder einen neuen Winzer.