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Re: Südtirol - die Weißweine

Verfasst: Fr 24. Jul 2026, 12:17
von EThC
weinaffe hat geschrieben: Fr 24. Jul 2026, 10:28 2016er Feldmarschall von Fenner M-Th für schlappe 48 Euro im Restaurant in Südtirol.
...bei seinerzeitigen 34 Euronen ab Hof ist das schon erstaunlich!

Re: Südtirol - die Weißweine

Verfasst: Fr 24. Jul 2026, 16:10
von weinaffe
... im vinschgerhof in schlanders.

Lg
Bodo

Re: Südtirol - die Weißweine

Verfasst: Mo 27. Jul 2026, 10:45
von weinaffe
Kurz off-topic: neben der "sternennahen" Küche des Vinschgerhofes eine Weinkarte mit extrem fairer Kalkulation. Gestern hatten wir den grossartigen 2016er Barolo aus Monforte d'Alba von Rocche dei Manzoni für schlappe 72 Euro, wahrscheinlich billiger als der aktuelle Handelspreis. Sehr empfehlenswerte Location !

LG
Bodo

Re: Südtirol - die Weißweine

Verfasst: Fr 7. Aug 2026, 20:44
von Schönibert
Terlaner hier, oder?

2025 Cantina Terlan Terlano Terlaner Cuvée

Extrem trocken und mineralisch. Ein sehr, sehr scharfes Messer. Das kenne ich in der Präzision von deutschen Weinen nicht so.

Gefällt mir das? Es geht so. Ok, es beeindruckt mich.

Wir hatten den Wein an der Börse und solo war das jetzt nicht der beste Aperitif, freundlich ausgedrückt. Gebratener Wolfsbarsch, Gemüse vom Grill, alles mit viel Salz, und das läuft - aber solo für mich eher schwierig.

Es ist das Entry-Level des Weingutes, liegt aber bereits bei rund 20 Euro.

Re: Südtirol - die Weißweine

Verfasst: Fr 7. Aug 2026, 20:54
von EThC
Schönibert hat geschrieben: Fr 7. Aug 2026, 20:44 Terlaner hier, oder?
...paßt!
Ansonsten: ich bin ja der Meinung, daß auch die ganzen klassischen Südtiroler (die meisten anderen Sachen aber auch) überwiegend viel zu jung getrunken werden, 4...5 Jahre sollte man den Sachen in der Regel schon gönnen und dann in 2...5 Jahren wegtrinken. Leider lassen einem die Weinkarten diesbezüglich meist keine Wahl...

Re: Südtirol - die Weißweine

Verfasst: So 9. Aug 2026, 15:24
von amateur des vins
Die soll(t)en bei mir eh mal ausgetrunken werden, aber eine leichte Leckage hat das für diese Flasche heute beschleunigt:

Pranzegg, Caroline 2016
SB und Chardonnay sowie Viognier und Manzoni bianco


Tiefgolden bis bernsteingelb. Bei "normalen" Weinen würde das eine leichte Panik in mir auslösen, aber hier weiß ich, daß das nicht außergewöhnlich ist.
Da ist eine leichte Ethylacetatnote, aber in einer geringen Menge und so eingebettet, daß ich sie tolerabel finde, auch wenn ich kein Freund bin. Daneben gelber, leicht mürber aber nicht "angedetschter" Apfel, etwas Kamillentee, auch ein wenig gelber Pfirsich, vielleicht ein Hauch Salbei.
Am Gaumen ausreichende milde Säure; eine Spur Walnuß und Orange kommen hinzu.
Während die Aromen lange nachhallen, stellt sich eine leichte Adstringenz und eine Andeutung von Schärfe auf der Zunge ein.

Das ist schon ganz gut für diese Art von Wein. Wirklich interessant - und ich meine das nicht euphemistisch. Andererseits mich nicht wirklich einnehmend. Hört man irgendwie heraus, daß das nicht mein bevorzugtes Beuteschema ist?

Speziell diese Flasche würde ich am Ende des Plateaus sehen: Ziemlich gesetztes, geschmeidiges Ensemble, ohne daß der Wein aber auch nur ansatzweise Richtung Sherry abdriften würde.