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Re: Emmerich Knoll
Verfasst: Mo 18. Mai 2026, 18:22
von Hasi
vorige Woche im Loibnerhof und wie IMMER höchst zufrieden. Die offenen Weine waren vorzüglichst und zuvor bestellten wir schon eine Flasche GV Smaragd 2018 „Loibenberg”, die kurz belüftet wurde. Kulinarisch ein MUSS und DER Klassiker des Hauses ist natürlich der selbst anzurührende Liptauer mit Schafbrimsen. Mein Kalbsnierenbraten war zum Niederknien köstlich, und jetzt kam dann der Loibenberg-Smaragd in die Gläser, dem Falstaff 95 Punkte gegeben hatte. Reife gelbe Äpfel, ein bisserl Tabak, Pfirsichnoten und auch Orange, herrliches Pfeffferl und viel Mineralität, vermutlich im Keller für die Ewigkeit! Ein Bilderbuch-GV des Hauses Knoll!
Hasi
Re: Emmerich Knoll
Verfasst: Mi 3. Jun 2026, 13:14
von EThC
...ob das noch was wird?
2024er Grüner Veltliner – Loibner – trocken – Smaragd® – Wachau DAC

Re: Emmerich Knoll
Verfasst: So 26. Jul 2026, 14:46
von Jochen R.
In den letzten Tagen die ersten 25er GV Federspiele im Glas. Kreutles ein ganz netter Durstlöscher, Trum dann im Gesamtpaket richtig stark ...
Ried Kreutles Loibner GV Federspiel 2025:
Erst mal florale Noten und Aprikosen, auch Pfirsich, sogar etwas Granny Smith. Mit etwas Geduld schiebt sich etwas rauchig/tabakiges in den Vordergrund – verdammt schön: da könnte ich ständig die Nase ins Glas halten.
Am Gaumen nicht auf dem Niveau der Nase. Schlank bis mittelgewichtig, viel Aprikose, auch etwas knapp reife Nectarine, eher knackige Säure, dazu ein herb/würziges Bitterl, dezent adstringierend, Trinkfluss, so mittellang.
Ried Trum Loibner GV Federspiel 2025:
In der Nase anfangs erst mal viel Zitrusfrucht, v. a. Grapefruit. Auch hier tut Luft gut, allmählich wird’s rauchig/würzig, und dann Zigarrenkiste. Toll!
Eher mittelgewichtig mit leicht cremiger Frucht (v. a. Aprikose, auch Zitrone), frisch/trinkig, mit der Zeit wird’s würzig/tabakig, dezent adstringierend, mind. mittellanger Abgang.
Viele Grüße,
Jochen
Re: Emmerich Knoll
Verfasst: Sa 8. Aug 2026, 09:59
von UlliB
Dürnsteiner Kellerberg Riesling Smaragd 2022 (Knoll) 13%Vol. Mittleres Gelb. Intensive, steinige und leicht rauchige Nase, die gelbe Frucht sehr reif, mehr Orange als Zitrone, dazu Aprikose. Die Säure für Riesling recht weich, aber völlig ausreichend, auch hier ist die Frucht sehr reif, man merkt den warmen Jahrgang, dazu sehr mineralisch (weder Kalk noch Schiefer, sondern nur "feuchter Stein"). Opulent, aber nicht fett, auch keine Botrytis, die früher in Wachauer Smaragden so häufig präsent war.
Wer bei Riesling auf säurebetont und straff steht, wird hiermit wenig bis nichts anfangen können. Ich find's großartig.
Gruß
Ulli
Re: Emmerich Knoll
Verfasst: So 9. Aug 2026, 08:39
von Alba
UlliB hat geschrieben: ↑Sa 8. Aug 2026, 09:59
Dürnsteiner Kellerberg Riesling Smaragd 2022 (Knoll) 13%Vol. Mittleres Gelb. Intensive, steinige und leicht rauchige Nase, die gelbe Frucht sehr reif, mehr Orange als Zitrone, dazu Aprikose. Die Säure für Riesling recht weich, aber völlig ausreichend, auch hier ist die Frucht sehr reif, man merkt den warmen Jahrgang, dazu sehr mineralisch (weder Kalk noch Schiefer, sondern nur "feuchter Stein"). Opulent, aber nicht fett, auch keine Botrytis, die früher in Wachauer Smaragden so häufig präsent war.
Wer bei Riesling auf säurebetont und straff steht, wird hiermit wenig bis nichts anfangen können. Ich find's großartig.
Gruß
Ulli
Hallo Ulli,
vor ein paar Tagen selbigen Wein,
Riesling Kellerberg aus 2020; kann deine Beschreibung fast komplett übernehmen, klar fehlt der direkte Vergleich aber im behaupte jetzt einmal dass der 20er einen Ticken höhere Säure hat, für mich - ähnlich wie deinerseits für den 22er gesagt - ich fand's auch großartig. (als Vorspiel übrigens einen Bürklin W. Village Forst 2023 getrunken; interessant die beiden hintereinander - auch der seehr gut, stilistisch, aromatisch aber schon sehr unterschiedlich mit dem rauchig-reduktiven Forster BW Charakter, mehr als beeindruckend für einen Ortswein).
LG
Manfred
Re: Emmerich Knoll
Verfasst: Fr 4. Sep 2026, 01:41
von Hasi
Grüner Veltliner Loibner Federspiel 2025 (wir: 92)
Grüner Veltliner Smaragd Schütt 2024 (wir: 94, Suckling: 96)
Grüner Veltliner Smaragd Kreutles 2016 (wir: 95, Falstaff: 93)
Gestern wieder ein Ausritt in die herrliche Wachau nach Unterloiben 7. Bei Sepp und Grete Knoll, den wohl legendärsten Wirtsleuten vor Ort (mit dem schönsten Gastgarten des Weinparadieses an der Donau und ausgezeichnet mit 2 Gault-Millau-Hauben) labten wir uns zunächst mit deren "signature dish" - dem wirklich ECHTEN Liptauer (mit Schafbrimsen & zum selber abmachen ... ich habe den genau so mit den Großeltern 1971 (!) eben beim Knoll kennengelernt) und Schmidl-Laberl (die mit dem S!!

). Renate griff dann zur Wachauer Fischsuppe, und ich wählte ein Kalbsleberfilet mit Erdäpfelpürree und frischen Eierschwammerln (beste Leber meines Lebens!), dazu gabs glasweise natürlich Emmerich Knolls herrliche Grüne Veltliner Federspiel und Smaragd (siehe oben) - und dann schwebten wir nach Grafenegg in den Wolkenturm zu den Wiener Philharmonikern unter Tugan Sokhiev. Die hatten gehörig mit dem Wind und ihren Notenblättern zu kämpfen, gaben aber zuerst mal eine herrliche Symphonie Nr. 25 in g-Moll von W.A. Mozart. Nach der Pause lieferten die Wiener dann in Vollbesetzung mit Gustav Mahlers Symphonie Nr. 1 D-Dur eine absolute Sternstunde klassischer Musikkunst und explodierten förmlich! Grandioser Tag!

PS: Emmerich Knoll bekam heuer im Juli sowohl für seinen Riesling Smaragd Ried Schütt 2021 als auch für die Riesling Trockenbeerenauslese 2021 sensationelle 100 Falstaff-Punkte verliehen
Hasi