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Re: Diverse Winzer

Verfasst: Fr 19. Sep 2025, 19:39
von Nora
UlliB hat geschrieben: Do 28. Aug 2025, 16:59 Da es in keinen der vielen Winzer-Threads passt, hier: ich hatte schon vermutet, dass die neue Bezeichnungsregelung für Großlagen bei Deutschlands kleinster und vermutlich auch bester Großlage, der Bernkasteler Badstube, zu Problemen und Widerstand der Winzer führen würde. Dazu erschien heute beim SWR folgender Artikel:

https://www.swr.de/swraktuell/rheinland ... n-100.html

So kann man das Problem natürlich auch lösen: man lässt zwei Einzellagen, die bislang Teil der Großlage waren, verschwinden und überträgt den Namen der bisherigen Großlage auf eine hieraus neu gebildete Einzellage. Vielleicht wird das ein Modell für andere Gegenden?

Gruß
Ulli
https://www.swr.de/swraktuell/rheinland ... t-100.html

Nun gibt es eine Entscheidung.

VG Nora

Re: Diverse Winzer

Verfasst: Mo 10. Nov 2025, 20:08
von EThC
...untypisch, gefällt mir aber recht gut. Nur der Preis nicht...

2022er Riesling - [Kinheimer] Hubertus[lay] - Purus - trocken - Landwein der Mosel, Rita & Rudolf Trossen

Bild

Re: Diverse Winzer

Verfasst: Mo 1. Dez 2025, 18:42
von Dominik Mueller
2021 Reef "Vinum Virgo"
Blasses Zitronengelb mit grünen Reflexen. Zurückhaltend im Geruch mit heller, süßlicher Frucht. Reife Birne, etwas Apfel, leicht verwaschen in der Kontur. Am Gaumen schlank, recht süß mit etwas daneben stehender Säure. Wieder weiße bis gelbe Frucht mit einer gewissen Intensität. Nicht tiefgründig, die Süße für meinen Geschmack zu prominent, doch ordentlicher Abgang.

Re: Diverse Winzer

Verfasst: Fr 9. Jan 2026, 14:09
von officertommy
Bin ja nicht unbedingten Freund der Rieslinge. Was Achim Reis von @reisfeineweine aus einzelnen kleinen Parzellen verschiedener erstklassiger Mosellagen herausholt ist aber bester Stoff und genau nach meinem Gusto. Im wahrsten Sinne „furztrocken“, dabei komplex und hochgradig spannend. Nicht jedermanns Liebling, wie sein „Wininger Uhlen“ und der „1556“, aber für den Freund /Freundin spezieller Weine mit Ecken &Kanten eine wahrlich feine Wahl. Noch dazu in der Halbliter-Bouteille! Wieso gibt’s die eigentlich so selten?

Re: Diverse Winzer

Verfasst: Sa 24. Jan 2026, 14:11
von Udo2009
Da ich "Probleme" habe, einen Holzton im Wein zu erkennen, habe ich vom Weingut Karl Petgen, Nennig/Saarland je einen Spätburgunder im Barrique ausgebaut und einen "normalen" Spätburgunder bestellt (sind just angekommen).

2024er Spätburgunder Barrique Qualitätswein (https://karl-petgen.de/shop/2024er-spae ... taetswein/)

und

2024er Spätburgunder Qualitätswein (https://karl-petgen.de/shop/2022er-spae ... taetswein/)

Interessante Entdeckung: Auf dem Rücketikett der Flaschen ist der 2. Wein als "Deutscher Wein" bezeichnet und hat "nur" eine Los-Nummer. Auf dem Rücketikett des 1. Weins steht "Deutscher Qualitätswein" und er hat eine A.P.Nr.

Mal schauen, ob mir der direkte Vergleich weiterhilft.

Re: Diverse Winzer

Verfasst: Sa 24. Jan 2026, 14:29
von EThC
...da wurde wohl die Shopseite nicht der Realität angepaßt. Könnte zu Ärger führen...

Re: Diverse Winzer

Verfasst: Mo 23. Feb 2026, 07:49
von TroisLacs
Frage ans Forum, bin gerade etwas ratlos:

Habe am Freitag einen 2022-er Riesling von Josef Rosch in Leiwen geöffnet.
Klüsserather Bruderschaft feinherb, mit Korkverschluss.

In der Nase war er zwar etwas scheu, aber sonst nicht ungewöhnlich. Im Mund erst ebenfalls "normal" zu trinken.
Aber dann blieb eine Note am Gaumen hängen, die mich verwirrt: ich würde es am ehesten beschrieben als eine bereits überreife Pfirsich, die zu gären beginnt und "alkoholisch" wirkt (ähnlich einer alten Banane, nicht wegen dem Geschmack).

- karaffiert und mehrmals ungefüllt, keine Veränderung
- Konterflasche geöffnet, dasselbe Bild, aber haargenau gleich
- einen Tag später und auch zwei Tage später zwar etwas weniger stark, aber immer noch dieser Misston
- von drei anderen Personen bestätigt, zwei rochen sogar etwas Industrieöl

Habt ihr sowas schon beobachtet? Ich würde es nicht als Fehler beschreiben oder zumindest nicht so erkennen, aber irgendetwas stimmt nicht.

Re: Diverse Winzer

Verfasst: Mo 23. Feb 2026, 09:42
von EThC
...wenn der Winzer aus der Naturecke käme, könnte sowas schon beabsichtigt sein, ich könnte mir hier mit meinem blutigen Amateurwissen aber eher eine ungewollte Gemengelage aus Oxidation (Tank nicht voll?), frühzeitiger Petrolentwicklung (Sonnenbrand?) und erhöhter Gerbstoffextraktion (Maischestandzeit? vorzeitiger Gärbeginn schon in den Bütten?) vorstellen...

Re: Diverse Winzer

Verfasst: Mo 23. Feb 2026, 11:50
von Moselfan
In 2022 ist mir das schon ein paar mal aufgefallen, auch aus diversen Anbaugebieten und diversen Rebsorten.

Nach Rückfrage bei ein paar Winzern, bei denen mir das überhaupt nicht aufgefallen ist (u.a.Breuer/M.F.Richter/C.Busch)wurde mir gesagt, dass es sich wohl um eine Kombination aus Trockenstress. zu jungen Reben, zu hoher Ertrag für die Reben und zu viel Sonneneinstrahlung auf den Trauben handle.

Habe mich nur gewundert, dass das in Jahren wie 2020 oder 2018 die ja auch sehr trocken/heiß mir so nicht aufgefallen ist.

Re: Diverse Winzer

Verfasst: Mo 23. Feb 2026, 12:40
von TroisLacs
Danke schon mal für eure Rückmeldungen.
Moselfan hat geschrieben: Mo 23. Feb 2026, 11:50 In 2022 ist mir das schon ein paar mal aufgefallen, auch aus diversen Anbaugebieten und diversen Rebsorten.
Es ist mir nicht ganz leicht gefallen, die richtigen Worte zu finden. Was ist dir aufgefallen, auch etwas in die Richtung "beschwipstes Steinobst"?