Hallo zusammen,
Frau und Herr Ostbelgier haben 2012 geheiratet und waren 2013 zum ersten Mal in Burgund. Damals hatten wir einen schönen Lunch in einem Restaurant in Meursault, das es heute leider nicht mehr gibt. Es gab Schnecken und Oeufs Meurette. Nun hatten wir etwas zu feiern, und wir haben deshalb heute das gleiche gegessen und den gleichen Wein (bis auf den Jahrgang natürlich) getrunken. Prunier-Bonheur: Auxey Duresses 2021 (rot). Damals war es der 2009er. Klare Pinotfarbe, nicht zu dunkel. Zu Beginn wundervoller Duft nach den kleinen Walderdbeeren. Mit Luft ändert sich das zu einem herrlichen Cassis- und Kräuterduft. Ausgewogen am Gaumen, da ist gar nichts schmirgelig. Sehr schöne Länge, ein toller Begleiter zu diesen bäuerlichen Gerichten. Leider ist auch dieser Village heutzutage sehr teuer, daher habe ich nur 2 Flaschen gekauft. Aber er ist sein Geld wert.
Viele Grüße
Markus
Burgund 2021 rot
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Ostbelgier
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Ostbelgier
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Re: Burgund 2021 rot
Hallo zusammen,
Laurent et Romain Prunier: Saint Romain (rouge) La Combe Bazin 2021. Eine schöne Begleitung zu Wildhase. Überraschend helle Farbe. Duft und Geschmack nach roten Johannisbeeren, etwas Nelke und Pfeffer, recht starke Säure. Verändert sich kaum über die Zeit, bleibt geschmacklich vornehm zurückhaltend. Da sind die Saint Romain von Alain Gras einm anderes Kaliber. Auf seine Art aber nicht übel.
Viele Grüße
Markus
Laurent et Romain Prunier: Saint Romain (rouge) La Combe Bazin 2021. Eine schöne Begleitung zu Wildhase. Überraschend helle Farbe. Duft und Geschmack nach roten Johannisbeeren, etwas Nelke und Pfeffer, recht starke Säure. Verändert sich kaum über die Zeit, bleibt geschmacklich vornehm zurückhaltend. Da sind die Saint Romain von Alain Gras einm anderes Kaliber. Auf seine Art aber nicht übel.
Viele Grüße
Markus
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OnlineRalf Gundlach
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Re: Burgund 2021 rot
Den gab es gerade zu Rehchops:
2021 Fixin David Moret
In der Nase leichte Barriquenoten und feine Kirsche. Am Gaumen ist das ein ganz feiner, eleganter Fixin mit einer dezenten, passenden Barriquenote und wie in der Nase ganz feinen Kirschfrucht. Es fehlt vielleicht für die Preisklasse etwas an Substanz. Aber wie Moret aus einem Fixin und dem eher rustikalen Jahrgang solch einen eleganten Burgunder hinbekommt ist schon richtig klasse.
92 Punkte. Kostet, soweit ich das in Erinnerung habe knapp unter 40 Euro bei Vinoel.
Gruß
Ralf
2021 Fixin David Moret
In der Nase leichte Barriquenoten und feine Kirsche. Am Gaumen ist das ein ganz feiner, eleganter Fixin mit einer dezenten, passenden Barriquenote und wie in der Nase ganz feinen Kirschfrucht. Es fehlt vielleicht für die Preisklasse etwas an Substanz. Aber wie Moret aus einem Fixin und dem eher rustikalen Jahrgang solch einen eleganten Burgunder hinbekommt ist schon richtig klasse.
92 Punkte. Kostet, soweit ich das in Erinnerung habe knapp unter 40 Euro bei Vinoel.
Gruß
Ralf
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Ostbelgier
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Re: Burgund 2021 rot
Diesen hier hat Ralf mir mal mitgebracht. Domaine Lucien Jacob: Hautes Cotes de Beaune 2021. Nicht zu tiefe Pinotfarbe. Sehr feiner Duft nach Griottes und feinem Leder. Auch am Gaumen überzeugend: Griottes, rote Johannisbeeren und eine gut integrierte, recht lebhafte Säure. Ordentliche Länge. Kein Held, aber sauber und gut gemacht für das schwierige Jahr.
Viele Grüße
Markus
Viele Grüße
Markus
Re: Burgund 2021 rot
Vielen Dank für die Notiz Markus!
Schön, mal wieder etwas über diese Domaine zu lesen. Ich hatte früher öfter Weine von dort und habe sie als sehr zuverlässig und solide bei einem ausgezeichneten PGV abgespeichert.
Vielleicht in diesem Zusammenhang interessant: Die Domaine Lucien Jacob gibt es mittlerweile nicht mehr, Jean-Michel Jacob ging 2023 in den Ruhestand und ein Großteil seiner Weinberge übernahm sein Schwager Régis Forey von Forey Père et Fils. Ich meine, da sind auch schon ein paar Weine auf dem Markt.
VG Nora
Schön, mal wieder etwas über diese Domaine zu lesen. Ich hatte früher öfter Weine von dort und habe sie als sehr zuverlässig und solide bei einem ausgezeichneten PGV abgespeichert.
Vielleicht in diesem Zusammenhang interessant: Die Domaine Lucien Jacob gibt es mittlerweile nicht mehr, Jean-Michel Jacob ging 2023 in den Ruhestand und ein Großteil seiner Weinberge übernahm sein Schwager Régis Forey von Forey Père et Fils. Ich meine, da sind auch schon ein paar Weine auf dem Markt.
VG Nora
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Ostbelgier
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Re: Burgund 2021 rot
Hallo Nora,
ganz herzlichen Dank für diese Info, dieses Verwandtschaftsverhältnis kannte ich nicht. Aber ich bin sehr viele Jahre Fan der Weine von Regis Forey. Ralf hatte vor längerer Zeit einen Chambolle Musigny von Jacob mitgebracht, der in jeder Hinsicht hervorragend war.
Viele Grüße
Markus
ganz herzlichen Dank für diese Info, dieses Verwandtschaftsverhältnis kannte ich nicht. Aber ich bin sehr viele Jahre Fan der Weine von Regis Forey. Ralf hatte vor längerer Zeit einen Chambolle Musigny von Jacob mitgebracht, der in jeder Hinsicht hervorragend war.
Viele Grüße
Markus
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Ostbelgier
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Re: Burgund 2021 rot
Hallo zusammen,
dieser hier war bei mir in Vergessenheit geraten, nachdem er vor Jahren als Beifang bei einer Foire im Auchan mitkam.
Domaine Chauchoux: Rully Mont Morin
heisst er, und das unfreiwillige Warten war eine gute Idee. Warum ? Weil er keinerlei rustikale oder spitze Sure mehr hat. Eine runde Sache, Noten von Kirschen, Himbeeren und roten Johannisbeeren. Leichte Aufhellungen zum Rand hin. Sehr feine Gerbstoffe, der Wein wirkt nun abgeschliffen, und besser wird er vermutlich nicht mehr. Nicht übel für damalige ca 13 Euronen, aktuell kostet er ab Werk 20 Euro.
Viele Grüße
Markus
dieser hier war bei mir in Vergessenheit geraten, nachdem er vor Jahren als Beifang bei einer Foire im Auchan mitkam.
Domaine Chauchoux: Rully Mont Morin
heisst er, und das unfreiwillige Warten war eine gute Idee. Warum ? Weil er keinerlei rustikale oder spitze Sure mehr hat. Eine runde Sache, Noten von Kirschen, Himbeeren und roten Johannisbeeren. Leichte Aufhellungen zum Rand hin. Sehr feine Gerbstoffe, der Wein wirkt nun abgeschliffen, und besser wird er vermutlich nicht mehr. Nicht übel für damalige ca 13 Euronen, aktuell kostet er ab Werk 20 Euro.
Viele Grüße
Markus
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Ostbelgier
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Re: Burgund 2021 rot
Heute musste die letzte von 3 Flaschen dran glauben, und es war auch die Schönste der drei.
Joseph Voillot: Bourgogne Pinot Noir Vielles Vignes 2021
Sehr lichte Pinotfarbe mit Aufhellungen zum Rand hin. Mit ordentlich Luft wird das eine feine, runde Sache. Sehr schöner Duft nach roten Johannisbeeren und Himbeeren. Fein und rund am Gaumen, zu den Fruchtnoten kommt eine angenehme Unterholznote (Waldboden). Die Säure ist gut eingebunden, ebenso das Tannin. Ein ruhiger, fast vornehmer Geselle, ein sehr schöner Essensbegleiter mit angenehmen 12,5 Vol.
Viele Grüße
Markus
Joseph Voillot: Bourgogne Pinot Noir Vielles Vignes 2021
Sehr lichte Pinotfarbe mit Aufhellungen zum Rand hin. Mit ordentlich Luft wird das eine feine, runde Sache. Sehr schöner Duft nach roten Johannisbeeren und Himbeeren. Fein und rund am Gaumen, zu den Fruchtnoten kommt eine angenehme Unterholznote (Waldboden). Die Säure ist gut eingebunden, ebenso das Tannin. Ein ruhiger, fast vornehmer Geselle, ein sehr schöner Essensbegleiter mit angenehmen 12,5 Vol.
Viele Grüße
Markus
Re: Burgund 2021 rot
Forey Père et Fils Nuits-Saint-Georges
In der Nase zunächst fleischig und animalisch, untermalt von bezaubernder Pinot-Frucht; ich nehme auch Kirsche wahr, begleitet von einem Hauch Erde und Waldnoten. Nach einigen Stunden entfaltet sich eine ätherische Kräuternote, die an Rosmarin erinnert. Der Wein entwickelt sich im Glas und verändert sich mit der Temperatur. Dennoch bleibt Unterholz das dominierende Thema.
Am Gaumen ist er leicht bis mittelkräftig, ohne aufdringliche Süße oder Fruchtigkeit. Hier unterscheidet er sich deutlich von seinem 2020er-Jahrgang, der dicht, kraftvoll und beinahe opulent war. Dieser hier ist eher zart mit unreifen Früchten, leicht bitter und herb mit Unterholznoten. Eine lebendige Säure und feine, nur leicht adstringierende Tannine beleben ihn im Abgang. Sicherlich kein Meisterwerk der Komplexität, aber durchaus reizend.
Am 3. Tag leider sehr müde.
VG Nora
In der Nase zunächst fleischig und animalisch, untermalt von bezaubernder Pinot-Frucht; ich nehme auch Kirsche wahr, begleitet von einem Hauch Erde und Waldnoten. Nach einigen Stunden entfaltet sich eine ätherische Kräuternote, die an Rosmarin erinnert. Der Wein entwickelt sich im Glas und verändert sich mit der Temperatur. Dennoch bleibt Unterholz das dominierende Thema.
Am Gaumen ist er leicht bis mittelkräftig, ohne aufdringliche Süße oder Fruchtigkeit. Hier unterscheidet er sich deutlich von seinem 2020er-Jahrgang, der dicht, kraftvoll und beinahe opulent war. Dieser hier ist eher zart mit unreifen Früchten, leicht bitter und herb mit Unterholznoten. Eine lebendige Säure und feine, nur leicht adstringierende Tannine beleben ihn im Abgang. Sicherlich kein Meisterwerk der Komplexität, aber durchaus reizend.
Am 3. Tag leider sehr müde.
VG Nora
Re: Burgund 2021 rot
Vielen Dank, Nora. Du fischt etwas heraus und ich glaube wieder zu wissen, was „Burgund“ bedeutet.
"Forey Père et Fils Nuits-Saint-Georges 2021" in der Nase zuerst recht animalisch. Dann diese herrliche Pinot-Aromatik mit konzentrierten Beeren und Leder. Ich fand ihn in der Tiefe durchaus auch kräftig, besser gesagt, die Frucht eher kernig als weichlich oder leicht. Delikate Säure. Ich habe ihn gerne getrunken, fand ihn aber auch limitiert und mit um so 40 Euro (?) deutlich zu teuer. Es brauchte nur wenig mehr Luft, bis sich der Wein für mich entscheidend veränderte. Die Frucht von Bleistift und pelzigen Anmutungen unterdrückt, so dass ich glaubte, längere Belüftung tue ihm nicht gut. Dann erneutes Aufblühen der Frucht und hinreißende ätherische Anmutungen. Diesen Zustand bei einem Wein erreicht, wo man schwer fassbaren Eindrücken hinterhertrinkt. Dann wird er wieder handfester, die Struktur aber im Vergleich zu Beginn bereichert. Frische und getrocknete Frucht, frischer Waldboden, feine Gewürze...
Zwischenfazit: Nicht zu teuer.
Am Tag danach phantastische Pinot-Nase, im Mund ist der Wald deutlich herbstlicher geworden, doch die welken Blätter auch ein Genuss, zumal mit anregenden Bitterstoffen. Vielleicht liegt es an persönlichen sensorischen Filtern, dass, wenn ich beim nächsten Schluck Kontinuität erwarte, der gealterte Wein unvermutet frischere Frucht, Pflaume, feinste Schokoanmutung hervorbringt. Ich schmecke dies tatsächlich, aber eben vielleicht nur aufgrund von Wahrnehmungsprozessen, die nach einem sättigenden Eindruck die Sensibilität für einen kontrastierenden erhöhen. Oft für einen weniger beherrschenden, der leicht untergeht. Der Eindruck „Schoko“ ist vielleicht nicht subjektiv. Aber vielleicht, wie und wann er entdeckt wird. Andere würden aufgrund anderer Prozesse möglicherweise „Minze“ oder so finden... Wirnisse, die nur gute, lebendige Weine erzeugen.
Beim weiteren Probieren scheint sich der Wein mehr entfaltet zu haben. Wie kann das gehen, er hatte doch die ganze Nacht Zeit dazu? „Bin ich es oder der Wein?“ Oder wieviel von meiner Veränderung ist wichtig, um den Wein zu erfassen? Jedenfalls nehme ich das Herbstlaub weniger intensiv wahr und die Pinot-Frucht erscheint mir nicht mehr so eindeutig, es gibt eine aufregende Mixtur und auch andere Früchte, auch mit Citrus-Akzenten, tauchen auf.
Der Spaß dauert nicht ewig. Beim nächsten Schluck wieder mehr Herbstlaub
Super Qualitätsmerkmal, wenn zum Spinnen angeregt wird.
Gruß, Kle
"Forey Père et Fils Nuits-Saint-Georges 2021" in der Nase zuerst recht animalisch. Dann diese herrliche Pinot-Aromatik mit konzentrierten Beeren und Leder. Ich fand ihn in der Tiefe durchaus auch kräftig, besser gesagt, die Frucht eher kernig als weichlich oder leicht. Delikate Säure. Ich habe ihn gerne getrunken, fand ihn aber auch limitiert und mit um so 40 Euro (?) deutlich zu teuer. Es brauchte nur wenig mehr Luft, bis sich der Wein für mich entscheidend veränderte. Die Frucht von Bleistift und pelzigen Anmutungen unterdrückt, so dass ich glaubte, längere Belüftung tue ihm nicht gut. Dann erneutes Aufblühen der Frucht und hinreißende ätherische Anmutungen. Diesen Zustand bei einem Wein erreicht, wo man schwer fassbaren Eindrücken hinterhertrinkt. Dann wird er wieder handfester, die Struktur aber im Vergleich zu Beginn bereichert. Frische und getrocknete Frucht, frischer Waldboden, feine Gewürze...
Zwischenfazit: Nicht zu teuer.
Am Tag danach phantastische Pinot-Nase, im Mund ist der Wald deutlich herbstlicher geworden, doch die welken Blätter auch ein Genuss, zumal mit anregenden Bitterstoffen. Vielleicht liegt es an persönlichen sensorischen Filtern, dass, wenn ich beim nächsten Schluck Kontinuität erwarte, der gealterte Wein unvermutet frischere Frucht, Pflaume, feinste Schokoanmutung hervorbringt. Ich schmecke dies tatsächlich, aber eben vielleicht nur aufgrund von Wahrnehmungsprozessen, die nach einem sättigenden Eindruck die Sensibilität für einen kontrastierenden erhöhen. Oft für einen weniger beherrschenden, der leicht untergeht. Der Eindruck „Schoko“ ist vielleicht nicht subjektiv. Aber vielleicht, wie und wann er entdeckt wird. Andere würden aufgrund anderer Prozesse möglicherweise „Minze“ oder so finden... Wirnisse, die nur gute, lebendige Weine erzeugen.
Beim weiteren Probieren scheint sich der Wein mehr entfaltet zu haben. Wie kann das gehen, er hatte doch die ganze Nacht Zeit dazu? „Bin ich es oder der Wein?“ Oder wieviel von meiner Veränderung ist wichtig, um den Wein zu erfassen? Jedenfalls nehme ich das Herbstlaub weniger intensiv wahr und die Pinot-Frucht erscheint mir nicht mehr so eindeutig, es gibt eine aufregende Mixtur und auch andere Früchte, auch mit Citrus-Akzenten, tauchen auf.
Der Spaß dauert nicht ewig. Beim nächsten Schluck wieder mehr Herbstlaub
Gruß, Kle