Bernd,Bernd Schulz hat geschrieben:Dass Ulli eher in Ollies Richtung tendiert und seine Erfahrungen mit den Müllenschen Rieslingen eher als Achterbahnfahrt bezeichnen würde, glaube ich zu wisssen.
ja, "Achterbahnfahrt" trifft es schon sehr gut. Im Jahr mache ich vielleicht ein gutes Dutzend Weine von Müllen auf, und die Erfahrungen damit schwanken regelmäßig zwischen völliger Begeisterung und ziemlicher Ernüchterung - wie zuletzt beim oben erwähnten Hühnerberg Kabinett.
Ob nun Flaschenvarianzen oder ein extrem launischer Entwicklungsverlauf dafür verantwortlich sind, weiß ich nicht wirklich. Dazu müsste ich einmal mehrere Flaschen des gleichen Weins parallel aufmachen; in einem Zweipersonenhaushalt ist das nicht unmittelbar attraktiv. Ist es aber wie von Dir vermutet Sprunghaftigkeit in der Entwicklung, wäre die schon außergewöhnlich groß, da gebe ich Ollie Recht.
Und einerlei, was nun die Ursache ist - die Folgen bewerte ich genau so wie er: "Zickige Weine, die mal hui, mal buh sind, und zwar voellig unvorhersehbar, sind eher unpraktisch." Und insofern gehört Müllen nach wie vor nicht zu meinen bevorzugten Produzenten - auch wenn ich da regelmäßig ein paar Flaschen kaufe. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, und wenn's denn mal passt, dann passt auch wirklich alles.
Gruß
Ulli