Keine Sorge, da gab es nicht viel zu verpassen. Ich habe ihn über zwei Tage getrunken und ihn am zweiten Tag ewig im Glas stehen gehabt. Die Nase hat sich nur minimal geöffnet. Das ist im Moment ein Eisblock.Hm, hätten wir den BW auch noch etwas schonen sollen? Egal, nu ist zu spät.
Nun zum van Volxem:
Er roch angenehm dezent nach weißem Pfirsich. Im Mund eine rauchige dunkle Mineralität, die durch die leichte Süße wirklich kein Schwein stresst. Wenn man genau aufpasst, fehlt etwas Säure. Auch das ist nicht wirklich als Kritikpunkt zu verstehen, da einem diese Erkenntnis nicht entgegen springt. Bis auf das die Nase mit einiger Zeit im Glas etwas nachlässt, verändert sich der Wein nicht. Aprikosen sind mir nirgends begegnet. Er ist sein Geld wert und man kann nichts dramatisch kritisieren. Ein Wein für jedermann, bei dem es mir zu wenig zu entdecken gibt, glatt geschliffen mit ein bisschen wenig Leben. Falls jemand plant, den weltgewandten Steuerberater von nebenan flach zu legen, kann der Wein gefahrenfrei zum Dinner serviert werden.
Ich hoffe, dass es mir niemand übel nimmt, wenn ich mir für heute Abend eine Flasche Wittmann besorge. Ich brauche jetzt etwas, wo ich die Hoffnung habe, dass es eine Nummer drüber ist.
