ich war vor 2 Wochen am Mittelrhein und im Rheingau. Was ich da beim Wandern durch die Weinberge an faulen Trauben an den Rebstöcken gesehen habe, war erschreckend. Bei Ratzenberger hat man mir gesagt, daß diese Trauben nur für den Federweißen verwendet würden.
Jetzt weiß ich auch wo der Begriff Schädelspalter herkommt.
Viele Grüße
Peter
Wer nicht genießt, wird ungenießbar. (Konstantin Wecker)
so gestern wurde geherbstet wie die Winzer sagen.
Bei mir hing ja ganzschön was drin ca 20% musste ich selektieren (Stiellähme, Essig, unreif)
Da ich nun doch den Zweigelt und Lemberger gemischt habe waren es rund 100l Maische.
(Das Fass lies sich schiergar nicht in den Keller bewegen...)
Leider fiel dadurch das Öchslegewicht der Maische auf rund 83° ab tja.
Eingemaischt wurde mit allem so wie früher mit Stielen und Kämmen.
Jetzt heisst´s 2-3 am Tag Tresterhut runterstossen damit der Wein auch schön Rot wird und das bestimmt die nexten 5-10 Tage bis die Gärung durch ist.
Nur mal so eine Frage: Benutzt ihr Dünger, und wenn ja, welchen? Bei meinen beiden Reben färben sich die unteren Blätter nämlich hell und fallen schon ab... HILFE
wie hell ?
mach mal ein Bild könnte Eisenmangel sein oder halt völlig normal da Herbst
Reben sind im Regelfall recht anspruchslos ober es gibt natürlich dennoch xyz Sachen ....
Ganz wichtig ist wohl sie in den Anfangsjahren nicht zuviel Tragen zulassen ...
aber deine sind ja erst gepflanzt ev auch eher wassermangel ist ja gerade eher sehr trocken.
Kann mich erinnern das ich meinen Pflanzjahr 2004 auch öftersmal den Schlauch gegönnt habe
Unter meinem Spätburgunderstock liegen jetzt schon eine Menge verwelkter Blätter. Die Jahreszeit bringt das so mit sich. Ich denke, du musst dir da keine Sorgen machen.
Gedüngt habe ich nie; allerdings habe ich im ersten Jahr öfter gegossen.
So, gerade habe ich meinen Wein endgültig auf Flaschen gezogen, dabei nochmals - aus Sicherheitsgründen - leicht geschwefelt (50 mg/l K2S2O5, entsprechend etwa 25 mg/l SO2). Kurz dabei noch verkostet - und ich bin eigentlich durchaus zufrieden:
Helles Kirschrot, in etwa wie ein farbstärkerer Rosé. Noch leichte Hefenote, vor allem die typische Aromatik der Rebsorte (Walderdbeeren, Maracuya, Guave), die aber nicht plump oder aufdringlich wirkt, da ich die Trauben relativ früh gelesen habe. Mittlere Säure, knochentrocken (ich habe leider nicht die Ausrüstung zur RZ-Bestimmung, ich nehme aber an, dass er deutlich unter 1g/l liegt), ein bisschen kratzig-rustikal, mittellanger Abgang mit leicht schalem Ende. Der Gaumeneindruck ähnelt aber durchaus anderen Jungweinen, die sich nach ein paar Monaten auf der Flasche noch harmonisieren.
Für einen Uhudler eigentlich ziemlich gelungen. Als erster Test gibt es leider nur 5 Flaschen davon, aber nächstes Jahr möchte ich ein bisschen mehr produzieren ...
Für den der nicht so viel Aufwand betreibt, Johner hat seinen 2011er Sauvignon blanc aus Neuseeland auch schon im Verkauf. Habe ihn dieses Jahr zwar noch nicht probiert. Vor 2 Jahren hatte dieser jedoch wunderbare Fruchtaromen und war ein schöner "Durstlöscher".
Gruß Wolfgang
Bei der Domäne Wachau gibt es auch schon den ersten 2011 (nicht von der Südhalbkugel ), nämlich den Veltliner Steinfeder Terrassen.
Was ich mich aber schon öfters gefragt habe: mit welchem "Trick" bekommen die Weingüter bei derart jungen Weinen eigentlich die Hefenoten weg? Bei meiner "Produktion" sind sie jedenfalls noch zu spüren, obwohl die Gärung dank Reinzuchthefe schon nach wenigen Tagen sichtbar beendet war.