Hallo Nora,
Allen Meadows (burghound.com) ist mit seinen Trinkfenstern immer recht konservativ (zu lesen in etwa als "ab wann ist der Wein in seinem Optimum").
Zum 2015 Forey Les Saint Georges schreibt er:
"(...) This will require at least a decade for this full-boded, rustic and very serious effort to come together. (Drink starting 2027)".
Den 2012er hatte ich 2/23 und 3/25 und fand ihn großartig. 3 Flaschen vom 2015 liegen noch im Keller, ich denke mit "ab 2027" macht man da nichts verkehrt.
VG,
Max
Burgunder in Westflandern
Re: Burgunder in Westflandern
Danke Max! Ich habe deine VKN auf CT noch einmal gelesen, sehr hilfreich.
LG Nora
LG Nora
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Ostbelgier
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Re: Burgunder in Westflandern
Es war wieder soweit. Ralf Gundlach hat uns besucht und wir wollen uns vor allem für seine Grosszügigkeit bedanken. Das Motto war eine Best Bottle Party zum Thema Burgund 2017 - 9 Jahre danach. 2017 war ein eher "klassisches" Jahr und wir waren ob der fast durchgehend hohen Qualität sehr angenehm überrascht. Es geht um 8 Flaschen, die in dieser Reihenfolge an 2 Abenden getrunken wurden.
Domaine Bidault: Morey Saint Denis -les Porroux-. Ein schöner Auftakt. Aufhellungen zum Rand hin, feiner Duft nach Amarenakirschen und feinem Leder. Am Gaumen ebenso plus etwas Lakritz. Schöner, kräftiger Nachhall. Jetzt richtig.
Forey: Nuis Saint Georges. Ein toller Village. Tieffarben, voller Duft nach Brombeeren und Sous-Bois. Reiche Kirchenfenster. Kraftvoll am Gaumen, Kräftiges Tannin, braucht Luft. Wieder Brombeeren, kraftvoller Nachhall. Am Beginn seiner Entwicklung.
Douhairet-Poncheret: Monthelie 1er Cru Clos du Meix Garnier. Hier stimmt das Bild vom Volnay light. Bezaubernder Duft nach Rosen und Veilchen. Betörend am Gaumen, ganz auf rote Frucht gebaut, sanftes Tannin. Sehr elegant und fein, weitere Zukunft.
Chauvenet-Chopin: Les Petits Vougeot 1er Cru. Dunkel, kühl und aristokratisch. Feiner Bodenton und Brombeeren. Zunächst verschlossen, benötigt viel Luft. Brombeeren und etwas Lakritz, wird mit Luft immer voller und schöner. Grosse Länge, am Beginn seiner Entwicklung.
Das war der erste Abend....
Domaine Bidault: Morey Saint Denis -les Porroux-. Ein schöner Auftakt. Aufhellungen zum Rand hin, feiner Duft nach Amarenakirschen und feinem Leder. Am Gaumen ebenso plus etwas Lakritz. Schöner, kräftiger Nachhall. Jetzt richtig.
Forey: Nuis Saint Georges. Ein toller Village. Tieffarben, voller Duft nach Brombeeren und Sous-Bois. Reiche Kirchenfenster. Kraftvoll am Gaumen, Kräftiges Tannin, braucht Luft. Wieder Brombeeren, kraftvoller Nachhall. Am Beginn seiner Entwicklung.
Douhairet-Poncheret: Monthelie 1er Cru Clos du Meix Garnier. Hier stimmt das Bild vom Volnay light. Bezaubernder Duft nach Rosen und Veilchen. Betörend am Gaumen, ganz auf rote Frucht gebaut, sanftes Tannin. Sehr elegant und fein, weitere Zukunft.
Chauvenet-Chopin: Les Petits Vougeot 1er Cru. Dunkel, kühl und aristokratisch. Feiner Bodenton und Brombeeren. Zunächst verschlossen, benötigt viel Luft. Brombeeren und etwas Lakritz, wird mit Luft immer voller und schöner. Grosse Länge, am Beginn seiner Entwicklung.
Das war der erste Abend....
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Ostbelgier
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Re: Burgunder in Westflandern
...und nun der zweite Abend:
Moissenet-Bonnard: Pommard 1er Cru Pezerolles. Noch sehr dunkelfarben. Aufregender Duft: Waldbeeren, Waldboden, Tannenzapfen und ätherische Noten. Extrem vielschichtig am Gaumen mit fein eingebundem Tannin. Grossartige Länge, hat Zukunft.
Pavelot: Savigny les Beaune 1er Cru Aux Gravains. Das Rätsel des Abends. Hellfarbig, Duft nach Rote Bete. Schmeckt auch nach Gemüse und wirkt vollkommen freudlos. Speziell für Vegetarier abgefüllt oder doch ein Flaschenfehler ?
Magnien: Morey Saint Denis 1er Cru Les Monts Luisants. Ein toller Wein. Tiefe Farbe. Waldfrüchte, feine Griottes und etwas Nelke. Wirkt am Gaumen jung, kühl und raffiniert mit Cassis und ganz feinem Tannin. Ein Schmeichler mit Anspruch, grossartige Länge.
Vincent Prunier: Puligny Montrachet 1er Cru Les Garennes. Helles Gold. Wirkt jugendlich, Duft nach Aprikosen und Minze, dabei nicht breit, sondern fokussiert. Wirkt trotz 13,5% nicht breit und keine Spur ältlich. Ausserordentliche Länge, grosses Kino.
Das waren zwei herrliche Abende, un vrai delice.
Viele Grüße
Markus
Moissenet-Bonnard: Pommard 1er Cru Pezerolles. Noch sehr dunkelfarben. Aufregender Duft: Waldbeeren, Waldboden, Tannenzapfen und ätherische Noten. Extrem vielschichtig am Gaumen mit fein eingebundem Tannin. Grossartige Länge, hat Zukunft.
Pavelot: Savigny les Beaune 1er Cru Aux Gravains. Das Rätsel des Abends. Hellfarbig, Duft nach Rote Bete. Schmeckt auch nach Gemüse und wirkt vollkommen freudlos. Speziell für Vegetarier abgefüllt oder doch ein Flaschenfehler ?
Magnien: Morey Saint Denis 1er Cru Les Monts Luisants. Ein toller Wein. Tiefe Farbe. Waldfrüchte, feine Griottes und etwas Nelke. Wirkt am Gaumen jung, kühl und raffiniert mit Cassis und ganz feinem Tannin. Ein Schmeichler mit Anspruch, grossartige Länge.
Vincent Prunier: Puligny Montrachet 1er Cru Les Garennes. Helles Gold. Wirkt jugendlich, Duft nach Aprikosen und Minze, dabei nicht breit, sondern fokussiert. Wirkt trotz 13,5% nicht breit und keine Spur ältlich. Ausserordentliche Länge, grosses Kino.
Das waren zwei herrliche Abende, un vrai delice.
Viele Grüße
Markus
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Ralf Gundlach
- Beiträge: 2575
- Registriert: So 30. Jan 2011, 23:13
Re: Burgunder in Westflandern
Hallo Markus,
das waren in der Tat zwei schöne Tage mit verdammt spannenden 2017ern aus Burgund. Ich wüsste nicht einmal, wer mir am besten gefallen hat. Der Jahrgang war jetzt genau der Richtige für solche eine Probe.Noch einmal vielen Dank für die Gastfreundschaft.
Gruß
Ralf
das waren in der Tat zwei schöne Tage mit verdammt spannenden 2017ern aus Burgund. Ich wüsste nicht einmal, wer mir am besten gefallen hat. Der Jahrgang war jetzt genau der Richtige für solche eine Probe.Noch einmal vielen Dank für die Gastfreundschaft.
Gruß
Ralf