Chablis

Chablis, Auxerre und Umgebung, Côte de Nuits, Côte de Beaune, Châlonnais, Maconnais, Beaujolais und Lyonnais
amateur des vins
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Re: Chablis

Beitrag von amateur des vins »

Keine Ahnung mehr, woher ich diesen Beifang hatte (könnte sein, von Vin Lorenc), aber er war die perfekte Begleitung zu Zitronenrisotto und kurzgebratenem Lachsfilet:

Billaud-Simon, Chablis GC Valmur 2020

Goldgelb, etwas auf der helleren Seite.
Mäßiger Reduktionsstinker (der nach einer Weile verfiegt). Sehr dezentes neutrales Holz. Voll/dicht und etwas buttrig. Zunächst kaum Frucht erkennbar, dann ein Hauch von weißem Pfirsich, schließlich auch gelber Pfirsich und eine leise Spur von Orange - der Wein war zu Beginn zu kalt.
Am Gaumen strukturell dicht und buttrig/cremig, aber aromatisch zurückhaltend. Eher milde Säure, leichte laktische Note.

Interessanterweise wurde der Wein allerdings im Stahl ausgebaut, was exakt der Grund war, ihn zu kaufen, wie ich mich jetzt erinnere. Einmal mehr wird mir trefflich vor Augen geführt, wie ahnungslos ich bin. :?

Auch interessant: Auf der Homepage findet man Valmur nicht (mehr?), auf wine-searcher gibt's aber auch jüngere Jahrgänge...

Sehr gut, aber Louis Michel holt mich noch mehr ab: Die Weine sind noch klarer und strahlender, der Kimmeridgien kommt noch besser zum Ausdruck.
Besten Gruß, Karsten
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EThC
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Re: Chablis

Beitrag von EThC »

...schöner, sehr eigener Chablis:

2019er [Chardonnay] – Chablis AC, Le vin de deux

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Viele Grüße
Erich

Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's
DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.

https://ec1962.wordpress.com/
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Re: Chablis

Beitrag von EThC »

...untypisches, aber in meinen Augen großes Chablis-Kino:

2020er [Chardonnay] – Montserre – Chablis AC, Château de Béru

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Viele Grüße
Erich

Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's
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amateur des vins
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Re: Chablis

Beitrag von amateur des vins »

Mal wieder Beifang:

Simonnet-Febvre, Chablis 1er Fourchaume 2023

Ich hatte ja mit Chablis weitgehend abgeschlossen, als mir eine zeitlang nur überholzte Möchtegernmeursaults begegneten, die die feine Mineralik des Kimmeridgien einfach ignorierten und überbügelten. Erst als ich vor nicht allzulanger Zeit gezielt nach stahlausgebauten Weinen suchte, wurde ich durch Weine von Louis Michel mit der Appellation versöhnt. Weitere Versuche mit holzausgebauten erwiesen sich aber weiterhn als überwiegend schwierig.

Von Simonnet-Febvre hatte ich (Gutes) gehört, aber noch nie etwas im Glas - eine Bildungslücke, die geschlossen gehörte. Und Fourchaume gilt ja bisweilen als "heimlicher Grand Cru".

...und dieser weiß zu überzeugen:
Ganz fein dosiertes Holz (vermutlich nicht neu?), nur ein Hauch von Vanille, mit deutlicher "Mineralik". Weder asketisch noch fett, aber die Substanz ordnet sich unter und ist kein Selbstzweck; der Gesamteindruck ist kraftvoll-schlank. Tolle, aber unaufdringliche Säure, und trotz der Jugend wunderbar ausgewogen und zugänglich.

Macht richtig Spaß!

Ging sehr gut zu gebratenen Zanderfilets an Risotto.
Besten Gruß, Karsten
Kle
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Re: Chablis

Beitrag von Kle »

amateur des vins hat geschrieben: ↑Mi 28. Okt 2026, 22:07 Mal wieder Beifang:

Simonnet-Febvre, Chablis 1er Fourchaume 2023

Ich hatte ja mit Chablis weitgehend abgeschlossen, als mir eine zeitlang nur überholzte Möchtegernmeursaults begegneten, die die feine Mineralik des Kimmeridgien einfach ignorierten und überbügelten. Erst als ich vor nicht allzulanger Zeit gezielt nach stahlausgebauten Weinen suchte, wurde ich durch Weine von Louis Michel mit der Appellation versöhnt. Weitere Versuche mit holzausgebauten erwiesen sich aber weiterhn als überwiegend schwierig.

Von Simonnet-Febvre hatte ich (Gutes) gehört, aber noch nie etwas im Glas - eine Bildungslücke, die geschlossen gehörte. Und Fourchaume gilt ja bisweilen als "heimlicher Grand Cru".

...und dieser weiß zu überzeugen:
Ganz fein dosiertes Holz (vermutlich nicht neu?), nur ein Hauch von Vanille, mit deutlicher "Mineralik". Weder asketisch noch fett, aber die Substanz ordnet sich unter und ist kein Selbstzweck; der Gesamteindruck ist kraftvoll-schlank. Tolle, aber unaufdringliche Säure, und trotz der Jugend wunderbar ausgewogen und zugänglich.

Macht richtig Spaß!

Ging sehr gut zu gebratenen Zanderfilets an Risotto.
ich muss sagen, macht Lust auf Chablis.
amateur des vins
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Re: Chablis

Beitrag von amateur des vins »

Kle hat geschrieben: ↑Fr 30. Okt 2026, 01:47 ich muss sagen, macht Lust auf Chablis.
Freut mich, Kle - da sind wir dann schon zwei. :)

Lasse mich auch immer gerne anregen... ;)
Besten Gruß, Karsten
Kle
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Re: Chablis

Beitrag von Kle »

Ja, u.a. „Substanz ohne Selbstzweck“ klingt gut. Mein Chablis-Ideal/Klischee wurde vor einiger Zeit auf Umweg über Kalifornien und die Freude am „Ceritas“ neu belebt. Der sei fast wie ein Chablis… Wenn das so ist, muss es dort also auch geben, was ich mir von dort wünsche…
Louis Michel klingt auch sehr gut.

Gruß, Kle
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