2018er Frühburgunder – vom Terrassenkies – trocken – Qw, Weber
Viele Grüße
Erich
Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.
Kruger-Rumpf, Münster-Sarmsheim
Riesling Münsterer Kapellenberg Erste Lage 2021
12%
€ 15,50
Ein Riesling von Devon-Schieferböden. Im großen Holzfaß ausgebaut.
Im Glas ein mittelhelles Strohgelb, fast gänzlich ohne grünliche Reflexe.
In der Nase etwas leicht angereifte Zitrone, Pfirsich, ein wenig grüner Apfel. Das wird schön unterlegt von floralen Noten, die von weißen Blüten geprägt sind; dazu etwas frische Kräuter. Der Schiefer ist in der Nase eher hintergründig, dafür eine deutliche, markante Kreidenote.
Auf der Zunge dann erstmal eine wunderbare Saftigkeit und Frische mit präziser, klarer, aber sehr gut eingebundener Säure. Auf der Fruchtseite im Vergleich zur Nase etwas mehr Zitrus, vor allem aber eine großartige Steinobstnote, die so in der Nase nicht wahrnehmbar war. Der Wein ist erfrischend und äußerst lebendig, hat aber auch Struktur, Tiefe und eine Spur von Eleganz. Sehr langer Abgang, bei dem die Mineralität hervorsticht, auch hier wieder Kreide, aber auch salzige Noten und mehr als eine Spur nasser Steine.
Großartiger Wein, der mich gepackt hat.
16,5/20
Von Sebastian Gabelmann (Sohn des nicht ganz unbekannten Kellermeisters Kurt Gabelmann, der in der Niederhäuser Staatsdomäne und in Lorch bei Graf Kanitz sehr erfolgreich tätig war) hatte ich schon länger nichts mehr im Glas. Leider, denn dieser 25er Weißburgunder belegt, dass sein Erzeuger durchaus nicht wenig auf der Pfanne hat:
Unter den Basisweißburgundern, die ich in der letzten Zeit getrunken habe, ist das fraglos einer der besten. Zu gerade mal 8,20 wird erstaunlich viel geboten - die gepflegte Langeweile, die der Weißburgunder oft verbreitet, findet hier nicht statt, sondern der Wein überzeugt mit einer frischen, aber unplakativen Frucht, einer prägnanten Struktur und einer erstaunlichen Geschmackstiefe. Ein wirklich schöner Vertreter seiner Sorte, für den sich kein VDP-Betrieb schämen müsste, wenn er ihn als hochwertigen Gutswein anbieten würde. Nachkauf ganz fraglos = 3 von 3.